Missbrauch-Skandal Papst bedauert ohne ein Wort zu Deutschland

Benedikt XVI fordert im Hirtenbrief an die irischen Bischöfe Bestrafungen, aber verliert kein Wort zu Deutschland. Hier werden immer neue Vorwürfe öffentlich.

Papst Benedikt XVI. blieb hinter den Erwartungen zurück

Papst Benedikt XVI. blieb hinter den Erwartungen zurück

Mit Spannung war der Wortlaut erwartet worden: Papst Benedikt XVI. hat den Missbrauch von Minderjährigen "aufrichtig bedauert". In seinem Hirtenbrief an die irische Kirche drückte der Papst "im Namen der Kirche offen die Schande und die Reue aus, die wir alle fühlen". Es werde manchmal schmerzhafte Hilfsmittel brauchen, um die Wunden zu heilen und die Kirche in Irland in einem langwierigen Prozess zu erneuern. Zu den Missbrauchsfällen in Deutschland äußerte sich Benedikt nicht.

"Erkennt eure Schuld öffentlich an, unterwerft euch der Rechtsprechung", fordert der Papst die Priester und Ordensleute auf, die Kinder in Irland missbraucht haben. Sie hätten das in sie gesetzte Vertrauen verraten. Benedikt kündigte konkrete Initiativen zum Umgang mit dem Skandal in Irland an. So werde er eine apostolische Visitation in einigen Bistümern abhalten.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sieht den Hirtenbrief von Papst Benedikt XVI. als klare Weisung auch für Deutschland. "Was er der irischen Kirche gesagt hat, hat Geltung für die ganze Kirche und ist eindeutig eine Botschaft auch an uns in Deutschland", sagte Zollitsch in Bonn in einer veröffentlichten Mitteilung.

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Der Papst verurteile die schrecklichen Verbrechen, die an jungen Menschen begangen wurden, sagte Zollitsch weiter. Vorrang habe für den Papst die Perspektive der Opfer. "Deshalb kritisiert er den zum Teil übermäßigen Täterschutz, den die Kirche häufig praktiziert habe." Besonders bewegten ihn die deutlichen Worte des Papstes an die Priester und Ordensleute, die sich versündigt hätten, so Zollitsch weiter. "Sie haben das Vertrauen junger Menschen aufs Schlimmste verletzt und müssen sich vor Gott und den Gerichten verantworten", sagte der Erzbischof.

Gegen den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz wurden indes selbst Vertuschungsvorwürfe erhoben. Während seiner Tätigkeit als Personalreferent in der Erzdiözese Freiburg soll er nach Recherchen der TV-Sendung Report Mainz und der Badischen Zeitung 1991 einen des Missbrauchs bezichtigten Pfarrer lediglich in den vorzeitigen Ruhestand versetzt haben. Die Staatsanwaltschaft sei damals nicht eingeschaltet worden.

Das Oberhaupt der irischen katholischen Kirche, Kardinal Sean Brady, sieht den Hirtenbrief des Papstes zum Missbrauchs-Skandal ist als einen zentralen Schritt auf dem Weg zu einer Erneuerung der Kirche. "Lasst uns beten, dass dies jetzt der Beginn einer großen Zeit der Wiedergeburt der irischen Kirche wird", sagte Brady, nachdem er den Brief in einer Messe im nordirischen Armagh verlesen hatte. Experten gehen davon aus, dass die Ankündigungen des Papstes für Opfergruppen nicht weit genug gehen könnten, wie der Fernsehsender BBC berichtete.

Auch der Sonderbeauftragte der katholische Kirche, Bischof Stephan Ackermann, begrüßte den Hirtenbrief zur Aufklärung der sexuellen Missbrauchsfälle. "Ich empfinde diesen Brief als Verstärkung für unseren Weg", sagte der Bischof am Samstag in Trier. "Die Entschiedenheit, mit der der Papst die Vorgänge und die Untaten beim Namen nennt und auch Aufklärung erwartet - das ist doch sehr deutlich und das werden wir uns auch entsprechend zu Herzen nehmen." Er sei nicht enttäuscht darüber, dass der Brief sich nicht eigens an Deutschland wende. Es seien "genug Hinweise" auch für die deutsche katholische Kirche enthalten.

Die katholische Kirche in Irland war im vergangenen Jahr durch zwei Untersuchungsberichte schwer erschüttert worden, die den jahrzehntelangen tausendfachen Missbrauch von Kindern unter dem Dach der Kirche dokumentiert hatten. Der Papst hatte irische Bischöfe deshalb vor kurzem nach Rom zitiert.

In Deutschland waren die Erwartungen hoch, dass sich Benedikt auch zu den vielen Fällen in seinem Heimatland äußert. Der Opferverein Weißer Ring hatte einen besseren Opferschutz gefordert und Betroffene dazu aufgerufen, sich wegen möglicher Ansprüche auf Entschädigung an das zentrale Hilfstelefon oder die nächste Außenstelle des Weißen Rings zu wenden. Auch lange zurückliegende sexuelle Übergriffe können noch zu Ansprüchen auf Entschädigung führen, sagte der Bundesvorsitzende Reinhard Böttcher.

Telefonberatung

Telefonberatungen

Die TelefonSeelsorge ist eine gebührenfreie Hotline, die rund um die Uhr erreichbar ist – anonym. Die bereitstehenden Gesprächspartner geben vertraulichen Rat bei einer Vielzahl von Problemen – auch bei sexuellem Missbrauch. Die TelefonSeelsorge ist unter (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222 zu erreichen.

Ein ähnliches Angebot bieten die Kinder- und Jugendtelefone unter der Nummer (0800) 111 0 333, allerdings nur von Montag bis Freitag, 15.00 - 19.00 Uhr.

Auch die Katholische Kirche hat eine Telefonhotline eingerichtet. Die Berater sind von dienstags, mittwochs und donnerstags von 13.00 bis 20.30 Uhr zu erreichen. Auf der Website www.hilfe-missbrauch.de bietet die Kirche außerdem eine Online-Beratung an.

Anlaufstellen

Anlaufstellen für Kinder und Eltern

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinderschutz-Zentren und der Wildwasser e.V.  bieten Hilfe für Betroffene sexuellen Missbrauchs und ihre Angehörigen. Die Vereine betreiben eine Vielzahl von Anlaufstellen in ganz Deutschland. Vor Ort helfen sie Betroffenen mit Beratung und psychologischer Unterstützung.

Beratung für Männer, die in ihrer Jugend misshandelt wurden

Der Verein Tauwetter e.V. bietet Beratung und Hilfe für Männer, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuell missbraucht wurden. Mit einer großen Bandbreite von Angeboten geht der Verein auf die spezielle Situation der Betroffenen ein. Für erste Fragen und Terminabsprache ist der Verein telefonisch erreichbar unter: (030) 693 80 07 dienstags 17.00 - 18.00 Uhr und donnerstags 17.00 - 19.00 Uhr).

Beratung für Frauen, die in ihrer Jugend misshandelt wurden

Die Organisation Terre des Femmes sowie der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe wenden sich an Frauen, die in ihrer Jugend oder Kindheit sexuell missbraucht wurden. 

Unter (07071) 79730 bietet Terre des Femmes zwischen 10.00-13.00 Uhr telefonische Beratung an. Auf der Website des Bundesverbands gibt es eine Übersicht von Frauenberatungsangeboten in vielen deutschen Städten.

Beratungsangebote der evangelischen Kirche

Das evangelische Hilfswerk Diakonie bietet Beratung und Hilfe im Falle sexuellen Missbrauchs an. Der angegliederte KOBRA e.V. mit Sitz in Stuttgart hilft Kindern und Jugendlichen bei sexueller Gewalt. Der Verein ist unter (0711) 162970 oder per E-Mail (beratungsstelle@kobra-ev.de) erreichbar. Darüber hinaus organisiert die Beratungsstelle Projekte zur Missbrauchsprävention.

Beratungsangebote der katholischen Kirche

Die katholische Kirche bietet Hilfe für Opfer von sexuellem Missbrauch im Rahmen ihrer Bundeskonferenz der Ehe-, Familien- und Lebensberatung. Dort findet sich das bundesweite Verzeichnis aller Beratungsstellen. Darüber hinaus bietet diese Liste einen Überblick über alle Ansprechpartner für Betroffene in den 27 deutschen Bistümern.

Prävention

Missbrauchsprävention

Die deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. ist ein Zusammenschluss von über 800 Personen und Institutionen. Der Verein versucht durch Aufklärung Missbrauch zu verhindern. Für den Verein sind Mitglieder aus Medizin, Pädagogik, Polizei, Psychologie, Sozialarbeit und Wissenschafttätig.

Täterhilfe

Hilfe für Täter und potenzielle Täter

Das "Kein-Täter-werden"-Projekt der Berliner Charité bietet Beratung und Hilfe für Menschen mit auf Kinder und Jugendliche gerichtete sexuelle Fantasien.

Telefonisch unter (030) 450 529 529, per E-Mail (praevention-online@charite.de) oder über das Kontaktformular auf der Website können sich Betroffene anonym melden und sich für das Projekt anmelden .

Hierzulande schlägt der Missbrauch-Skandal unterdessen weitere Wellen: Mittlerweile bestätigte sich der Verdacht auf sexuellen Missbrauch gegen Gerold Becker, den 73-jährigen ehemaligen Leiter der nicht-konfessionellen hessischen Odenwaldschule. Der 73-jährige Pädagoge hat zwei Wochen nach den schweren Missbrauchs-Vorwürfen die sexuellen Übergriffe auf Schüler gestanden.

"Schüler, die ich in den Jahren, in denen ich Mitarbeiter und Leiter der Odenwaldschule war (1969-1985), durch Annäherungsversuche oder Handlungen sexuell bedrängt oder verletzt habe, sollen wissen: Das bedauere ich zutiefst und bitte sie dafür um Entschuldigung", schreibt der Reformpädagoge an die jetzige Schulleiterin Margarita Kaufmann. Personen und Institutionen, mit denen er in den vergangenen 40 Jahren zusammengearbeitet habe und die durch sein Verhalten beschädigt worden seien, bitte er ebenfalls um Entschuldigung.

Leser-Kommentare
  1. "Jeder Verdacht auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger muss bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden." ... Aber hallo! Sollte das nicht sowieso geschehen?! Für mich ist das unterlassene Hilfeleistung durch wegsehen. Dieses "Zugeständnis" der Bischofskonferenz bedeutet nichts anderes als einen Minimalkonsens mit der weitgehend säkularen Gesellschaft in Deutschland, das ist kein Abschied vom Parallelsystem, das ist dessen Stabilisierung. Was im katholischen Italien oder Spanien möglich ist, dass sollte auch hierzulande durchsetzbar sein: Die endgültige Trennung von Kirche und Staat, die Abschaffung der letzten Privilegien aus dem Mittelalter und von den Faschisten erkauften Kirchensteuer.

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    Sehr geehrte/r Herr/Frau m.suess,

    nein, es gibt keine Anzeigepflicht für sexuellen Missbruach und selbst "Wir sind Kirche" sieht diese kritisch. Schließlich reden wir von Verdachtsfällen und davon, dass viele Opfer sich erstmal anvertrauen, aber dann nicht gleich Gegenstand einer polizeilichen Ermittlung sein wollen. Die Situation ist nicht so einfach, wie sich viele das hier denken. Der Staatsanwalt ist deswegen auch nicht immer das erste Mittel der Wahl, wiewohl er, und da stimme ich ihnen zu, ab einem gewissen Zeitpunkt auf jeden Fall eingebunden werden sollte.
    Ich weise sie ansonsten darauf hin, dass die Strukturen der kath. Kirche so wie in Dtl. auch in Italien und Frankreich bestehen und dass auch diese Länder das Selbstbestimmungsrecht von Weltanschauungsgemeinschaften genauso respektieren wie Dtl.
    Die Kirchensteuer ist übrigens eine jahrhundertealte Einrichtung in Dtl. und wird mittlerweile auch für nichtreligiöse Organisationen eingezogen, es handelt sich da nicht um kirchliche Privilegien. Überhaupt frage ich mich, wie sie darauf kommen, dass Missbrauchsfälle in einer Gemeinschaft ein Grund für deren rechtliche Diskriminierung sein sollten. Wenn es so ginge, dann müssten wir jetzt auch Familien, Vereine und Schulen verbieten und hätten am Ende einen totalitären Staat.
    Das hilft weder den Opfern, noch dient es der nun nötigen Debatte, welche Schutzmaßnahmen unsere Gesellschaft für die Zukunft treffen muss.

    MfG

    Hainer

    Sehr geehrte/r Herr/Frau m.suess,

    nein, es gibt keine Anzeigepflicht für sexuellen Missbruach und selbst "Wir sind Kirche" sieht diese kritisch. Schließlich reden wir von Verdachtsfällen und davon, dass viele Opfer sich erstmal anvertrauen, aber dann nicht gleich Gegenstand einer polizeilichen Ermittlung sein wollen. Die Situation ist nicht so einfach, wie sich viele das hier denken. Der Staatsanwalt ist deswegen auch nicht immer das erste Mittel der Wahl, wiewohl er, und da stimme ich ihnen zu, ab einem gewissen Zeitpunkt auf jeden Fall eingebunden werden sollte.
    Ich weise sie ansonsten darauf hin, dass die Strukturen der kath. Kirche so wie in Dtl. auch in Italien und Frankreich bestehen und dass auch diese Länder das Selbstbestimmungsrecht von Weltanschauungsgemeinschaften genauso respektieren wie Dtl.
    Die Kirchensteuer ist übrigens eine jahrhundertealte Einrichtung in Dtl. und wird mittlerweile auch für nichtreligiöse Organisationen eingezogen, es handelt sich da nicht um kirchliche Privilegien. Überhaupt frage ich mich, wie sie darauf kommen, dass Missbrauchsfälle in einer Gemeinschaft ein Grund für deren rechtliche Diskriminierung sein sollten. Wenn es so ginge, dann müssten wir jetzt auch Familien, Vereine und Schulen verbieten und hätten am Ende einen totalitären Staat.
    Das hilft weder den Opfern, noch dient es der nun nötigen Debatte, welche Schutzmaßnahmen unsere Gesellschaft für die Zukunft treffen muss.

    MfG

    Hainer

  2. Prophetische Worte aus Hesekiel, Kap.34:
    u.a. 34,1:
    So spricht der HERR, der mächtige Gott:
    Weh euch! Ihr seid die Hirten meines Volkes;
    aber anstatt für die Herde zu sorgen,
    habt ihr nur an euch selbst gedacht.

    34, 7-9:
    Darum, ihr Hirten, hört, was der HERR, sagt:
    So gewiss ich lebe, der HERR, der mächtige Gott:
    Ich schaue nicht mehr länger zu!
    Meine Schafe wurden geraubt und von wilden Tieren gefressen, weil sie keinen Hirten hatten;
    denn meine Hirten haben nur für sich selbst gesorgt und nicht für meine Herde.
    Darum hört, ihr Hirten, was der HERR sagt!
    So spricht der HERR, der mächtige Gott:
    Die Hirten meiner Schafe bekommen es mit mir zu tun,
    ich fordere meine Herde von ihnen zurück!
    Ich setze sie ab; sie können nicht länger meine Hirten sein; sie sollen nicht länger mein Volk ausbeuten!
    Ich reiße meine Schafe aus ihrem Rachen, sie sollen ihnen nicht länger zum Fraß dienen!

    2. Thess. 2,4:
    Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles,
    was Gott oder Gottesdienst heißt,
    sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt,
    er sei Gott.

    http://www.spiegel.de/pan...

    Offen.18, 4-5:
    Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!
    Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel.

    Lukas 12,32:
    Fürchte dich nicht,
    "du kleine Herde!"
    Denn es hat eurem Vater wohlgefallen,
    euch das Reich zu geben.

    (alle Bibelverse aus Lutherübersetzung)

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    tolle idee hier einige bibelzitate zu posten....

    da hätten sie lieber einen witz erzählt, davon hätten wir alle mehr gehabt.

    ganz nett und gut gemeint, diese Bibelverse - aber das bringt uns nicht weiter. Das ganze aus Lug und Trug bestehende 2000 Jahre alte Unterdrückungssystem gehört endlich auseinandergenommen und mit Stumpf und Stil abgeschafft.

    Allerdings sollten andere "Religionen" nicht frohlocken, sie gehören in ähnliche Töpfe und wurden auch nur erfunden, um den Rest der Menschen zu unterdrücken. Weg mit diesem ganzen Glaubensmüll. Schafft hier auf der Erde in Gegenwart und Zukunft ein menschenwürdiges Dasein, dann braucht ihr nicht soviel Verantwortung abgeben !

    Daß ein Deutscher Papst wurde, hat nur einen Grund: der Zerfall der römisch-katholischen Kirche in Deuschland sollte verzögert werden, indem die Popularität der Kirche in Deutschland durch ein deutsches Oberhaupt erhöht wird. Der Plan der Popularitätserhöhung scheitert uA am fortgesetzten Mißbrauch Schutzbefohlener. Der Papst kann das Scheitern seiner Hauptmission nicht eingestehen.

    @2 Ich bin gespannt, wie lange der HERR braucht, um seine falschen Hirten abzusetzen.

    Lieber Benutzer "Opferhilfe...",

    bitte verschonen Sie uns mit Ihren fundamentalistischen Andeutungen.

    Für die, die es nicht wissen, die zitierten Bibelstellen sollen belegen, dass der Papst der Teufel sei.

    Beste Grüße

    Hein_Bloed

    tolle idee hier einige bibelzitate zu posten....

    da hätten sie lieber einen witz erzählt, davon hätten wir alle mehr gehabt.

    ganz nett und gut gemeint, diese Bibelverse - aber das bringt uns nicht weiter. Das ganze aus Lug und Trug bestehende 2000 Jahre alte Unterdrückungssystem gehört endlich auseinandergenommen und mit Stumpf und Stil abgeschafft.

    Allerdings sollten andere "Religionen" nicht frohlocken, sie gehören in ähnliche Töpfe und wurden auch nur erfunden, um den Rest der Menschen zu unterdrücken. Weg mit diesem ganzen Glaubensmüll. Schafft hier auf der Erde in Gegenwart und Zukunft ein menschenwürdiges Dasein, dann braucht ihr nicht soviel Verantwortung abgeben !

    Daß ein Deutscher Papst wurde, hat nur einen Grund: der Zerfall der römisch-katholischen Kirche in Deuschland sollte verzögert werden, indem die Popularität der Kirche in Deutschland durch ein deutsches Oberhaupt erhöht wird. Der Plan der Popularitätserhöhung scheitert uA am fortgesetzten Mißbrauch Schutzbefohlener. Der Papst kann das Scheitern seiner Hauptmission nicht eingestehen.

    @2 Ich bin gespannt, wie lange der HERR braucht, um seine falschen Hirten abzusetzen.

    Lieber Benutzer "Opferhilfe...",

    bitte verschonen Sie uns mit Ihren fundamentalistischen Andeutungen.

    Für die, die es nicht wissen, die zitierten Bibelstellen sollen belegen, dass der Papst der Teufel sei.

    Beste Grüße

    Hein_Bloed

    • rabin
    • 20.03.2010 um 11:29 Uhr
    3. Umfeld

    Nur in einem Umfeld kann dauerhaft Fehlverhalten gedeihen.
    Nur weil die Täter nicht ernsthaft damit rechnen müssen, dass ihr Verhalten auffliegt, können und werden sie es wiederholen.

    In allen Institutionen, die solche Strukturen haben, werden immer wieder Fehlverhalten vorkommen.

    Ich erinnere mich an Mitteilungen aus dem OP, von jungen Ärzten, über die massiven Kunstfehler der Chefs, die bestimmte Techniken nicht konnten, die aber niemand aufhielt, und die deswegen das Verhalten immer fortsetzten.

    Was in deutschem Gewahrsam passiert, ist in aller Regel nicht ermittelbar,weil keiner als Zeuge auftritt, bei mobbing waren alle dabei, aber keiner hat etwas gesehen.

    Die Fälle könnte beliebig vervielfältigt werden. Immer die gleiche Struktur: Einer baut Mist und die anderen schauen weg.

  3. tolle idee hier einige bibelzitate zu posten....

    da hätten sie lieber einen witz erzählt, davon hätten wir alle mehr gehabt.

    Antwort auf "Schafe, ohne Hirten"
  4. ganz nett und gut gemeint, diese Bibelverse - aber das bringt uns nicht weiter. Das ganze aus Lug und Trug bestehende 2000 Jahre alte Unterdrückungssystem gehört endlich auseinandergenommen und mit Stumpf und Stil abgeschafft.

    Allerdings sollten andere "Religionen" nicht frohlocken, sie gehören in ähnliche Töpfe und wurden auch nur erfunden, um den Rest der Menschen zu unterdrücken. Weg mit diesem ganzen Glaubensmüll. Schafft hier auf der Erde in Gegenwart und Zukunft ein menschenwürdiges Dasein, dann braucht ihr nicht soviel Verantwortung abgeben !

    Antwort auf "Schafe, ohne Hirten"
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    • TDU
    • 20.03.2010 um 13:00 Uhr

    Genau geben wir die Deutungshoheit in die Hand des Staates. Da kann nur Segensreiches herauskommen. Vor allen Dingen wird der die Glaubensdefizite sicher auffangen. Vielleicht wird dann der Glaube an die Klimakatastrophe und den Untergang verpflichtend, und jeder Mensch wird zu entsprechender Lebnsweise verpflchtet.

    Und selbstverständlich werden alle Machhaber endlich die von den bösen Kirchen verhinderten Sozialreformen umgehend anpacken und allen Menschen Frieden, Wohlstand und Würde bringen.

    • TDU
    • 20.03.2010 um 13:21 Uhr

    Genau dass ist es, was für den christlichen Glauben ein ausschlaggebendes Moment ist. In Gemeinschaft in Eigenverantortung leben. Wenn sie da das korrektiv des Verzeihens nicht hätten, müssten sie morgen sogar die Demokratie abschaffen.

    Es ist schon interessant, dass man von der Kirche eine rigorose Moral verlangt, die selbst in der säkularen Welt nur wenige hinkriegen. In den 1950iger Jahren hätte ich auch in keinem staatlichen Heim sein mögen.

    Ich könnte ja mal fordern: Der Schutz von Kindern ist höher zu bewerten als die Freiheit des Internet, solange, bis alle Kinderpronografie verhindert und abgschafft ist.

    Sie schreiben:

    "Schafft hier auf der Erde in Gegenwart und Zukunft ein menschenwürdiges Dasein..."

    Die Menschenwürde. Sie argumentieren selbst mit originär christlichem Gedankengut und wettern gleichzeitig mit schweren Geschützen ("Glaubensmüll") gegen die Religion. Das zeugt - mit Verlaub - nicht von besonderer intellektueller Tiefe.

    Dabei würde es schon genügen, wenn Sie im Suchfeld von "wikipedia" den Begriff "Menschenwürde" eingeben und unter Punkt 3 den Historischen Hintergrund zum Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes lesen: Ohne die (jüdisch-) christliche Vorstellung der Gottesebenbildlichkeit könnten Sie wohl gar nicht von einem "menschenwürdigen Dasein" sprechen.

    • TDU
    • 20.03.2010 um 13:00 Uhr

    Genau geben wir die Deutungshoheit in die Hand des Staates. Da kann nur Segensreiches herauskommen. Vor allen Dingen wird der die Glaubensdefizite sicher auffangen. Vielleicht wird dann der Glaube an die Klimakatastrophe und den Untergang verpflichtend, und jeder Mensch wird zu entsprechender Lebnsweise verpflchtet.

    Und selbstverständlich werden alle Machhaber endlich die von den bösen Kirchen verhinderten Sozialreformen umgehend anpacken und allen Menschen Frieden, Wohlstand und Würde bringen.

    • TDU
    • 20.03.2010 um 13:21 Uhr

    Genau dass ist es, was für den christlichen Glauben ein ausschlaggebendes Moment ist. In Gemeinschaft in Eigenverantortung leben. Wenn sie da das korrektiv des Verzeihens nicht hätten, müssten sie morgen sogar die Demokratie abschaffen.

    Es ist schon interessant, dass man von der Kirche eine rigorose Moral verlangt, die selbst in der säkularen Welt nur wenige hinkriegen. In den 1950iger Jahren hätte ich auch in keinem staatlichen Heim sein mögen.

    Ich könnte ja mal fordern: Der Schutz von Kindern ist höher zu bewerten als die Freiheit des Internet, solange, bis alle Kinderpronografie verhindert und abgschafft ist.

    Sie schreiben:

    "Schafft hier auf der Erde in Gegenwart und Zukunft ein menschenwürdiges Dasein..."

    Die Menschenwürde. Sie argumentieren selbst mit originär christlichem Gedankengut und wettern gleichzeitig mit schweren Geschützen ("Glaubensmüll") gegen die Religion. Das zeugt - mit Verlaub - nicht von besonderer intellektueller Tiefe.

    Dabei würde es schon genügen, wenn Sie im Suchfeld von "wikipedia" den Begriff "Menschenwürde" eingeben und unter Punkt 3 den Historischen Hintergrund zum Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes lesen: Ohne die (jüdisch-) christliche Vorstellung der Gottesebenbildlichkeit könnten Sie wohl gar nicht von einem "menschenwürdigen Dasein" sprechen.

  5. Auch ich wurde in meiner Schulzeit gepruegelt und geschlagen, wir lebten in einer grossen Angst vor unseren Leheren und Erziehungsberechtigten. Es war "normal", auch wegen der kleinsten Vergehen wurde geohrfeigt oder der Rohrstock angewandt.
    Dies war der protestantische Norden in den 60ziger Jahren, das der Missbrauch in den katholischen Schulen hier ebenso im Umfeld des Schweigens passierte, erstaunt mich nicht. Erschwerend ist vielleicht das Zoellibat, das sehr menschenfeindlich scheint.
    Dieser Missbrauch darf nicht verjaehren und muss strafrechtlich verfolgt werden,
    es geht um Schuld und Suehne. Die Kirche ist schuldig der Vertuschung dieser Straftaten und hat einen Naehrboden fuer das Perverse geschaffen.

  6. Ich bin mir nicht sicher, ob der Vatikan das dramatische Ausmaß des Schadens, welche sowohl die Straftaten an sich und das Vertuschen derselbigen angerichtet haben - nicht bei ihren Kritikern, sondern den Gläubigen. Das hat schon etwas von einer Selbstdemontage.

  7. jedwedem Unternehmen, dass sich über Jahre ein derartiges Fehlverhalten, wie die katholische Kirche geleistet hätte wäre schellstens die Lizenz entzogen worden.
    Wo sind Kartellamt, Staatsanwaltschaft, Verfassungsschutz wenn es wirklich einmal drauf ankommt.
    Die Machenschaften die hier Wellen schlagen sind doch nur die Spitze des Eisbergs.
    Dass dieses Unternehmen auch noch massiv mit Staatsgeldern gepäppelt wird und davon Einrichtungen unterhält, in denen demokratische und rechtsstaatliche Standards systematisch ausgehebelt werden ist nicht mehr hinnehmbar.

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