Terror-Prozess Zum Abschluss ein LächelnSeite 2/2
Die Urteile gegen die vier Sauerländer fielen hart aus. An der Höhe konnten auch die Geständnisse der Angeklagten nicht allzu viel ändern. Denn Breidling zeigte sich überzeugt: "Der Senat wäre am Ende zu denselben Erkenntnissen gelangt, selbst wenn die Angeklagten geschwiegen hätten." Das Beweismaterial sei einfach zu erdrückend gewesen. Aber das Gericht zeigte sich immerhin dankbar, denn die Geständnisse hatten sowohl für die Atmosphäre im Gerichtssaal als auch für die Dauer des Verfahrens positive Auswirkungen. Statt erwarteter zwei Jahre dauerte es nur elf Monate.
Nach der gut dreistündigen Urteilsverkündung verließen die Angeklagten ihre Plätze auf der Anklagebank hinter Panzerglas mit einem Lächeln. Das Gericht hat ihnen immerhin die Möglichkeit geschaffen, in einigen Jahren in ein normales Leben zurückzukehren. Daniel Schneider beispielsweise kann sich Hoffnungen machen, schon in gut fünf Jahren aus dem Gefängnis zu kommen, wenn er sich während der Haft entsprechend verhält. Und Selek, der Helfer, wird unter Anrechnung der Untersuchungshaft vielleicht schon in einem halben Jahr freikommen. Angekündigt haben die Angeklagten jedenfalls, sich in Zukunft von Terrororganisationen fernzuhalten.
- Datum 04.03.2010 - 17:16 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Ihre Verhaftung im September 2007 verlief spektakulär und versetzte die Republik in Angst." Hä? Hab ich was verpasst? Angst? Bin ich hier bei der BILD?
eine gelungene Propaganda: der Schily/Schäble`sche Überwachungsapparat schützt nur - großes Indianerehrenwort - die sorgsam behütete Bevölkerung.
Und dann die Angeklagten. Nach allem, was man so lesen konnte in der ganzen Zeit, kommt mir zumindest das schwerstens gefingert vor.
Wäre interessant - für jemanden, der etwas systematischer vorgeht als ich - die (auch weiteren) Lebensläufe der Angeklagten im Auge zu behalten.
"Nach allem, was man so lesen konnte in der ganzen Zeit, kommt mir zumindest das schwerstens gefingert vor." Also da lassen Sie sich aber wirklich viel zu sehr von Verschwörungstheorien leiten.
Nur weil eine jener Personen, die an der Radikalislierung der Verurteilten beteiligt waren, ein V-Mann des Verfassungsschutzes ist, weil die Chemikalien von der Polizei manipiliert wurden und weil der Ankauf der Zünder - die übrigens nicht funktionsfähig waren - von Agenten des türkischen Geheimdienstes lanciert wurde, gibt es kein Grund zu Zweifeln.
Schliesslich haben die Verurteilten dank ihrer überraschenden Geständnisse Sicherheitskäfte und Staatsanwaltschaft praktisch von jeder Nachweispflicht entbunden.
"Nach allem, was man so lesen konnte in der ganzen Zeit, kommt mir zumindest das schwerstens gefingert vor." Also da lassen Sie sich aber wirklich viel zu sehr von Verschwörungstheorien leiten.
Nur weil eine jener Personen, die an der Radikalislierung der Verurteilten beteiligt waren, ein V-Mann des Verfassungsschutzes ist, weil die Chemikalien von der Polizei manipiliert wurden und weil der Ankauf der Zünder - die übrigens nicht funktionsfähig waren - von Agenten des türkischen Geheimdienstes lanciert wurde, gibt es kein Grund zu Zweifeln.
Schliesslich haben die Verurteilten dank ihrer überraschenden Geständnisse Sicherheitskäfte und Staatsanwaltschaft praktisch von jeder Nachweispflicht entbunden.
Ist das etwa der Grund, weshalb heute durch die Bundespolizei wahllos Passanten durchsucht wurden und in ihren Taschen gewühlt wurde?
Also an dem Wisch von einem Ausweis der Bundespolizisten sollte man was ändern, das kann jeder nachbasteln. Die einzige Sicherheit, die ich hatte, dass es echte Polizisten waren, war nun die, dass der Beamte, nachdem er meine Brieftasche fingiert hatte, die 70 EUR, meine Visa Karte und meine EC-Karte auch drin beliess.
Mich fragten sie aber nur nach Drogen und Waffen, nicht aber nach Bomben. Hätten sie nach Bomben gefragt, müsste ich wohl noch länger nachdenken. Da gibt zu viele Möglichkeiten, wie man aus einem Taschentuch, einem Feuerzeug und einer Visa Karte eine Bombe basteln kann. Achso, mein Handy hatte ich nicht dabei.
Im Tonnenbereich - wie so vor gehabt haben sollten. Im Grammbereich war das schon eine heiße Nummer und mein Freund war dazu noch Chemiker und hatte eine menge Ahnung von Sicherheit. Das ist und bleibt dubios - da gibt es Sprengstoffe - die kann man in jedem Baumarkt kaufen.
"Nach allem, was man so lesen konnte in der ganzen Zeit, kommt mir zumindest das schwerstens gefingert vor." Also da lassen Sie sich aber wirklich viel zu sehr von Verschwörungstheorien leiten.
Nur weil eine jener Personen, die an der Radikalislierung der Verurteilten beteiligt waren, ein V-Mann des Verfassungsschutzes ist, weil die Chemikalien von der Polizei manipiliert wurden und weil der Ankauf der Zünder - die übrigens nicht funktionsfähig waren - von Agenten des türkischen Geheimdienstes lanciert wurde, gibt es kein Grund zu Zweifeln.
Schliesslich haben die Verurteilten dank ihrer überraschenden Geständnisse Sicherheitskäfte und Staatsanwaltschaft praktisch von jeder Nachweispflicht entbunden.
Und sie fielen wie erwartet drastisch aus.
Wie bitte?
12 Jahre für rund 150 tote Menschen oder auch mehr?
Wenn es denn geklappt hätte!
Hallo Staat, einsperren uns Schlüssel wegwerfen!
Diese Leute sind Menschenverachtend und haben in meinen Augen ihr Anrecht auf jegliche Freiheit verlohren!
Was hätten die den für eine Strafe bekommen, wenn die erfolg gehabt hätten?
Armes Deutschland
"12 Jahre für rund 150 tote Menschen oder auch mehr?" Naja - das das vornehmliche Ziel der Verurteilten US-Soldaten sein sollten, können wir ja einfach mal über den grossen Teich schauen, welch Strafmass die USA für derartige Verbrechen verhängt ... als Beispiel nehmen wir einfach das Massaker von My Lai.
Für die Vergewaltigungen und den Mord an 500 Zivilisten durch eine Gruppe US-Soldaten wurden folgende Strafen verhängt: angeklagt wurden lediglich 4 Soldaten, gegen den Rest wurde nicht einmal ermittelt. 3 der 4 Angeklagten wurden freigesprochen - verurteilt wurde nur der führende Offizier ... zu lebenslangem Hausarrest (also praktisch zu jenem Verhalten, das Westerwelle gerade so vehement anprangert). Zu Hause absitzen musste der US-Soldat, der für den Mord an 500 Unschuldigen verantwortlich ist, jedoch nur 3 Jahre.
Mit Hinblick darauf muss man das Urteil wohl als zu hart betrachten. Schliesslich irrt sich die amerikanische Justiz nicht, oder? Nur gut, dass man beim Verhör der Terroristen keine Verfahrensfehler begangen hat, sonst hätte man sie gleich freilassen müssen ... kann ja schliesslich mal passieren.
"12 Jahre für rund 150 tote Menschen oder auch mehr?" Naja - das das vornehmliche Ziel der Verurteilten US-Soldaten sein sollten, können wir ja einfach mal über den grossen Teich schauen, welch Strafmass die USA für derartige Verbrechen verhängt ... als Beispiel nehmen wir einfach das Massaker von My Lai.
Für die Vergewaltigungen und den Mord an 500 Zivilisten durch eine Gruppe US-Soldaten wurden folgende Strafen verhängt: angeklagt wurden lediglich 4 Soldaten, gegen den Rest wurde nicht einmal ermittelt. 3 der 4 Angeklagten wurden freigesprochen - verurteilt wurde nur der führende Offizier ... zu lebenslangem Hausarrest (also praktisch zu jenem Verhalten, das Westerwelle gerade so vehement anprangert). Zu Hause absitzen musste der US-Soldat, der für den Mord an 500 Unschuldigen verantwortlich ist, jedoch nur 3 Jahre.
Mit Hinblick darauf muss man das Urteil wohl als zu hart betrachten. Schliesslich irrt sich die amerikanische Justiz nicht, oder? Nur gut, dass man beim Verhör der Terroristen keine Verfahrensfehler begangen hat, sonst hätte man sie gleich freilassen müssen ... kann ja schliesslich mal passieren.
"12 Jahre für rund 150 tote Menschen oder auch mehr?" Naja - das das vornehmliche Ziel der Verurteilten US-Soldaten sein sollten, können wir ja einfach mal über den grossen Teich schauen, welch Strafmass die USA für derartige Verbrechen verhängt ... als Beispiel nehmen wir einfach das Massaker von My Lai.
Für die Vergewaltigungen und den Mord an 500 Zivilisten durch eine Gruppe US-Soldaten wurden folgende Strafen verhängt: angeklagt wurden lediglich 4 Soldaten, gegen den Rest wurde nicht einmal ermittelt. 3 der 4 Angeklagten wurden freigesprochen - verurteilt wurde nur der führende Offizier ... zu lebenslangem Hausarrest (also praktisch zu jenem Verhalten, das Westerwelle gerade so vehement anprangert). Zu Hause absitzen musste der US-Soldat, der für den Mord an 500 Unschuldigen verantwortlich ist, jedoch nur 3 Jahre.
Mit Hinblick darauf muss man das Urteil wohl als zu hart betrachten. Schliesslich irrt sich die amerikanische Justiz nicht, oder? Nur gut, dass man beim Verhör der Terroristen keine Verfahrensfehler begangen hat, sonst hätte man sie gleich freilassen müssen ... kann ja schliesslich mal passieren.
Wenn etwas ermittelt worden ist, nützt ein Geständnis dessen eben nur in Bezug auf die Untersuchungsarbeit des Gerichts, und dieses kann das im Sinne der richterlichen Unabhängigkeit werten.
Entsprechend kann man auch das Lob für die aufklärerischen Maßnahmen darin sehen, dass der Justiz unanfechtbare Beweise vorgelegt werden konnten.
Den Einwand der Verteidiger verstehe ich nicht. Entweder die Beweise reichen nicht aus oder sie haben den Verdacht, es sei nicht mit rechten Dingen zugegangen, dann können sie in Berufung gehen. Oder es ist alles rechtsstaatlich einwandfrei zugegangen, dann können sie die Nichtfreigabe von Akten akzeptieren.
Immerhin besteht die Gefahr, dass der Gegner über Wege von Auklärung ud Untersuchung ins Bild gesetzt wird. Und daran können die Verteidiger ohne Not doch wohl auch kein Interesse haben.
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