Nach Trunkenheits-Fahrt EKD gibt Käßmann Bedenkzeit
Mit der Solidaritätsadresse überlässt der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland Käßmann selbst das weitere Vorgehen. Ihr Rücktritt ist nicht ausgeschlossen.
© Federico Gambarini/dpa

Sie kann EKD-Vorsitzende bleiben – aber will sie es auch? Bischöfin Käßmann steht in der Kritik
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht einmütig hinter seiner Vorsitzenden, Bischöfin Margot Käßmann – und gibt ihr gleichzeitig die Gelegenheit, die Diskussion um ihr Verhalten selbst zu beenden. So soll die EKD-Vorsitzende nach Angaben einer Sprecherin auf der regulären Ratssitzung entscheiden, ob sie im Amt verbleibt oder nicht.
Ende der Woche trifft sich das Gremium in Tutzing bei München und berät dort abschließend auch über Käßmanns 1,54-Promille-Fahrt. Erwartet wird eine weitere Solidaritätsadresse der Ratsmitglieder. Wie es in einer Erklärung hieß, überlasse der EKD seiner Vorsitzenden die "Entscheidung über den Weg, der dann gemeinsam eingeschlagen werden soll" und zwar in "ungeteiltem Vertrauen".
Ein Rücktritt wird von vielen nicht ausgeschlossen. Laut Medienberichten soll die 51-Jährige am Dienstagmorgen zum Rücktritt entschlossen gewesen sein. Den ganzen Tag über, so schreibt die Süddeutsche Zeitung, hätten sie aber "die wichtigsten Vertreter der evangelischen Kirche" überredet, "dies nicht zu tun". Am Abend habe dann ihr Entschluss festgestanden: Sie trete nicht zurück.
In dieser Haltung bekräftigten sie offenbar auch die 14 Ratsmitglieder, die in einer kurzfristig anberaumten Telefonkonferenz zusammen mit der Bischöfin das Thema besprochen hatten. Dabei stellten sich alle einmütig hinter Käßmann.
Die EKD-Vorsitzende war wegen Alkohols am Steuer in die Schlagzeilen geraten. Sie war mit ihrem Dienstwagen am späten Samstagabend in Hannover mit 1,54 Promille Alkohol im Blut von der Polizei gestoppt worden, nachdem sie eine rote Ampel überfahren hatte. In einer ersten Stellungnahme bedauerte Käßmann die Fahrt zutiefst und erklärte, sich den rechtlichen Konsequenzen zu stellen.
- Datum 24.02.2010 - 12:21 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 94
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Jeder Mensch hat und macht Fehler. Größere und kleinere. Kirchen haben dem Auge-um-Auge-Prinzip abgeschworen. Vergebung ist eine der Haupttugenden des Christentums. Vergebung (gr. a·mnestia, "das Nicht-Gedenken", alternativ auch: Verzeihung) ist ein Schlüsselbegriff des Christentums und zählt auch zu den menschlichen Tugenden. Eine besondere, offizielle Art und Weise der Vergebung ist die Begnadigung. Ein verwandter Begriff zur Vergebung ist die Versöhnung.
Die Entscheidung der EKD war deshalb richtig. Im ersten Impuls habe ich nämlich auch gemeint gemeint, Frau Käßmann müsse gehen. Nachdem ich aber gesehen habe, wie z.B. die Frontblätter des Katholizismus ( Rheinische Post usf.) auf den Fehltritt von Frau Käßmann reagierten, war ich doch erschrocken über meine erste Reaktion.
habe ich aber nicht gar nicht gehört.!
Wird hier das Pferd von hinten aufgezäumt oder werden die Oberen mal wieder anders behandelt als die Kleinen unten? Erinnern wir uns doch noch mal an ihre Scheidung, kleine Ortspfarrer müssen dann die Stelle wechseln, Frau Käßmann muss(te) nicht, weil sie ja keiner Gemeinde vorstand. Der erste Pfarrer der Dresdner Frauenkirche stand auch keiner Gemeinde vor, musste aber dennoch gehen, weil das eben so sei.
Nun spricht ihr der Rat der EKD nach einem Tag das ungeteilte Vetrauen aus, mir geht das zu schnell.
Dabei sollte jedem klar sein, das mit 1,54 % Blutalkohol nur noch im Ungang mit Alkohol geübte Personen ins Auto steigen, anderen sind die Ausfallerscheinungen schon zu krass. Wer öfter etwas mehr trinkt, lernt sich besser auf die ausgefallenen Motorik zu konzentrieren und versucht diese zu kompensieren. Die langsame Reaktionsverarbeitung im Gehirn bleibt allerdings bestehen, weshalb das Überfahren einer roten Ampel nicht so ungewöhnlich ist, die kann sogar 3 Sekunden rot sein, ein alkoholisierter Fahrer glaubt dennoch, es noch zu schaffen.
Kurzum, mit geht alles zu glatt und zu schnell.
Solange die Umstände nicht wirklich geklärt sind und Frau Käßmann sich nicht glaubhaft erklärt und um Vergebung gebeten hat, ist sie für mich nicht mehr tragbar. Im Gegenteil, sie würde der evangelischen Kirche damit nur weiteren Schaden zufügen, da hilft auch kein Freibrief vom Rat, weil denen so schnell kein Ersatz einfällt.
Ich persönlich habe Frau Kässmann schon vergeben, bin Ihr nicht einmal böse. Habe schon Leute mit deutlich mehr Promille Alkohol am Steuer fahren sehen. Ich persönlich habe aber mit den Alkoholfahrten aber aufgehört, seitdem ich beruflich etabliert bin. Wenn ich besoffen bin fährt jetzt grundsätzlich meine Frau. Das hat was mit Vobrbildfunktion und Glaubwuerdigkeit zu tun. Als Ratspräsidentin repräsentiert man etwas und der aeussere Schein zumindest muss natuerlich in Ordnung sein.
habe ich aber nicht gar nicht gehört.!
Wird hier das Pferd von hinten aufgezäumt oder werden die Oberen mal wieder anders behandelt als die Kleinen unten? Erinnern wir uns doch noch mal an ihre Scheidung, kleine Ortspfarrer müssen dann die Stelle wechseln, Frau Käßmann muss(te) nicht, weil sie ja keiner Gemeinde vorstand. Der erste Pfarrer der Dresdner Frauenkirche stand auch keiner Gemeinde vor, musste aber dennoch gehen, weil das eben so sei.
Nun spricht ihr der Rat der EKD nach einem Tag das ungeteilte Vetrauen aus, mir geht das zu schnell.
Dabei sollte jedem klar sein, das mit 1,54 % Blutalkohol nur noch im Ungang mit Alkohol geübte Personen ins Auto steigen, anderen sind die Ausfallerscheinungen schon zu krass. Wer öfter etwas mehr trinkt, lernt sich besser auf die ausgefallenen Motorik zu konzentrieren und versucht diese zu kompensieren. Die langsame Reaktionsverarbeitung im Gehirn bleibt allerdings bestehen, weshalb das Überfahren einer roten Ampel nicht so ungewöhnlich ist, die kann sogar 3 Sekunden rot sein, ein alkoholisierter Fahrer glaubt dennoch, es noch zu schaffen.
Kurzum, mit geht alles zu glatt und zu schnell.
Solange die Umstände nicht wirklich geklärt sind und Frau Käßmann sich nicht glaubhaft erklärt und um Vergebung gebeten hat, ist sie für mich nicht mehr tragbar. Im Gegenteil, sie würde der evangelischen Kirche damit nur weiteren Schaden zufügen, da hilft auch kein Freibrief vom Rat, weil denen so schnell kein Ersatz einfällt.
Ich persönlich habe Frau Kässmann schon vergeben, bin Ihr nicht einmal böse. Habe schon Leute mit deutlich mehr Promille Alkohol am Steuer fahren sehen. Ich persönlich habe aber mit den Alkoholfahrten aber aufgehört, seitdem ich beruflich etabliert bin. Wenn ich besoffen bin fährt jetzt grundsätzlich meine Frau. Das hat was mit Vobrbildfunktion und Glaubwuerdigkeit zu tun. Als Ratspräsidentin repräsentiert man etwas und der aeussere Schein zumindest muss natuerlich in Ordnung sein.
Geschieden - Frau - kein Verantwortungsbewusstsein im Privaten -> Wie soll sie dann für die Gemeinde Gottes Verantwortungsbewusstsein zeigen können?
Verletzt also in dreierlei Hinsicht die Anweisungen der Bibel für eine Bischofseignung. Und nur weil kein Nachfolger greifabr ist muss nun die Kirche auch die Trunkenheitsfahrt schönreden.
Es ist wirklich traurig! Hoffentlich ziehen viele Kirchengänger daraus entlich den richtigen Schluss und treten aus, aus dieser menschengemachte Institution mit ihren menschengemachten Geboten. Die sich wiedereinmal eindeutig als unbiblisch ausweißt!
Um den eifrigen Schreiberlingen schonmal vorab den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich verurteile nicht Frau Käßmann, ihr ist diese Straftat zu vergeben, da sie Reue zeigt.
Aber als Bischöfin mit Vorbildcharakter ist sie nicht mehr tragbar.
Sexist, Pharisäer, pseudochristlicher Dummbabbler ---> Wer soll ihren Kommentar da noch ernst nehmen?
Sie verletzen also in dreierlein Hinsicht die Kriterien, die für eine gehaltvolle und weiterführende Diskussion Voraussetzung wären.
Das ist Traurig! Hoffentlich ziehen viele Leser daraus die angemessenen Konsequenzen und überlesen ihren Kommentar und lassen sich von ihren sektiererischen Ansichten nicht ins Boxhorn jagen. Wie der Mann aus N. über Leute wie Sie gedacht hat, läßt sich wunderbar in Mathäus 23 nachlesen.
Darüber hinaus bin ich mir nicht sicher, wie es ihnen geht: Mir ist eine fehlerhafte Bischöfin, die damit offen und ehrlch umgeht, wesentlich lieber, als ein Saubermann als Bischof, der nichts anderes ist als ein Lügner. Denn eines ist doch klar: Als moralisches Vorbild taugen nur diejenigen, die sich ihrer eigenen Fehlerhaftigkeit bewußt sind und nicht meinen sie seien besser oder wertvoller als Andere.
Aus welchem Jahrhundert stammen Sie? Wahrscheinlich aus einem, in dem man die Bibel wie ein Rezeptbuch liest und nicht differenziert als antike Schrift, die für eine bestimmte Zeit und besimmte Leute verfasst wurde. Denken Sie erstmal, bevor Sie von "Anweisungen der Bibel" sprechen.
Und kaufen Sie sich nen Duden.
Sexist, Pharisäer, pseudochristlicher Dummbabbler ---> Wer soll ihren Kommentar da noch ernst nehmen?
Sie verletzen also in dreierlein Hinsicht die Kriterien, die für eine gehaltvolle und weiterführende Diskussion Voraussetzung wären.
Das ist Traurig! Hoffentlich ziehen viele Leser daraus die angemessenen Konsequenzen und überlesen ihren Kommentar und lassen sich von ihren sektiererischen Ansichten nicht ins Boxhorn jagen. Wie der Mann aus N. über Leute wie Sie gedacht hat, läßt sich wunderbar in Mathäus 23 nachlesen.
Darüber hinaus bin ich mir nicht sicher, wie es ihnen geht: Mir ist eine fehlerhafte Bischöfin, die damit offen und ehrlch umgeht, wesentlich lieber, als ein Saubermann als Bischof, der nichts anderes ist als ein Lügner. Denn eines ist doch klar: Als moralisches Vorbild taugen nur diejenigen, die sich ihrer eigenen Fehlerhaftigkeit bewußt sind und nicht meinen sie seien besser oder wertvoller als Andere.
Aus welchem Jahrhundert stammen Sie? Wahrscheinlich aus einem, in dem man die Bibel wie ein Rezeptbuch liest und nicht differenziert als antike Schrift, die für eine bestimmte Zeit und besimmte Leute verfasst wurde. Denken Sie erstmal, bevor Sie von "Anweisungen der Bibel" sprechen.
Und kaufen Sie sich nen Duden.
Die EKD hat sich richtig entschieden. Als Christ lebt man von der Vergebung. Vergebung macht frei und öffnet den Blick für die Zukunft. Jesus hat uns diese vergebende Liebe vorgelebt. Die rechtlichen Konsequenzen bleiben davon unberührt. Es ist gut das sich der Rat der EKD diese christliche Grundposition zu eigen gemacht hat und nicht dem populistischen Blättersturm gefolgt ist. Danke
Danke, ich kann mich ihrem Kommentar nur anschließen. Die EKD hat richtig gehandelt. Es geht halt nicht nur um das Amt, sondern auch um den Menschen. Wie auch Kommentar 2 zeigt, geht es Vielen gar nicht so sehr um den aktuellen Fehler, sondern viel mehr darum mit der Person Käßmann insgesamt abzurechnen. Gut, dass die EKD dieses Spiel nicht mitspielt.
Halten Sie bitte die Reihenfolge ein!
Ich habe noch keine gehört.
Ist die EKD damit vieleicht nicht gerade dem Populismus gefolgt bzw unterlegen? In manchen Medien wurde Käßmann ja durchaus nicht zu Unrecht mit einem Popstar verglichen..
Eines dürfen sie aber nicht vergessen. Sie hat eine gewisse Vorbildfunktion und sollte daher zurücktreten.
Jemand der ein öffentliches Amt bekleidet darf sich eben solche Fehler nicht erlauben, dafür wird man ja mit genügend Geld, Alterssicherungen versorgt.
Vergeben ist schön und gut aber erzählt das mal den vielen Jugendlichen die sich um den nächsten Baum wickeln.
mfg
Danke, ich kann mich ihrem Kommentar nur anschließen. Die EKD hat richtig gehandelt. Es geht halt nicht nur um das Amt, sondern auch um den Menschen. Wie auch Kommentar 2 zeigt, geht es Vielen gar nicht so sehr um den aktuellen Fehler, sondern viel mehr darum mit der Person Käßmann insgesamt abzurechnen. Gut, dass die EKD dieses Spiel nicht mitspielt.
Halten Sie bitte die Reihenfolge ein!
Ich habe noch keine gehört.
Ist die EKD damit vieleicht nicht gerade dem Populismus gefolgt bzw unterlegen? In manchen Medien wurde Käßmann ja durchaus nicht zu Unrecht mit einem Popstar verglichen..
Eines dürfen sie aber nicht vergessen. Sie hat eine gewisse Vorbildfunktion und sollte daher zurücktreten.
Jemand der ein öffentliches Amt bekleidet darf sich eben solche Fehler nicht erlauben, dafür wird man ja mit genügend Geld, Alterssicherungen versorgt.
Vergeben ist schön und gut aber erzählt das mal den vielen Jugendlichen die sich um den nächsten Baum wickeln.
mfg
Wer mit 1,5 Promille von sich glaubt in der Lage zu sein noch ein Kraftfahrzeug fahren zu können hat eine alkoholische Karriere hinter sich. Das ist kein einmaliger Vorgang was die konsumierte Menge angeht.
Dieser Erkenntnis folgend würde es Frau Käßmann gut anstehen in Entzug zu gehen. Das kann sie in Ausübung ihres Amtes nur stärken.
[Anmerkung: Bitte seien Sie vorsichtig mit solch wagen Aussagen, für die keinerlei Belege vorliegen. Danke, die Redaktion/vv]
die beantwortet allenfalls Frau Käßmann.
Von heute auf morgen aufhören ist für Gelegenheitstrinker und auch für Gewohnheitstrinker durchaus ohne klinischen Entzug möglich. Überlassen wir diese Frage also ihr selbst.
Im Übrigen sehe ich eine Entlastung aus dem Amt als förderlich auf diesem Weg. Alkoholismus ist immer ein Zeichen von Überforderung.
Wer so weit geht, den Führerschein zu riskieren, weil er trinkt, der hat zum Alkoholkonsum eine ungesunde Beziehung. Da sind die Fragen nach den drei "berühmten F" - Firma, Frau (Beziehung), Führerschein - weiterführend, auch bei Frau Käßmann.
Und was ist das für ein Vorbild für unsere junge nachfolgende Generation, bei der ohne Alkohol (vgl. Focus v. 22.02.2010) offenbar nicht mehr viel geht? Nachsicht wäre eine Banalisierung der Problematik, "zero tolerance" ist vonnöten.
die beantwortet allenfalls Frau Käßmann.
Von heute auf morgen aufhören ist für Gelegenheitstrinker und auch für Gewohnheitstrinker durchaus ohne klinischen Entzug möglich. Überlassen wir diese Frage also ihr selbst.
Im Übrigen sehe ich eine Entlastung aus dem Amt als förderlich auf diesem Weg. Alkoholismus ist immer ein Zeichen von Überforderung.
Wer so weit geht, den Führerschein zu riskieren, weil er trinkt, der hat zum Alkoholkonsum eine ungesunde Beziehung. Da sind die Fragen nach den drei "berühmten F" - Firma, Frau (Beziehung), Führerschein - weiterführend, auch bei Frau Käßmann.
Und was ist das für ein Vorbild für unsere junge nachfolgende Generation, bei der ohne Alkohol (vgl. Focus v. 22.02.2010) offenbar nicht mehr viel geht? Nachsicht wäre eine Banalisierung der Problematik, "zero tolerance" ist vonnöten.
Machen sie jetzt mal einem Jungendlichem klar, er solle nicht so viel trinken. Der denkt ja jetzt, sie spinnen nur noch. Mehr noch, die werden sie überhaupt nicht mehr ernst nehmen.
ich denke gerade jugendliche werden sie erst recht ernst nehmen. die wollen naemlich kein abgehobenes weltfremdes und weltfernes konservatives vorbild sondern einen menschen aus fleisch und blut der auch fehler macht.
ich denke gerade jugendliche werden sie erst recht ernst nehmen. die wollen naemlich kein abgehobenes weltfremdes und weltfernes konservatives vorbild sondern einen menschen aus fleisch und blut der auch fehler macht.
Die Frage ist nicht, ob offizielle Stellen Frau K. das Vertrauen aussprechen.
Sie selbst muss sich die Frage beantworten, ob sie als Ordensfrau nach besagtem Vorfall (während der Fastenzeit) noch guten Gewissens in die Kanzel steigen bzw. sie selbst sich das Vertrauen aussprechen kann.
Auch wenn der ganze Vorgang menschlich ist:
Mit welcher natürlichen Autorität bzw. anhand welcher verbindlichen Maßstäbe soll man gerade angesichts solcher Schwächen von Geistlichen, denen man eine besondere Vorbildfunktion zuschreiben möchte, z.B. Jugendlichen erklären, dass sie dieses oder jenes besser sein lassen?
Anders gefragt: Gibt es noch Gesetze, die etwas gelten? Oder wird immer mehr ins vage Belieben der Verzeihlichkeit gestellt?
Bester Beweis: Der geradezu inflationäre öffentliche Gebrauch des Wortes "Entschuldigung" und die damit verbundene Aushöhlung des moralischen Schuldbegriffs.
(Unbiblische) 'heilige Priester' mit eigenen Gesetzen, die mit ihrer Rolle noch mehr überfordert sind und denken, sie müssten Offizialdelikte wie Missbrauch nicht anzeigen, überlassen wir Protestanten gerne anderen Konfessionen. Nach Luther ist der Geistliche ein Amtmann wie jeder andere auch. Und der hat sich ordentlich und gesetzestreu zu verhalten, nicht mehr und nicht weniger. Frau Kässmann muss sich jetzt der Gesetzesordnung beugen und ist als Sünderin hoffentlich mit anderen Sündern zukünfitig etwas duldsamer als bisher...
(Unbiblische) 'heilige Priester' mit eigenen Gesetzen, die mit ihrer Rolle noch mehr überfordert sind und denken, sie müssten Offizialdelikte wie Missbrauch nicht anzeigen, überlassen wir Protestanten gerne anderen Konfessionen. Nach Luther ist der Geistliche ein Amtmann wie jeder andere auch. Und der hat sich ordentlich und gesetzestreu zu verhalten, nicht mehr und nicht weniger. Frau Kässmann muss sich jetzt der Gesetzesordnung beugen und ist als Sünderin hoffentlich mit anderen Sündern zukünfitig etwas duldsamer als bisher...
das jemand, der den Lappen verloren hat auch seinen Job oder seine hervorgehobene Stellung verloren hat.
Ich würde von Ihr erwarten, dass Sie gelobt - und sich daran hält, nie wieder über die Stränge. Ein Glas in Ehren, aber dann Schluss. Das würde ich ehrlich gesagt, von vorneherein bei einer Bischöfin vorausgesetzt haben.
Aber heute legen wir eigentlich alle für uns selber einen Maßstab an, der uns viel Freiheit lässt.
Gewährt dieser Fehlenden die Güte des Drüberwegsehens, die Ihr für Euch selbst auch erwartet.
Lieber hanshuck,
da sind Sie leider schlecht informiert.
Nicht nur Amt / bzw. Job haben durch "solche Taten" schon viele verloren (oft im Aussendienst tätige) sondern danach auch existenzielle Nöte bis hin zu familiären Katastrophen durchlitten. Da hat keiner mitgeweint und "nur" bedauert!
Diese Betroffenen hatten eben keine Lobby. Auch das ist "göttliche Gerechtigkeit" den trifft wen sie will!
Lieber hanshuck,
da sind Sie leider schlecht informiert.
Nicht nur Amt / bzw. Job haben durch "solche Taten" schon viele verloren (oft im Aussendienst tätige) sondern danach auch existenzielle Nöte bis hin zu familiären Katastrophen durchlitten. Da hat keiner mitgeweint und "nur" bedauert!
Diese Betroffenen hatten eben keine Lobby. Auch das ist "göttliche Gerechtigkeit" den trifft wen sie will!
Danke, ich kann mich ihrem Kommentar nur anschließen. Die EKD hat richtig gehandelt. Es geht halt nicht nur um das Amt, sondern auch um den Menschen. Wie auch Kommentar 2 zeigt, geht es Vielen gar nicht so sehr um den aktuellen Fehler, sondern viel mehr darum mit der Person Käßmann insgesamt abzurechnen. Gut, dass die EKD dieses Spiel nicht mitspielt.
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