Menschenrechtsreport USA besorgt über Menschenrechtsverletzungen in Europa

Kopftuchverbot, Minarett-Abstimmung und Schikanen: Die USA gehen mit den Europäern ins Gericht und werfen ihnen Antisemitismus und die Diskriminierung von Muslimen vor.

Vandalismus, Schikanen und Übergriffe: Muslime wie hier in Rom werden in vielen Ländern Europas diskriminiert

Vandalismus, Schikanen und Übergriffe: Muslime wie hier in Rom werden in vielen Ländern Europas diskriminiert

In seinem Jahresbericht zum Stand der Menschenrechte weltweit hat sich das US-Außenministerium "zunehmend besorgt" über die Diskriminierung von Muslimen und Antisemitismus in Europa gezeigt. Gerade in Ländern mit "traditionell hohem Respekt für Menschenrechte" seien im vergangenen Jahr vermehrt Fälle von Benachteiligungen "verwundbarer Minderheiten" registriert worden, schreiben die Experten.

Der im vergangenen Jahr verzeichnete Anstieg von Diskriminierungen betreffe Muslime ganz allgemein in europäischen Ländern, zudem Roma in Ländern wie Italien, Tschechien oder Rumänien und jüdische Minderheiten in Europa und Südamerika. Als einen der Gründe nannte der Bericht wirtschaftliche Probleme, welche soziale Spannungen verschärften.

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Als Beispiel für "Diskriminierung und Schikanen" von Muslimen führt der Bericht das Minarettverbot in der Schweiz an und zitiert Politiker, die das Verbot als Verstoß gegen die Verfassung und internationale Verpflichtungen der Eidgenossenschaft kritisierten. In den Niederlanden und Frankreich komme es ebenfalls zu Diskriminierungen, in Holland sogar "häufig". Zwar seien dort schwerere Übergriffe gegen Muslime selten. "Kleinere Vorfälle wie Einschüchterungen, Streitereien, Vandalismus, Grafitti und Beschimpfungen kommen aber immer wieder vor", befindet der Report.

Der Antisemitismus wiederum habe im vergangenen Jahr – vor allem seit Israels Invasion im Gazastreifen im Winter 2008/2009 – "weiter zugenommen", heißt es in dem Bericht. Die "neue Form" des Antisemitismus komme oft unter dem Deckmantel der Kritik an Israels Politik oder am Zionismus daher, "überschreitet dabei aber die Linie zur Dämonisierung aller Juden". Dies manifestiere sich in körperlichen Angriffen auf Juden, Friedhofsschändungen und Beschwerden über ungebührlichen Einfluss von Juden in Politik und Medien.

Für Deutschland stellte das State Department einen generellen Respekt für die Menschenrechte fest, allerdings gebe es "staatliche und gesellschaftliche Diskriminierung einiger Minderheitengruppen". Ausländerfeindlichkeit sei in Deutschland ein verbreitetes Phänomen, urteilten die US-Experten: "Schikanen einschließlich körperlicher Angriffe auf Ausländer und ethnische Minderheiten blieben im ganzen Land ein häufiges Problem." Auch der Antisemitismus in Deutschland gebe anhaltenden Grund zur Sorge. Von religiöser Diskriminierung betroffen seien in Deutschland vor allem Anhänger von Scientology.

Das europäische Land mit dem geringsten Respekt für Menschenrechte ist nach Einschätzung der US-Regierung weiterhin Weißrussland, wo die Grundrechte deutlich eingeschränkt seien. In Russland habe die Regierung im vergangenen Jahr die Meinungsfreiheit und die Unabhängigkeit der Medien weiter beschränkt.

Besonders schlecht im weltweiten Vergleich sei die Lage der Menschenrechte in Iran, China, Nordkorea und Kuba. Ausdrücklich kritisiert der Bericht auch den mangelnden Respekt für Menschenrechte bei US-Verbündeten wie Pakistan und Ägypten.

Zurückgewiesen wird die immer wieder geäußerte Kritik, nach der die USA in dem Report zwar die Menschenrechtslage in anderen Ländern untersuche, nicht aber die eigene. Die Situation in den USA werde in "zahlreichen Foren" im Rahmen der internationalen vertraglichen Verpflichtungen immer wieder zum Thema gemacht, heißt es im Vorwort des Berichts.

 
Leser-Kommentare
  1. Folter und Kriegsverbrecherstaat USA legt sog. "Menschenrechtsbericht" vor.... Dem ist, glaube ich nichts mehr hinzuzufügen.

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    Die USA müssen sich erst einmal an die eigene Nase fassen, bevor man ihre Kritik ernst nehmen kann!

    Geschichtsaufarbeitung wäre ein guter Anfang!

    Trotzdem haben sie doch recht! Hier finden, mitten utner uns, Menschenrechtsverletzungen statt. Homopobie und Sexismus ist alltäglich. Politisch sind Populisten am Werk, auch in Deutschland. Muslime werden diskriminiert und über den Terror-Kamm geschert. Auf der suche nach Nationaler Identität einiger Rechtskonservativer Politiker, bleiben die Minderheiten Im land zurück.

    Da hilft es nichts, auf die USA zurückzuzeigen. So wischen wir unsere Probleme nicht weg! Sie haben absolut recht.

    • joG
    • 12.03.2010 um 14:04 Uhr

    ....Intensität in der regionalen Kultur ausgeprägt. Wenn man mit einem eigenen Fehlen konfrontiert wird, deutet man aggressiv auf einen Anderen um abzulenken. Das macht man hier allgemein so und es fällt den Meisten daher auch kaum auf. Dass Sie in diesem Fall auch noch ein ziemliches Unwissen an den Tag legen ist dabei auch nicht unüblich. Aber es würde Ihnen sehr helfen, wenn Sie in Ihrem Köpfchen sortieren würden, wie das da draußen in der Welt ist und wie man damit umgehen will, wenn Länder wie Deutschland ihre Verantwortung für Sicherheit nicht übernehmen. Da die Sicherheit hergestellt werden muss und die Mittel knapp sind und man selbst bisher kaum etwas tut, ist es billig von einem "Folter und Kriegsverbrecherstaat" zu faseln. Wie wir aber in Kundus sahen oder im Falle der gefangenen Piraten, ist die eigenen Antwort auf die dahinterstehenden Fragen weit unmenschlicher als Bushs das war. Sie ist sogar Menschen verachtend. Wenn man dann auch noch die Verlogenheit bedenkt, die unmenschlichen Umständen fliehenden Afrikaner in ihren Booten lieber untergehen zu lassen, als ihnen zu helfen, so wären Äußerungen wie Ihre oben gerade zu komisch, wären sie nicht so Eckel erregend.

    Die USA müssen sich erst einmal an die eigene Nase fassen, bevor man ihre Kritik ernst nehmen kann!

    Geschichtsaufarbeitung wäre ein guter Anfang!

    Trotzdem haben sie doch recht! Hier finden, mitten utner uns, Menschenrechtsverletzungen statt. Homopobie und Sexismus ist alltäglich. Politisch sind Populisten am Werk, auch in Deutschland. Muslime werden diskriminiert und über den Terror-Kamm geschert. Auf der suche nach Nationaler Identität einiger Rechtskonservativer Politiker, bleiben die Minderheiten Im land zurück.

    Da hilft es nichts, auf die USA zurückzuzeigen. So wischen wir unsere Probleme nicht weg! Sie haben absolut recht.

    • joG
    • 12.03.2010 um 14:04 Uhr

    ....Intensität in der regionalen Kultur ausgeprägt. Wenn man mit einem eigenen Fehlen konfrontiert wird, deutet man aggressiv auf einen Anderen um abzulenken. Das macht man hier allgemein so und es fällt den Meisten daher auch kaum auf. Dass Sie in diesem Fall auch noch ein ziemliches Unwissen an den Tag legen ist dabei auch nicht unüblich. Aber es würde Ihnen sehr helfen, wenn Sie in Ihrem Köpfchen sortieren würden, wie das da draußen in der Welt ist und wie man damit umgehen will, wenn Länder wie Deutschland ihre Verantwortung für Sicherheit nicht übernehmen. Da die Sicherheit hergestellt werden muss und die Mittel knapp sind und man selbst bisher kaum etwas tut, ist es billig von einem "Folter und Kriegsverbrecherstaat" zu faseln. Wie wir aber in Kundus sahen oder im Falle der gefangenen Piraten, ist die eigenen Antwort auf die dahinterstehenden Fragen weit unmenschlicher als Bushs das war. Sie ist sogar Menschen verachtend. Wenn man dann auch noch die Verlogenheit bedenkt, die unmenschlichen Umständen fliehenden Afrikaner in ihren Booten lieber untergehen zu lassen, als ihnen zu helfen, so wären Äußerungen wie Ihre oben gerade zu komisch, wären sie nicht so Eckel erregend.

  2. [...]

    Bitte argumentieren Sie mit sachlichen Argumenten und verwenden Sie eine rücksichtsvollere Wortwahl. Die Redaktion/sh

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    «Lächerlich wieder die Antisemitismus Keule zu schwingen, nur weil man Israel zu RECHT kritisiert!» — Es scheint, die Zeiten, wo man einen Möllemann, einen Walser und einen Hohmann kritisierte, sind endgültig vorbei: Heute nennt man Antisemitismus „berechtigte Kritik“. So einfach ist das, und praktischerweise auch noch 'links' etikettiert. Oder rechts? Oft weiß man’s nicht genau, so einig sind sie sich im vereinten Hass auf „USrael“.

    • J.K.E.
    • 12.03.2010 um 7:01 Uhr

    Kritisiere von mir aus jeden Punkt den du willst, aber den 9/11 Vorfall eine Vertuschung zu nennen ist beleidgend. Ich habe Bekannte zu dieser Zeit verloren. Ich werde mir deshalb nicht anhören, dass meine eigene Regierung so etwas tun würde. Natürlich ist die USA weit von PErfekt und ich finde diese plötzliche Kritik an Europa sehr merkwürdig, wenn nicht sogar Fahrlässig. Jedoch kann nicht bestritten werden das die Verhältnisse in China, Iran und Nordkorea katastrophal sind.

    Moin,
    da reihen Sie sich ja fast schon in die Reihen der Verschwörungstheorien ein. Sie liegen ganz offensichtlich falsch. Unklar ist, ob mit den Informationen, die vorlagen und dem chaotischen System der Geheimdienste, die sich gegenseitig misstrauen, überhaupt eine Chance der rechtzeitigen Entdeckung bestand. Dies ist immer wieder offen bemängelt worden, an der Situation hat sich aber erkennbar nichts geändert. Auch das Heimatschutz-Ministerium ist bei aller Macht ein Papiertiger. Einen Katastrophenschutz, wie wir ihn (noch) kennen, ist in den USA unbekannt, die Kommunikation zwischen den BOS mangelhaft bis nicht vorhanden, daran wird immer noch gearbeitet. Die Berichte zum Einsatz der BOS und ihrer Kommunikation sind im Internet frei verfügbar, einen Teil davon habe ich gelesen; ehrlich gesagt, haben mir dabei die Haare zu Berge gestanden, insbesondere bei der Bewertung der Kommunikation (Funk). Abschweifend, Teile dieser Mängel werden wir mit dem digitalen BOS-Funk künstlich schaffen. Nein, ein Lügen und Vertuschen kann ich da nicht entdecken, vielleicht sollten Sie Ihre Quellen wechseln. Soweit mein Exkurs, damit hier keine weiteren Verschwörungstheorien Platz greifen.
    BOS steht übrigens für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, KatS, etc.)
    Beste Grüße
    Grabert

    «Lächerlich wieder die Antisemitismus Keule zu schwingen, nur weil man Israel zu RECHT kritisiert!» — Es scheint, die Zeiten, wo man einen Möllemann, einen Walser und einen Hohmann kritisierte, sind endgültig vorbei: Heute nennt man Antisemitismus „berechtigte Kritik“. So einfach ist das, und praktischerweise auch noch 'links' etikettiert. Oder rechts? Oft weiß man’s nicht genau, so einig sind sie sich im vereinten Hass auf „USrael“.

    • J.K.E.
    • 12.03.2010 um 7:01 Uhr

    Kritisiere von mir aus jeden Punkt den du willst, aber den 9/11 Vorfall eine Vertuschung zu nennen ist beleidgend. Ich habe Bekannte zu dieser Zeit verloren. Ich werde mir deshalb nicht anhören, dass meine eigene Regierung so etwas tun würde. Natürlich ist die USA weit von PErfekt und ich finde diese plötzliche Kritik an Europa sehr merkwürdig, wenn nicht sogar Fahrlässig. Jedoch kann nicht bestritten werden das die Verhältnisse in China, Iran und Nordkorea katastrophal sind.

    Moin,
    da reihen Sie sich ja fast schon in die Reihen der Verschwörungstheorien ein. Sie liegen ganz offensichtlich falsch. Unklar ist, ob mit den Informationen, die vorlagen und dem chaotischen System der Geheimdienste, die sich gegenseitig misstrauen, überhaupt eine Chance der rechtzeitigen Entdeckung bestand. Dies ist immer wieder offen bemängelt worden, an der Situation hat sich aber erkennbar nichts geändert. Auch das Heimatschutz-Ministerium ist bei aller Macht ein Papiertiger. Einen Katastrophenschutz, wie wir ihn (noch) kennen, ist in den USA unbekannt, die Kommunikation zwischen den BOS mangelhaft bis nicht vorhanden, daran wird immer noch gearbeitet. Die Berichte zum Einsatz der BOS und ihrer Kommunikation sind im Internet frei verfügbar, einen Teil davon habe ich gelesen; ehrlich gesagt, haben mir dabei die Haare zu Berge gestanden, insbesondere bei der Bewertung der Kommunikation (Funk). Abschweifend, Teile dieser Mängel werden wir mit dem digitalen BOS-Funk künstlich schaffen. Nein, ein Lügen und Vertuschen kann ich da nicht entdecken, vielleicht sollten Sie Ihre Quellen wechseln. Soweit mein Exkurs, damit hier keine weiteren Verschwörungstheorien Platz greifen.
    BOS steht übrigens für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, KatS, etc.)
    Beste Grüße
    Grabert

  3. Mir ist neu, dass es ein Menschenrecht auf Minarette gibt. Ein interessantes Faktum, man lernt ja nicht aus. Fehlt nur noch das Menschenrecht auf Burka, weil diese die ewige Bedrohung des Mannes durch die Frau endlich aufhebt (wer Spott findet, darf ihn behalten).

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    Es gibt ein Menschenrechts auf freie Religionsausübung. Nur wegen der blanken Angst und Hass auf Islamisten, wird dieses Recht zumindest beschnitten. es ist eien Häme für jeden Muslim, wenn seine "Kirche" aufeinmal als öffentliche Gefahr angesehen wird und ein deutlicher Einschnitt in das Menschenrecht!

    • joG
    • 12.03.2010 um 14:05 Uhr

    ....unklar ist, so können Sie sich kaum mit der Sache beschäftigt haben.

    Es gibt ein Menschenrechts auf freie Religionsausübung. Nur wegen der blanken Angst und Hass auf Islamisten, wird dieses Recht zumindest beschnitten. es ist eien Häme für jeden Muslim, wenn seine "Kirche" aufeinmal als öffentliche Gefahr angesehen wird und ein deutlicher Einschnitt in das Menschenrecht!

    • joG
    • 12.03.2010 um 14:05 Uhr

    ....unklar ist, so können Sie sich kaum mit der Sache beschäftigt haben.

  4. http://www.saarbreaker.co...

    wieder mal kommt die wahrheit zu spät ans licht..

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    ... interessanter Link, kannte ich noch nicht.

    ... interessanter Link, kannte ich noch nicht.

  5. «Lächerlich wieder die Antisemitismus Keule zu schwingen, nur weil man Israel zu RECHT kritisiert!» — Es scheint, die Zeiten, wo man einen Möllemann, einen Walser und einen Hohmann kritisierte, sind endgültig vorbei: Heute nennt man Antisemitismus „berechtigte Kritik“. So einfach ist das, und praktischerweise auch noch 'links' etikettiert. Oder rechts? Oft weiß man’s nicht genau, so einig sind sie sich im vereinten Hass auf „USrael“.

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    "Heute nennt man Antisemitismus „berechtigte Kritik“."

    Nun bisher war jede berechtigte Kritik gleich Antisemitismus.

    Meinst du nicht, du findest zwischen diesen beiden Extremen eine etwas differenziertere Definition?

    "Heute nennt man Antisemitismus „berechtigte Kritik“."

    Nun bisher war jede berechtigte Kritik gleich Antisemitismus.

    Meinst du nicht, du findest zwischen diesen beiden Extremen eine etwas differenziertere Definition?

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    ...eine Sekte die mehr gefährlich ist als gut.

    (Und etwas anderes ist diese "Gruppierung" nicht)

    Moin,
    die religiösen Bewegungen in den USA ist grundsätzlich anders organisiert als in weiten Teilen Europas, erst recht als in Deutschland (Kirchensteuer), dadurch sind dort eine ganze Reihe abstruser Gruppierungen entstanden, die teilweise auch nach Europa ausstrahlen, Sientology ist da nicht die einzige Gruppierung. In den USA werden sie aber anders bewertet als in Europa, man sieht es besonders deutlich an den Kreationisten, das sind, ich vereifache hier mal, christliche Fundamentalisten, die die Bibel wörtlich auslegen und naturwissenschaftliche Erkenntnisse von Jahrhunderen quasi verneinen. Diese haben in den USA enormen Zulauf, versuchen beispielsweise den Inhalt des Biologie-Unterrichts zu beeiflussen. Auch in Europa wollen sie Fuß fassen, die ehem. Kultusministerin Hessens Wolff (CDU) hat ihnen auch einen recht großen Freiraum gewährt und ist dafür auch kritisiert worden. Auch diese Aspekte spielen bei der vorgeblichen Verfolgung von Religionen und Religionsgruppen in Europa aus Sicht der USA eine Rolle. Hier wirkt sicher auch noch nach, das weite Kreise der letzten Regierung auch den eher fundamentalistischen Teilen der Christen zuzurechnen sind. Auch die jetzige Verwaltung in den Ministerien ist davon sicher nicht frei. Das relativiert den Bericht in meinen Augen erheblich. Also bitte nicht zu sehr aufregen.
    Beste Grüße
    Grabert

    ...eine Sekte die mehr gefährlich ist als gut.

    (Und etwas anderes ist diese "Gruppierung" nicht)

    Moin,
    die religiösen Bewegungen in den USA ist grundsätzlich anders organisiert als in weiten Teilen Europas, erst recht als in Deutschland (Kirchensteuer), dadurch sind dort eine ganze Reihe abstruser Gruppierungen entstanden, die teilweise auch nach Europa ausstrahlen, Sientology ist da nicht die einzige Gruppierung. In den USA werden sie aber anders bewertet als in Europa, man sieht es besonders deutlich an den Kreationisten, das sind, ich vereifache hier mal, christliche Fundamentalisten, die die Bibel wörtlich auslegen und naturwissenschaftliche Erkenntnisse von Jahrhunderen quasi verneinen. Diese haben in den USA enormen Zulauf, versuchen beispielsweise den Inhalt des Biologie-Unterrichts zu beeiflussen. Auch in Europa wollen sie Fuß fassen, die ehem. Kultusministerin Hessens Wolff (CDU) hat ihnen auch einen recht großen Freiraum gewährt und ist dafür auch kritisiert worden. Auch diese Aspekte spielen bei der vorgeblichen Verfolgung von Religionen und Religionsgruppen in Europa aus Sicht der USA eine Rolle. Hier wirkt sicher auch noch nach, das weite Kreise der letzten Regierung auch den eher fundamentalistischen Teilen der Christen zuzurechnen sind. Auch die jetzige Verwaltung in den Ministerien ist davon sicher nicht frei. Das relativiert den Bericht in meinen Augen erheblich. Also bitte nicht zu sehr aufregen.
    Beste Grüße
    Grabert

  7. Die USA müssen sich erst einmal an die eigene Nase fassen, bevor man ihre Kritik ernst nehmen kann!

    Geschichtsaufarbeitung wäre ein guter Anfang!

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    • joG
    • 13.03.2010 um 12:03 Uhr

    ....dass sich jeder an die eigene Nase fassen sollte. Da sollte man sich vergleichen und dann das eigene Fehlverhalten aufarbeiten statt Andere anzuklagen. Das gilt umso mehr, wo man durch seine Klagen die gefühlte und tatsächliche Position von Diktatoren und Terroristen stärkt.

    So hat Bush Tausende Gefangene nehmen müssen auch dort, wo deutsche Soldaten auch diese Verantwortung gehabt hätten. Seine Administration hatte im Vorfeld zB die verzwickte Problematik von Gefangenen untersucht, die in militärischen Großinitiativen mit nicht-staatlichen Kombattanten festgesetzt werden. Wie schwierig diese Fragen sind, sollten wir hier nun kennen, nachdem wir eine so Menschen verachtende Lösung der 6 gefangenen Piraten einschlugen. Da haben wir zwar die Diskussion im Nachhinein und unter politischem Druck hinter vorgehaltener Hand geführt; aber man konnte einiges doch mitbekommen. Da sollten wir die Anstrengung Bushs doch besser anerkennen. Sie war mit weitem Abstand ehrlicher und weniger feige als unsere.

    • joG
    • 13.03.2010 um 12:03 Uhr

    ....dass sich jeder an die eigene Nase fassen sollte. Da sollte man sich vergleichen und dann das eigene Fehlverhalten aufarbeiten statt Andere anzuklagen. Das gilt umso mehr, wo man durch seine Klagen die gefühlte und tatsächliche Position von Diktatoren und Terroristen stärkt.

    So hat Bush Tausende Gefangene nehmen müssen auch dort, wo deutsche Soldaten auch diese Verantwortung gehabt hätten. Seine Administration hatte im Vorfeld zB die verzwickte Problematik von Gefangenen untersucht, die in militärischen Großinitiativen mit nicht-staatlichen Kombattanten festgesetzt werden. Wie schwierig diese Fragen sind, sollten wir hier nun kennen, nachdem wir eine so Menschen verachtende Lösung der 6 gefangenen Piraten einschlugen. Da haben wir zwar die Diskussion im Nachhinein und unter politischem Druck hinter vorgehaltener Hand geführt; aber man konnte einiges doch mitbekommen. Da sollten wir die Anstrengung Bushs doch besser anerkennen. Sie war mit weitem Abstand ehrlicher und weniger feige als unsere.

  8. Seit wann ist Scientology eine Anerkannte Glaubensgruppe bzw. Kirche? Wir können Kritisieren wenn wir wollen. Denn das nennt man freie Meinungssäuerungen. Ich finde es sehr gut das in der Schweiz keine Minarette gebaut werden dürfen. Auch finde ich das verhalten von Israel zu Tiefst verachtend. Und ich finde es eine Sauerei das niemand sich traut den Mund auszumachen. Ich gehöre einer Generation an die es Leid ist sich zu entschuldigen und wir machen es nicht mehr!!!

    Die USA sollten mal anfangen bei sich die Menschenrechte zu stärken... Ein Unerhörtes verhalten !!!

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    • cvnde
    • 11.03.2010 um 23:09 Uhr

    Die USA kapieren nicht, dass ihr erster Verfassungszusatz, der ja durchaus vernünftig war für die Zeit seiner Niederschrift und Ratifizierung, nicht auf alle Welt übertragbar ist.

    Das im GG festgelegte Grundrecht auf Religionsausübung, ist zwar faktisch das selbe Recht wie im 1. Amm. jedoch ist es bei uns schwerer als Kirche anerkannt zu werden.

    Diese bedauernswerten Menschen die meinen SC nachrennen zu müssen dürfen das auch gerne tun, nur die Vorteile einer "Amtskriche" sind hier nicht so einfach zu erlangen.

    SC hat ja bisher nie eine Verfassungsbeschwerde angestrengt. In der sie ihr Recht auf Kirche durchsetzen könnte.

    Außerdem, sollte man diesen Absatz in dem Bericht nicht zu ernst nehmen, ich vermute mal, dass SC da nur drin steht, damit der Kongress ruhe gibt.

    Sie schrieben: «Wir können Kritisieren wenn wir wollen. … [Ich finde] das verhalten von Israel zu Tiefst verachtend. Und ich finde es eine Sauerei das niemand sich traut den Mund auszumachen. Ich gehöre einer Generation an die es Leid ist sich zu entschuldigen und wir machen es nicht mehr!!!»

    Ich darf mal übersetzen: „Endlich! Die Deutschen sollten sich wieder trauen das zu sagen, was viel zu lange nicht gesagt werden durfte! Schließlich sind wir wieder wer! Deutschland hat nach ’45 lang genug den Buckel krumm gemacht!“

    Schämen Sie sich!

    btw.: Man kann sich nicht entschuldigen. Man kann nur um Entschuldigung bitten, bei den Opfern und ihren Nachfahren. Und aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen.

    • cvnde
    • 11.03.2010 um 23:09 Uhr

    Die USA kapieren nicht, dass ihr erster Verfassungszusatz, der ja durchaus vernünftig war für die Zeit seiner Niederschrift und Ratifizierung, nicht auf alle Welt übertragbar ist.

    Das im GG festgelegte Grundrecht auf Religionsausübung, ist zwar faktisch das selbe Recht wie im 1. Amm. jedoch ist es bei uns schwerer als Kirche anerkannt zu werden.

    Diese bedauernswerten Menschen die meinen SC nachrennen zu müssen dürfen das auch gerne tun, nur die Vorteile einer "Amtskriche" sind hier nicht so einfach zu erlangen.

    SC hat ja bisher nie eine Verfassungsbeschwerde angestrengt. In der sie ihr Recht auf Kirche durchsetzen könnte.

    Außerdem, sollte man diesen Absatz in dem Bericht nicht zu ernst nehmen, ich vermute mal, dass SC da nur drin steht, damit der Kongress ruhe gibt.

    Sie schrieben: «Wir können Kritisieren wenn wir wollen. … [Ich finde] das verhalten von Israel zu Tiefst verachtend. Und ich finde es eine Sauerei das niemand sich traut den Mund auszumachen. Ich gehöre einer Generation an die es Leid ist sich zu entschuldigen und wir machen es nicht mehr!!!»

    Ich darf mal übersetzen: „Endlich! Die Deutschen sollten sich wieder trauen das zu sagen, was viel zu lange nicht gesagt werden durfte! Schließlich sind wir wieder wer! Deutschland hat nach ’45 lang genug den Buckel krumm gemacht!“

    Schämen Sie sich!

    btw.: Man kann sich nicht entschuldigen. Man kann nur um Entschuldigung bitten, bei den Opfern und ihren Nachfahren. Und aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen.

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