Missbrauchsfälle Benedikt wird sein Schweigen brechen
Der Papst hat einen Hirtenbrief zum Missbrauchsskandal in der irischen Kirche angekündigt. Deutschland wartet weiter auf ein Wort zu den hiesigen Fällen.
Papst Benedikt XVI. will nach der Kritik an seinem Schweigen zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche bald seine Zurückhaltung aufgeben. Kurienerzbischof Rino Fisichella sagte der italienischen Zeitung Corriere della Sera, der Papst sei "entschlossen", neue Maßnahmen zu erlassen.
Der Papst sitze hinsichtlich der bekannt gewordenen Missbrauchsfälle "nicht in einem Elfenbeinturm", sagte Fisichella als Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben. Benedikt XVI. hatte Missbrauchsfälle in Irland im Dezember als "abscheuliche Verbrechen" verurteilt und einen Hirtenbrief zu dem Skandal angekündigt. Dieser in naher Zukunft geplante Hirtenbrief werde eine "neue Darlegung" der "klaren Positionen" des Papstes sein, sagte Fisichella.
Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche ist in Irland schon seit Jahren ein Thema. In Irland lehnte trotz des sexuellen Missbrauchs Hunderter Kinder durch katholische Geistliche Kirchenoberhaupt Sean Brady einen Rückritt ab. Dies erklärte Brady, nachdem er zuvor eingestanden hatte, 1975 als einfacher Priester an zwei Treffen mit Missbrauchsopfern teilgenommen zu haben, bei denen diese Schweigegelübde unterzeichneten. Opferverbände forderten daraufhin den Rücktritt des Kardinals.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich zufrieden mit dem Vorgehen des Papstes. Die Kanzlerin begrüße es, dass der Heilige Vater die Notwendigkeit einer vollständigen Aufklärung solcher Taten ausdrücklich unterstrichen habe, sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans. Für die Bundesregierung sei es ein gutes Zeichen, dass die Bemühungen der katholischen Kirche in Deutschland die Rückendeckung des Vatikans hätten. Der Kanzlerin sei es aber wichtig, dass es nicht nur um die katholische Kirche gehe, sondern um eine gesamtgesellschaftliche Debatte, sagte Steegmans.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hatte am Freitag bei einer Audienz mit dem Papst über die Missbrauchsfälle in Deutschland gesprochen. Danach drang lediglich an die Öffentlichkeit, dass der deutsche Papst sehr erschüttert sei. Beim traditionellen Angelus-Gebet am Sonntag in Rom sprach das Kirchenoberhaupt den Skandal nicht an. Auch beim Abendgottesdienst in der deutschen Christuskirche in Rom äußerte er sich nicht dazu. Benedikt XVI. besuchte dabei erstmals in seiner Amtszeit als Pontifex ein evangelisches Gotteshaus.
Das Schweigen des Papstes sei auf die "Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit" zurückzuführen, mit der dieser sich ein Bild der Lage mache, sagte Kardinal Fisichella. Ob der Hirtenbrief an die irischen Bischöfe auch ausdrücklich auf die Fälle in Deutschland eingehen wird, ließ er offen.
In Deutschland wurden erneut Forderungen an den Heiligen Vater laut, öffentlich Stellung zu beziehen. Die katholische Jugend forderte den Papst auf, sich zu den Missbrauchsfällen öffentlich zu äußern. "Das beschäftigt die Menschen, ob sie gläubig sind oder nicht, und der Heilige Vater sollte sich dazu äußern", sagte der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Dirk Tänzler, der Berliner Zeitung. Dies sei auch deshalb nötig, weil die Kirche in Deutschland "in einer ihrer tiefsten Sinnkrisen seit 1945 steckt".
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) besteht nach den Worten eines Ministeriumssprechers auf einer "institutionalisierten Form der Aufarbeitung von Missbrauch" – in welcher Form auch immer. Für den 15. April sei eine Aussprache zwischen der Ministerin und Zollitsch vereinbart. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz hatte sich bei CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel über den Vorwurf der FDP-Politikerin beschwert, die Kirche arbeite nicht konstruktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen.
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sieht nach eigenen Worten die Vertrauenswürdigkeit der Kirche durch den Skandal "schwer erschüttert". Gerade für eine Institution, die moralische Autorität beanspruche, seien strengere Maßstäbe anzulegen, sagte Thierse, der auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört, in der ARD. Die Kirche müsse mit sich ehrlicher und strenger sein, "und das gilt natürlich auch für den Papst".
ZdK-Präsident Alois Glück bescheinigte der katholischen Kirche eine Kursänderung. "Bis vor Kurzem galt es, die Kirche und ihre Amtsträger zu schützen", sagte Glück der ARD. Das habe zum "Verdrängen, Verschweigen und Vertuschen" geführt. Jetzt stehe im Mittelpunkt, den Opfern zu helfen und "schonungslose Aufklärung zu betreiben". Dass sich der Papst noch nicht öffentlich zu den Missbrauchsvorfällen geäußert habe, sei sein "eigenes Ermessen." Daraus könne aber "nichts abgeleitet werden".
Der Kriminologe Christian Pfeiffer sieht in der katholischen Kirche einen "respektablen Kurswechsel" im Umgang mit Tätern und Opfern. Neben einer offensiven Aufklärung sei aber auch eine wirksame Prävention nötig, sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung. Potenzielle Täter fürchteten am meisten das Risiko, dass eine Tat entdeckt werden könnte. "Daher ist alles gut, was die Anzeigebereitschaft der Opfer fördert."
Am 30. März will die katholische Kirche eine Info-Hotline für Opfer von sexuellem Missbrauch freischalten. Der Beauftragte zur Aufklärung der Missbrauchsfälle, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, legte sich am Montag in der Rhein-Zeitung auf dieses Datum fest.
- Datum 15.03.2010 - 16:12 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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http://www.youtube.com/wa...
"Verdrängen, Verschweigen, und Vertuschen"
das kommt fast einem Schuldigsprechen der Opfer gleich!
es wird hoechste Zeit, dass die Kirche umdenkt, und dass der Staatsanwalt eingeschaltet wird ..
Sehr geehrte/r Frau/Herr Honett,
hier mal ein Kommentar, der auch darauf hinweist, dass auch unsere Justiz nicht immer das Allerheilmittel ist, wie sich ja auch in Irland gezeigt hat.
http://www.bild.de/BILD/n...
MfG
Hainer
Sehr geehrte/r Herr/Frau Argusaugen,
ihre anderen Ausfälle lasse ich jetzt mal dahin, aber nur soviel: Die Kirche arbeitet derzeit sehr eng mit den Behörden zusammen, was diese auch bestätigen (wie im Falle Ettal). Das war in der Vergangenheit nicht so und das war ein Fehler. Allerdings sollte man auch verstehen (was nicht entschuldigen heißt), dass im katholischen Teil Dtls bis vor kurzem immer noch latentes Misstrauen gegen den dt. Staat herrschte. Immerhin hatte dieser sich auch mal auf die Fahnen geschrieben den Katholizismus auszumerzen (Stichwort Kulturkampf, Antikirchenpolitik III.Reich/DDR, etc.) Dieses Misstrauen besteht heute nicht mehr und man hat grauenvoll lernen müssen, dass man das Missbrauchsproblem nur zusammen in den Griff kriegt. Insofern sollten sie vorsichtig sein, hier zu sehr die Keule zu schwingen, denn sonst bestätigen sie zum Nachteil der Opfer die bei einigen noch vorhandenen Vorbehalte. Um diese weiter abzubauen, braucht es auch den Hirtenbrief. Da geht es nicht gegen dt. Recht. ABer vergessen sie bitte nicht, Recht ist nur so stark, wie seine Bürger es machen. Und um das zu verbessern, müssen die entsprechenen Überzeugungen gestärkt werden. Genau das will der Papst unternehmen und ich unterstütze ihn darin.
Übrigens bei Brady bin ich mit Ihnen völlig einer Meinung.
MfG
Hainer
Herr Prof. Ratzinger soll sich also in seiner Eigenschaft als moralische Autorität äußern, damit alles wieder gut wird..,
Rekapitulieren wir mal die Fakten:
Herr Prof. Ratzinger hatte als Erzbischof von München und Freising einen Priester eingestellt, der
1. einen 11jährigen Jungen zuerst betrunken gemacht
2, dann zum Oralverkehr gezwungen hat.
Er wurde dann im Amte wieder rückfällig. Wäre Herr Prof. Ratzinger Jugendamtsleiter o. ä. gewesen, wäre er dann heute noch im Amt?
Nicht eingestellt, sondern aus dem Amt entfernt wird jede kath. Kindergärtnerin (in meist zu 80% aus allgemeinen Steuergeldern finanzierten) kath. Kindergärten, wenn sie sich scheiden lässt....
Herr Prof. Ratzinger belehrt die Welt gerne über moral. Relativismus und seine Verderblichkeit?
Wer ist hier relativistisch und verderblich?
Sehr geehrte/r Herr rhein.Citoyen,
bitte rekapitulieren sie die Fakten korrekt:
1. Herr Ratzinger hat in einem Gremium zugestimmt, dass ein auffälliger Priester zu einer Therapie in sein Bistum kommt, jedoch nicht in der Seelsorge eingesetzt wird.
2. Dagegen hat ein Vikar eigenmächtig gehandelt und den betreffenden doch eingesetzt.
3. Als der Priester wieder auffällig wurde und sein Opfer missbrauchte wurde er der Staatsgewalt ausgeliefert und verurteilt (18 Monate Bewährung, 4000 Mark Strafe)
4. Später wurde er weitab von der Jugendseelsorge eingesetzt und von dort noch weiter entfernt, als Bischof Marx ihn nochmal einem forensichen Gutachten unterzogen hat.
Können sie so auch alles in der SZ nachlesen.
MfG
Hainer
Erstaunlich ist Ihr beschönigendes Vokabular, genauso wie Ihr geschöntes Geschichtsbild (Haben Sie schon einmal etwas von den gutkath. Hitler-Verbündeten Franco oder dem slowak. Präsidenten und kath. Priester Tiso gehört?)
Zurück zur Gegenwart:
Die von der röm. Kirche behauptete apostol. Sukzession entschuldigt kriminelles Verhalten nicht (im Gegenteil!)...
Herr Prof. Ratzinger hat den 'auffälligen' Kriminellen bewusst eingestellt (genauso wie er Geschiedene bewusst rausschmeisst)!
Herr Prof. Ratzinger steht auch in der Verantwortung dafür, dass er (mit oder ohne sein Wissen) wieder auf Kinder losgelassen wurde. Insgesamt kann er laut SZ mittlerweile auf 21 Jahre Gemeindearbeit (nicht Altenheimbetreuung o. ä.) zurückblicken.
"4. Später wurde er weitab von der Jugendseelsorge eingesetzt und von dort noch weiter entfernt, als Bischof Marx ihn nochmal einem forensichen Gutachten unterzogen hat."
Guten Abend Herr Hainer,
an dieser Stelle würde ich mich gerne einmischen mit dem Hinweis, dass der Priester zwar nicht in der Jugendseelsorge tätig war, aber jahrelang ganz normal für die - minderjährigen, meist oder ausschließlich? männlichen - Ministranten. Also sehr wohl "Zugriff" auf Kinder hatte.
Und das Gutachten wurde offenbar erst erstellt, als ein früheres Opfer Droh-Emails schickte und man Angst haben musste, dass die Sache auffliegt.
Was mir im Moment am meisten Sorge macht: Es ist fast nur von verjährten Altfällen die Rede. Was ist mit den letzten Jahren? Gab es keine Übergriffe mehr? Wie kann man das aufklären? Was ist mit der Gegenwart? Wie kann man Kinder, die akut Hilfe bedürfen, ausfindig machen und beschützen?
Es grüßt Sie
leanders
Erstaunlich ist Ihr beschönigendes Vokabular, genauso wie Ihr geschöntes Geschichtsbild (Haben Sie schon einmal etwas von den gutkath. Hitler-Verbündeten Franco oder dem slowak. Präsidenten und kath. Priester Tiso gehört?)
Zurück zur Gegenwart:
Die von der röm. Kirche behauptete apostol. Sukzession entschuldigt kriminelles Verhalten nicht (im Gegenteil!)...
Herr Prof. Ratzinger hat den 'auffälligen' Kriminellen bewusst eingestellt (genauso wie er Geschiedene bewusst rausschmeisst)!
Herr Prof. Ratzinger steht auch in der Verantwortung dafür, dass er (mit oder ohne sein Wissen) wieder auf Kinder losgelassen wurde. Insgesamt kann er laut SZ mittlerweile auf 21 Jahre Gemeindearbeit (nicht Altenheimbetreuung o. ä.) zurückblicken.
"4. Später wurde er weitab von der Jugendseelsorge eingesetzt und von dort noch weiter entfernt, als Bischof Marx ihn nochmal einem forensichen Gutachten unterzogen hat."
Guten Abend Herr Hainer,
an dieser Stelle würde ich mich gerne einmischen mit dem Hinweis, dass der Priester zwar nicht in der Jugendseelsorge tätig war, aber jahrelang ganz normal für die - minderjährigen, meist oder ausschließlich? männlichen - Ministranten. Also sehr wohl "Zugriff" auf Kinder hatte.
Und das Gutachten wurde offenbar erst erstellt, als ein früheres Opfer Droh-Emails schickte und man Angst haben musste, dass die Sache auffliegt.
Was mir im Moment am meisten Sorge macht: Es ist fast nur von verjährten Altfällen die Rede. Was ist mit den letzten Jahren? Gab es keine Übergriffe mehr? Wie kann man das aufklären? Was ist mit der Gegenwart? Wie kann man Kinder, die akut Hilfe bedürfen, ausfindig machen und beschützen?
Es grüßt Sie
leanders
Erstaunlich ist Ihr beschönigendes Vokabular, genauso wie Ihr geschöntes Geschichtsbild (Haben Sie schon einmal etwas von den gutkath. Hitler-Verbündeten Franco oder dem slowak. Präsidenten und kath. Priester Tiso gehört?)
Zurück zur Gegenwart:
Die von der röm. Kirche behauptete apostol. Sukzession entschuldigt kriminelles Verhalten nicht (im Gegenteil!)...
Herr Prof. Ratzinger hat den 'auffälligen' Kriminellen bewusst eingestellt (genauso wie er Geschiedene bewusst rausschmeisst)!
Herr Prof. Ratzinger steht auch in der Verantwortung dafür, dass er (mit oder ohne sein Wissen) wieder auf Kinder losgelassen wurde. Insgesamt kann er laut SZ mittlerweile auf 21 Jahre Gemeindearbeit (nicht Altenheimbetreuung o. ä.) zurückblicken.
Sehr geehrte/r Herr/Frau rhein.Citoyen.
ich schöne mein Geschichtsbild nicht, ich sehe die Dinge nur differenziert. Ich kenne die Personen die sie aufgezählt haben, aber genauso kenne ich auch Maximilian Kolbe u.a. und natürlich kenne ich auch Pol Pot und Stalin und Mao und weiß daher, dass Gewalt kein Privileg von Religionen ist. Diese werden nur genauso gerne politisiert wie alles andere und auch religiöse Menschen können sich irren und verfehlen. Und ich weiß auch wie leicht es ist, heute über den Umgang mit dem Faschismus zu urteilen, während das damals sehr viel schwieriger war. Das entschuldigt nicht das Damals, bewahrt aber davor, sich moralisch auf die gleiche Fallhöhe zu begeben, wie die Menschen damals.
Die apostol. Sukzession hat meines Erachtens nichts mit dem Thema zu tun, auch finde ich die Verbindung mit weltanschaulichen Betrieben etwas komisch. Mal abgesehen davon, dass Benedikt keine Leute entlässt, das übernehmen die Kirchenverwaltungen nach den dafür vorgesehenen Gesetzen. Die übrigens jeder im Vorfeld kennt und entsprechend erfüllen kann.
Übrigens hat der Priester entgegen den gemachten Auflagen von sich aus versucht, wieder in Bereiche zu kommen, die ihm verboten wurden. Und siehe da: Der Verantwortliche dafür ist auch schon entlassen worden, denn eigentlich sollte der Mann nur noch in der Tourismusseelsorge arbeiten. Können sie auch gerne nachlesen:
http://www.br-online.de/a...
MfG
Hainer
Sehr geehrte/r Herr/Frau rhein.Citoyen.
ich schöne mein Geschichtsbild nicht, ich sehe die Dinge nur differenziert. Ich kenne die Personen die sie aufgezählt haben, aber genauso kenne ich auch Maximilian Kolbe u.a. und natürlich kenne ich auch Pol Pot und Stalin und Mao und weiß daher, dass Gewalt kein Privileg von Religionen ist. Diese werden nur genauso gerne politisiert wie alles andere und auch religiöse Menschen können sich irren und verfehlen. Und ich weiß auch wie leicht es ist, heute über den Umgang mit dem Faschismus zu urteilen, während das damals sehr viel schwieriger war. Das entschuldigt nicht das Damals, bewahrt aber davor, sich moralisch auf die gleiche Fallhöhe zu begeben, wie die Menschen damals.
Die apostol. Sukzession hat meines Erachtens nichts mit dem Thema zu tun, auch finde ich die Verbindung mit weltanschaulichen Betrieben etwas komisch. Mal abgesehen davon, dass Benedikt keine Leute entlässt, das übernehmen die Kirchenverwaltungen nach den dafür vorgesehenen Gesetzen. Die übrigens jeder im Vorfeld kennt und entsprechend erfüllen kann.
Übrigens hat der Priester entgegen den gemachten Auflagen von sich aus versucht, wieder in Bereiche zu kommen, die ihm verboten wurden. Und siehe da: Der Verantwortliche dafür ist auch schon entlassen worden, denn eigentlich sollte der Mann nur noch in der Tourismusseelsorge arbeiten. Können sie auch gerne nachlesen:
http://www.br-online.de/a...
MfG
Hainer
Sehr geehrte/r Herr/Frau rhein.Citoyen.
ich schöne mein Geschichtsbild nicht, ich sehe die Dinge nur differenziert. Ich kenne die Personen die sie aufgezählt haben, aber genauso kenne ich auch Maximilian Kolbe u.a. und natürlich kenne ich auch Pol Pot und Stalin und Mao und weiß daher, dass Gewalt kein Privileg von Religionen ist. Diese werden nur genauso gerne politisiert wie alles andere und auch religiöse Menschen können sich irren und verfehlen. Und ich weiß auch wie leicht es ist, heute über den Umgang mit dem Faschismus zu urteilen, während das damals sehr viel schwieriger war. Das entschuldigt nicht das Damals, bewahrt aber davor, sich moralisch auf die gleiche Fallhöhe zu begeben, wie die Menschen damals.
Die apostol. Sukzession hat meines Erachtens nichts mit dem Thema zu tun, auch finde ich die Verbindung mit weltanschaulichen Betrieben etwas komisch. Mal abgesehen davon, dass Benedikt keine Leute entlässt, das übernehmen die Kirchenverwaltungen nach den dafür vorgesehenen Gesetzen. Die übrigens jeder im Vorfeld kennt und entsprechend erfüllen kann.
Übrigens hat der Priester entgegen den gemachten Auflagen von sich aus versucht, wieder in Bereiche zu kommen, die ihm verboten wurden. Und siehe da: Der Verantwortliche dafür ist auch schon entlassen worden, denn eigentlich sollte der Mann nur noch in der Tourismusseelsorge arbeiten. Können sie auch gerne nachlesen:
http://www.br-online.de/a...
MfG
Hainer
Nun, ich denke, dass an einem Menschen, der angeblich in apostolischer Sukzession steht, zumindest die gleichen Maßstäbe angelegt werden sollten, wie an Lehrer und andere Beamte. Und da kann einen eine jurist. Verurteilung den Beruf kosten. Man wird nicht nur versetzt, zum Beispiel in die Tourismussseelsorge (haben Touristen übrigens keine Kinder?).
Was die eigentümliche Schnüffelei der kath. Kirche im legalen [!] Privatleben ihrer Mitarbeiter betrifft, so wäre vielleicht weniger dagegen einzuwenden, wenn sie diese auch aus ihren Mitteln bezahlen würde. Dass der Steuerzahler aber zahlt und die kath. Kirche nach ihrer Ideologie die Regeln bestimmt, ist ein Missverhältnis.
PS. Sicher muss man die faschist. Vergangenheit differenziert sehen. Auch Maximilan Kolbe. Der hat als Journalist nette Artikel über die Juden als Krebsgeschwür am poln. Volk geschrieben, bevor er im KZ über sich hinauswuchs....
Nun, ich denke, dass an einem Menschen, der angeblich in apostolischer Sukzession steht, zumindest die gleichen Maßstäbe angelegt werden sollten, wie an Lehrer und andere Beamte. Und da kann einen eine jurist. Verurteilung den Beruf kosten. Man wird nicht nur versetzt, zum Beispiel in die Tourismussseelsorge (haben Touristen übrigens keine Kinder?).
Was die eigentümliche Schnüffelei der kath. Kirche im legalen [!] Privatleben ihrer Mitarbeiter betrifft, so wäre vielleicht weniger dagegen einzuwenden, wenn sie diese auch aus ihren Mitteln bezahlen würde. Dass der Steuerzahler aber zahlt und die kath. Kirche nach ihrer Ideologie die Regeln bestimmt, ist ein Missverhältnis.
PS. Sicher muss man die faschist. Vergangenheit differenziert sehen. Auch Maximilan Kolbe. Der hat als Journalist nette Artikel über die Juden als Krebsgeschwür am poln. Volk geschrieben, bevor er im KZ über sich hinauswuchs....
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