NockherbergBayerischer Rundfunk dampft Bruder Barnabas ein

Empörte Politiker und Funktionäre, ein entnervter Fastenprediger – ein umstrittener NS-Vergleich beim Münchner Starkbieranstich auf dem Nockherberg wird im Bayerischen Rundfunk nicht mehr ausgestrahlt.

Der traditionelle Starkbieranstich in München sorgt in diesem Jahr wegen eines NS-Vergleichs für beispiellosen Ärger. Nach seinem umstrittenen Auftritt beim Derblecken, der Politikerschelte, erklärte Fastenprediger Michael Lerchenberg seinen Rücktritt von der Rolle des "Bruder Barnabas". Er hatte sich zuvor scharfe Kritik vom Zentralrat der Juden, FDP-Chef Guido Westerwelle und Teilen der bayerischen Landesregierung eingehandelt. Lerchenberg hatte am Mittwoch mit seiner "Predigt" für einen Eklat gesorgt, als er Westerwelle in die Nähe eines KZ-Wächters rückte. In der Wiederholung der Sendung im Bayerischen Rundfunk wird die entsprechende Passage nun nicht mehr gesendet.

Lerchenberg hatte als Bußprediger Westerwelle mit einer KZ-Anspielung verhöhnt: "Alle Hartz-IV-Empfänger versammelt er in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Zaun." Über dem Eingangstor werde "in großen eisernen Lettern" stehen: "Leistung muss sich wieder lohnen." Über dem Tor zum Konzentrationslager Auschwitz hatte die Parole gestanden: "Arbeit macht frei." Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden, nannte Lerchenbergs Textpassage eine "Schande".

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Erst 2007 war Lerchenbergs Vorgänger, der niederbayerische Kabarettist Django Asül, ausgestiegen, weil seine Rede als politisch zu scharf gewertet worden war. Lerchenberg sagte, der politische und öffentliche Druck sei so groß geworden, dass ihm eine Rückkehr auf den Nockherberg unmöglich erscheine. Mein "Bruder Barnabas" hat mit seiner Form der politischen, auch zu Teilen ernsten und durchaus manchmal provokanten Fastenpredigt sicherlich Maßstäbe gesetzt. Nichts und niemanden hat er geschont", erklärte der Schauspieler. Wenn diese Form der Predigt auf Dauer dem Nockherberg nicht zuzumuten sei, dann sei es besser, den Weg für einen unbelasteten Neubeginn freizumachen.

Westerwelle will den Paulaner-Starkbieranstich künftig boykottieren. "Mit einem KZ-Wächter verglichen zu werden, geht zu weit", schrieb er an die Münchner Paulaner-Brauerei, die den Salvator-Anstich veranstaltet. "Für die Zukunft bitte ich, von Einladungen an meine Person abzusehen." In seiner Rede hatte Lerchenberg auch die bayerische Polizei verspottet und sich so Ärger mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eingehandelt.

 
Leserkommentare
  1. es einem der nur das ausspricht was man aus den Worten
    unserers hochgeachteten Vizekanzlers heraushören kann.
    Zugegeben es war schon eine heftige Satire aber absolut
    berechtigt.
    Leider ist es in Deutschland so das nicht derjenige der
    eine ganze Bevölkerungsgruppe diffamiert gehen muss
    sondern derjenige der es auf den Punkt bringt und offen
    ausspricht.
    Sein einziger Fehler war das er dies tat ohne die
    entsprechende Lobby zu haben die hinter ihm steht.

    Bananen Republik Deutschland.

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    Kann Ihnen nur zustimmen!

    übrigens in österreich gibt es mittlerweile övp-politiker die auf den zug westerwelles aufspringen und die selben falschen zahlen für die als "sozialschmarotzer" bezeichneten verwenden, von denen es lt. westerwelle angeblich 20% geben soll, lt offizillen ministeriumsangaben aber nur 1,8 bis 2%

    da heißt es immer, es soll sich die geschichte nicht mehr wiederholen, und daher darf man den holokaust und alles was damit zusammenhängt nicht vergessen, wenn man aber auf die anfänge sieht und dann die vergleiche zieht, die unweigerlich bei manchem politiker vorhanden sind, dann kommt es zum aufschrei, das wäre ein verharmloung der taten der nazis, nein es ist keine verharmlosung der taten der nazis, sondern ein hinweis darauf wie es damals angefangen hat und wie so was enden kann

    wenn man erst dann vergleiche anstellen darf, wenn menschen die vorher diffamiert wurden zu millionen "industriell ermordet" werden, na dann haben noch viele randgruppen schlimmes zu befürchten

    es kann nicht sein, dass menschen aufgrund ihres geschlechts, ihrer herkunft, ihrer hautfarbe, ihrer religion oder ihres bankkontostandes oder sonst was diskriminiert werden dürfen - nur passiert das heute noch viel zu häufig, mit dem vergleich zu den nazis schafft man so aufmerksamkeit und die menschen beginnen nachzudenken, es geht nicht um verharmlosung sondern ums aufrütteln der geslelschaft sich gegen solche populisten zur wehr zu setzen

    sind die politiker weltweister, in der annahme von kritik sind sie memmen

    klar dass sich alle politiker aller parteien aufregen, machen sie doch im prinzip alle das selbe, purer populismus, neiddebatten lostreten und eine gruppe gegen die andere ausspielen

    gut für die politiker aber schlecht für das volk, dass sich zu viele der "mündigen" bürger im netz von solchen rattenfängern verirren

    Ich finde auch das es noch unter die Rubrik "Satire" fällt. Und das muss erlaubt sein. Diese 'Empörung' ist dermaßen verlogen. bäääh

    ...von oben vorgelebt.

    Danke an "Die Zeit" dafür, dass sie die zensierte Passage hier sozusagen nachreicht.

    Kann Ihnen nur zustimmen!

    übrigens in österreich gibt es mittlerweile övp-politiker die auf den zug westerwelles aufspringen und die selben falschen zahlen für die als "sozialschmarotzer" bezeichneten verwenden, von denen es lt. westerwelle angeblich 20% geben soll, lt offizillen ministeriumsangaben aber nur 1,8 bis 2%

    da heißt es immer, es soll sich die geschichte nicht mehr wiederholen, und daher darf man den holokaust und alles was damit zusammenhängt nicht vergessen, wenn man aber auf die anfänge sieht und dann die vergleiche zieht, die unweigerlich bei manchem politiker vorhanden sind, dann kommt es zum aufschrei, das wäre ein verharmloung der taten der nazis, nein es ist keine verharmlosung der taten der nazis, sondern ein hinweis darauf wie es damals angefangen hat und wie so was enden kann

    wenn man erst dann vergleiche anstellen darf, wenn menschen die vorher diffamiert wurden zu millionen "industriell ermordet" werden, na dann haben noch viele randgruppen schlimmes zu befürchten

    es kann nicht sein, dass menschen aufgrund ihres geschlechts, ihrer herkunft, ihrer hautfarbe, ihrer religion oder ihres bankkontostandes oder sonst was diskriminiert werden dürfen - nur passiert das heute noch viel zu häufig, mit dem vergleich zu den nazis schafft man so aufmerksamkeit und die menschen beginnen nachzudenken, es geht nicht um verharmlosung sondern ums aufrütteln der geslelschaft sich gegen solche populisten zur wehr zu setzen

    sind die politiker weltweister, in der annahme von kritik sind sie memmen

    klar dass sich alle politiker aller parteien aufregen, machen sie doch im prinzip alle das selbe, purer populismus, neiddebatten lostreten und eine gruppe gegen die andere ausspielen

    gut für die politiker aber schlecht für das volk, dass sich zu viele der "mündigen" bürger im netz von solchen rattenfängern verirren

    Ich finde auch das es noch unter die Rubrik "Satire" fällt. Und das muss erlaubt sein. Diese 'Empörung' ist dermaßen verlogen. bäääh

    ...von oben vorgelebt.

    Danke an "Die Zeit" dafür, dass sie die zensierte Passage hier sozusagen nachreicht.

  2. Kann Ihnen nur zustimmen!

    Antwort auf "So geht ..."
    • Slink
    • 05.03.2010 um 19:27 Uhr

    ist's, wenn Derblecken jetzt unter die political correctness Zensur fällt...
    Am besten man stampft die Paulaner-Werbeveranstaltung auf dem Nockherberg ein und lässt sie im liberalen, holländischen Heineken Flachland wieder auferstehen, da passt ein flaches, harmloses Politikerderblecken besser hin und die rheinischen Pappnasen wie Westerwelle fühlen sich bei dem Käse dann gleich viel heimeliger und wohler.

  3. Ganz abgesehen davon, dass jeder andere Interpretationen von Westerwelles Worten hat, ist zwischen der angeblichen Diffamierung von Bevölkerungsteilen und deren systematischer und industrieller Tötung (!) ein gehöriger Unterschied! Satire kann von mir aus auch den Spiegel vorhalten, egal ob es den Zielpersonen passt oder nicht und auch ob es sie beleidigt oder nicht ist mir egal. Aber dieser Vergleich, beleidigt nicht Westerwelle, sondern die Verfolgten des Dritten Reiches. Der Vergleich ging ja noch weiter und stellte die Jungen Liberalen mit der SS auf eine Stufe. Also die SS trieb systematisch Menschen zusammen und erschoss sie auf der Straße. Das ist kein Vergleich der in irgendeiner Art und Weise gerechtfertigt ist.

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    "Aber dieser Vergleich, beleidigt nicht Westerwelle, sondern die Verfolgten des Dritten Reiches."

    Das sehe ich anders. Was da gesgat wurde, ist einfach die extreme Konsequenz von dem was westerwelle vons ich gibt. Es ist das selbe Prinzip. Es war vorallem aber einw itziger vergleich. ich find witze gut. Auch Judenwitze. im Privaten erzählt man sie sich. und frau Knobloch nervt mich langsam. Meine Vorfahren wurdne slesbt von Nazionalsozialisten ermordet und cih finde es einfach unerhährt, dass dieser Zentralrat sich rausnimmt hier für die Verfolgten udn umgebrachten von damals zu sprechen. Mich als nachkome solcher personen nervt das einfach nur noch.
    Ich finde witze auch unter der Gürtellinie gut. Westerwelle hat gegen eine Minderheit geehtzt. Arbeite offen für eine bestimmte Gruppe der egsellschaft (angebliche mittelschicht)obwohl er sich um alle gleichermaßen um gerechtigkeit kümmern muss. Das tut er nicht. Er ist eine gefahr für den Sozialstaat. Die Frau Knobloch sollte sich lieber mal darüber gedankenmachen was westerwelle egsgat hat. Anstatt jedesmal wenn jemand angeblich juden beleidigt rumzukeifen, wäre es sinnvoller auch etwas zu sagen, wenn Moslems und Arme denunziert werden. Nur so kann soetwas wie damals im 3. reich verhindert werden. nicht indem man jeden Scherz im besoffenen Zustand als angriff auf ermordete juden ansieht. Klar. nazis dürfen überall im Land marschieren, aber wehe man macht einen vergleich zum Hoplocaust. Dann wird man zensiert....man man

    er hat recht. Denn, die Aussage wäre ein Beleidigung und Verharmlosung, wäre sie vor einem Publikum getätigt worden, welches man gerne mit "Stammtischintellekt" bezeichnet. Aber dem war nicht so. Es war vor einer Gruppe Menschen, die ihren Intellekt wahrlich verteidigen würden (oder zumindest den Anspruch darauf). Oder denken sie ernsthaft, der Herr Kabarettist wollte die Oper des H. verunglimpfen?
    Die zugegeben spitze Zunge weist auf einen Punkt hin, den Frau Knobloch sträflich vernachlässigt in ihrer immer wieder kehrenden Entrüstung. Der tendenzielle Anfang, also die angehende Volksverhetzung und pauschale Verurteilung von Gruppen, ist der legitime Grund für Entrüstung. Dahingehend muss man warnen, warnen muss man für die Zukunft. Aus der Vergangenheit kann man lernen, sie aber zu bedauern (was an sich zwingend ist) darf nicht über der Warnung an nächste Generationen stehen, sonst verkommt es zum Gejammer und wird am Ende selber die schlimmste Verharmlosung des Holocaust.
    Dem Menschen, der abstrahieren und damit unterscheiden kann, darf man jeden Vergleich geben. Er ist aufgefordert sich die "Message" zu entnehmen. Kann er das nicht, fällt er nicht in genannte Gruppe.

    Wann dürfte man denn "Voksverhetzung!" rufen? Nur dann, wenn es schon zu spät ist.
    Wahrlich, mutige Menschen wie dieser Fastenprediger tun genau das Richtige: Sie warnen auch gegen das wohlige Empfinden der Menschen und an dem Punkt wachen diese auf!

    Das mit den Jungliberalen stimmt nicht, das ist falsch zitiert. Er sagte "Neoliberale".

    "Aber dieser Vergleich, beleidigt nicht Westerwelle, sondern die Verfolgten des Dritten Reiches."

    Wie sie auf diesen Gedanken kommen ist mir rätselhaft.
    Worin genau besteht denn die Beleidigung als solche?

    Ihre Erkenntnis könnte aus dem Geschichtsunterricht der 9. Klasse stammen.

    Wenn wir ihnen gegenüber stünden, wir würden diese 26 Millionen Toten des Nazismus und des Stalinismus wohl nicht üerschauen können.

    Ihre Zahl ist Million. Und kein Mensch auf dieser Erde und kein Wesen im ganzen Universum kann diese Toten beleidigen.

    Was wir aber können, das ist sie zu missbrauchen. Sie dazu missbrauchen, uns ein sanftes Ruhekissen zu verschaffen, in dem wir nicht darüber sprechen, welche Marter, welche Folter und welche Schändung ihnen angetan wurde.

    Angetan von Menschen, von denen heute noch welche unter uns weilen, von den aber niemand spricht, weil dieser Multimillionenmord so schön dadurch esotheorisiert wurde, dass wir ihn nicht mehr als Vergleich und als Mahnmahl heranhziehen dürfen.

    Das Massaker, dass da von den Herrenmenschen der Nazis und der Stalinisten und all ihrer gutbürgerlichen, willfährigen Helfer organisiert und mit Hilfe von Millionen Handlangern realisiert wurde, die sich heute als "hilflose Befehlsempfänger" aus ihrer Verantwortung stehlen und die Kinder und Enkel, die das gleiche noch heute praktizieren, dass sind diejenigen, die heute schon wieder mit Menschen so umgehen und sie mit der Sprachmanipulation und den vielen Pogromparolen denunzieren, wie das damals vor den Massenmordlagern mit den Juden, den Zigeunern, den Widerständlern und den "Feinden" praktiziert wurde.

    Es gibt sie schon längst wieder die Konzentrationslager. Die Vernichtungslager, wo die Menschen umgebracht werden, die der Lösung aller Probleme im Wege stehen. Gestern Juden, Zigeuner, Volksfeinde, Staatsfeinde, Klassenfeinde.

    Heute Arbeitslose, Türken und andere Kaffern.

    Mit Verlaub. Wir sollten uns nicht einbilden, dass die Vergewaltigung von Kindern und Heranwachsenden nur in den Eliteschulen der von unseren sogen. Eliten organisierten Ausbildungslagern der Leistungsträger praktiziert werden. Schauen wir uns doch einmal in den heutigen Unternehmen um, wo die Prostitution schon wieder solche Urstände feiert wie zu Zeiten Ludwigs des XIV, wo Mätressen auf den Matratzen der Herrschaft herum rutschen und ihre Karrieren machen.

    Diese hybride Ausformung des einfachen Spruches "Können muss nicht sein, Kennen muss sein", den wir seit der geistig-moralischen Wende der Herren Kohl und Genscher zu hören bekamen, zeigt jetzt seine Realitäten.

    Zu Kaisers Zeiten da opferten die Mütter ihre Söhne dem Kaiser im Stahlbad vor Ypern und Verdun. Zu Zeiten des Adolf Schickelgruber opferten die Mütter ihre Söhne für den Führer und das Herrenmenschenvolk.

    Und heute?
    Heute opfern die geistig-emotional gleichgearteten Enkelinnen und Urenkelinnen ihre Söhne und Töchter dem hohen und hehren Ziel des ERFOLGES und dem Eintritt in die Hohepriesterkaste der LEISTUNGSTRÄGER.
    Geistig, körperlicher und sexueller Missbrauch sind die Initiationsriten dieser "ELITE". Dazu zählt auch das rohe Leber fressen (und wenn es denn wirklich stimmt, auch das Fressen von Vorgesetzenfäkalien) in den Kreisen unserer modernen Soldateska, die längst zu einem Haufen von Söldnern verkommen ist, denen jeder Instinkt für die zivilisatorischen, die geistigen, die ethischen und die intellektuellen Grundlagen einer menschlichen Gesellschaft abhanden gekommen ist. Handlanger, die so wie die Schergen, die Helfershelfer und die Mittäter der Nazimörder und der Stalinistenmörder ihre schreckliche Arbeit leisten. Nur eben heute im Namen des Kampfes für Freiheit, Sicherheit und den Totalistarismus eines Kannibalkapitalismus, der als Kern die virulente Finanzspekulations- und -anlagenbetrugswirtschaft vorweist.

    Das sollte einmal zur Kenntnis genommen werden.

    "Aber dieser Vergleich, beleidigt nicht Westerwelle, sondern die Verfolgten des Dritten Reiches."

    Das sehe ich anders. Was da gesgat wurde, ist einfach die extreme Konsequenz von dem was westerwelle vons ich gibt. Es ist das selbe Prinzip. Es war vorallem aber einw itziger vergleich. ich find witze gut. Auch Judenwitze. im Privaten erzählt man sie sich. und frau Knobloch nervt mich langsam. Meine Vorfahren wurdne slesbt von Nazionalsozialisten ermordet und cih finde es einfach unerhährt, dass dieser Zentralrat sich rausnimmt hier für die Verfolgten udn umgebrachten von damals zu sprechen. Mich als nachkome solcher personen nervt das einfach nur noch.
    Ich finde witze auch unter der Gürtellinie gut. Westerwelle hat gegen eine Minderheit geehtzt. Arbeite offen für eine bestimmte Gruppe der egsellschaft (angebliche mittelschicht)obwohl er sich um alle gleichermaßen um gerechtigkeit kümmern muss. Das tut er nicht. Er ist eine gefahr für den Sozialstaat. Die Frau Knobloch sollte sich lieber mal darüber gedankenmachen was westerwelle egsgat hat. Anstatt jedesmal wenn jemand angeblich juden beleidigt rumzukeifen, wäre es sinnvoller auch etwas zu sagen, wenn Moslems und Arme denunziert werden. Nur so kann soetwas wie damals im 3. reich verhindert werden. nicht indem man jeden Scherz im besoffenen Zustand als angriff auf ermordete juden ansieht. Klar. nazis dürfen überall im Land marschieren, aber wehe man macht einen vergleich zum Hoplocaust. Dann wird man zensiert....man man

    er hat recht. Denn, die Aussage wäre ein Beleidigung und Verharmlosung, wäre sie vor einem Publikum getätigt worden, welches man gerne mit "Stammtischintellekt" bezeichnet. Aber dem war nicht so. Es war vor einer Gruppe Menschen, die ihren Intellekt wahrlich verteidigen würden (oder zumindest den Anspruch darauf). Oder denken sie ernsthaft, der Herr Kabarettist wollte die Oper des H. verunglimpfen?
    Die zugegeben spitze Zunge weist auf einen Punkt hin, den Frau Knobloch sträflich vernachlässigt in ihrer immer wieder kehrenden Entrüstung. Der tendenzielle Anfang, also die angehende Volksverhetzung und pauschale Verurteilung von Gruppen, ist der legitime Grund für Entrüstung. Dahingehend muss man warnen, warnen muss man für die Zukunft. Aus der Vergangenheit kann man lernen, sie aber zu bedauern (was an sich zwingend ist) darf nicht über der Warnung an nächste Generationen stehen, sonst verkommt es zum Gejammer und wird am Ende selber die schlimmste Verharmlosung des Holocaust.
    Dem Menschen, der abstrahieren und damit unterscheiden kann, darf man jeden Vergleich geben. Er ist aufgefordert sich die "Message" zu entnehmen. Kann er das nicht, fällt er nicht in genannte Gruppe.

    Wann dürfte man denn "Voksverhetzung!" rufen? Nur dann, wenn es schon zu spät ist.
    Wahrlich, mutige Menschen wie dieser Fastenprediger tun genau das Richtige: Sie warnen auch gegen das wohlige Empfinden der Menschen und an dem Punkt wachen diese auf!

    Das mit den Jungliberalen stimmt nicht, das ist falsch zitiert. Er sagte "Neoliberale".

    "Aber dieser Vergleich, beleidigt nicht Westerwelle, sondern die Verfolgten des Dritten Reiches."

    Wie sie auf diesen Gedanken kommen ist mir rätselhaft.
    Worin genau besteht denn die Beleidigung als solche?

    Ihre Erkenntnis könnte aus dem Geschichtsunterricht der 9. Klasse stammen.

    Wenn wir ihnen gegenüber stünden, wir würden diese 26 Millionen Toten des Nazismus und des Stalinismus wohl nicht üerschauen können.

    Ihre Zahl ist Million. Und kein Mensch auf dieser Erde und kein Wesen im ganzen Universum kann diese Toten beleidigen.

    Was wir aber können, das ist sie zu missbrauchen. Sie dazu missbrauchen, uns ein sanftes Ruhekissen zu verschaffen, in dem wir nicht darüber sprechen, welche Marter, welche Folter und welche Schändung ihnen angetan wurde.

    Angetan von Menschen, von denen heute noch welche unter uns weilen, von den aber niemand spricht, weil dieser Multimillionenmord so schön dadurch esotheorisiert wurde, dass wir ihn nicht mehr als Vergleich und als Mahnmahl heranhziehen dürfen.

    Das Massaker, dass da von den Herrenmenschen der Nazis und der Stalinisten und all ihrer gutbürgerlichen, willfährigen Helfer organisiert und mit Hilfe von Millionen Handlangern realisiert wurde, die sich heute als "hilflose Befehlsempfänger" aus ihrer Verantwortung stehlen und die Kinder und Enkel, die das gleiche noch heute praktizieren, dass sind diejenigen, die heute schon wieder mit Menschen so umgehen und sie mit der Sprachmanipulation und den vielen Pogromparolen denunzieren, wie das damals vor den Massenmordlagern mit den Juden, den Zigeunern, den Widerständlern und den "Feinden" praktiziert wurde.

    Es gibt sie schon längst wieder die Konzentrationslager. Die Vernichtungslager, wo die Menschen umgebracht werden, die der Lösung aller Probleme im Wege stehen. Gestern Juden, Zigeuner, Volksfeinde, Staatsfeinde, Klassenfeinde.

    Heute Arbeitslose, Türken und andere Kaffern.

    Mit Verlaub. Wir sollten uns nicht einbilden, dass die Vergewaltigung von Kindern und Heranwachsenden nur in den Eliteschulen der von unseren sogen. Eliten organisierten Ausbildungslagern der Leistungsträger praktiziert werden. Schauen wir uns doch einmal in den heutigen Unternehmen um, wo die Prostitution schon wieder solche Urstände feiert wie zu Zeiten Ludwigs des XIV, wo Mätressen auf den Matratzen der Herrschaft herum rutschen und ihre Karrieren machen.

    Diese hybride Ausformung des einfachen Spruches "Können muss nicht sein, Kennen muss sein", den wir seit der geistig-moralischen Wende der Herren Kohl und Genscher zu hören bekamen, zeigt jetzt seine Realitäten.

    Zu Kaisers Zeiten da opferten die Mütter ihre Söhne dem Kaiser im Stahlbad vor Ypern und Verdun. Zu Zeiten des Adolf Schickelgruber opferten die Mütter ihre Söhne für den Führer und das Herrenmenschenvolk.

    Und heute?
    Heute opfern die geistig-emotional gleichgearteten Enkelinnen und Urenkelinnen ihre Söhne und Töchter dem hohen und hehren Ziel des ERFOLGES und dem Eintritt in die Hohepriesterkaste der LEISTUNGSTRÄGER.
    Geistig, körperlicher und sexueller Missbrauch sind die Initiationsriten dieser "ELITE". Dazu zählt auch das rohe Leber fressen (und wenn es denn wirklich stimmt, auch das Fressen von Vorgesetzenfäkalien) in den Kreisen unserer modernen Soldateska, die längst zu einem Haufen von Söldnern verkommen ist, denen jeder Instinkt für die zivilisatorischen, die geistigen, die ethischen und die intellektuellen Grundlagen einer menschlichen Gesellschaft abhanden gekommen ist. Handlanger, die so wie die Schergen, die Helfershelfer und die Mittäter der Nazimörder und der Stalinistenmörder ihre schreckliche Arbeit leisten. Nur eben heute im Namen des Kampfes für Freiheit, Sicherheit und den Totalistarismus eines Kannibalkapitalismus, der als Kern die virulente Finanzspekulations- und -anlagenbetrugswirtschaft vorweist.

    Das sollte einmal zur Kenntnis genommen werden.

  4. Ach nein, entschuldigen sie bitte, diese Erlaubnis hat nur Herr Westerwelle.

  5. Hab ich ganz vergessen. Ich finde den Vergleich nur nicht lustig und nicht gerechtfertigt! Zensiert hätte ich ihn trotzdem nicht. Von mir aus können sie am Nockherberg sagen was sie wollen. Nur wenns nicht mehr lustig ist, dann schaue ich es mir halt nicht mehr an.

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    eben der Unterschied:
    "Nur wenns nicht mehr lustig ist, dann schaue ich es mir halt nicht mehr an."
    Die Möglichkeit haben Sie bei Westerwelle nicht.

    Im übrigen habe ich selbst gesagt das dieser Vergleich ziemlich heftig war.
    Mir geht es auch nicht um die KZ Anspielung als solches sondern
    nur darum das Leute wie Westerwelle ungestraft diffamieren
    und Aufwiegeln können wie es Ihnen gerade in Ihr plotisches
    Kalkül passt.

    eben der Unterschied:
    "Nur wenns nicht mehr lustig ist, dann schaue ich es mir halt nicht mehr an."
    Die Möglichkeit haben Sie bei Westerwelle nicht.

    Im übrigen habe ich selbst gesagt das dieser Vergleich ziemlich heftig war.
    Mir geht es auch nicht um die KZ Anspielung als solches sondern
    nur darum das Leute wie Westerwelle ungestraft diffamieren
    und Aufwiegeln können wie es Ihnen gerade in Ihr plotisches
    Kalkül passt.

  6. eben der Unterschied:
    "Nur wenns nicht mehr lustig ist, dann schaue ich es mir halt nicht mehr an."
    Die Möglichkeit haben Sie bei Westerwelle nicht.

    Im übrigen habe ich selbst gesagt das dieser Vergleich ziemlich heftig war.
    Mir geht es auch nicht um die KZ Anspielung als solches sondern
    nur darum das Leute wie Westerwelle ungestraft diffamieren
    und Aufwiegeln können wie es Ihnen gerade in Ihr plotisches
    Kalkül passt.

    Antwort auf "Haben Sie nicht! 2"
    • elvin
    • 05.03.2010 um 19:48 Uhr

    Dieser Vergleich ist sehr grenzwertig. Ich denke darüber ist man sich einig, aber wenn man sich die Intension mal richtig durchdenkt, dann geht es dabei in keinster Art und Weise um die Beleidigung der Opfer des Holocaust.
    Die Intension ist doch, Parallelen zwischen der Vorgehensweise der NS Diktatur mit den agitatorischen Ausführungen eines Herrn Westerwelle und weiteren FDP-Mitgliedern aufzuzeigen. Natürlich provoziert dieser Vergleich und schockt uns sogar. Aber ist das nicht die Aufgabe von Satire? Wer wenn nicht die Satire soll uns dazubringen einmal genauer über bestimmte Dinge nachzudenken und uns auf Missstände hinzuweisen.

    Herr Westerwelle wäre besser beraten, wenn er über diesen Vergleich nachdenken würde und gewisse Überzeugungen seinerseits überdenkt. Stattdessen reagiert er ganz Staatsmännisch wie ein kleines Kind und kommt einfach nicht mehr.

    Man kann diesen Vergleich als zu hart vergleichen, aber mit der Entschuldigung des Kabarettisten ist das Thema auch erledigt. Wir haben auf dieser Welt genug Antisemiten und rechte Schläger. Die sind unser Problem und nicht ein intellektueller Kabarettist, der uns blödem deutschem Volk mal die wahren Züge einer Neoliberalen Politik unter der Führung von verwöhnten Anwaltssöhnchen, die die harte Realität und Existenzangst nie in Ansätzen erfahren haben!

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    trifft es absout auf den Punkt.

    ...Intention statt Intension?

    • oooo
    • 06.03.2010 um 10:59 Uhr

    Ja, aber kann mal passieren, denke ich.

    Und das ist halt das Problem. "Intellektueller" gilt in manchen Kreisen auch schon als Schimpfwort. So fängts an...

    Bravo, stimme Ihnen uneingeschränkt zu! Selbst harte Satire sollte in einer offenen, demokratischen Gesellschaft kein Problem sein.

    trifft es absout auf den Punkt.

    ...Intention statt Intension?

    • oooo
    • 06.03.2010 um 10:59 Uhr

    Ja, aber kann mal passieren, denke ich.

    Und das ist halt das Problem. "Intellektueller" gilt in manchen Kreisen auch schon als Schimpfwort. So fängts an...

    Bravo, stimme Ihnen uneingeschränkt zu! Selbst harte Satire sollte in einer offenen, demokratischen Gesellschaft kein Problem sein.

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