Verbrechen Verletzte bei Raubüberfall auf Berliner Poker-Turnier

Mehrere maskierte Männer haben mit Schusswaffen das Berliner Luxushotel "Grand Hyatt" überfallen und dort offenbar einen Teil des Millionen-Jackpots erbeutet.

Panik und Verletzte bei Deutschlands größtem Pokerturnier: Die Täter hätten Geld erbeutet und seien damit geflüchtet, sagte ein Polizeisprecher - allerdings ohne eine konkrete Summe zu nennen. Noch in den ersten Turniertagen hatte Ex-Tennisprofi Boris Becker mit am Pokertisch gesessen, war aber ebenso frühzeitig ausgeschieden wie Favoritin Sandra Naujoks, in der Szene als "Black Mamba" bekannt. 

In dem Fünf-Sterne-Hotel am Potsdamer Platz, wo sich einige der weltbesten Pokerspieler versammelt hatten, brach bei dem Überfall das Chaos aus. Bereits wenige Minuten nach der Tat kursierten im Internet schon Videos von dem Tatort. Dort waren Spieler zu sehen, die sofort ihre Karten fallen ließen und aufgeregt durcheinander rannten. Viele suchten Schutz unter den Spieltischen oder wollten aus den Räumen im ersten Stock des Hotels flüchten. Augenzeugen berichteten im Internet, dass die maskierten Täter nicht nur Schusswaffen, sondern auch Macheten und Handgranaten bei sich hatten.

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Bei dem Gedränge wurden nach Polizeiangaben mehrere Menschen leicht verletzt. Schüsse sollen allerdings nicht gefallen sein. Augenzeugen berichteten von Glassplittern auf dem Weg zu den Spieltischen, Stühle lagen umgekippt auf dem Boden. Kurz nach dem Überfall begann die Berliner Polizei mit der Spurensicherung.

Nach Informationen der Berliner Tageszeitung B.Z. handelte es sich um sechs maskierte Täter, die bis zu 800.000 Euro erbeuteten. Vier Täter drangen in das Hotel ein, zwei weitere standen vor dem Eingang Wache, wie es auf der Internet-Seite der B.Z. hieß. Nach dem Überfall flüchteten die Täter der B.Z. zufolge in die belebte Einkaufspassage am Potsdamer Platz. Ein Wachmann des Turniers soll die Diebe demnach verfolgt haben, konnte kurzzeitig einen der Täter festhalten, wurde laut Augenzeugen aber mit einer Waffe auf den Kopf geschlagen. Ein weiterer Täter habe in einer Seitenstraße in einem schwarzen Mercedes gewartet. In dem Fahrzeug sei die Bande geflohen.

Bei dem Pokerturnier, das am Dienstag mit fast 1000 Teilnehmern gestartet war, geht es um eine Siegprämie von einer Million Euro. Knapp vier Stunden nach dem Überfall wurde das Turnier nach Informationen der Website pokernews.com wieder aufgenommen.
 

 
Leser-Kommentare
  1. muß damit rechnen zu verlieren !

  2. Ich spekuliere:
    Das Ganze geht entweder auf das Konto der Familie Omeirat oder die Familie al-Zein.

    Vor einiger Zeit wurde in Berlin eine Spielbank nach ähnlichem Muster überfallen.

    Und weiter: Die Täter werden zwar gefasst, aber trotz eines Riesenvorstrafenregisters nur zu Bewährungsstrafen verknackt, weil die Familien Omeirat und al-Zein die Berliner Justiz zu 100% im Griff haben. Selbst von Juristen werden diese Prozesse als “Schauprozesse” bezeichnet.

    Das ist das bunte Deutschland im Jahre 2010.

    Wetten, dass ich Recht habe?

  3. Das ist wirklich unglaublich. Ein paar "Sicherheitsleute", die es noch nicht mal hinkriegen, zuverlässig zwei Leute an einem Überfall zu hindern. Da läuft wirklich was ganz gewaltig falsch in Berlin. Sicherheit gleich null. Als ob man bei so einem Event nicht mit einem Überfall rechnen müsste und mal ein paar besser ausgebildete Leute dahin schicken kann. Im Grunde wäre es zum Lachen, wenn es nicht so ernst und traurig wäre. In Berlin geht ja schon länger ziemlich viel schief in Sachen Sicherheit. Der Innensenator muss endlich zurück treten. Hoffentlich findet man dann mal jemanden, der sein Handwerk versteht.

  4. ich meine gehört zu haben, B, Becker ist in Haft, da erdrückend festgestellt worden wäre, dass er als Hintermann des Überfalls auf das Pokerturnier fest stünde . . .
    BUM BUM BORIS !

  5. ... wie bei einer Berliner Kunstauktion, wo die Täter einbrachen und mit der Kasse verschwanden. Und wie Kommentator Nr.2 schreibt, wurde die gleiche Methode auch schon in einer Spielbank eingesetzt. Vermutlich handelt sich immer um die gleiche Bande.

  6. Diese Herrschaften sollen sich mal ein Beispiel an den Bankern und Spekulante nehmen.
    Fast geräuschlos plündern die systematisch ganze Volkswirtschaften aus.
    Und im Verhältnis wird auch nicht viel mehr darüber berichtet.

  7. Den kriegt man selten... Man braucht jedenfalls fürs Ausrauben mehr Grips als zum Pokern.

  8. 8. Zugabe

    Luxushotels überfallen & Pokerschmierlappen verängstigen, wo ist da bitte irgendein gesellschaftlicher Schaden?Außer natürlich in den Augen von Rechtsradikalen die sich um ihre bandido-froinde sorgen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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  • Schlagworte Verbrechen | Mercedes | Boris Becker | Überfall | Tourismus | Kriminalität
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