Merkel für Runden Tisch
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich indirekt für dieses Instrument ausgesprochen. «Ich unterstütze sehr, dass sich die katholische Kirche intensiv und deutlich mit dem Thema beschäftigt», sagte sie der Stuttgarter Regionalzeitung Sonntag aktuell. «Auch in allen anderen Fällen, egal in welcher Schulform, ob privat oder öffentlich, gilt: Aufklärung des Geschehenen ist unverzichtbar, und zugleich müssen wir die Prävention weiter entwickeln.» Dies sei im Kern das Anliegen der Bundesregierung und der Initiativen von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, Familienministerin Schröder und Bildungsministerin Schavan.
Leutheusser-Schnarrenberger hatte Ende Februar für einen solchen Runden Tisch plädiert und damit Erzbischof Robert Zollitsch brüskiert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz lehnte eine Debatte allein für die katholische Kirche ab. Er signalisierte jedoch Bereitschaft, wenn sich alle gesellschaftlich relevanten Gruppen an der Diskussion beteiligten. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Bundesbildungsministerin Annette Schavan laden nun ab dem 23. April zu einem eigenen Runden Tisch ein. Sein Schwerpunkt soll der Missbrauch an Schulen sein, die Deutsche Bischofskonferenz wäre dabei nur einer von vielen Teilnehmern. Leutheusser-Schnarrenberger ist ebenfalls dazu eingeladen.
Merkel begrüßte die Einsetzung des Trierer Bischofs Stephan Ackermann als Sonderbeauftragter der Bischofskonferenz für die Aufklärung. «Damit haben die Opfer einen Ansprechpartner. Auch wenn ein großer Teil der Fälle, die jetzt bekannt werden, lange zurückliegt, haben die Opfer ein Recht auf Wahrheit und Klarheit.»
Das rheinland-pfälzische Justizministerium prüft gerade Möglichkeiten, das Recht auf Entschädigung für Missbrauchsopfer zu verlängern. Denkbar seien 10 bis 15 Jahre nach dem 21. Geburtstag des Opfers, sagte Minister Heinz Georg Bamberger (SPD). Die derzeitige zivilrechtliche Verjährungsfrist von drei Jahren sei "zu kurz". Viele fänden erst den Mut, wenn bereits andere Opfer diesen Schritt gewagt haben. Bamberger hielt sich "den Weg für eine Bundesratsinitiative offen".
Merkel äußerte sich dazu zurückhaltend. «Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Überprüfung der zivil- und strafrechtlichen Verjährungsfrist. Sie muss sich natürlich einpassen in die Struktur unserer Rechtsordnung.»
- Datum 13.03.2010 - 19:40 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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....wollen nur ablenken von den 1.300 Fällen jährlicher Kindesmisshandlung in unserer Gesellschaft, die wir bekanntermaßen haben und gegen die wir zu wenig taten. Das bedeutet nicht, dass wir das kleinere Teilproblem in RKK Institutionen nicht auch untersuchen sollten. Aber ablenken vom eigenen Versagen sollten wir den Politikern auch nicht erlauben.
Sie schreiben: "Aber ablenken vom eigenen Versagen sollten wir den Politikern auch nicht erlauben."
... und an diesem unverschämt langen und kalten Winter sind sie auch schuld. Lasst's ihnen nicht durchgehen, auf keinen Fall.
... das kleinere Teilproblem der RKK Institutionen????? RKK und den sexuellen Mißbrauch in diesen Institutionen gibt es weltweit.
Das sind Sie und damit machen Sie die hoffnungsvolle Aufklärungsarbeit und das ernsthafte Bemühen vieler Katholiken unglaubwürdig.
Sie schreiben: "Aber ablenken vom eigenen Versagen sollten wir den Politikern auch nicht erlauben."
... und an diesem unverschämt langen und kalten Winter sind sie auch schuld. Lasst's ihnen nicht durchgehen, auf keinen Fall.
... das kleinere Teilproblem der RKK Institutionen????? RKK und den sexuellen Mißbrauch in diesen Institutionen gibt es weltweit.
Das sind Sie und damit machen Sie die hoffnungsvolle Aufklärungsarbeit und das ernsthafte Bemühen vieler Katholiken unglaubwürdig.
zu 1) Man bekommt den Eindruck, dass ein Großteil der Fälle sich in Einrichtungen der Katholischen Kirche ereignet. Da kann von Ablenkung keine Rede sein. Es wird Zeit, dass wir ein laizistischer Staat werden.
..." Man bekommt den Eindruck, dass ein Großteil der Fälle sich in Einrichtungen der Katholischen Kirche ereigne"?
Es wird von ein paar Hundert Fällen über 40 Jahren berichtet bei der RKK. In D gibt es jährlich mehr als 1.300 bekannter Fälle.
..." Man bekommt den Eindruck, dass ein Großteil der Fälle sich in Einrichtungen der Katholischen Kirche ereigne"?
Es wird von ein paar Hundert Fällen über 40 Jahren berichtet bei der RKK. In D gibt es jährlich mehr als 1.300 bekannter Fälle.
..." Man bekommt den Eindruck, dass ein Großteil der Fälle sich in Einrichtungen der Katholischen Kirche ereigne"?
Es wird von ein paar Hundert Fällen über 40 Jahren berichtet bei der RKK. In D gibt es jährlich mehr als 1.300 bekannter Fälle.
Warum bebildern Sie einen Artikel zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche mit einem Bild vom Berliner Dom (evangelisch)?
Weil das die anderen Medien auch so machen? Weil Getty Images das Bild für kurze Zeit falsch betitelt hat?
....Man würde von einer seriösen Zeitung erwarten, dass sie die Zahlen aufarbeitet um ein Referenzsystem den Lesern zu bieten. So könnten die Leser die Fragestellung besser bewerten. Ob die Leser das allerdings wirklich wollen, würde ich nicht glauben, nachdem ich die Foreneinträge gelesen habe.
....Man würde von einer seriösen Zeitung erwarten, dass sie die Zahlen aufarbeitet um ein Referenzsystem den Lesern zu bieten. So könnten die Leser die Fragestellung besser bewerten. Ob die Leser das allerdings wirklich wollen, würde ich nicht glauben, nachdem ich die Foreneinträge gelesen habe.
Hat es eigentlich irgendeine tiefere Bewandtnis, daß Sie einen Artikel über die katholische Kirche ausgerechnet mit einem Photo der evangelischen Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin illustrieren?
Bitte verzeihen Sie den Fehler, wir tauschen das Bild des (evangelischen) Doms sofort aus.
Beste Grüße
Kai Biermann
Bitte verzeihen Sie den Fehler, wir tauschen das Bild des (evangelischen) Doms sofort aus.
Beste Grüße
Kai Biermann
Also mich nerven diese Übergriffe der Politik auf die Kirchen. Ich denke man muss in diesem Zusammenhang mal klarstellen, dass Politiker nichts mit der Aufklärung von Straftaten zu tun haben. Das ist Sache der Exekutive. Die Kommentare von Politikern aus der Führungsspitze der Grünen erscheinen als eine sehr üble Art von Selbstdarstellung. Die Grünen scheinen nichts besseres zu bieten zu haben als sich auf Kosten der katholischen Kirche zu profilieren. Das macht sie bei mir nicht sympathischer. Sie sollten Oppositionsarbeit leisten. Dafür sind sie da.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Bundesregierung, vertreten durch die Bundeskanzlerin und die Bundesjustizministerin die Exekutive sind.
Für Strafverfolgung ist primär die Polizei zuständig. Runde Tische sind dafür keine geeignete Einrichtung. Sie dienen im konkreten Fall lediglich der Selbstdarstellung der beteiligten Politiker, die von ihrer eigenen Unfähigkeit ablenken wollen, indem sie jemand anderen demütigen.
Die Verjährung hat in Strafsachen einen guten Sinn. Es ist extrem schwierig, nach Jahrzehnten Vorwürfe so zu belegen, daß einem konkreten Täter eine konkrete Tat nachgewiesen werden kann. Man kann ja aber an die Beweisführung nicht geringere Anforderungen stellen, weil die behauptete Tat angeblich schon Jahrzehnte zurückliegen soll! Die Verjährung beginnt außerdem bei Mißbrauch von Kindern erst mit ihrer Volljährigkeit. Von einer Justizministerin erwarte ich, daß sie in der Öffentlichkeit unzweideutig erklärt, warum Verjährung sinnvoll ist; bzw. falls sie anderer Meinung sein sollte, daß sie einen Voschlag zur Änderung macht. Stattdessen lädt Frau Doppelname zum "Runden Tisch".
Die gegenwärtige Hysterie, in de der katholischen Kirche alles Schlechte auf der Welt unterstellt wird, ermutigt Menschen, die im Alter mit ihrem Leben unzufrieden sind, sich einzubilden, alles wäre prima gewesen, wenn nicht der böse Pfarrer... oder der Lehrer... oder wenn nicht die eine Ohrfeige... Und gegen die Aussagen, Betreffende hätten sich erst im Rahmen einer langdauernden Psychotherapie auch nur erinnern können, kann man (gerade vom liberalen Rechtsstandpunkt aus) nicht mißtrauisch genug sein.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Bundesregierung, vertreten durch die Bundeskanzlerin und die Bundesjustizministerin die Exekutive sind.
Für Strafverfolgung ist primär die Polizei zuständig. Runde Tische sind dafür keine geeignete Einrichtung. Sie dienen im konkreten Fall lediglich der Selbstdarstellung der beteiligten Politiker, die von ihrer eigenen Unfähigkeit ablenken wollen, indem sie jemand anderen demütigen.
Die Verjährung hat in Strafsachen einen guten Sinn. Es ist extrem schwierig, nach Jahrzehnten Vorwürfe so zu belegen, daß einem konkreten Täter eine konkrete Tat nachgewiesen werden kann. Man kann ja aber an die Beweisführung nicht geringere Anforderungen stellen, weil die behauptete Tat angeblich schon Jahrzehnte zurückliegen soll! Die Verjährung beginnt außerdem bei Mißbrauch von Kindern erst mit ihrer Volljährigkeit. Von einer Justizministerin erwarte ich, daß sie in der Öffentlichkeit unzweideutig erklärt, warum Verjährung sinnvoll ist; bzw. falls sie anderer Meinung sein sollte, daß sie einen Voschlag zur Änderung macht. Stattdessen lädt Frau Doppelname zum "Runden Tisch".
Die gegenwärtige Hysterie, in de der katholischen Kirche alles Schlechte auf der Welt unterstellt wird, ermutigt Menschen, die im Alter mit ihrem Leben unzufrieden sind, sich einzubilden, alles wäre prima gewesen, wenn nicht der böse Pfarrer... oder der Lehrer... oder wenn nicht die eine Ohrfeige... Und gegen die Aussagen, Betreffende hätten sich erst im Rahmen einer langdauernden Psychotherapie auch nur erinnern können, kann man (gerade vom liberalen Rechtsstandpunkt aus) nicht mißtrauisch genug sein.
Bitte verzeihen Sie den Fehler, wir tauschen das Bild des (evangelischen) Doms sofort aus.
Beste Grüße
Kai Biermann
Man muss auch sagen, dass die Forderung nach vollständiger Einsicht staatlicher Behörden in die Missbrauchsfälle einen falschen Eindruck erweckt. Es entsteht der Eindruck, dass staatliche Ermittlungen die Wahrheit ans Tageslicht fördern und zu einer umfassenden Aufklärung führen. Das ist leider nicht immer der Fall. Vielmehr gibt es auch hier vieles, was im Sumpf von Behörden und Ermittlungen falsch läuft. Die Falschen werden verurteilt und die wahren Täter laufen frei herum. Wie oft passiert das? Wie oft wird der Schutz von mutmaßlichen Tätern missachtet und es findet sich das Bild lange vor der Urteilsverkündung in der Bildzeitung oder anderen Blättern veröffentlicht? Damit werden Menschen vorverurteilt und der Schutz vor falscher Verleumdung missachtet. Es gilt doch immer noch der Grundsatz, dass niemand verurteilt werden sollte ohne Urteil. Zu einem solchen kritischeren Verständnis von Staat möchte ich beitragen. Deshalb habe ich Zweifel an der Arbeit staatlicher Behörden und kann es gut verstehen, dass zunächst intern ermittelt wird, ob es auch wirklich glaubhafte Verdachtsmomente gibt. Wenn es die nicht gibt, dann sollte auch keine Pflicht zu einer Anzeige bestehen, wenn aber doch, dann ist es ebenso Pflicht anzuzeigen und die Straftat zu verfolgen. Nur gerecht und fair sollte es dabei zugehen.
sie werden ja auch nur von Menschen repräsentiert, die im Gegensatz zu den kirchlichen Behörden ja nicht einmal mit Gottes Segen eingesetzt wurden.
Aber dennoch traue ich ihnen mehr, als dem innerkirchlichen Behördenapparat.
sie werden ja auch nur von Menschen repräsentiert, die im Gegensatz zu den kirchlichen Behörden ja nicht einmal mit Gottes Segen eingesetzt wurden.
Aber dennoch traue ich ihnen mehr, als dem innerkirchlichen Behördenapparat.
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