Bespitzelung Müntefering beschwert sich beim Presserat
Das Auskundschaften von Politikern beschäftigt den Deutschen Presserat. Und der "Stern" legt nach: Auch das Privatleben von Wulff und Oettinger soll ausgespäht worden sein.
© Ralph Orlowski/Getty Images

Privatleben ausgespitzelt: Franz Müntefering und Ehefrau Michelle Schumann
SPD-Politiker Franz Müntefering habe sich über eine Verletzung der publizistischen Grundsätze beschwert, teilte das Selbstkontrollgremium der Presse mit.
Die Zeitschrift Bunte hatte nach Informationen des Stern Rechercheaufträge über Münteferings Privatleben an die Berliner Agentur CMK vergeben. Der Presserat erkenne eine Problematik von erheblicher ethischer Bedeutung, wolle jedoch zunächst die Gegenseite befragen.
Ein neuer Bericht des Stern wirft CMK vor, auch das Privatleben von Christian Wulff, Günther Oettinger und Wolfgang Tiefensee ausgespäht zu haben. Demnach haben CMK-Mitarbeiter den niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff nach dessen heimlicher Hochzeit Ostern 2008 in die Flitterwochen nach Pisa verfolgt. Sein Sprecher sagte am Mittwoch in Hannover dazu, Wulff und seine Frau Bettina hätten damals von einer Beobachtung nichts gemerkt.
Beim früheren baden-württembergischen Regierungschef Oettinger und dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) sei es um Belege und Fotos gegangen, die neue Beziehungen der Politiker beweisen sollten. Kurz nach den Beobachtungen durch die Rechercheure hatten beide ihre neuen Beziehungen öffentlich bekannt gemacht, berichtete der Stern weiter.
CMK wies den Vorwurf der "Bespitzelung" zurück. "Unsere Presseagentur toleriert keine Bespitzelungsmethoden und wendet bei Recherchen auch keine solchen an", sagte CMK-Geschäftsführer Stefan Kiessling. Die Agentur habe in den vergangenen Jahren für zahlreiche Aufträge verschiedener Medien recherchiert – es habe nie Beanstandungen an den Fotos gegeben.
Die Bunte erklärte ebenfalls, die Politiker nicht ausgespäht zu haben. In zwei Fällen seien der Zeitschrift ohne Auftrag von der CMK Fotos angeboten worden, die auch veröffentlicht worden seien. In einem weiteren Fall habe die Bunte der CMK einen Fotoauftrag erteilt. "Das Foto kam mit ausdrücklichem Einverständnis des Politikers und seiner Begleitung zustande."
Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel kritisierte, die Berichterstattung des Stern sei ausschließlich gegen den Mitbewerber Bunte gerichtet. Der Stern habe selbst "ausführlich und wiederholt über das Privatleben von Politikern berichtet", etwa einen Bericht über das Privatleben von Wulff aus dem Jahr 2007, den der Stern mit Fotomaterial der Agentur CMK bebildert habe.
- Datum 03.03.2010 - 19:48 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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kallewestrich - Was bitte hätte die Bunte davon, Wulff und Oettinger auszuspähen? Das geht doch vorne und hinten nicht auf. Eher der Stern oder der Spiegel... Wird das jetzt zu einem Rückläufer? Fast sieht es so aus... Bunte schaut bei Müntefering, ja, ok, das würde passen, aber wenn der doch zugesagt hat? Ist die Bedeutung des Presserates heute größer als Null?
Ich gehe mal davon aus die Bunte suchte nach einem Sex-Skandal bei den besagten Herren.
Oder vielleicht lässt sich Herr Oettinger ja die Haare färben, auch sehr interessant.
Kleines Gesellschaftsexperiment:
Ist schon mal jemandem aufgefallen das im Wartezimmer beim Arzt fast ausschließlich Bunte und ähnliche Zeitungen ausliegen? Achtet mal darauf wer diese Zeitungen liest und wer einfach wartet bis er drankommt.
Ich gehe mal davon aus die Bunte suchte nach einem Sex-Skandal bei den besagten Herren.
Oder vielleicht lässt sich Herr Oettinger ja die Haare färben, auch sehr interessant.
Kleines Gesellschaftsexperiment:
Ist schon mal jemandem aufgefallen das im Wartezimmer beim Arzt fast ausschließlich Bunte und ähnliche Zeitungen ausliegen? Achtet mal darauf wer diese Zeitungen liest und wer einfach wartet bis er drankommt.
Ich gehe mal davon aus die Bunte suchte nach einem Sex-Skandal bei den besagten Herren.
Oder vielleicht lässt sich Herr Oettinger ja die Haare färben, auch sehr interessant.
Kleines Gesellschaftsexperiment:
Ist schon mal jemandem aufgefallen das im Wartezimmer beim Arzt fast ausschließlich Bunte und ähnliche Zeitungen ausliegen? Achtet mal darauf wer diese Zeitungen liest und wer einfach wartet bis er drankommt.
wenn es den feinen Damen und Herren so erginge, wie sie es "ihrem" Volk tagtäglich zumuten - Bespitzelung bis ins Schlafzimmer (z.B. Hartz IV-"Empfängern" bei der Überprüfung, ob sog. Bedarfsgemeinschaften bestünden).
Wenn´s noch nicht passiert ist, vielleicht eine kleine Anregung. Ob man sich dann allerdings wirklich Gedanken um Datenschutz un d persönliche Rechte machen wird - ich zweifle daran...
Würde mir auch so gehen
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