Nach Erdbeben in Haiti Erste Hilfsteams treffen in Haiti ein

"Es ist eine Apokalypse", klagen Augenzeugen, die Lage im Erdbebengebiet in Haiti verschlechtert sich zusehends. Den Menschen drohen Hunger, Wasserknappheit und Seuchen.

Tod und Trauer in Port-au-Prince: Tausende Haitianer sollen bei dem schwersten Erdbeben seit 150 Jahren getötet worden sein

Tod und Trauer in Port-au-Prince: Tausende Haitianer sollen bei dem schwersten Erdbeben seit 150 Jahren getötet worden sein

Chaos in Port-au-Prince: Nach dem verheerenden Erdbeben in dem Inselstaat sind die Menschen in Haiti verzweifelt – und völlig auf internationale Hilfe angewiesen. Wie viele Tote zu beklagen sind, kann noch niemand sagen. Präsident Réné Préval schätzt, dass möglicherweise bis zu 50.000 Menschen ums Leben gekommen sind. Allerdings wisse er nichts Genaues. Ministerpräsident Jean-Max Bellerive sprach sogar von bis zu 100.000 Toten. Der Botschafter Haitis bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) trat diesen Angaben jedoch entgegen. Er gehe von nicht mehr als 30.000 Toten aus, sagte Duly Brutus.

In der Stadt herrschen chaotische Zustände. Vereinzelt wurden Plünderungen beobachtet. "Im Moment haben die Menschen nur Durst. Aber wenn auch noch der Hunger kommt, dann haben wir hier bald die totale Katastrophe", sagte eine deutsche Journalistin. Auf den Straßen lagen Tote, die behelfsmäßig mit weißen Laken zugedeckt wurden. "Es ist eine Apokalypse", sagte eine Augenzeugin. Rund 40 Prozent der Häuser in der Hauptstadt seien zerstört oder beschädigt. 

Anzeige

PORT-AU-PRINCE, HAITI - JANUARY 13: Haitian flag hangs on the ruins of the presidential palace January 13, 2010 in Port-au-Prince, Haiti. Planeloads of rescuers and relief supplies headed to Haiti as governments and aid agencies launched a massive relief operation after a powerful earthquake that may have killed thousands. US President Barack Obama ordered a swift and aggressive US rescue effort, while the European Union activated its crisis systems and the Red Cross and United Nations unlocked emergency funds and supplies for the destitute nation. Much of Port-au-Prince was reduced to rubble by the 7.0-strong quake on January 12 but the airport was operational, opening the way for international relief aid to be ferried in by air as well as by sea. (Photo by Frederic Dupoux/Getty Images)

Der Präsident nannte die Schäden in seinem Land "unvorstellbar". Préval betonte, es bestehe weiter Gefahr durch einstürzende Gebäude sowie das Risiko von Seuchen. Zudem seien die Straßen verstopft: "Wir müssen erst mal die Straßen freiräumen, um Hilfe durchzubekommen." Schuttberge, die zusammengebrochene Strom- und Wasserversorgung und ein defektes Telefonnetz erschwerten die Arbeiten. Noch immer müssen Überlebende Verschüttete mit bloßen Händen aus den Trümmern retten.

Inzwischen treffen immer mehr Verletzte auch im Nachbarland Dominikanische Republik ein. Unter den Hilfsbedürftigen sind nach Schilderungen eines Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP auch dutzende Schwerverletzte und Kinder, die zum Teil schwere Kopfverletzungen haben und verstümmelt wurden. Die Menschen würden in Bussen aus dem rund 280 Kilometer entfernten Port-au-Prince ins Krankenhaus der kleinen Grenzstadt Jimani gebracht.

Noch immer ist auch mehr als 24 Stunden nach dem Erdbeben das ganze Ausmaß der Schäden nicht absehbar. Tausende Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Krankenhäuser, Regierungsgebäude, der Präsidentenpalast, Kirchen und zahlreiche Wohnhäuser sind eingestürzt. Auch viele Schulen sind zerstört, zum Zeitpunkt des Bebens waren viele Kinder noch im Unterricht. Die Energie- und Wasserversorgung ist völlig zusammengebrochen.

Unter den zahlreichen Gebäuden, die bei dem Beben der Stärke sieben in der Millionen-Stadt dem Erdboden gleichgemacht wurden, ist auch das Hauptquartier der Vereinten Nationen (UN), die im Rahmen ihrer Friedensmission Minustah mit rund 9000 Blauhelmsoldaten in Haiti sind. Nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon starben mindestens 16 Mitarbeiter der Weltorganisation, darunter zehn Blauhelmsoldaten aus Brasilien, drei aus Jordanien und einer aus Haiti. 56 Mitarbeiter wurden verletzt, weitere 150 würden noch vermisst.

Nach Angaben von Präsident Préval ist auch der Chef der UN-Mission, der Tunesier Hedi Annabi, unter den Toten. Die Vereinten Nationen bestätigten dies zunächst nicht. 

Die haitianischen Behörden wurden völlig unvorbereitet von der Katastrophe getroffen. Anzeichen für organisierte Rettungsmaßnahmen der haitianischen Behörden gebe es nicht, schilderten Augenzeugen – und darauf könnten die Menschen auch nicht hoffen. "Es gibt keine medizinische Versorgung für die Bevölkerung und die wird es jetzt natürlich auch nicht geben", sagte Svenja Koch vom Deutschen Roten Kreuz.

Rasch liefen dagegen die internationalen Hilfsmaßnahmen an, erste Rettungsteams nehmen die Arbeit auf. Den Flughafen von Port-au-Prince können die meisten Maschinen allerdings noch nicht anfliegen, da der Kontrollturm eingestürzt sei. US-amerikanische Helfer arbeiteten am Aufbau eines "Behelfs-Turms". Durch den Umweg über den Flughafen Santo Domingo im Nachbarstaat Dominikanische Republik verzögere sich die Ankunft der Hilfsgüter erheblich. "Man braucht drei Stunden bis zur Grenze mit dem Auto und dann noch mal zwei Stunden bis ins Katatsrophengebiet", sagte ein Helfer.

Die USA schickten einen Flugzeugträger, weitere Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber für die Rettungsarbeiten. Der Flugzeugträger könne nach Angaben des US-Militärs auch als zusätzlicher Landeplatz für Hilfsgüter-Transporte dienen, da der Flughafen von Port-au-Prince überlastet sei. Zahlreiche weitere Länder – darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Spanien und Italien sowie Russland, Kuba und Brasilien –  entsandten Such- und Bergungsteams, Spürhunde sowie Notärzte. Die Internationale Föderation vom Roten Kreuz und Rotem Halbmond bereitete sich auf Hilfe für "ein Maximum von drei Millionen Menschen" vor.

Viele Staaten und Organisationen kündigten umgehend finanzielle Nothilfe an. Deutschland sagte 1,5 Millionen Euro zu, die EU gewährte drei Millionen Euro. Die Weltbank stellte 100 Millionen Dollar (knapp 69 Millionen Euro) an Soforthilfe in Aussicht. Australien sagte neun Millionen US-Dollar zu, Brasilien zehn Millionen Soforthilfe.

UN-Generalsekretär Moon zeigte sich beeindruckt von der internationalen Hilfsbereitschaft. Erste Priorität müsse nun die Rettung Überlebender haben. Dabei zähle jede Stunde, so Ban. Er selbst will zusammen mit Bill Clinton, dem früheren US-Präsidenten und jetzigem UN-Sondergesandten für Haiti, nach Port-au-Prince reisen. "Wir werden auf jeden Fall die Hilfsarbeiten inspizieren, allerdings nicht gleich jetzt." Clintons Hilfe werde dringend benötigt: "Er hat als Gouverneur, als Präsident und auch bei der Flutkatastrophe in New Orleans bewiesen, wie er mit seiner Reputation Hilfe organisieren kann."

Clintons Ehefrau, US-Außenministerin Hillary Clinton, brach eine Asienreise ab, um von Washington aus die US-Hilfe zu koordinieren. Clinton verglich das Erdbeben in Haiti mit der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 im Indischen Ozean, durch die mehr als 220.000 Menschen starben. Der Tsunami sei eine "schreckliche Tragödie" mit einer hohen Zahl an Todesopfern gewesen. Auch nach dem Beben in Haiti sei ebenfalls mit einer hohen Opferzahl zu rechnen.

Das Erdbeben hatte den Inselstaat am Dienstag um 16.53 Uhr Ortszeit (22.53 Uhr MEZ) erschüttert, das Epizentrum lag etwa 15 Kilometer von Port-au-Prince entfernt und nur 10 Kilometer unter der Oberfläche, was die Erde umso heftiger erzittern ließ. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt und wurde in den vergangenen Jahren mehrfach von Naturkatastrophen heimgesucht.

 
Leser-Kommentare
  1. Hoffnungsvolle Anzeichen für eine "zukunftsfähige globale Kooperation" ?:

    "UN-Generalsekretär Moon zeigte sich beeindruckt von der internationalen Hilfsbereitschaft. Erste Priorität müsse nun die Rettung Überlebender haben. Dabei zähle jede Stunde, so Ban. Er selbst will zusammen mit Bill Clinton, dem früheren US-Präsidenten und jetzigem UN-Sondergesandten für Haiti, nach Port-au-Prince reisen."

    Die Rettung von Notleidenden müsste global grundsätzlich "erste Proiorität" haben !

    Dafür müssten die Hilfsinstrumente der UNO besser ausgestattet sein als die mit weltweit jährlichen 1 400 Milliarden Dollar organisierten Gewaltstrukturen und Tötungsinstrumente der einzelnen Nationen.

    Dazu wäre eine Umleitung der Milliarden-Ströme und eine
    Konversion der Gewaltinstrumente in Friedensinstrumente erforderlich:

    "Die USA schickten einen Flugzeugträger, weitere Schiffe, "Flugzeuge und Hubschrauber für die Rettungsarbeiten. Der Flugzeugträger könne nach Angaben des US-Militärs auch als zusätzlicher Landeplatz für Hilfsgüter-Transporte dienen, da der Flughafen von Port-au-Prince überlastet sei. Zahlreiche weitere Länder – darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Spanien und Italien sowie Russland, Kuba und Brasilien – entsandten Such- und Bergungsteams, Spürhunde sowie Notärzte. Die Internationale Föderation vom Roten Kreuz und Rotem Halbmond bereitete sich auf Hilfe für "ein Maximum von drei Millionen Menschen" vor."

  2. Mit den Wall-Street-Banker-Boni in Höhe von 120-140 Milliarden Dollar - (für das Totalversagen der "Leistungsträger" in 2008 ?? ) - ließen sich die Millennium-Ziele realisieren und damit nicht nur die furchtbare lokale Not in Haiti, sondern die ebenso furchtbare globale Not lindern!

    Eine geregelte weltweite ökosoziale Marktwirtschaft als Ausdruck einer globalen Kooperation wäre ein Beitrag zu einem PEACE BUSINESS im Kontrast zu einer neu aufkommenden neoliberalen Abzocker-Gierwirtschaft, die eher ein WAR BUSINESS oder VIOLENCE BUSINESS fördert.

    "USA: Banker-Boni Abkassieren wie noch nie
    11.01.2010, 16:452010-01-11T16:45:00 CEST 0100

    Von Moritz Koch, New York
    An der Wall Street beginnt bald die schönste Zeit des Jahres - die Boni werden fällig.

    Die Großbanken haben im vergangenen Jahr phantastische Gewinne erzielt, Konzerne wie Goldman Sachs steuern auf ein Rekordergebnis zu. Die Prämientöpfe sind prall gefüllt. Nach Schätzungen des Wall Street Journals könnten die Gehälter der Wall Street die Summe des Boomjahres 2007 deutlich übersteigen, obwohl die Banken Personal abgebaut haben. Weniger Banker bekommen also noch mehr Geld. 120 bis 140 Milliarden Dollar könnte die Finanzbranche an ihre Mitarbeiter ausschütten."

    http://www.sueddeutsche.d...

  3. 3. Helfen

    Das es meist die Menschen trifft, die ohnehin an Not leiden, ist traurig.
    Ich werde einen Betrag spenden, allerdings bin ich mir noch unschlüssig bei welcher Organisation.
    Welthungerhilfe, Kindernothilfe, Caritas international, UNICEF, Ärzte ohne Grenzen, DRK, Malteser Hilfsdienst...

    Da gibt es so viele Organisationen und ich möchte, dass kein gespendetes Geld auf der Strecke bleibt.

    Gibt es Empfehlungen?

  4. Wenn die Zahl der Toten tatsächlich höher als beim 2004-Tsunami ist, wissen wir, welches Ausmaß das Erdbeben erreicht hat. Auch die ständig aktualisierten Twitter-News von Reportern vermitteln den Schock und die Schädigung direkt vom Unglücksort. Gestern waren die News völlig durcheinander. Fantastisch, mit welchem Engagement verschiedene Nationen helfen, allen voran die USA. http://viereggtext.blogsp...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Fantastisch, mit welchem Engagement verschiedene Nationen helfen, allen voran die USA."

    Ja,Stefan Vieregg, das könnte die CHANCE für einen wirklichen CHANGE sein !

    Nur darf dieses "Engagement" nicht erlahmen, wie nach dem Tsunami, vielmehr muss diese furchtbare Katastrophe für einen grundsätzlichen globalen Systemwandel genutzt werden, ehe wieder "Business as usual" eintritt.

    Wenn Deutschland von den ca. 30 000 Millionen Euro "Verteidigungsausgaben" viele Millionen Euro und Tausende Soldaten in Afghanistan ein-setzt, so dürfen wir hoffentlich darauf vertrauen, dass die deutsche Regierung es sich nicht nehmen lassen wird, zur Förderung einer Friedenskultur x= ?? Millionen Euro und x = ? Tausend ebenso professionelle Hilfskräfte in Haiti einzusetzen, so dass private Spenden eigentlich gar nicht erforderlich sind !??

    Wenn nach diesem neuen Paradigma die USA und andere Länder vorgehen, dann sind wir auf dem Wege zu einer zukunftsfähigen Kooperation, einem wahren CHANGE ... und dann könnte es sich im Nachhinein eventuell doch noch erweisen, dass die Vergabe des Friedensnobelpreises an den Kriegspräsidenten OBAMA völlig berechtigt war.

    Fordern wir also einen CHANGE und engagieren wir uns für diesen CHANGE, statt zu spenden, damit die Bewältigung des Leids nicht "privatisert" wird und die Aufrechterhaltung der Gewaltstrukturen und die "Rettung der Banken" über Steuergelder nicht weiterhin sozialisiert werden !

    "Fantastisch, mit welchem Engagement verschiedene Nationen helfen, allen voran die USA."

    Ja,Stefan Vieregg, das könnte die CHANCE für einen wirklichen CHANGE sein !

    Nur darf dieses "Engagement" nicht erlahmen, wie nach dem Tsunami, vielmehr muss diese furchtbare Katastrophe für einen grundsätzlichen globalen Systemwandel genutzt werden, ehe wieder "Business as usual" eintritt.

    Wenn Deutschland von den ca. 30 000 Millionen Euro "Verteidigungsausgaben" viele Millionen Euro und Tausende Soldaten in Afghanistan ein-setzt, so dürfen wir hoffentlich darauf vertrauen, dass die deutsche Regierung es sich nicht nehmen lassen wird, zur Förderung einer Friedenskultur x= ?? Millionen Euro und x = ? Tausend ebenso professionelle Hilfskräfte in Haiti einzusetzen, so dass private Spenden eigentlich gar nicht erforderlich sind !??

    Wenn nach diesem neuen Paradigma die USA und andere Länder vorgehen, dann sind wir auf dem Wege zu einer zukunftsfähigen Kooperation, einem wahren CHANGE ... und dann könnte es sich im Nachhinein eventuell doch noch erweisen, dass die Vergabe des Friedensnobelpreises an den Kriegspräsidenten OBAMA völlig berechtigt war.

    Fordern wir also einen CHANGE und engagieren wir uns für diesen CHANGE, statt zu spenden, damit die Bewältigung des Leids nicht "privatisert" wird und die Aufrechterhaltung der Gewaltstrukturen und die "Rettung der Banken" über Steuergelder nicht weiterhin sozialisiert werden !

  5. "Fantastisch, mit welchem Engagement verschiedene Nationen helfen, allen voran die USA."

    Ja,Stefan Vieregg, das könnte die CHANCE für einen wirklichen CHANGE sein !

    Nur darf dieses "Engagement" nicht erlahmen, wie nach dem Tsunami, vielmehr muss diese furchtbare Katastrophe für einen grundsätzlichen globalen Systemwandel genutzt werden, ehe wieder "Business as usual" eintritt.

    Wenn Deutschland von den ca. 30 000 Millionen Euro "Verteidigungsausgaben" viele Millionen Euro und Tausende Soldaten in Afghanistan ein-setzt, so dürfen wir hoffentlich darauf vertrauen, dass die deutsche Regierung es sich nicht nehmen lassen wird, zur Förderung einer Friedenskultur x= ?? Millionen Euro und x = ? Tausend ebenso professionelle Hilfskräfte in Haiti einzusetzen, so dass private Spenden eigentlich gar nicht erforderlich sind !??

    Wenn nach diesem neuen Paradigma die USA und andere Länder vorgehen, dann sind wir auf dem Wege zu einer zukunftsfähigen Kooperation, einem wahren CHANGE ... und dann könnte es sich im Nachhinein eventuell doch noch erweisen, dass die Vergabe des Friedensnobelpreises an den Kriegspräsidenten OBAMA völlig berechtigt war.

    Fordern wir also einen CHANGE und engagieren wir uns für diesen CHANGE, statt zu spenden, damit die Bewältigung des Leids nicht "privatisert" wird und die Aufrechterhaltung der Gewaltstrukturen und die "Rettung der Banken" über Steuergelder nicht weiterhin sozialisiert werden !

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • BISI
    • 14.01.2010 um 11:51 Uhr

    "vielmehr muss diese furchtbare Katastrophe für einen grundsätzlichen globalen Systemwandel genutzt werden, ehe wieder "Business as usual" eintritt"

    Welch eine Ironie, genau diese Aussage beschwört Business as usual herauf. Der Gedanke an sich ist gut, jedoch sollte vorerst für die Opfer gebetet werden. Das Geschehen kann man in Zukunft als Gesprächsgrundlage immer noch einführen. Daher bitte ich um mehr Menschlichkeit für die Opfer.

    Change, Change, Change... ich bin kein Sprachpurist, aber bei solch anbiedernder Hurra-Obama-Rhetorik schmerzen einem ja geradezu die Augen.
    In Gedanken bei den Erdbeben-Opfern...

    • BISI
    • 14.01.2010 um 11:51 Uhr

    "vielmehr muss diese furchtbare Katastrophe für einen grundsätzlichen globalen Systemwandel genutzt werden, ehe wieder "Business as usual" eintritt"

    Welch eine Ironie, genau diese Aussage beschwört Business as usual herauf. Der Gedanke an sich ist gut, jedoch sollte vorerst für die Opfer gebetet werden. Das Geschehen kann man in Zukunft als Gesprächsgrundlage immer noch einführen. Daher bitte ich um mehr Menschlichkeit für die Opfer.

    Change, Change, Change... ich bin kein Sprachpurist, aber bei solch anbiedernder Hurra-Obama-Rhetorik schmerzen einem ja geradezu die Augen.
    In Gedanken bei den Erdbeben-Opfern...

    • BISI
    • 14.01.2010 um 11:51 Uhr
    6. @5

    "vielmehr muss diese furchtbare Katastrophe für einen grundsätzlichen globalen Systemwandel genutzt werden, ehe wieder "Business as usual" eintritt"

    Welch eine Ironie, genau diese Aussage beschwört Business as usual herauf. Der Gedanke an sich ist gut, jedoch sollte vorerst für die Opfer gebetet werden. Das Geschehen kann man in Zukunft als Gesprächsgrundlage immer noch einführen. Daher bitte ich um mehr Menschlichkeit für die Opfer.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Als sinnvolle Ergänzung zum "Beten" ist beste professionelle Hilfe zu empfehlen! Und natürlich nicht "entweder helfen" (und beten) oder "für globale Kooperation" plädieren und einen CHANGE fordern, sondern "sowohl sofort professionell bestens helfen" als "auch fordern" : Haiti kann sich jetzt sofort als Bewährungsprobe für die von Ihnen zurecht geforderte Menschlichkeit bewähren, die in den nächsten Jahrzehnten dann die Grundlage des CHANGE sein könnte. Das 20. Jahrundert, das brutalsten und unmenschlichste der Weltgeschichte, wollen wir doch im 21. Jahrhundert nicht nachahmen. Die erste Dekade sah allerdings ganz danach aus !

    Also, natürlich optimale Hilfe sofort (mit oder ohne Beten) und kein "business as usual" !

    Als sinnvolle Ergänzung zum "Beten" ist beste professionelle Hilfe zu empfehlen! Und natürlich nicht "entweder helfen" (und beten) oder "für globale Kooperation" plädieren und einen CHANGE fordern, sondern "sowohl sofort professionell bestens helfen" als "auch fordern" : Haiti kann sich jetzt sofort als Bewährungsprobe für die von Ihnen zurecht geforderte Menschlichkeit bewähren, die in den nächsten Jahrzehnten dann die Grundlage des CHANGE sein könnte. Das 20. Jahrundert, das brutalsten und unmenschlichste der Weltgeschichte, wollen wir doch im 21. Jahrhundert nicht nachahmen. Die erste Dekade sah allerdings ganz danach aus !

    Also, natürlich optimale Hilfe sofort (mit oder ohne Beten) und kein "business as usual" !

  6. Meine lieben Gutmenschen aus der political correctness Utopia!
    So wie wir sind -, und wir sind halt sehr viele, wie fuer unsere bescheidene Verhaeltnisse sogar viel zu viele; und wir wollen nunmal alle in der Hauptstadt leben, selbst dann wenn uns dort zum Hausen dichtgedraengt die unmoeglichsten Stellen uebrig bleiben, und wir uns nur durch Erniedrigungen oder Raeubern durchs Leben schlagen muessen - haben wir alleine ihrer Guetigkeit und ihren Progressverstaendniss zu verdanken.

    Allein Ihnen haben wir zu verdanken, dass wir rueckstaendige und natuerliche Verhaeltnisse verlassen konnten (mit Grausen denke ich noch an unmenschliches Feldbehacken!), und das sie uns wenigstens den Duft der grossen, weiten Welt angedeihen liessen. Daher selbstverstaendlich nur unsere Erwartung, Sie werden alles moegliche schaffen und heranschaffen, um uns in dieser hoffnungsvollen Lage weiterhin zu belassen. Ja, wir rechnen sogar ganz fest damit!

    PS
    Bitte denken Sie daran unsere Obrigkeit mit grosszuegigen Zusatzmitteln bei Laune zu halten, da ansonsten fuer uns nichts uebrig bleiben – und womoeglich sehr harsch ergehen wird.

  7. Als sinnvolle Ergänzung zum "Beten" ist beste professionelle Hilfe zu empfehlen! Und natürlich nicht "entweder helfen" (und beten) oder "für globale Kooperation" plädieren und einen CHANGE fordern, sondern "sowohl sofort professionell bestens helfen" als "auch fordern" : Haiti kann sich jetzt sofort als Bewährungsprobe für die von Ihnen zurecht geforderte Menschlichkeit bewähren, die in den nächsten Jahrzehnten dann die Grundlage des CHANGE sein könnte. Das 20. Jahrundert, das brutalsten und unmenschlichste der Weltgeschichte, wollen wir doch im 21. Jahrhundert nicht nachahmen. Die erste Dekade sah allerdings ganz danach aus !

    Also, natürlich optimale Hilfe sofort (mit oder ohne Beten) und kein "business as usual" !

    Antwort auf "@5"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service