Geschlechtsidentität Weder Mann noch FrauSeite 2/2

Als die Entscheidung gefallen war, mussten eigens die Programmierer der Melde-Software kommen, damit die Mitarbeiter des Standesamtes die neue Geschlechter-Kategorie eingeben konnten. Dem Sydney Morning Herald, auf dessen Website das Dokument zu besichtigen ist, sagte Norrie May-Welby: "Ich ging in die Bank und zeigte der Angestellten das Zertifikat. Ihre Augen leuchteten auf und sie sagte: 'Was für eine großartige Option.'"

Geht es nach der australischen Menschenrechtskommission, dann soll es nicht beim Einzelfall bleiben. Sie forderte schon 2009, Bürger sollten selbst entscheiden können, welches Geschlecht sie für offizielle Dokumente angeben. Oder ob sie "unbestimmtes Geschlecht" vorziehen.

Das dürften alle begrüßen, die es ablehnen, ihr soziales von ihrem biologischen Geschlecht bestimmen zu lassen. Sonst sind sich sogenannte Transgender nicht immer einig. Transsexuelle, also Menschen, die sich im falschen Körper gefangen fühlen und oft eine operative Geschlechtsumwandelung anstreben, sind häufig skeptisch gegenüber jenen, die ihr biologisches Geschlecht "nur" durch Kleidung und Verhalten verlassen. Manche nehmen für sich in Anspruch, einem "dritten Geschlecht" anzugehören, das es in einigen Kulturen traditionell gibt, etwa bei den Hijras in Indien oder den Two-Spritis unter amerikanischen Ureinwohnern.

Eine nicht eindeutige Geschlechter-Option stößt jedoch bislang meist auf Widerstände. So hatte die Harvard Business School 2006 in einem Online-Bewerbungsformular neben "weiblich" und "männlich" die Möglichkeit "transgender" eingeführt. Aus der christlichen Rechten in den USA hagelte es prompt Kritik: Harvard ermutige junge Menschen, ihre "gottgegebene Natur" abzulehnen.

Heute gibt es in dem Formular zwar noch die Option "undisclosed", also nicht angegeben – die Bewerber werden aber gebeten, in einer Extra-Spalte weitere Erklärungen abzugeben. Norrie May-Welbys Ansicht, das Geschlecht gehe keine offizielle Stelle etwas an, hat sich außerhalb von New Youth Wales wohl noch nicht durchgesetzt.
 

 
Leser-Kommentare
  1. "Ich habe seit 20 Jahren keine Hormone mehr genommen, weil ich es vorziehe, dass mein Körper und mein Hirn so sind, wie sie von Natur aus sind", schreibt er/sie in einem Weblog."

    Sehr witzig, nachdem er/sie/es sich zur Frau umoperieren liess. That puts things into perspective, würde ich sagen ...

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    Es gibt in dieser WElt soetwas seltsames wie "Zeit". Die definition von Zeit it sehr schwierig und füllt ganze Philosophiebände. Dennoch wissen wir von der "Zeit", dass etwas an einem bestimmten punkt sein kann, was zb 3 monate Später nicht mehr dort ist. Zb eine Pflanze war vor 3 Monaten noch ein Samen. In diesem Fall sit es so, dass sich jemand vor 20 Jahren hat umoprieren lassen, und dann merkte, dass er/sie sich weder als Frau noch als Mann definierne kann und somit ihren/seinen körper nun machen ässt, sich nichtmehr in gesellschaftlich determinierte Rollen zwängen lässt und einfahc nur noch als individuum verstanden werden möchte und sich selber versteht.

    Geschlechter sind ganz und garnicht fest definiert. Sogar das biologische Geschlecht ist in einigen Fällen mehr als fließend. Wir sollten endlich aufhören anderen menschen unsere Vorstellung von "Frau" und "Mann" aufdrücken zu wollen. Ich finde es schlimm, dass irgendwelche religiösen Fanatiker derartige Normen nutzen um Gewaltsam gegen solche Menschen vorzugehen. Diskriminierungen am Arbeitplatz sind sowieso gang und gäbe. Wurde doch neulich erst eine Athletin der Sieg aberkannt, weil ihr Geschlecht nicht eindeutig festlegbar war.

    Geschlechter sind balst. Wir sollten so sein wie wir möchten. Eine Frau kann Hosen tragen und Fußball spielen. Ein Mann sollte endlich Röclte tragen und Balett tanzen könne, ohne diskriminiert, benachteiligt und ausgelacht zu werden.

    Es gibt in dieser WElt soetwas seltsames wie "Zeit". Die definition von Zeit it sehr schwierig und füllt ganze Philosophiebände. Dennoch wissen wir von der "Zeit", dass etwas an einem bestimmten punkt sein kann, was zb 3 monate Später nicht mehr dort ist. Zb eine Pflanze war vor 3 Monaten noch ein Samen. In diesem Fall sit es so, dass sich jemand vor 20 Jahren hat umoprieren lassen, und dann merkte, dass er/sie sich weder als Frau noch als Mann definierne kann und somit ihren/seinen körper nun machen ässt, sich nichtmehr in gesellschaftlich determinierte Rollen zwängen lässt und einfahc nur noch als individuum verstanden werden möchte und sich selber versteht.

    Geschlechter sind ganz und garnicht fest definiert. Sogar das biologische Geschlecht ist in einigen Fällen mehr als fließend. Wir sollten endlich aufhören anderen menschen unsere Vorstellung von "Frau" und "Mann" aufdrücken zu wollen. Ich finde es schlimm, dass irgendwelche religiösen Fanatiker derartige Normen nutzen um Gewaltsam gegen solche Menschen vorzugehen. Diskriminierungen am Arbeitplatz sind sowieso gang und gäbe. Wurde doch neulich erst eine Athletin der Sieg aberkannt, weil ihr Geschlecht nicht eindeutig festlegbar war.

    Geschlechter sind balst. Wir sollten so sein wie wir möchten. Eine Frau kann Hosen tragen und Fußball spielen. Ein Mann sollte endlich Röclte tragen und Balett tanzen könne, ohne diskriminiert, benachteiligt und ausgelacht zu werden.

  2. 2. Lalala

    .... Ich kann mir selber Rosen schicken. Da ist kein Zweiter und kein Dritter. Eins und eins das ist gleich: Zwitter, Zwitter.... um es mal mit den Worten von Rammstein auszudrücken.

    Ich finds einfach nur umständlich. Alleine schon dieses Text zu lesen war anstrengend, wegen dem ständigen "er/sie".

  3. Es gibt in dieser WElt soetwas seltsames wie "Zeit". Die definition von Zeit it sehr schwierig und füllt ganze Philosophiebände. Dennoch wissen wir von der "Zeit", dass etwas an einem bestimmten punkt sein kann, was zb 3 monate Später nicht mehr dort ist. Zb eine Pflanze war vor 3 Monaten noch ein Samen. In diesem Fall sit es so, dass sich jemand vor 20 Jahren hat umoprieren lassen, und dann merkte, dass er/sie sich weder als Frau noch als Mann definierne kann und somit ihren/seinen körper nun machen ässt, sich nichtmehr in gesellschaftlich determinierte Rollen zwängen lässt und einfahc nur noch als individuum verstanden werden möchte und sich selber versteht.

    Geschlechter sind ganz und garnicht fest definiert. Sogar das biologische Geschlecht ist in einigen Fällen mehr als fließend. Wir sollten endlich aufhören anderen menschen unsere Vorstellung von "Frau" und "Mann" aufdrücken zu wollen. Ich finde es schlimm, dass irgendwelche religiösen Fanatiker derartige Normen nutzen um Gewaltsam gegen solche Menschen vorzugehen. Diskriminierungen am Arbeitplatz sind sowieso gang und gäbe. Wurde doch neulich erst eine Athletin der Sieg aberkannt, weil ihr Geschlecht nicht eindeutig festlegbar war.

    Geschlechter sind balst. Wir sollten so sein wie wir möchten. Eine Frau kann Hosen tragen und Fußball spielen. Ein Mann sollte endlich Röclte tragen und Balett tanzen könne, ohne diskriminiert, benachteiligt und ausgelacht zu werden.

    Antwort auf "Ha, ha!"
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    • pvst
    • 18.03.2010 um 10:45 Uhr

    Also ich kann beim besten Willen in Tom Riddles Beitrag keinen Hass entdecken. Nur weil Ihnen seine Meinung nicht passt gleich mit dem Extremwort Hass rumzuwerfen finde ich unangemessen. Was holen Sie aus der Schublade wenn echter Hass auftaucht? "Superhass", "Gigantohass"?
    Ich empfehle die Kirche im Dorf zu lassen. Entspannen Sie sich.
    Schönen Tag noch.

    ...auch noch was zum Inhalt zu sagen, oder wollen Sie sich hier nur mal kurz als Erziehungsberechtigter aufspielen?

    • pvst
    • 18.03.2010 um 10:45 Uhr

    Also ich kann beim besten Willen in Tom Riddles Beitrag keinen Hass entdecken. Nur weil Ihnen seine Meinung nicht passt gleich mit dem Extremwort Hass rumzuwerfen finde ich unangemessen. Was holen Sie aus der Schublade wenn echter Hass auftaucht? "Superhass", "Gigantohass"?
    Ich empfehle die Kirche im Dorf zu lassen. Entspannen Sie sich.
    Schönen Tag noch.

    ...auch noch was zum Inhalt zu sagen, oder wollen Sie sich hier nur mal kurz als Erziehungsberechtigter aufspielen?

  4. hat zu sich selbst gefunden, ist Mensch und steht zu der ihm gottgegebenen Natur - auf welchen Wegen und gegen welche Kräfte auch immer er zu dieser Entscheidung kam. Körper, Seele und Geist bilden die Einheit; eigentlich wissen wir doch alle, daß sowohl Weibliches als auch Männliches in jedem Menschen steckt, fragt sich nur, mit welchen Anteilen, und hoffentlich so, daß das eine oder andere nicht durch äußere Einwirkungen unterdrückt wurde.

    • opina
    • 17.03.2010 um 22:55 Uhr

    ein Leben gegen sein natürliches Empfinden zu
    führen, solange er niemanden damit bedrängt.
    Es wäre eine lebenslange Vergewaltigung der eigenen Natur. Wofür?
    Die Bandbreite der Weiblichkeit ist so groß wie die der
    Männlichkeit, nur unser Toleranzbereich ist
    eingeschränkt... Müssen wir deshalb eine neue Kategorie
    für Menschen in der Mitte der Farbskala ins Leben rufen?
    Cui bono? Der geschlechtliche Aspekt tangiert
    ausschließlich das Privatleben, aber nicht im Geringsten
    die existenziellen Probleme der Menschheit.
    Man muss die befreite Sexualität nun endlich mal wieder da lassen, wo sie hingehört - ins Nähkästchen.

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    "Müssen wir deshalb eine neue Kategorie
    für Menschen in der Mitte der Farbskala ins Leben rufen?"

    Ich verlange einen individuellen Gleichstellungsbeauftragten für jedem seine persönliche Macke. Für die total betreute Gesellschaft der totalen Gleichheit.

    "Müssen wir deshalb eine neue Kategorie
    für Menschen in der Mitte der Farbskala ins Leben rufen?"

    Ich verlange einen individuellen Gleichstellungsbeauftragten für jedem seine persönliche Macke. Für die total betreute Gesellschaft der totalen Gleichheit.

  5. Bemerkenswert, dass ein australischer Bundesstaat es hinbekommt, in einem seiner offiziellen Dokumente auf die eindeutige Geschlechtszuweisung zu verzichten. Ich hätte nix dagegen, wenn wir alle ab 18 selbst entscheiden könnten, ob wir in solch Dokumenten als F, M oder I ( für Intersexuelle ) erscheinen wollen - diese drei Kategorien halte ich momentan für ausreichend und würde auch nicht darauf verzichten wollen.
    Verwirrung braucht es dann nicht mehr geben, was für alle Beteiligten erleichternd wäre. Eine Caster Semenya könnte sich einfach eine Goldmedaille erlaufen und diese behalten, wenn sie als Intersexuelle starten dürfte, wenn sie sich selbst dafür hielte. Die meisten von uns sind vermutlich mit ihrem Geschlecht kongruent, aber für diejenigen, die damit hadern, wäre sowas ein echter Fortschritt und, wenn ich es mir recht überlege für alle anderen eigentlich auch...

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    ... wird man es vielleicht als unzivilisiert empfinden, dass wir jemals über so etwas wie ein Drittes Geschlecht überhaupt debattiert haben, statt einfach zu akzeptieren, dass manche Menschen nicht in die Schublade "männlich" oder "weiblich" passen.

    Wir würden heute öffentliche Hinrichtungen, ein Wahlverbot für Frauen und ein Züchtigungsrecht für Pädagogen auch als unzivilisert und barbarisch empfinden. Aber es ist noch gar nicht so lange her, da empfanden die meisten Menschen unseres Kulturkreises solcherlei Vorgehen als völlig normal.

    Wertvorstellungen können sich ändern -- und das ist gut so.

    • Timo K
    • 18.03.2010 um 2:02 Uhr

    hätte dann nur vermutlich noch weniger Zuschauer als eine paralympische Veranstaltung.
    Wär aber schon witzig, wenn jemand der sich zu einem Geschlecht zugehörig fühlt, sich diesem biologisch eindeutig zuordnen lassen kann, dann einfach ein anderes angibt.

    ... wird man es vielleicht als unzivilisiert empfinden, dass wir jemals über so etwas wie ein Drittes Geschlecht überhaupt debattiert haben, statt einfach zu akzeptieren, dass manche Menschen nicht in die Schublade "männlich" oder "weiblich" passen.

    Wir würden heute öffentliche Hinrichtungen, ein Wahlverbot für Frauen und ein Züchtigungsrecht für Pädagogen auch als unzivilisert und barbarisch empfinden. Aber es ist noch gar nicht so lange her, da empfanden die meisten Menschen unseres Kulturkreises solcherlei Vorgehen als völlig normal.

    Wertvorstellungen können sich ändern -- und das ist gut so.

    • Timo K
    • 18.03.2010 um 2:02 Uhr

    hätte dann nur vermutlich noch weniger Zuschauer als eine paralympische Veranstaltung.
    Wär aber schon witzig, wenn jemand der sich zu einem Geschlecht zugehörig fühlt, sich diesem biologisch eindeutig zuordnen lassen kann, dann einfach ein anderes angibt.

  6. ... wird man es vielleicht als unzivilisiert empfinden, dass wir jemals über so etwas wie ein Drittes Geschlecht überhaupt debattiert haben, statt einfach zu akzeptieren, dass manche Menschen nicht in die Schublade "männlich" oder "weiblich" passen.

    Wir würden heute öffentliche Hinrichtungen, ein Wahlverbot für Frauen und ein Züchtigungsrecht für Pädagogen auch als unzivilisert und barbarisch empfinden. Aber es ist noch gar nicht so lange her, da empfanden die meisten Menschen unseres Kulturkreises solcherlei Vorgehen als völlig normal.

    Wertvorstellungen können sich ändern -- und das ist gut so.

    Antwort auf "Intersex"
    • Timo K
    • 18.03.2010 um 2:02 Uhr

    hätte dann nur vermutlich noch weniger Zuschauer als eine paralympische Veranstaltung.
    Wär aber schon witzig, wenn jemand der sich zu einem Geschlecht zugehörig fühlt, sich diesem biologisch eindeutig zuordnen lassen kann, dann einfach ein anderes angibt.

    Antwort auf "Intersex"
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    Ich bin im Sternzeichen Fisch geboren, könnte ich dann nicht, wenn mir danach wäre, auch zum Koi – Karpfen werden?

    Ich bin im Sternzeichen Fisch geboren, könnte ich dann nicht, wenn mir danach wäre, auch zum Koi – Karpfen werden?

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