Vatikan sieht Kampagne gegen den Papst
Der Papst steht im Missbrauchsskandal inzwischen allerdings selbst im Fokus: Am Freitag wurde bekannt, dass während der Amtszeit Joseph Ratzingers als Erzbischof von München und Freising ein vorbelasteter Priester in der Gemeindearbeit des Bistums eingesetzt wurde. Dieser verging sich später erneut an Jugendlichen und wurde dafür verurteilt. Der zuständige Ordinariatsrat, in dem Ratzinger damals Mitglied war, hatte dem Umzug des Geistlichen nach München zugestimmt. Der frühere Generalvikar Gerhard Gruber der Diözese sprach von einem "schweren Fehler" und übernahm die volle Verantwortung.
Der Vatikan deutete die Verlautbarungen der letzten Tage als direkte Angriffe auf den Papst. "In den letzten Tagen gab es einige, die mit einer gewissen Verbissenheit in Regensburg und in München nach Elementen gesucht haben, um den Heiligen Vater persönlich in die Missbrauchs-Fragen mit hineinzuziehen", sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi in Rom. Für jeden objektiven Beobachter sei aber klar, "dass diese Versuche gescheitert sind". In dem jüngsten Münchner Fall sei deutlich, dass Joseph Ratzinger mit Entscheidungen nichts zu tun gehabt habe, "nach denen es später dann zu den Missbräuchen kommen konnte", sagte der Papst-Sprecher.
Der ZdK-Präsident Glück riet der Kirche zu einer vorbehaltlosen Aufklärung der Missbrauchsfälle. Dies sei wichtig, "um Vertrauen zurückzugewinnen". Für die Zukunft mahnte er im Fall eines begründeten Verdachts die sofortige Zusammenarbeit mit dem Staat sowie ein einheitliches Vorgehen an. Zudem sollten Anlaufstellen für Missbrauchsopfer außerhalb kirchlicher Abhängigkeit stehen.
- Datum 14.03.2010 - 08:39 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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....."Neue Vorwürfe belasten die Deutschen
Bei den Bundesrepublikanischen Deutschen hat es offenbar noch im letzten Jahr über 1.300 Fälle von Gewalt gegen Kinder gegeben."
statt der selektiv berichtenden und offenbar Eigeninteresse getriebenen Heuchelei, die hinter dieser Überschrift steht:
"Neue Vorwürfe belasten die Domspatzen
Bei den Regensburger Domspatzen hat es offenbar noch in den neunziger Jahren sexuelle Gewalt gegeben."
Sie schreiben nun schon des öfteren von den jährlichen 1.300 Fällen von Gewalt gegen Kinder, benennen aber nie die Quelle. Warum nicht? - Und warum relativieren Sie die Fälle sexuellen Mißbrauchs von Kindern weltweit in der kath. Kirche, einer Organisation, die sich Moral, Ethik und den Absolutheitsanspruch in diesen Dingen auf die Fahnen geschrieben hat - und sie offenlichtlich nicht einhält resp. die Täter seit Jahrzehnten beschützt, jedoch die Opfer vergißt?
Sie schreiben nun schon des öfteren von den jährlichen 1.300 Fällen von Gewalt gegen Kinder, benennen aber nie die Quelle. Warum nicht? - Und warum relativieren Sie die Fälle sexuellen Mißbrauchs von Kindern weltweit in der kath. Kirche, einer Organisation, die sich Moral, Ethik und den Absolutheitsanspruch in diesen Dingen auf die Fahnen geschrieben hat - und sie offenlichtlich nicht einhält resp. die Täter seit Jahrzehnten beschützt, jedoch die Opfer vergißt?
Ja ja, so langsam nähern wir uns mit den Missbrauchsfällen endlich der Gegenwart. Es ist peinlich, wie bisher so getan wird, als gäbe es diese Mißbrauchsfälle schon längst nicht mehr - ich denke im Gegenteil wird heute mindestens genauso viel mißbraucht wie früher.
Und es ist grauenhaft, wie die katholische Kirche ihr Lügengebilde immer weiter aufrecht erhalten will. Dieser Laden ist einfach unfähig, einmal aufzuräumen. Das ist ja auch klar, weil dies zum Zusammenbruch führen würde. Ein System aus Verleugnen und Verheimlichen darf sich eben nicht zur Offenheit und Ehrlichkeit hinwenden - dann wären 2000 Jahre - endlich - am Ende.
....wie verquer die Denkweise ist, die sagen kann: "Und es ist grauenhaft, wie die katholische Kirche ihr Lügengebilde immer weiter aufrecht erhalten will". Das selektiert eine Gruppe und tut so, als hätte es im letzten Jahr nicht über 1.300 Fälle von Kindesmissbrauch gegeben, die in ihrer überwiegenden Mehrzahl eben nicht in Institutionen der RKK stattfanden.
Es wäre kein Problem, dass da jemand dumm denkt. Das Problem ist, dass solches Denken und solche Berichterstattung in eine falsche Richtung deuten und daher keine wirksamen Mittel suchen, um die Kinder in diesem und dem nächsten Jahr zu schützen. Man opfert so zu sagen die Kinder seiner eigenen Denkfaulheit oder schlimmer der eigenen Ideologie.
....wie verquer die Denkweise ist, die sagen kann: "Und es ist grauenhaft, wie die katholische Kirche ihr Lügengebilde immer weiter aufrecht erhalten will". Das selektiert eine Gruppe und tut so, als hätte es im letzten Jahr nicht über 1.300 Fälle von Kindesmissbrauch gegeben, die in ihrer überwiegenden Mehrzahl eben nicht in Institutionen der RKK stattfanden.
Es wäre kein Problem, dass da jemand dumm denkt. Das Problem ist, dass solches Denken und solche Berichterstattung in eine falsche Richtung deuten und daher keine wirksamen Mittel suchen, um die Kinder in diesem und dem nächsten Jahr zu schützen. Man opfert so zu sagen die Kinder seiner eigenen Denkfaulheit oder schlimmer der eigenen Ideologie.
Die Eckpfeiler jeder „Gesellschaftsdiktatur“.
Egal ob katholisch, evangelisch, freiheitlich-marktwirtschaftlich, moslemisch, faschistisch, stalinistisch oder – um auch modern zu sein – kannibalkapitalistisch.
Zuhälter, die in diesen „Gesellschaftsdiktaturen“ stets auftauchen, sind immer auch mit von der Partie. Ihre Arten sind sehr verschieden. Wir sind vor geraumer Zeit in Belgien mit der Figur Dutroux als realem Phänomen konfrontiert worden. Wir bekamen mit dem letzten Film von Stanley Kubrick „eyes wide shut“ und Ingmar Bergman’s „Schlangenei“ cineastisch um unsere Ohren gehauen bekommen, welche Perversionen in den „Elitekreisen“ Wirklichkeit sind oder werden.
Der Ausbruch sexuellen Missbrauchs von „Amtsträgern“ steht in direktem Zusammenhang mit dem Phänomen Dutroux, das wiederum auf die vortrefflichst im Verborgenen ablaufenden Lustbarkeiten der existierenden „Eliten“ hinweist, die Kubrick in seinem letzten Film beschrieben hat.
Der Umstand, dass die Repression, die Gewalt und die Angst in schon fast tragischer Weise direkt mit der Aktivierung sexueller Lüste verknüpft werden können / verknüpft sind, sollte
endlich auch in der breiten Öffentlichkeit diskutiert und gewürdigt werden. Wie sonst, wenn nicht durch das Wissen um die Techniken des Missbrauchs und hier speziell des Machtmiss- brauchs zum Zwecke der sexuellen Lustbefriedigung, wollen wir eigentlich diese Kriminalität bekämpfen?
Der Versuch, dem Phänomen durch Verdrängung, Vertuschung und Verleugnung zu begegnen ist nachweislich gescheitert. Wir sollten nun wirklich zur Anamnese des heutigen pathologischen Sexualismus kommen, damit wir begreifen, dass wir es hier u.a. auch mit einem Instrument zur finanziellen Ausplünderung der Bevölkerung durch die existierende Besitzstandelite in Deutschland zu tun haben. Die geistig-ethisch Verelendung unserer Kinder durch den etablierten Konsumfaschismus, die immer sexualisierteren Fernseh- und Computerunterhaltungen mit ihrer Beimengung des Infotainments und die bis in die Hybris gesteigerte Einübung des Narzissmus als Normverhalten weisen auf die Kernursachen dieser heutigen „Kannibalkapitalismusdiktatur“ hin.
Wir sollen uns das auch nicht von Schröder, Henkel, Westerwelle, Merkel, Clement, Steinbrück, Rössler & Co ausreden lassen, sondern uns damit beschäftigen, um unser eigenes Urteil fällen zu können und um uns zu entscheiden, auf welcher Seite wir stehen wollen.
Inzwischen ist klar geworden, dass die nun wie eine Lawine an die Öffentlichkeit gespülten Aufdeckungen ein generelles Problem in dieser Kirche offenbaren, unter dem die Opfer unsägliche Leiden über sich haben ergehen lassen müssen. Gleichzeitig leiden auch die vielen aufrechten Gläubigen und Priester, die sich jetzt auch von übereifrigen Proleten mit an den Pranger gestellt sehen können.
Wer das Geschehen und die Leiden von Opfern und unschuldig Betroffenen ernst nimmt, wird sich kaum jetzt als scharfer Ankläger zu gefallen suchen, sondern auf der Suche nach Wiedergutmachung und Lösungen sein.
Der momentane Aufruhr bietet auch die Gelegenheit, sich der wirklichen Fundamente des Glaubens bewusst zu werden und mit dessen Hilfe Linderung und Abhilfe zu verschaffen, an der jetzt niemand vorbei kommt, den bei seiner Empörung menschliche Motive bewegen.
Die Opfer sind auch Helden und ihre Würde wurde beschmutzt aber nicht verringert, ganz im Gegenteil. Die Täter, die jetzt den Mut haben, im Getümmel der Anklagen zu ihren Verfehlungen zu stehen, haben Respekt verdient - mehr als die, die nur eine günstige Gelegenheit nutzen,um sich aufzuspielen.
wie überall in unserer Gesellschaft auch hier in der Kirche
wird nur mit Wasser gekocht und das Heilige wird über Nacht vereinzelt zu Mist.
Der Artikel erweckt m.E. den Eindruck, der Papst hätte dem Einsatz des vorbelasteten Priesters in der Gemeindearbeit seines damaligen Bistums zugestimmt und dass der Generalvikar Gerhard Gruber, statt des Papstes, für diesem schweren Fehler die volle Verantwortung übernimmt.
Ich dachte bisher der Papst hat nur dem Umzug des Priesters nach München zugestimmt, um ihm die Teilnahme an einer Therapie zu ermöglichen. Von dem Einsatz in der Gemeindearbeit hatte der Papst hingegen keine Kenntnis.
Jedenfalls wurde es in anderen Medien (z.B. spiegel.de) so dargestellt.
Wenn dies nun die Sachlage ist, so frage ich mich inwiefern sich der Papst durch seine Zustimmung zum Umzug fehl verhalten hat? Das schwerwiegende Fehlverhalten bestand doch darin, den Priester abermals in der Gemeindearbeit einzusetzen, wovon der Papst jedoch keine Kenntnis hatte geschweige denn seine Zustimmung hierfür erteilt hat. Oder weiß DIE ZEIT da mehr?
Da ich DER ZEIT nicht unterstellen möchte, dass sie hier eine falschen Eindruck erwecken und den Papst selbst in den Fokus rücken will, wäre ich für eine unmissverständliche Darstellung dankbar.
Benedikt XVI war als Erzbischof von München der oberste Dienstherr. Wenn er einen Bischof bei sich aufnimmt, dessen Verfehlungen bekannt sind, um eine Therapie zu machen, wäre es seine Pflicht gewesen, sich darum zu kümmen, daß diese Therapie auch gemacht wird und er eben nicht umgehend wieder in der Gemeindearbeit eingesetzt wird. Wenn er dieser eigenen Dienstpflicht nicht nachgekommen ist, ist das sein Vergehen und nicht das des Generalvikars Gerhard Gruber. - Und noch eine Frage: Warum wurde das Fehlverhalten des Priesters nicht der Staatsanwaltschaft angezeigt, wie es das Gesetz vorsieht? Was wurde aus den Opfern? - aber das scheint nicht zu interessieren.
Benedikt XVI war als Erzbischof von München der oberste Dienstherr. Wenn er einen Bischof bei sich aufnimmt, dessen Verfehlungen bekannt sind, um eine Therapie zu machen, wäre es seine Pflicht gewesen, sich darum zu kümmen, daß diese Therapie auch gemacht wird und er eben nicht umgehend wieder in der Gemeindearbeit eingesetzt wird. Wenn er dieser eigenen Dienstpflicht nicht nachgekommen ist, ist das sein Vergehen und nicht das des Generalvikars Gerhard Gruber. - Und noch eine Frage: Warum wurde das Fehlverhalten des Priesters nicht der Staatsanwaltschaft angezeigt, wie es das Gesetz vorsieht? Was wurde aus den Opfern? - aber das scheint nicht zu interessieren.
Welcher denn? Eigentlich beide. Der Papst hat noch als Erzbischof von München einen verurteilten Päderasten wieder zur allgemeinen Seelsorge zugelassen. Da sollte er nun nicht "Betroffenheit" äußern sondern um Entschuldigung bei den Opfern bitten. Die Entschuldigung steht aus.
Sein Bruder wird von einigen Regensburger Domspatzen laut Spiegel online als "extrem jähzornig und cholerisch" beschrieben, soll noch in den 90er Jahren "Stühle in die Männerstimmen des Chors geschmissen" haben und sich so erregt haben, dass ihm das Gebiß aus dem Mund fiel. Er sollte sich für ein solches Verhalten in Grund und Boden schämen.
Ein armseliges Bild geben diese Herren "Seelsorger" ab. Zumindest bei dem Papstbruder handelt es sich doch wohl um eine impulsiv cholerische Persönlichkeit.
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