Attentat in Moskau Russland sucht die Helfer der Täter
Nach den Terroranschlägen in der Moskauer U-Bahn fahnden die russischen Ermittler nach zwei Frauen und einem Mann. US-Präsident Obama bot Medwedjew Unterstützung an.
© Andrey Smirnov/AFP/Getty Images

An einer Moskauer U-Bahn-Station liegen Blumen zum Gedenken an die Opfer der Anschläge
Nach dem doppelten Terroranschlag in der Moskauer Metro mit 39 Toten fahnden die russischen Ermittler nach den Helfern der beiden Selbstmordattentäterinnen. Gesucht werden zwei Frauen und ein Mann, die die Täterinnen mit den Sprenggürteln am Montagmorgen im Berufsverkehr in die U-Bahn begleitet haben sollen. Das berichteten Medien in Moskau. Hinter der Tat werden islamistische Untergrundkämpfer aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus vermutet. In der Millionenmetropole Moskau wird an diesem Dienstag der Opfer gedacht. Mehr als 70 Menschen wurden in der Nacht noch in Krankenhäusern behandelt.
Dieser schwerste Terrorakt in Moskau seit sechs Jahren löste international Entsetzen aus. US-Präsident Barack Obama telefonierte am Abend mit Kremlchef Dmitrij Medwedjew, um ihm persönlich sein Beileid auszusprechen. Obamas Büro in Washington erklärte, er habe in dem Telefonat die Bereitschaft der USA bekundet, "mit Russland zusammenzuarbeiten, um die Verantwortlichen für diese Taten zur Rechenschaft zu ziehen". Nach Angaben des Kreml wollen die beiden Präsidenten auf ihrem Treffen am 8. April in Prag über den gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Terrorismus beraten. Geplant ist die Unterzeichnung eines neuen atomaren Abrüstungsabkommens.
Die Außenminister der G-8-Staaten verurteilten die Selbstmordanschläge. Der Terrorismus müsse international bekämpft werden, sagte Kanadas Außenminister Lawrence Cannon in einer Erklärung. Den G-8-Staaten gehören die sieben größten Industriestaaten sowie Russland an.
Medwedjew legte in der Moskauer Metro am späten Abend Blumen nieder und kündigte an, die Terroristen finden und töten zu lassen. Er äußerte sich wütend, die Täter seien keine Menschen, sondern "Bestien". "Wir werden sie alle finden und zerstören", sagte er. Die Sprengsätze in Moskau waren am Montag auf der roten Metro-Linie innerhalb von weniger als einer Stunde hochgegangen. Zur ersten Explosion kam es an der Lubjanka, dem Platz und Sitz des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Von dort werden die Operationen russischer Sicherheitskräfte gegen islamistische Untergrundkämpfer im Nordkaukasus gesteuert.
Es war der erste Anschlag auf die Metro seit sechs Jahren. Zuletzt kamen 2004 bei einem U-Bahn-Attentat 41 Menschen ums Leben, rund 250 weitere wurden verletzt. Diesmal soll auch die seither ausgeweitete Video-Überwachung den Ermittlern dabei helfen, die mindestens drei Helfer zu finden.
Medwedjew ordnete für das ganze Land verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an. Auf allen Transportstrecken und an den Flughäfen wurden die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Die für einen unabhängigen Gottesstaat im Nordkaukasus kämpfenden Islamisten hatten zuletzt immer wieder gedroht, den Heiligen Krieg, den Dschihad, ins russische Kernland zu tragen. Im November vergangenen Jahres kamen bei einem Anschlag auf den Schnellzug "Newski Express" zwischen Moskau und St. Petersburg 26 Menschen ums Leben. Tage später bekannten sich islamistische Extremisten zu der Tat und kündigten einen "Sabotagekrieg" gegen die "blutige Besatzungspolitik" Moskaus im Kaukasus an.
- Datum 30.03.2010 - 07:16 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
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Wir müssen alle solidarisch mit Russland sein! Es kämpft gegen den internationalen Terrorismus. Das euro-asiatische Russland ist unser einziges Bollwerk gegen den fundamentalistischen Islamismus aus Asien und dem Nahen Osten, deswegen müssen wir unseren Verbündeten in dieser schwierigen Lage so gut wie möglich beistehen - den sollten die Russen versagen, werden wir wohl als nächstes dran sein!
Russlands Aussenminister versuchte heute zwar aus dem Terroranschlag politisch Kapital zu schlagen, in dem er als Hintermänner Al Qaida in Spiel brachte. Hierbei dürfte es aber doch eher um ein durchsichtiges Manöver handeln, um den Konflikt im Kaukasus zu internationalisieren. Wenn tatsächlich tschetschenische oder andere Gruppen aus dem Nordkaukasus dahinterstecken, ist das Ganze ein hausgemachtes Problem und kein internationales. Hoffentlich kommt in Russland eine Diskussion über die Ursachen des Terrors in Gang und die Bevölkerung wird nicht nur mit Propaganda abgespeist. Mit den Menschen in Russland kann man sich solidarisch erklären (nicht mit der Regierung), das schliesst aber auch die Kaukasier ein, die in den letzten Jahren unter der Politik des Kreml besonders leiden mussten.
Russlands Aussenminister versuchte heute zwar aus dem Terroranschlag politisch Kapital zu schlagen, in dem er als Hintermänner Al Qaida in Spiel brachte. Hierbei dürfte es aber doch eher um ein durchsichtiges Manöver handeln, um den Konflikt im Kaukasus zu internationalisieren. Wenn tatsächlich tschetschenische oder andere Gruppen aus dem Nordkaukasus dahinterstecken, ist das Ganze ein hausgemachtes Problem und kein internationales. Hoffentlich kommt in Russland eine Diskussion über die Ursachen des Terrors in Gang und die Bevölkerung wird nicht nur mit Propaganda abgespeist. Mit den Menschen in Russland kann man sich solidarisch erklären (nicht mit der Regierung), das schliesst aber auch die Kaukasier ein, die in den letzten Jahren unter der Politik des Kreml besonders leiden mussten.
Schaft den Weltfrieden ! Bringt die Menschheit global in
trockne Tücher. Dann sind Terroristen nur noch verrückte Amokläufer. Alle Macht dem Weltfrieden ! Absolut !
Medwedjews Umwidmung der Täter in Bestien wird die Sicherheitskräfte hoffentlich trotzdem nicht daran hindern bei der Verfolgung der Täter die Menschenrechte zu wahren, wie Medwedjew zuvor auch noch versprochen hat (http://www.zeit.de/politi...)...
Frauen gelten allgemein als die besonneneren Menschen. Nicht so blind vor Machthunger, Erfolg, etc., wie man es Männern zuschreibt.
Ich hab das auch immer so gesehen - bis jetzt.
Mit solchen "Taten" setzt ihr Frauen euch herab auf die gleiche Evolutionsstufe, wie wir Männer.
Es beweist: Menschen sind alle dumm - ungeachtet ihres Geschlechts!
Russlands Aussenminister versuchte heute zwar aus dem Terroranschlag politisch Kapital zu schlagen, in dem er als Hintermänner Al Qaida in Spiel brachte. Hierbei dürfte es aber doch eher um ein durchsichtiges Manöver handeln, um den Konflikt im Kaukasus zu internationalisieren. Wenn tatsächlich tschetschenische oder andere Gruppen aus dem Nordkaukasus dahinterstecken, ist das Ganze ein hausgemachtes Problem und kein internationales. Hoffentlich kommt in Russland eine Diskussion über die Ursachen des Terrors in Gang und die Bevölkerung wird nicht nur mit Propaganda abgespeist. Mit den Menschen in Russland kann man sich solidarisch erklären (nicht mit der Regierung), das schliesst aber auch die Kaukasier ein, die in den letzten Jahren unter der Politik des Kreml besonders leiden mussten.
Bisher haben die Kaukasier am meisten durch die Wahabiten gelitten, welche den neuen islamischen Gottesstaat Itschkeria in Teilen des Kaukasus, sowie auch darüber hinaus, gründen wollten. Der absolute Großteil der dortigen Bevölkerung spricht sich aber für den Verbleib in der Russischen Föderation aus.
Woher denken Sie, beziehen diese radikalen (Un-)Menschen den Ihre Mittel? Und warum sind so oft Araber, oder sogar auch Schwarzhäutige, unter den Leichen getöteter Extremisten vorzufinden? Von Söldnern ganz zu schweigen... Natürlich ist das ein Teil des internationalen Terrorismus - regionale Gruppen könnten doch niemals so lange (seit Jahrzehnten) auf russischem Boden operieren, ohne Rückzugsmöglichkeiten in andere islamische Staaten zu haben, sowie über Hintermänner bei verschiedenen terroristischen Organisationen zu verfügen.
Eine andere Politik als die von Zuckerbrot und Peitsche kann ich mir aktuell für die Region einfach nicht vorstellen.. viel zu lange haben dort die Extrimisten gewütet, und viel zu viele Wurzeln gelassen - heute gilt es allem voran Stabilität in diese Regionen zu bringen!
Bisher haben die Kaukasier am meisten durch die Wahabiten gelitten, welche den neuen islamischen Gottesstaat Itschkeria in Teilen des Kaukasus, sowie auch darüber hinaus, gründen wollten. Der absolute Großteil der dortigen Bevölkerung spricht sich aber für den Verbleib in der Russischen Föderation aus.
Woher denken Sie, beziehen diese radikalen (Un-)Menschen den Ihre Mittel? Und warum sind so oft Araber, oder sogar auch Schwarzhäutige, unter den Leichen getöteter Extremisten vorzufinden? Von Söldnern ganz zu schweigen... Natürlich ist das ein Teil des internationalen Terrorismus - regionale Gruppen könnten doch niemals so lange (seit Jahrzehnten) auf russischem Boden operieren, ohne Rückzugsmöglichkeiten in andere islamische Staaten zu haben, sowie über Hintermänner bei verschiedenen terroristischen Organisationen zu verfügen.
Eine andere Politik als die von Zuckerbrot und Peitsche kann ich mir aktuell für die Region einfach nicht vorstellen.. viel zu lange haben dort die Extrimisten gewütet, und viel zu viele Wurzeln gelassen - heute gilt es allem voran Stabilität in diese Regionen zu bringen!
Bisher haben die Kaukasier am meisten durch die Wahabiten gelitten, welche den neuen islamischen Gottesstaat Itschkeria in Teilen des Kaukasus, sowie auch darüber hinaus, gründen wollten. Der absolute Großteil der dortigen Bevölkerung spricht sich aber für den Verbleib in der Russischen Föderation aus.
Woher denken Sie, beziehen diese radikalen (Un-)Menschen den Ihre Mittel? Und warum sind so oft Araber, oder sogar auch Schwarzhäutige, unter den Leichen getöteter Extremisten vorzufinden? Von Söldnern ganz zu schweigen... Natürlich ist das ein Teil des internationalen Terrorismus - regionale Gruppen könnten doch niemals so lange (seit Jahrzehnten) auf russischem Boden operieren, ohne Rückzugsmöglichkeiten in andere islamische Staaten zu haben, sowie über Hintermänner bei verschiedenen terroristischen Organisationen zu verfügen.
Eine andere Politik als die von Zuckerbrot und Peitsche kann ich mir aktuell für die Region einfach nicht vorstellen.. viel zu lange haben dort die Extrimisten gewütet, und viel zu viele Wurzeln gelassen - heute gilt es allem voran Stabilität in diese Regionen zu bringen!
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