Missbrauch in katholischer Kirche Bischof prangert Vertuschung an
Ungewöhnlich deutlich hat der Missbrauchsbeauftragte Ackermann das Vorgehen seiner Kirche kritisiert: Falsche Rücksichtnahme habe eine frühere Aufklärung verhindert.
Der Sonderbeauftragte der katholischen Kirche für die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in Deutschland, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, hat schwere Versäumnisse der Kirche eingeräumt. "Da wo kein wirklicher Aufklärungswille vorhanden war und Täter einfach nur versetzt wurden, müssen wir in einer ganzen Reihe von Fällen gestehen, dass vertuscht worden ist", sagte er der Rhein-Zeitung. Die Schuldfrage sieht der Bischof dabei weniger bei der Kirche als Institution, sondern bei den Tätern und denjenigen, die als Vorgesetzte ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden seien.
Ackermann äußerte sich zuversichtlich, dass die Missbrauchsfälle nun zügig aufgearbeitet würden. "Wir werden in diesem Jahr unsere Leitlinien überarbeitet und die Entschädigung geklärt haben." Eine finanzielle Unterstützung der Opfer sei allerdings nur als ein Teil der Entschädigung. "Die Anerkennung des Unrechts muss diesen Menschen auch gerecht werden. Wir wollen uns nicht durch bestimmte Summen freikaufen", sagte der Geistliche.
Die Diskussion um eine Abschaffung des Zölibats im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen hält Ackermann für nicht förderlich. "Eine sexuelle Störung liegt früher fest. Sie wird nicht durch ein Versprechen ausgelöst, das ein erwachsener Mann ablegt", sagte er. Allerdings: Auch wenn er sich für die Beibehaltung des Zölibats ausspricht, sieht Ackermann der Zeitung zufolge in der Ehelosigkeit katholischer Priester keinen dogmatischen Glaubenssatz.
Ackermann verteidigte auch Papst Benedikt XVI. gegen die Kritik, dieser habe kein klares Wort zu den Missbrauchsfällen in Deutschland gefunden. "Man tut dem Papst Unrecht, wenn man den Eindruck erweckt, er wäre in dieser Frage nicht klar", sagte der Sonderbeauftragte für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. Der Papst habe nach dem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, diesen in dem eingeschlagenen Weg der Aufklärung bestärkt.
Nach Ansicht des Kommissariats der deutschen Bischöfe wird sich Papst Benedikt noch in dieser Woche an die Opfer des sexuellen Missbrauchs wenden. Prälat Karl Jüsten sagte im ARD-Morgenmagazin: "Es ist angekündigt, dass er sich in dieser Woche zu Irland äußern möchte, und es ist sicher nicht auszuschließen, dass er auch die Situation in Deutschland anspricht. Es ist ja sein Heimatland. Mit einer Stellungnahme ist sicher in dieser Woche zu rechnen", sagte Jüsten.
Inzwischen räumte der Vatikan aber ein, dass die Glaubwürdigkeit der Kirche gelitten habe. "Wie in alle Institutionen so ist das Vertrauen auch in die Kirche geringer geworden", sagte Tarcisio Bertone, der als Außenminister die Nummer zwei in der Hierarchie des Vatikans ist.
- Datum 17.03.2010 - 09:26 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
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Dass das Ganze, soweit möglich, aufgearbeitet werden muss, auch präventiv, ist hinlänglich bekannt.
Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein mit den Schlagzeilen.
Es ist ja nicht so, dass alle Kinder- und Jugendinstitutionen Deutschlands nichts anderes als permanenten Missbrauch im Sinn hätten.
Die "heilige" katholische Kirche, als Katholikin bin ich entsetzt aber nicht überrascht!
Es wäre gut zu wissen, wie viele Menschen mit "ausgefallenen" sexuellen Neigungen gerade das Zölibat anspricht!
Als "Mann Gottes" besitzt man sofort und ohne Vorleistung
das Vertrauen der Gemeinde, und nicht zuletzt der Kinder!
Diese Vertrauensposition für die Umsetzung perverser Phantasien umzusetzen ist ungleich verwerflicher als bei
anderen Tätern!!!
Natürlich müssen selbst verjährte Fälle geahndet werden, es geht nicht nur um Bestrafung für die Täter, sondern um Hilfe für die Opfer!
Die nicht anerkannten Opfer müssen noch nach Jahrzehnten damit fertig werden, was Ihnen angetan wurde!
Verjährung ist ein Witz, für mich ist der Mißbrauch von Kindern gleichzusetzen mit Mord, Mord an den Seelen der Kinder!
Liebes Pünktchen!
Damals gab es einen Kardinal Ratzinger, der absolut weisungsgebunden war!
Übrigens dürfen sie mir glauben , wenn ich ihnen sage ohne diesen Kardinal als Pabst würden alle Schandtaten vertuscht!
Wenn unser Pabst eines ist, dann ein geradlieniger Mensch,
der sich nicht verbiegt um Verbrecher zu schützen!
Allerdings sollte er sich überlegen den Zöllibat zu überdenken, und verschiedene Lebensmodelle für katholische Priester zuzulassen!
Die Zeit ist überreif dafür, - aber wenn ich genau darüber nachdenke ist er schon selbst darauf gekommen und benutzt die gegenwärtige Kriese um die Kirche zu reformieren!
Die "heilige" katholische Kirche, als Katholikin bin ich entsetzt aber nicht überrascht!
Es wäre gut zu wissen, wie viele Menschen mit "ausgefallenen" sexuellen Neigungen gerade das Zölibat anspricht!
Als "Mann Gottes" besitzt man sofort und ohne Vorleistung
das Vertrauen der Gemeinde, und nicht zuletzt der Kinder!
Diese Vertrauensposition für die Umsetzung perverser Phantasien umzusetzen ist ungleich verwerflicher als bei
anderen Tätern!!!
Natürlich müssen selbst verjährte Fälle geahndet werden, es geht nicht nur um Bestrafung für die Täter, sondern um Hilfe für die Opfer!
Die nicht anerkannten Opfer müssen noch nach Jahrzehnten damit fertig werden, was Ihnen angetan wurde!
Verjährung ist ein Witz, für mich ist der Mißbrauch von Kindern gleichzusetzen mit Mord, Mord an den Seelen der Kinder!
Liebes Pünktchen!
Damals gab es einen Kardinal Ratzinger, der absolut weisungsgebunden war!
Übrigens dürfen sie mir glauben , wenn ich ihnen sage ohne diesen Kardinal als Pabst würden alle Schandtaten vertuscht!
Wenn unser Pabst eines ist, dann ein geradlieniger Mensch,
der sich nicht verbiegt um Verbrecher zu schützen!
Allerdings sollte er sich überlegen den Zöllibat zu überdenken, und verschiedene Lebensmodelle für katholische Priester zuzulassen!
Die Zeit ist überreif dafür, - aber wenn ich genau darüber nachdenke ist er schon selbst darauf gekommen und benutzt die gegenwärtige Kriese um die Kirche zu reformieren!
"„De delictis gravioribus“ (Von den schwersten Verbrechen). Beide Geheimschreiben betonen die „ausschließliche Kompetenz des Vatikans“ in Pädophiliefällen. Gleichzeitig werden alle Bischöfe unter Strafe der Exkommunikation aufgefordert, alle Missbrauchsfälle ausschließlich und nur an den Vatikan zu melden, was zu einer totalen Justizbehinderung für die staatlichen Gerichte führt." (Focus) - Und wenn es nicht mehr gilt, so galt es doch! - Die Aufarbeitung ist gut, aber sie muß auch ehrlich sein.
Einfach mal googeln. Beide Dokumente sind im Internet frei zugänglich, so ein Geheimnis macht man daraus. Soviel zu Frau Heinemanns Umgang mit der Wahrheit. Bei der Kirche ist diesbezüglich ein höchst fälliges Umdenken zu erkennen (siehe Ackermann, der Nachfolger von Marx uaua), bei Frau Heinemann wartet man noch auf's Denken.
Einfach mal googeln. Beide Dokumente sind im Internet frei zugänglich, so ein Geheimnis macht man daraus. Soviel zu Frau Heinemanns Umgang mit der Wahrheit. Bei der Kirche ist diesbezüglich ein höchst fälliges Umdenken zu erkennen (siehe Ackermann, der Nachfolger von Marx uaua), bei Frau Heinemann wartet man noch auf's Denken.
Einfach mal googeln. Beide Dokumente sind im Internet frei zugänglich, so ein Geheimnis macht man daraus. Soviel zu Frau Heinemanns Umgang mit der Wahrheit. Bei der Kirche ist diesbezüglich ein höchst fälliges Umdenken zu erkennen (siehe Ackermann, der Nachfolger von Marx uaua), bei Frau Heinemann wartet man noch auf's Denken.
Und, um das sicherheitshalber noch nachzutragen:
- "De dilictis gravioribus" ist nicht irgendwo im Internet zugänglich, sondern auf der Offiziellen Vatikan-Homepage veröffentlicht, und zwar seit Jahren:
http://www.vatican.va/rom... delicta_lt.html
- Die alleinige Zuständigkeit der Kongregation für die Glaubenslehre betrifft ausschließlich das innerkirchliche, geistliche Strafverfahren (die Kongregation ist zuständig, nicht der Ortsbischof) und tangiert somit in keiner Weise irgendwelche irgendwo auf der Welt bestehende Kompetenzen staatlicher Strafverfolgungsbehörden, wobei diese sich allerdings für die meisten der 'delicta graviora', auf die sich das Dokument bezieht, nicht interessieren werden, weil sie für das weltliche Strafrecht gänzlich irrelevant sind. Es geht nämlich nicht nur und nicht einmal in erster Linie um sexuellen Missbrauch, sondern, wie im Vorgängerdokument, um Vergehen im Zusammenhang mit dem eucharistischen und dem Bußsakrament. DARAUS erklärt sich die Geheimhaltungsverpflichtung, weil in diesen Fällen direkt oder indirekt das Beichtgeheimnis berührt ist.
Das sind alles Dinge, die Frau Ranke-Heinemann, deren Focus-Beitrag (mindestens ebenso unsäglich wie das ZEIT-Interview) Pünktchen zitiert, (hoffentlich) weiß. Das hindert sie freilich nicht daran, weiter ihre Fiktionen zu verbreiten.
Sie eröffnen einen Nebenkriegsschauplatz als Ablenkung - schade. Ob dieser Brief nun geheim ist oder durch wen auch immer in die Öffentlichkeit kam, er ist!!! Also hatte der Vatikan Kenntnis von allen Vorfällen. - Und ob nun Joseph Ratzinger oder Benedikt XVI, es ist dieselbe Person, die seit Jahrzehnten um die Praxis weiß, ob sie heute umdenkt oder nicht, ändert doch nichts an der Vergangenheit und den katastrophalen Folgen für tausende von Opfern. - Aber Ihr Motto scheint mir: Wieder alles unter den Tisch (der Teppich reicht nicht mehr) kehren; wir (Täter/Mitwisser) denken doch schon um! -
dann finden Sie am 27.02.10 in der Süddeutschen einen Artikel von Hans Küng. "Päpstliche Geheimhaltung - Zu seiner Mitschuld hat sich bisher noch kaum ein Bischof bekannt. Aber er könnte darauf verweisen, er sei nur den Weisungen Roms gefolgt. Aus Gründen absoluter Geheimhaltung zog in der Tat die verschwiegene vatikanische Glaubenskongregation alle wichtigen Fälle von Sexualvergehen von Klerikern an sich und so kamen die Fälle in den Jahren 1981 bis 2005 auf den Tisch ihres Präfekten Kardinal Ratzinger. Dieser sandte noch am 18. Mai 2001 ein feierliches Schreiben über die schweren Vergehen ("Epistula de delictis gravioribus") an alle Bischöfe der Welt, in welchem die Missbrauchsfälle unter die "päpstliche Geheimhaltung" ("secretum Pontificium") gestellt wurden, deren Verletzung unter Kirchenstrafe steht." - Sollte man auch bei Herrn Küng in Ihrem Sinne "noch auf's Denken warten"??? - Sie sollten wohl selbst Scheuklappen ablegen. -
Und, um das sicherheitshalber noch nachzutragen:
- "De dilictis gravioribus" ist nicht irgendwo im Internet zugänglich, sondern auf der Offiziellen Vatikan-Homepage veröffentlicht, und zwar seit Jahren:
http://www.vatican.va/rom... delicta_lt.html
- Die alleinige Zuständigkeit der Kongregation für die Glaubenslehre betrifft ausschließlich das innerkirchliche, geistliche Strafverfahren (die Kongregation ist zuständig, nicht der Ortsbischof) und tangiert somit in keiner Weise irgendwelche irgendwo auf der Welt bestehende Kompetenzen staatlicher Strafverfolgungsbehörden, wobei diese sich allerdings für die meisten der 'delicta graviora', auf die sich das Dokument bezieht, nicht interessieren werden, weil sie für das weltliche Strafrecht gänzlich irrelevant sind. Es geht nämlich nicht nur und nicht einmal in erster Linie um sexuellen Missbrauch, sondern, wie im Vorgängerdokument, um Vergehen im Zusammenhang mit dem eucharistischen und dem Bußsakrament. DARAUS erklärt sich die Geheimhaltungsverpflichtung, weil in diesen Fällen direkt oder indirekt das Beichtgeheimnis berührt ist.
Das sind alles Dinge, die Frau Ranke-Heinemann, deren Focus-Beitrag (mindestens ebenso unsäglich wie das ZEIT-Interview) Pünktchen zitiert, (hoffentlich) weiß. Das hindert sie freilich nicht daran, weiter ihre Fiktionen zu verbreiten.
Sie eröffnen einen Nebenkriegsschauplatz als Ablenkung - schade. Ob dieser Brief nun geheim ist oder durch wen auch immer in die Öffentlichkeit kam, er ist!!! Also hatte der Vatikan Kenntnis von allen Vorfällen. - Und ob nun Joseph Ratzinger oder Benedikt XVI, es ist dieselbe Person, die seit Jahrzehnten um die Praxis weiß, ob sie heute umdenkt oder nicht, ändert doch nichts an der Vergangenheit und den katastrophalen Folgen für tausende von Opfern. - Aber Ihr Motto scheint mir: Wieder alles unter den Tisch (der Teppich reicht nicht mehr) kehren; wir (Täter/Mitwisser) denken doch schon um! -
dann finden Sie am 27.02.10 in der Süddeutschen einen Artikel von Hans Küng. "Päpstliche Geheimhaltung - Zu seiner Mitschuld hat sich bisher noch kaum ein Bischof bekannt. Aber er könnte darauf verweisen, er sei nur den Weisungen Roms gefolgt. Aus Gründen absoluter Geheimhaltung zog in der Tat die verschwiegene vatikanische Glaubenskongregation alle wichtigen Fälle von Sexualvergehen von Klerikern an sich und so kamen die Fälle in den Jahren 1981 bis 2005 auf den Tisch ihres Präfekten Kardinal Ratzinger. Dieser sandte noch am 18. Mai 2001 ein feierliches Schreiben über die schweren Vergehen ("Epistula de delictis gravioribus") an alle Bischöfe der Welt, in welchem die Missbrauchsfälle unter die "päpstliche Geheimhaltung" ("secretum Pontificium") gestellt wurden, deren Verletzung unter Kirchenstrafe steht." - Sollte man auch bei Herrn Küng in Ihrem Sinne "noch auf's Denken warten"??? - Sie sollten wohl selbst Scheuklappen ablegen. -
Und, um das sicherheitshalber noch nachzutragen:
- "De dilictis gravioribus" ist nicht irgendwo im Internet zugänglich, sondern auf der Offiziellen Vatikan-Homepage veröffentlicht, und zwar seit Jahren:
http://www.vatican.va/rom... delicta_lt.html
- Die alleinige Zuständigkeit der Kongregation für die Glaubenslehre betrifft ausschließlich das innerkirchliche, geistliche Strafverfahren (die Kongregation ist zuständig, nicht der Ortsbischof) und tangiert somit in keiner Weise irgendwelche irgendwo auf der Welt bestehende Kompetenzen staatlicher Strafverfolgungsbehörden, wobei diese sich allerdings für die meisten der 'delicta graviora', auf die sich das Dokument bezieht, nicht interessieren werden, weil sie für das weltliche Strafrecht gänzlich irrelevant sind. Es geht nämlich nicht nur und nicht einmal in erster Linie um sexuellen Missbrauch, sondern, wie im Vorgängerdokument, um Vergehen im Zusammenhang mit dem eucharistischen und dem Bußsakrament. DARAUS erklärt sich die Geheimhaltungsverpflichtung, weil in diesen Fällen direkt oder indirekt das Beichtgeheimnis berührt ist.
Das sind alles Dinge, die Frau Ranke-Heinemann, deren Focus-Beitrag (mindestens ebenso unsäglich wie das ZEIT-Interview) Pünktchen zitiert, (hoffentlich) weiß. Das hindert sie freilich nicht daran, weiter ihre Fiktionen zu verbreiten.
Hat sich schon mal jemand über das Wort Missbrauchsbeauftragter Gedanken gemacht?
Müsste es nicht Missbrauchs-Aufklärungs-Beauftragter heißen? Schließlich beauftragt man den Mann ja nicht mit dem Missbrauch, sondern mit der Aufklärung solcher Fälle!
Und fragt sich, wie ein Bischof dazu Zeit haben soll? Das wäre ein Fulltime-Job.
Und fragt sich, wie ein Bischof dazu Zeit haben soll? Das wäre ein Fulltime-Job.
Sie eröffnen einen Nebenkriegsschauplatz als Ablenkung - schade. Ob dieser Brief nun geheim ist oder durch wen auch immer in die Öffentlichkeit kam, er ist!!! Also hatte der Vatikan Kenntnis von allen Vorfällen. - Und ob nun Joseph Ratzinger oder Benedikt XVI, es ist dieselbe Person, die seit Jahrzehnten um die Praxis weiß, ob sie heute umdenkt oder nicht, ändert doch nichts an der Vergangenheit und den katastrophalen Folgen für tausende von Opfern. - Aber Ihr Motto scheint mir: Wieder alles unter den Tisch (der Teppich reicht nicht mehr) kehren; wir (Täter/Mitwisser) denken doch schon um! -
aber man sollte sich, wenn man Sachaussagen tätigt, doch an die Wahrheit halten. (Das gilt nicht Ihnen, sondern Frau Ranke-heinemann!)
Sie hätten mit Ihrem Einwand gegen Outis Recht, wenn auch nur im kleinsten Teil der Fälle, die jetzt bekannt werden, das innerkirchliche Verfahren eingeleitet worden wäre. Da es sich aber zu einem erheblichen Teil um Geschehnisse handelt, die teilweise Jahrzehnte zurückliegen (und deshalb nun mühsam rekonstruiert werden müssen), ist es eben nicht so, dass jeder Fall schon einmal bei irgendeinem Kurienbeamten auf dem Tisch gelegen hätte. Sicher auch deshalb, weil es vor Ort die Tendenz zur Vertuschung gegeben hat. Das bestreitet ja niemand.
Aber noch mal: Sie haben gefragt, ob das angebliche "Geheimschreiben" noch gelte, und haben die gewünschte Antwort erhalten:
- Es gilt noch,
- ist aber keineswegs geheim
- und hat einen ganz anderen Sachverhalt zum Gegenstand, als Sie - aufgrund der behauptungen von Frau Ranke-Heinemann - unterstellen mussten.
Das darf uns sollte man klarstellen. Dann kann man sich wieder dem eigentlichen Problem zuwenden.
Der Brief kam nicht irgendwie an die Öffentlichkeit, er wurde auf der Homepage des Vatikan für jeden zugänglich veröffentlicht. Ich würde gerne einen Diskurs über die massenhafte Viktimisierung von Kindern durch sexuelle Gewalt in diesem Land führen. Ich muss aber einen führen mit Leuten, die ja schon immer wussten, wie es in unseren Sakristeien zugeht, und Frauenhass, Sexualmoral, Inquisition etc. führen, mit Leuten, die veröffentlichte schreiben als geheim ausgeben, um damit ihre verzerrte Sicht der Kirche zu transportieren.
Und sagen Sie mir nicht, das sei DIE Schlacht dieses Krieges. Wir sprechen über 15 000 Fälle im Jahr, und das sind nur die angezeigten, begangen zu 99,99% von nicht zölibatär lebenden Männern, vertuscht von Verwandten und Angehörigen.
Keiner, der hier vom Zölibat redet oder von der "kriminellen Vereinigung Kirche" verschwendet doch nur einen Gedanken an das Leid der Opfer, wenn er die Kirche genussvoll attakieren kann.
Glauben Sie mir, ich trage keine Scheuklappen: ich kann Ihnen aus jüngster Erfahrung berichten, wie fassungslos man verbleiben kann, wenn man sich mal in der eigenen Verwandtschaft gezielt umhört. Und das waren keine fernen Bischöfe, das waren Angehörige und Verwandte, die um des lieben Schein willens vertuschten und schwiegen. Das ist der Diskurs den wir brauchen.
aber man sollte sich, wenn man Sachaussagen tätigt, doch an die Wahrheit halten. (Das gilt nicht Ihnen, sondern Frau Ranke-heinemann!)
Sie hätten mit Ihrem Einwand gegen Outis Recht, wenn auch nur im kleinsten Teil der Fälle, die jetzt bekannt werden, das innerkirchliche Verfahren eingeleitet worden wäre. Da es sich aber zu einem erheblichen Teil um Geschehnisse handelt, die teilweise Jahrzehnte zurückliegen (und deshalb nun mühsam rekonstruiert werden müssen), ist es eben nicht so, dass jeder Fall schon einmal bei irgendeinem Kurienbeamten auf dem Tisch gelegen hätte. Sicher auch deshalb, weil es vor Ort die Tendenz zur Vertuschung gegeben hat. Das bestreitet ja niemand.
Aber noch mal: Sie haben gefragt, ob das angebliche "Geheimschreiben" noch gelte, und haben die gewünschte Antwort erhalten:
- Es gilt noch,
- ist aber keineswegs geheim
- und hat einen ganz anderen Sachverhalt zum Gegenstand, als Sie - aufgrund der behauptungen von Frau Ranke-Heinemann - unterstellen mussten.
Das darf uns sollte man klarstellen. Dann kann man sich wieder dem eigentlichen Problem zuwenden.
Der Brief kam nicht irgendwie an die Öffentlichkeit, er wurde auf der Homepage des Vatikan für jeden zugänglich veröffentlicht. Ich würde gerne einen Diskurs über die massenhafte Viktimisierung von Kindern durch sexuelle Gewalt in diesem Land führen. Ich muss aber einen führen mit Leuten, die ja schon immer wussten, wie es in unseren Sakristeien zugeht, und Frauenhass, Sexualmoral, Inquisition etc. führen, mit Leuten, die veröffentlichte schreiben als geheim ausgeben, um damit ihre verzerrte Sicht der Kirche zu transportieren.
Und sagen Sie mir nicht, das sei DIE Schlacht dieses Krieges. Wir sprechen über 15 000 Fälle im Jahr, und das sind nur die angezeigten, begangen zu 99,99% von nicht zölibatär lebenden Männern, vertuscht von Verwandten und Angehörigen.
Keiner, der hier vom Zölibat redet oder von der "kriminellen Vereinigung Kirche" verschwendet doch nur einen Gedanken an das Leid der Opfer, wenn er die Kirche genussvoll attakieren kann.
Glauben Sie mir, ich trage keine Scheuklappen: ich kann Ihnen aus jüngster Erfahrung berichten, wie fassungslos man verbleiben kann, wenn man sich mal in der eigenen Verwandtschaft gezielt umhört. Und das waren keine fernen Bischöfe, das waren Angehörige und Verwandte, die um des lieben Schein willens vertuschten und schwiegen. Das ist der Diskurs den wir brauchen.
Kennen die Schriftgelehrten der beiden Amtskirchen die Worte Gottes, die Bibel, nicht mehr ?
Dies ist mehr als traurig und zeigt deren "unchristlichen Glauben".
Paulus schrieb im 1. Korintherbrief 5,9-13:
Ich habe euch in dem Brief geschrieben, dass ihr nichts zu schaffen haben sollt mit den Unzüchtigen. Damit meine ich nicht allgemein die Unzüchtigen in dieser Welt oder die Geizigen oder Räuber oder Götzendiener; sonst müsstet ihr ja die Welt räumen. Vielmehr habe ich euch geschrieben:
Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen lässt und ist ein "Unzüchtiger" oder ein Geiziger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein "Trunkenbold" oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen.
Denn was gehen mich die draußen an, dass ich sie richten sollte?
Habt ihr nicht die zu richten, die drinnen sind?
Gott aber wird die draußen sind richten.
"Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!"
2. Petrus 2, 1-3:
Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben. Und viele werden ihnen folgen in ihren Ausschweifungen; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen. Das Gericht über sie bereitet sich seit langem vor, und ihr Verderben schläft nicht.
(Lutherübersetz.)
dann finden Sie am 27.02.10 in der Süddeutschen einen Artikel von Hans Küng. "Päpstliche Geheimhaltung - Zu seiner Mitschuld hat sich bisher noch kaum ein Bischof bekannt. Aber er könnte darauf verweisen, er sei nur den Weisungen Roms gefolgt. Aus Gründen absoluter Geheimhaltung zog in der Tat die verschwiegene vatikanische Glaubenskongregation alle wichtigen Fälle von Sexualvergehen von Klerikern an sich und so kamen die Fälle in den Jahren 1981 bis 2005 auf den Tisch ihres Präfekten Kardinal Ratzinger. Dieser sandte noch am 18. Mai 2001 ein feierliches Schreiben über die schweren Vergehen ("Epistula de delictis gravioribus") an alle Bischöfe der Welt, in welchem die Missbrauchsfälle unter die "päpstliche Geheimhaltung" ("secretum Pontificium") gestellt wurden, deren Verletzung unter Kirchenstrafe steht." - Sollte man auch bei Herrn Küng in Ihrem Sinne "noch auf's Denken warten"??? - Sie sollten wohl selbst Scheuklappen ablegen. -
wenn wir uns den Text selbst ansehen (vgl. den von mir geposteten Link), ergänzt vielleicht um das Interview, das der primär zuständige Beamte unlängst gegeben hat:
http://www.oecumene.radio...
Wir können uns dann, ohne jedes Autoritätsargument (Küng, Ranke-Heinemann ...) selbst ein Bild zu machen versuchen.
Wie Sie sagen: Google hilft.
wenn wir uns den Text selbst ansehen (vgl. den von mir geposteten Link), ergänzt vielleicht um das Interview, das der primär zuständige Beamte unlängst gegeben hat:
http://www.oecumene.radio...
Wir können uns dann, ohne jedes Autoritätsargument (Küng, Ranke-Heinemann ...) selbst ein Bild zu machen versuchen.
Wie Sie sagen: Google hilft.
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