Verbrechen : Überfall auf Poker-Turnier weitgehend aufgeklärt

Neun Tage nach dem Überfall auf das Berliner Poker-Turnier hat sich der erste Räuber gestellt. Seine Komplizen werden noch gesucht, sind aber namentlich bekannt.

Bisher waren von dem Poker-Räuber nur die Augen bekannt. Auf Fotos vom Überfall auf das Berliner Poker-Turnier am 6. März blickten sie angstvoll durch die Löcher einer schwarzen Maske. Der Räuber steckte im Schwitzkasten eines zwei Meter großen Sicherheitsmannes, konnte aber von einem Komplizen befreit werden und fliehen. Neun Tage nach dem Überfall gab der 21-jährige Mann nun auf und stellte sich am Montagabend der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Er sei zusammen mit seinem Anwalt erschienen, berichtete der Berliner Polizeisprecher Frank Millert. Nach den drei Komplizen sucht die Polizei noch.

Am Dienstag stürmten nach Zeitungsberichten Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) die leeren Wohnungen weiterer Verdächtiger in Kreuzberg. Ob belastendes Beweismaterial gefunden wurde, ist bisher nicht bekannt. Der 21-jährige Räuber soll die Tat gestanden haben. Laut Berliner Morgenpost schilderte er bei der Polizei den Ablauf des Überfalls und nannte auch Namen seiner Komplizen.

Verschwunden sind bisher die 242.000 Euro, die die vier Männer bei dem Raubüberfall im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz erbeuteten. Zahlreiche Videokameras, Zeugen und auch Pressefotografen dokumentierten den Überfall. Außerdem hinterließen die Räuber bei ihrem amateurhaften Sturm auf die Poker-Kasse auch DNA-Spuren und möglicherweise auch Fingerabdrücke.

Berlins Polizeipräsidenten Dieter Glietsch dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Angesichts der vielen Spuren und Bilder prognostizierte er zwei Tage nach dem Überfall, die Chancen für einen schnellen Fahndungserfolg stünden "nicht schlecht". Dann passierte erst mal nichts, und Glietsch, der in der Hauptstadt eigentlich für seine abwägenden Worte bekannt ist, musste einigen Spott ertragen.

Kritik gab es besonders, als die Polizei am vergangenen Freitagabend einen Verdächtigen festnahm, der am nächsten Tag wieder freigelassen werden musste. Die Fahnder hatten den Mann, der an einem Überfall auf ein Spielkasino am Alexanderplatz im Jahr 2004 beteiligt war, offenbar verwechselt. Diese Schlappe erinnerte an den Einbruch ins Luxuskaufhaus KaDeWe vor mehr als einem Jahr. Monate später präsentierte die Polizei Zwillinge als Täter. Einziger Beweis war eine DNA-Spur. Weil sie keinem der beiden Brüder eindeutig zugeordnet werden konnte, wurden die Verdächtigen kurz darauf wieder freigelassen.

Angesichts des geständigen Poker-Räubers war die Stimmung der Berliner Polizei zuletzt deutlich entspannter. Für den Nachmittag wurden eine Pressekonferenz und weitere Einzelheiten zu der Fahndung nach dem Rest der Bande angekündigt.
 

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Kommentare

12 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Spiegel: politisch unkorrekt

Ja, liebe Zeit: der Spiegel hat Mut gegen den Mainstream und veröffentlicht Namen und Fotos unserer Mitbürger. Einer heißt Jihad, wenn das mal kein böses Omen für die Zukunft unseres Rechtsstaates ist. Schätze mal, dass in 100 Jahren die Mehrheit in Europa auf orientalisch klingende Namen hören wird. Unsere armen Kinder müssen die Dummheit unserer Integrationspolitiker schließlich ausbaden.
[Vermeiden Sie bitte Äußerungen, die als fremdenfeindlich gedeutet werden können, da wir diese in unseren Foren nicht tolerieren. Danke, die Redaktion/vv]

Wirklich die Dummheit unsere Integrationspolitiker?

Die ändereung unserer Befölkerungszusammensetzung den Politikern in die Schuhe zu schieben ist doch quatsch. Ja, es wurden und werden viele fehler bei der Integration gemacht, von der Politik und von denen die sich als Deutsche fühlen, weil sie seit x generationen dort leben und natürlich auch von den Migranten. Und ja, hier sollte von allen beteiligten mehr aufeinander zu gegangen werden.

Für das in die Welt setzen von Kindern sind Politiker aber nicht mehr verantwortlich als jeder andere auch. Und wenn die Deutschen Geldgeil sind und sich zu fein dafür sind Kinder zu bekommen werden sie über kurz oder lang immer weniger. Und nur weil vielen deutschen die Kariere wichtiger ist als die Gründung einer Familie kann man es nicht dehnen vorwerfen die sich für eine Familie entscheiden.

Mein Lieblingsthema

Du hast Recht, es ist ein Thema, das mich aus vielerei Gründen beschäftigt. Ein Grund ist die Tatsache, dass die Mehrheit der sog. Intensivtäter türkisch-arabische Wurzeln hat. Das finde ich bedenklich, wie ich es merkwürdig finde, wenn das gleiche Klientel Deutschland verachtet und bevorzugt "deutsche Kartoffeln" schikaniert. Um es vorwegzunehmen, ich bin nicht besonders patriotisch und stehe auch politisch nicht rechts. Aber ich finde es zum kotzen, wie sich manche Einwanderer hier aufführen und unsere Politiker davor die Augen verschließen, weil sie Angst vor der Nazi-Keule haben.

es waren Intensivtäter mit Migrationshintergrund

..und sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Amtsgänger, hatten eine schwierige Kindheit, daher keinen Schulabschluss, wurden durch die deutsche Gesellschaft nicht ausreichend integriert, haben unter dem harten Winter gelitten und brauchen dringend eine Südseetherapie als Strafmassnahme....kurzum das typische "Böhmer-Klientel"