Hirtenbrief Papst enttäuscht die Kirchenbewegungen
Gemischte Reaktionen auf den Hirtenbrief des Papstes: Die irische Kirche sieht einen Neuanfang – Missbrauchsopfer und kirchliche Laien haben dagegen mehr erwartet.
© Franco Origlia/Getty Images

Seine Worte zum Missbrauch von Minderjährigen waren mit Spannung erwartet worden: Papst Benedikt XVI
Irlands Kirchenführer sehen im Hirtenbrief des Papstes zum Missbrauchsskandal einen Neuanfang – viele der Opfer halten ihn aber für unvollständig. Statt nur die Vergangenheit zu verurteilen, hätte Papst Benedikt XVI. mehr auf Konsequenzen und die Zukunft eingehen müssen, war von irischen Opferverbänden zu hören. Der Papst hätte konkreter sagen sollen, wie es nun weitergeht, forderte etwa die ehemalige Lehrerin Michelle Marken in der BBC. Statt den Besuch von hohen Vatikan-Vertretern anzukündigen, müsse er selber nach Irland kommen und die Aufdeckung der Straftaten vorantreiben.
Obwohl sich der Papst nicht zu den Fällen von Missbrauch und Misshandlung Schutzbefohlener durch Kirchenvertreter in seiner Heimat äußerte, versteht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, das Papier dennoch als klare Weisung auch für Deutschland. Was der Papst den Katholiken in Irland sage, "hat Geltung für die ganze Kirche und ist eindeutig eine Botschaft auch an uns in Deutschland", sagte er.
Auch der Sonderbeauftragte der deutschen katholische Kirche zur Aufklärung der sexuellen Missbrauchsfälle, Bischof Stephan Ackermann, begrüßte das Papst-Schreiben. "Ich empfinde diesen Brief als Verstärkung für unseren Weg", sagte der Bischof in Trier. "Die Entschiedenheit, mit der der Papst die Vorgänge und die Untaten beim Namen nennt und auch Aufklärung erwartet – das ist doch sehr deutlich und das werden wir uns auch entsprechend zu Herzen nehmen." Es seien "genug Hinweise" auch für die deutsche katholische Kirche enthalten. Er glaube nicht, dass sich der Papst noch einmal gesondert an die deutschen Katholiken wenden werde.
Die Reformbewegung Wir sind Kirche zeigte sich enttäuscht. Es sei sehr schade, dass der Papst zu den Missbrauchsfällen in Deutschland schwieg, sagte Christian Weisner, Sprecher der Initiative. Schon ein "Wort des Mitgefühls an die Opfer" hätte ihm Sympathien eingebracht. Der Brief vermittle aber den Eindruck, es gehe dem Papst hauptsächlich um das Ansehen der Kirche.
- Datum 20.03.2010 - 17:02 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
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wann kommen endlich handfeste Taten?
denn Benedikt XVI will 3.000 neue Stellen für Exorzisten einrichten: Dann wird (uns) ausgetrieben!
denn Benedikt XVI will 3.000 neue Stellen für Exorzisten einrichten: Dann wird (uns) ausgetrieben!
Der Papst macht sich wichtig, im wortwörtlichen Sinne.
Je länger er schweigt, desto gewichtiger scheint dann jede Äusserung und jedes auch noch so kleine Zugeständnis.
Wichtiger als die Missbrauchsopfer ist ihm offensichtlich sein eigenes Amt. Der Papst bestimmt, wann er sich äussert und niemand sonst. Die Kirche ist schließlich keine Demokratie sondern wird absolutistisch geführt. Die Laien sind zwar die eigentliche Basis aber zugleich bar jeglicher Rechte. Es geht nicht an, dass Laien sich in die Amtsgeschäfte des Papstes einmischen. Diese Botschaft zu vermitteln ist anscheinend wichtiger, als Missbrauch zu verhindern und Opfern zu helfen.
Ich bin ja kein Christ, aber hies es da nicht:
"... wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." (Mt 18,20)?
Vielleicht sollten wir nicht mit dem Finger auf die Arabische Welt oder China deuten, solange der Vatikan nicht demokratisch ist.
Zumindest formal sind Staat und Kirche getrennt oder kann sich eine Kirche wählen lassen? Die katholische Kirche ist auch keine Staatsform. Ich kann die Kirche kritisieren aber genauso andere Staaten.
Und noch schafft es die katholische Kirche auch hier nicht, dass jemand eingesperrt wird, nur weil er ein Buch schreibt. Und Kindesmißbrauch ist weder erlaubt noch Teil der Religion.
Wenn man meint, man könnte da was instrumentalisieren, ist man auf dem Holzwege.
sollten wirklich auf niemanden anderen mit dem Finger zeigen als auf sich selbst und in sich selbst erkennen, ob sie den Weg genommen haben oder nehmen, den Jesus vorlebte. Wenn sie dies tun, in Ordnung; dann strahlt das aber auch auf die Umgebung aus - und das reicht. Wenn sie es nicht tun (wie das Vertuschen der Mißbrauchsfälle zeigt), dann haben sie umzukehren und Buße zu leisten. Das scheint speziell für den Vatikan mit Benedikt XVI zu schwer zu sein.
Zumindest formal sind Staat und Kirche getrennt oder kann sich eine Kirche wählen lassen? Die katholische Kirche ist auch keine Staatsform. Ich kann die Kirche kritisieren aber genauso andere Staaten.
Und noch schafft es die katholische Kirche auch hier nicht, dass jemand eingesperrt wird, nur weil er ein Buch schreibt. Und Kindesmißbrauch ist weder erlaubt noch Teil der Religion.
Wenn man meint, man könnte da was instrumentalisieren, ist man auf dem Holzwege.
sollten wirklich auf niemanden anderen mit dem Finger zeigen als auf sich selbst und in sich selbst erkennen, ob sie den Weg genommen haben oder nehmen, den Jesus vorlebte. Wenn sie dies tun, in Ordnung; dann strahlt das aber auch auf die Umgebung aus - und das reicht. Wenn sie es nicht tun (wie das Vertuschen der Mißbrauchsfälle zeigt), dann haben sie umzukehren und Buße zu leisten. Das scheint speziell für den Vatikan mit Benedikt XVI zu schwer zu sein.
Die Kirche von unten ist mir ein Rätsel. Dr Papst unterwirft alle der kirchlichen Rechtsprechung, er bzeichnet alle als Sünder, entschuldigt sich und kündigt eine apostolische Untersuchng an.
Was denn noch. Verbrennen, kreuzigen? Und auch "wir sind Kirche" kritisiert, es ginge nur ums Ansehen. Man hat wirklich das Gefühl denen auch. Das globale Srukturproblem ist eien Behauptung. Zum Zwecke der Durchsetzung anderer Ziele?
Der Papst kann weder eigenmächtig das Zölibat von heute auf morgen abschaffen noch die christliche Lehre von Sexualität und Ehe ändern.
Und auch die säkulare Reformpädagogik wird ja hoffentlich nicht abgeschafft oder?
Ganz einfach: diese "päpstliche" Konfliktbewältigung ist UNERTRÄGLICH, die da heißt: Briefe, Schweigen, Überlegen...
something is coming! Ah ja, when?
Sondern Verurteilung der Verbrecher, der Vertuscher, Vereitler: Gefängnis.
Verführung Minderjähriger, Missbrauch von Schutzbefohlenen, Prügeln, Erniedrigen, Diskriminieren : schwere Straftaten.
Unterlassenen Hilfeleistung, Erpressung, Drohung: schwere Straftaten
Irreführen der Behörden: schwere Straftat.
Ganz einfach: diese "päpstliche" Konfliktbewältigung ist UNERTRÄGLICH, die da heißt: Briefe, Schweigen, Überlegen...
something is coming! Ah ja, when?
Sondern Verurteilung der Verbrecher, der Vertuscher, Vereitler: Gefängnis.
Verführung Minderjähriger, Missbrauch von Schutzbefohlenen, Prügeln, Erniedrigen, Diskriminieren : schwere Straftaten.
Unterlassenen Hilfeleistung, Erpressung, Drohung: schwere Straftaten
Irreführen der Behörden: schwere Straftat.
denn Benedikt XVI will 3.000 neue Stellen für Exorzisten einrichten: Dann wird (uns) ausgetrieben!
Zumindest formal sind Staat und Kirche getrennt oder kann sich eine Kirche wählen lassen? Die katholische Kirche ist auch keine Staatsform. Ich kann die Kirche kritisieren aber genauso andere Staaten.
Und noch schafft es die katholische Kirche auch hier nicht, dass jemand eingesperrt wird, nur weil er ein Buch schreibt. Und Kindesmißbrauch ist weder erlaubt noch Teil der Religion.
Wenn man meint, man könnte da was instrumentalisieren, ist man auf dem Holzwege.
sollten wirklich auf niemanden anderen mit dem Finger zeigen als auf sich selbst und in sich selbst erkennen, ob sie den Weg genommen haben oder nehmen, den Jesus vorlebte. Wenn sie dies tun, in Ordnung; dann strahlt das aber auch auf die Umgebung aus - und das reicht. Wenn sie es nicht tun (wie das Vertuschen der Mißbrauchsfälle zeigt), dann haben sie umzukehren und Buße zu leisten. Das scheint speziell für den Vatikan mit Benedikt XVI zu schwer zu sein.
Seit dem Verlust seiner weltlichen Macht, bleibt dem Papsttum eigentlich nur moralische Führung. Johannes Paul II. hat das noch gewusst, sein Nachfolger versagt im moralischen Bereich hingegen bei praktisch jedem Thema.
Zu seiner jüngsten Verfehlungen, gibt es ein nettes Brecht-Wort: "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." Dass Benedikt nicht weiß, was in seiner Kirche los ist, kann man kaum unterstellen. Bleibt nur die zweite Variante.
Wenn man den Brief des Papstes an die Katholische Kirche Irlands liest, kann man sich nur wünschen, er wäre nie geschrieben worden.
Ganz gewiss zeugt er von ehrlicher Betroffenheit und Erschütterung über das Geschehene und vermutlich auch über eigene Versäumnisse und Fehlentscheidungen.
Er ist aber auch ein erschütterndes Zeugnis dafür, dass an der Spitze der Katholischen Kirche ein alter Mann steht, der noch nicht einmal im 20. geschweige denn im 21. Jahrhundert angekommen ist. Benedikt XVI. tut das, was er immer tut: Er versucht eine Kirche zu konservieren, die in der Ära Pius XII. stecken geblieben ist. Und natürlich sieht er die Ursachen für den vieltausendfachen Missbrauch von Klerikern an Kindern und Jugendlichen in der moralischen Laxheit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Im Grunde drückt er damit etwas vornehmer aus, was Bischof Mixa in seiner ungehobelten Art vor einigen Wochen schon gesagt hat, wenn er die sexuelle Revolution der späten sechziger Jahre für den Missbrauch von Priestern verantwortlich machte.
Ganz gewiss trägt das päpstliche Schreiben nicht dazu bei, das Vertrauen in die Katholische Kirche wieder herzustellen. Fast muss man dankbar dafür sein, dass Benedikt XVI. sich nicht auch noch zu den Vorgängen in der Kirche Deutschlands geäussert hat.
Zu guterletzt sollte der Vatikan endlich einmal seine PR-Abteilung auf Vordermann bringen, damit päpstliche Dokumente auch in einer Sprache abgefasst werden, die nicht so penetrant nach Weihrauch riechen.
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