Erdbeben in Chile "In Concepción herrscht das Chaos"

Mindestens 214 Menschen kamen durch das Erdbeben in Chile ums Leben - wie hoch die Schäden sind, weiß niemand. Im Netz suchen die Menschen nach Informationen über Freunde und Verwandte.

Passanten gehen außerhalb von Santiago eine Autobahn entlang. Im Hintergrund ist eine Brücke zu sehen, die durch das Erdbeben zerstört wurde

Passanten gehen außerhalb von Santiago eine Autobahn entlang. Im Hintergrund ist eine Brücke zu sehen, die durch das Erdbeben zerstört wurde

Am Tag nach dem schweren Beben südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago sind Informationen aus den betroffenen Regionen teilweise immer noch schwer zu bekommen. Innenminister Edmundo Pérez Yoma bestätigte am Samstagnachmittag (Ortszeit), dass mindestens 214 Menschen durch die Katastrophe zu Tode gekommen seien. Im Netz suchen zahlreiche Menschen nach Hinweisen auf den Verbleib von Freunden und Bekannten. "Ich muss wissen, wie es in Parral aussieht", bittet beispielsweise eine Nutzerin namens "Viky594"zum wiederholten Male auf der interaktiven TV-Plattform ustream.tv, die Live-Streams von Twitter, Facebook und anderen Netzwerken bündelt. Offenbar kann ihr niemand helfen. "Falls Ihr etwas über Temuco wisst, bitte schreibt!", posten andere User, wieder andere suchen nach Informationen über die Lage in Curicó und Concepción, jener Stadt, die am härtesten getroffen wurde. Die Anfragen kommen so schnell, dass man Mühe hat, ihnen zu folgen.

Dazwischen gibt es dann doch ein paar Fakten, die allerdings kaum zu überprüfen sind: "Ganz Chile hat wieder Strom", heißt es beispielsweise, "in Santiago ist relativ wenig passiert", "in Talca gibt es weder Wasser noch Strom, und die Ziegelhäuser sind zerstört", und "In Talcahuano ist alles ruhig, aber in Concepción herrscht das Chaos". Unbestätigten Angaben zufolge befinden sich in Concepción allein unter einem eingestürzten Wohnhaus, das ursprünglich 14 Stockwerke hoch war, noch 100 bis 150 Verschüttete. Insgesamt sollen sich im Katastrophengebiet noch Hunderte unter den Trümmern befinden.

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Google hat für Suchanfragen der User eine eigene Internetseite eingerichtet, genannt "Person Finder: Chile Earthquake". Hier gibt es eine kleine Datenbank, in der jeder Anwender nach Vermissten suchen oder Informationen über das Befinden und den Aufenthaltsort bestimmter Personen eingeben kann. Eine Garantie für die Richtigkeit der gespeicherten Daten kann das Unternehmen freilich nicht geben.

Augenzeugenberichte aus allen Ecken Chiles sammelt der spanischsprachige Dienst der BBC: "Ich bin aufgewacht, als die Erde sich nur leicht bewegte. Es gab nicht viel Lärm. Ich lebe im zweiten Stock, deshalb spüre ich die Erdbewegungen immer, aber diesmal dauerte es ziemlich lange. Von einer Sekunde auf die andere hatte ich ein schlechtes Gefühl. Ich sprang aus dem Bett und schrie nach meinem neunjährigen Bruder. Als er mich schlaftrunken umarmte, begann das Beben. Es war schrecklich, alles bewegte sich", schreibt Daniela aus La Calera

Interaktive Karte: Erdbeben-Daten in Echtzeit

Auf dieser Google Maps-Karte mit Daten des United States Geological Survey (USGS) finden Sie Erdbeben-Informationen der letzten sieben Tage als farbige Symbole. Neue Erdbeben werden  in Echtzeit hinzugefügt. Schwere und Aktualität der Erdbeben werden durch unterschiedliche Farbwerte signalisiert.

Hinweis: Durch die große Menge an zu verarbeitenden Daten und hohe Abrufzahlen kann es bis zu einer Minute dauern, bis die Karte vollständig geladen wird.

Die Chilenen sind Erdstöße gewohnt. Doch dieses Beben übertraf die vorhergehenden bei Weitem: "Es war definitiv schlimmer als jenes im Jahr 1985", schreibt Marcel Bazaes aus Santagio. Er bezieht sich auf das Erdbeben am dritten März 1985. Damals wurden in Zentralchile Erdstöße der Stärke 7,7 auf der Richterskala gemessen, etwa 180 Menschen starben.

In San Javier, einer Gemeinde in unmittelbarer Nachbarschaft von Concepción, scheint das Beben viel Schaden angerichtet zu haben: "Die Häuser aus Tonziegeln, die ältesten Gebäude, alle sind zerstört. Wir haben noch keine Verbindung zur Küste, weder Strom noch Trinkwasser", berichtet Maria Angélica auf BBC. Carlos Soto aus dem zentralchilenischen San Bernardo schreibt, wie sich die Menschen umeinander kümmerten, sobald sie sich halbwegs vom ersten Schrecken erholt hatten: "Nach einigen Minuten war alles still, und die Nachbarn begannen, an die Haustüren zu klopfen, um herauszufinden, ob es allen gut gehe."

Karte der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration der einzelnen Beben an Chiles Küste. Die Größe der Punkte zeigt die Stärke, die Farbe die Tiefe - je röter, desto näher an der Erdoberfläche

Karte der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration der einzelnen Beben an Chiles Küste. Die Größe der Punkte zeigt die Stärke, die Farbe die Tiefe - je röter, desto näher an der Erdoberfläche

Der Ballungsraum um Concepción gilt nach Santiago als zweitwichtigstes Wirtschaftszentrum Chiles. Allein deshalb könnten der durch das Beben angerichteten ökonomischen Schaden relativ groß sein.

In der Hauptstadt Santiago wurden inzwischen Zelte aufgebaut, als Notunterkunft für die Menschen, die derzeit nicht in ihre beschädigten Häuser zurückkehren können. "Die wichtigsten Versorgungsdienste haben ihren Betrieb wieder aufgenommen", berichtet Marcel Bazaes von dort. Medien zufolge ist hingegen der U-Bahn-Verkehr immer noch unterbrochen, und es besteht auch keine Verbindung zwischen Santiago und den nahen Küstenstädten Valparaíso und Viña del Mar. Der internationale Flughafen Santiagos wurde so schwer beschädigt, dass er für mindestens eine Woche geschlossen werden musste.

Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat für die betroffenen fünf Regionen des Landes den Notstand ausgerufen. Eigentlich sollte dort, wie überall in Chile, am kommenden Montag das Schuljahr beginnen. Doch aus Furcht, die Schulgebäude könnten unsicher sein, wurde die Rückkehr in die Klassenräume nun bis auf den 8. März verschoben. Wie hoch die Schäden seien, müsse noch geprüft werden, sagt die chilenische Regierung.

Die durch das Beben ausgelöste Tsunami-Welle bewegt sich unterdessen mit hoher Geschwindigkeit durch den Pazifik. Die chilenische Juan-Fernandez-Inseln hat sie bereits getroffen, offenbar gab es auch hier mehrere Tote und Vermisste. Für nahezu die gesamte Pazifik-Region wurde eine Warnung vor einem Tsunami ausgerufen. Hawaii, Japan und Neuseeland bereiteten sich auf die Riesenwelle vor. Auf Hawaii kamen die ersten Ausläufer schon an, sie waren jedoch relativ harmlos.

Ausbreitung des durch das Erdbeben vor Chile ausgelösten Tsunamis über den Pazifik

Ausbreitung des durch das Erdbeben vor Chile ausgelösten Tsunamis über den Pazifik

 
Leser-Kommentare
  1. Die Erde ist eine lebendene Organismus, und er reagiert genau wie ein Organismus. Weil wir eine menge Öl und Gas von überal extraktiert haben, und Kohle und so weiter ( das wäre wie Blut und anderen Sübstanzen von unserem menschliche Organismus) jetzt ist die Erde krank, und er wird noch schlimer. Das erkläre ich euch als Phisiker.
    Was noch in der Zukunft kommt, ich wil überhaupt nicht denken, aber das wird schon kommen, leider...Lösungen gibt es, aber nicht mit den Politiker und Lobisten die wir heute weltweit haben. Sind alle zu schwach und viele auch voll inkompetent...Dad Paradox ist dar die Demokratie kann keinen Fall die Welt retten...es gibt andere Lösung aber...

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    Die Erde ist kein lebender Organismus, sondern besteht aus einem Inneren und einer Kruste, die seit hunderten von Millionen Jahren aus Platten besteht, die sich wegen der Konvektion im Inneren gegeneinander verschieben. Dadurch entstehen Spannungen, die sich immer wieder plötzlich ausgleichen. Das sind Erdbeben, und die gibt es somit auch seit hunderten von Millionen Jahren. Bloß dass in jüngerer Zeit mehr und mehr von Menschen besiedelt ist, für die Erdbeben katastrophale Folgen haben können. Öl, Gas und Kohle spielen dabei eine derart geringe Rolle, dass man vielleicht über die Standardreaktion "unsere Umweltzerstörung" nachdenken sollte, wenn man nicht lächerlich erscheinen will.

    • TDU
    • 27.02.2010 um 23:55 Uhr

    Gibt es die Kontinentaldrift gar nicht und die Gräben, die sich aufgetan haben sowie die Platten der Erdkruste?. Oder sind die Bewegungen alle von ausströmendem Öl und Gas bewirkt worden?

    • Ranjit
    • 28.02.2010 um 0:06 Uhr

    "Weil wir eine menge Öl und Gas von überal extraktiert haben, und Kohle und so weiter ( das wäre wie Blut und anderen Sübstanzen von unserem menschliche Organismus) jetzt ist die Erde krank, und er wird noch schlimer. Das erkläre ich euch als Phisiker."

    Wohl eher als Metaphysiker...

    Grabungen nach Bodenschätzen können zwar lokale Beben auslösen, aber wohl kaum Beben dieser Größenordnung.
    Ihre Erklärung fällt wohl in den Bereich der Öko-mystik, weniger in den der Physik. Zwar mag es dienlich sein begrenzte Wirkungskreise und Mechanismen mit modellhaften Beispielen aus der Biologie zu illustrieren, aber aber die Erde (und nicht nur die Biosphäre) als Organismus zu bezeichen ist wenig hilfreich. Und selbst wenn wir die Erde als Organismus sehen wollen, so heißt das nicht, dass wir von einem Organismus auf einen anderen schließen können.

    Zwar haben sie ein Recht auf ihre Meinung, aber ich gebe zu bedenken, dass solche Aussagen es für jeden, der sich ernsthaft für Umweltschutz einsetzen will nur schwerer macht.

    Derartig zur Schau getragener Aberglaube hilft nur jenen, die auch legitime Umweltbedenken diskreditieren wollen.

    Wegen solchen Beiträgen werden anschließend echte Umwelt-Probleme weniger ernst genommen. Vielen Dank für Nichts.

    Die Erde ist kein lebender Organismus, sondern besteht aus einem Inneren und einer Kruste, die seit hunderten von Millionen Jahren aus Platten besteht, die sich wegen der Konvektion im Inneren gegeneinander verschieben. Dadurch entstehen Spannungen, die sich immer wieder plötzlich ausgleichen. Das sind Erdbeben, und die gibt es somit auch seit hunderten von Millionen Jahren. Bloß dass in jüngerer Zeit mehr und mehr von Menschen besiedelt ist, für die Erdbeben katastrophale Folgen haben können. Öl, Gas und Kohle spielen dabei eine derart geringe Rolle, dass man vielleicht über die Standardreaktion "unsere Umweltzerstörung" nachdenken sollte, wenn man nicht lächerlich erscheinen will.

    • TDU
    • 27.02.2010 um 23:55 Uhr

    Gibt es die Kontinentaldrift gar nicht und die Gräben, die sich aufgetan haben sowie die Platten der Erdkruste?. Oder sind die Bewegungen alle von ausströmendem Öl und Gas bewirkt worden?

    • Ranjit
    • 28.02.2010 um 0:06 Uhr

    "Weil wir eine menge Öl und Gas von überal extraktiert haben, und Kohle und so weiter ( das wäre wie Blut und anderen Sübstanzen von unserem menschliche Organismus) jetzt ist die Erde krank, und er wird noch schlimer. Das erkläre ich euch als Phisiker."

    Wohl eher als Metaphysiker...

    Grabungen nach Bodenschätzen können zwar lokale Beben auslösen, aber wohl kaum Beben dieser Größenordnung.
    Ihre Erklärung fällt wohl in den Bereich der Öko-mystik, weniger in den der Physik. Zwar mag es dienlich sein begrenzte Wirkungskreise und Mechanismen mit modellhaften Beispielen aus der Biologie zu illustrieren, aber aber die Erde (und nicht nur die Biosphäre) als Organismus zu bezeichen ist wenig hilfreich. Und selbst wenn wir die Erde als Organismus sehen wollen, so heißt das nicht, dass wir von einem Organismus auf einen anderen schließen können.

    Zwar haben sie ein Recht auf ihre Meinung, aber ich gebe zu bedenken, dass solche Aussagen es für jeden, der sich ernsthaft für Umweltschutz einsetzen will nur schwerer macht.

    Derartig zur Schau getragener Aberglaube hilft nur jenen, die auch legitime Umweltbedenken diskreditieren wollen.

    Wegen solchen Beiträgen werden anschließend echte Umwelt-Probleme weniger ernst genommen. Vielen Dank für Nichts.

  2. Die Erde ist kein lebender Organismus, sondern besteht aus einem Inneren und einer Kruste, die seit hunderten von Millionen Jahren aus Platten besteht, die sich wegen der Konvektion im Inneren gegeneinander verschieben. Dadurch entstehen Spannungen, die sich immer wieder plötzlich ausgleichen. Das sind Erdbeben, und die gibt es somit auch seit hunderten von Millionen Jahren. Bloß dass in jüngerer Zeit mehr und mehr von Menschen besiedelt ist, für die Erdbeben katastrophale Folgen haben können. Öl, Gas und Kohle spielen dabei eine derart geringe Rolle, dass man vielleicht über die Standardreaktion "unsere Umweltzerstörung" nachdenken sollte, wenn man nicht lächerlich erscheinen will.

    Antwort auf "die Erde ist krank..."
    • TDU
    • 27.02.2010 um 23:55 Uhr

    Gibt es die Kontinentaldrift gar nicht und die Gräben, die sich aufgetan haben sowie die Platten der Erdkruste?. Oder sind die Bewegungen alle von ausströmendem Öl und Gas bewirkt worden?

    Antwort auf "die Erde ist krank..."
    • Ranjit
    • 28.02.2010 um 0:06 Uhr

    "Weil wir eine menge Öl und Gas von überal extraktiert haben, und Kohle und so weiter ( das wäre wie Blut und anderen Sübstanzen von unserem menschliche Organismus) jetzt ist die Erde krank, und er wird noch schlimer. Das erkläre ich euch als Phisiker."

    Wohl eher als Metaphysiker...

    Grabungen nach Bodenschätzen können zwar lokale Beben auslösen, aber wohl kaum Beben dieser Größenordnung.
    Ihre Erklärung fällt wohl in den Bereich der Öko-mystik, weniger in den der Physik. Zwar mag es dienlich sein begrenzte Wirkungskreise und Mechanismen mit modellhaften Beispielen aus der Biologie zu illustrieren, aber aber die Erde (und nicht nur die Biosphäre) als Organismus zu bezeichen ist wenig hilfreich. Und selbst wenn wir die Erde als Organismus sehen wollen, so heißt das nicht, dass wir von einem Organismus auf einen anderen schließen können.

    Zwar haben sie ein Recht auf ihre Meinung, aber ich gebe zu bedenken, dass solche Aussagen es für jeden, der sich ernsthaft für Umweltschutz einsetzen will nur schwerer macht.

    Derartig zur Schau getragener Aberglaube hilft nur jenen, die auch legitime Umweltbedenken diskreditieren wollen.

    Antwort auf "die Erde ist krank..."
  3. Wegen solchen Beiträgen werden anschließend echte Umwelt-Probleme weniger ernst genommen. Vielen Dank für Nichts.

    Antwort auf "die Erde ist krank..."
  4. Von dem Schrecken und der Verzweiflung der betroffenen Chilenen an dieser Stelle einmal abgesehen, muss ich daran denken, dass mir das Beileid, das Westerwelle im Namen des deutschen Volkes ausgesprochen hat, peinlich vorkommt. Nach all den schweren Entgleisungen dieses Mannes fehlt die Glaubwürdigkeit für das Amt. Was der noch zu sagen hat, egal in welcher Rolle, kann nicht mehr ernst genommen werden.

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    richtig: ...konnte noch nie ernst genommen werden !

    Mein Beileid der chilenischen Bevölkerung, dass Sie sich von einem solchen Demagogen Beileid wünschen lassen muss. Fragt sich, ob Westerewelle auch den vielen Armen Beileid wünscht, gilt Chile heute nach wie vor als eines der Länder mit den größten sozialen Ungleichgewichten.

    So ein schönes Land wünscht sich unser Guido auch !

    richtig: ...konnte noch nie ernst genommen werden !

    Mein Beileid der chilenischen Bevölkerung, dass Sie sich von einem solchen Demagogen Beileid wünschen lassen muss. Fragt sich, ob Westerewelle auch den vielen Armen Beileid wünscht, gilt Chile heute nach wie vor als eines der Länder mit den größten sozialen Ungleichgewichten.

    So ein schönes Land wünscht sich unser Guido auch !

  5. Es ist traurig, dass so eine Tragödie sogar noch Platz für Esoterik anbietet. Man braucht nur auf die Geschichte der Region zurück zu blicken, um zu wissen, dass ein Erdbeben solchen Ausmaßes keine Antwort der Erde auf menschlichen Verhalten ist. 1751 wurde die Stadt Concepción nach 2 heftigen Erdbeben mit Tsunamis komplett von der Küste zum heutigen Standort umgesiedelt. Die schweren Erdbeben von 1906, 1939 und 1960 haben das Bild der Stadt Concepeción stark verändert, was nach 2010 wieder der Fall sein wird.
    Es ist aber schon eine Erinnerung, uns wieder auf den Boden der Realität zu bringen. Hoffentlich ist jetzt die Diskussion über Atomenergie vom Tisch und die Stadtplaner und Architekten kehren auf das Wesentliche zurück.
    Das Zugunsten des „Fortschritts“ Anfang dieses Jahrhundert die Begrenzungen der Bauhöhen aufgehoben worden sind, kostet im Moment viele Leuten das Leben, und noch mehr Leute Ihre letzten Ersparnisse. Letzte Woche fuhr ich noch an dem umgestürzten Haus vorbei und sagte, DAS Hochhaus übersteht kein Erdbeben, und das jetzt auf den Boden zu sehen ist frustrierend.
    Im Moment sollte die Diskussion eher dahin gehen, wie man den Chilenen die alles verloren haben, was mindestens eine Million sein wird, helfen kann. Die Regierung macht eine hervorragende Arbeit, aber Chile ist trotzdem ein Entwicklungsland,und bei solchen Katastrophen sind wie immer diejenigen, die am wenigsten haben, am Stärksten betroffen.

  6. richtig: ...konnte noch nie ernst genommen werden !

    Mein Beileid der chilenischen Bevölkerung, dass Sie sich von einem solchen Demagogen Beileid wünschen lassen muss. Fragt sich, ob Westerewelle auch den vielen Armen Beileid wünscht, gilt Chile heute nach wie vor als eines der Länder mit den größten sozialen Ungleichgewichten.

    So ein schönes Land wünscht sich unser Guido auch !

    Antwort auf "Westerwelles Beileid"

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