Missbrauch an katholischem Internat Abt des Kloster Ettals tritt zurück

Der Missbrauchsskandal an der Schule des Benediktinerklosters Ettal hat personelle Konsequenzen: Abt Barnabas Bögle ist von seinem Amt zurückgetreten.

Das Kloster Ettal im Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern)

Das Kloster Ettal im Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern)

Das Erzbischöfliche Ordinariat in München teilte mit, der Abt des Klosters sei einer dringenden Bitte des erzbischöflichen Generalvikars Peter Beer nachgekommen. Bögle übernehme damit die Verantwortung dafür, dass in einem Fall möglichen Missbrauchs Minderjähriger gegen die innerkirchliche Meldepflicht verstoßen worden sei.

In einem Brief an die Eltern der aktuellen Schüler hatte der nun zurückgetretene Abt am Montag sein Bedauern darüber ausgedrückt, "dass es zu so abgrundtiefen Verstößen gegenüber der Menschenwürde in unserem Internat gekommen ist. Wir bitten alle betroffenen ehemaligen Schüler und deren Eltern um Verzeihung."

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Der Leiter der Klosterschule Maurus Kraß hatte am Montag dem Bayerischen Rundfunk (BR) bestätigt, dass es zwischen 1950 und 1990 Missbrauchsfälle im Internat des oberbayerischen Klosters gegeben hatte. Dies gehe aus dem Nachlass eines beteiligten Ordensgeistlichen hervor. Darin lege der Mönch eine Art Geständnis ab, sagte Pater Maurus dem BR. Bekannt sind die Vorfälle dem Kloster demnach seit Beginn dieses Jahres.

 
Leser-Kommentare
    • raaabe
    • 24.02.2010 um 17:08 Uhr

    Die Zeit streckt die Waffen vor dem Genitiv. Da ist die Springer-Presse ja besser. Die tun gar nicht erst so, als könnten sie's.

    • Fifty4
    • 25.02.2010 um 15:46 Uhr

    Ich wundere mich auch oft. Gibt es bei der Zeit-Redaktion online keiner mehr, der die Texte gegen liest? Offensichtlich hat die Rechtschreibreform besonders bei jüngeren Kollegen die grammatischen Fähigkeiten eher verschlechtert als verbessert. Was da manchmal geschrieben wird, lässt mich nur den Kopf schütteln. Angesichts der Schwere des priesterlichen Missbrauchs, sollte man den kleinen Fehler jedoch gnädig verzeihen können. Damit könnten die Opfer bestimmt leben. Sexueller Missbrauch führt dagegen meistens dazu, dass ein glückliches und selbstbestimmtes Leben nicht mehr möglich ist.

  1. Es ist aufschlussreich, wenn Sie im Internet nach dem Begriff "Sittlichkeitsprozesse"
    suchen.

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