Waffenbesitz in den USA Der freundliche Pistolenträger von nebenan

Die "Open carry"-Aktivisten wollen jedem ihr Recht demonstrieren und zeigen offen ihre Waffen. Die Starbucks-Cafés sind ihr beliebtestes Ziel. Hier bedient man sie gerne.

Angestellte von Starbucks beim Kaffee kochen

Angestellte von Starbucks beim Kaffee kochen

Sie sehen sich selbst als Werbetreibende für die Rechte des Einzelnen. In der Öffentlichkeit Waffen zu tragen, das sei doch nur Selbstverteidigung – und durchaus ein Zeichen für wirklich nette Menschen. Am Wochenende ist in San Francisco eine Gruppe bewaffneter Männer (und Frauen) am Strand ausgeschwärmt. Diese Menschen wollten nicht Angst und Schrecken verbreiten, nein, sie räumten den Müll weg und suchten das Gespräch mit den Strandbesuchern.  

Robert Montgomery, einer der Aktivisten, sagte dem San Francisco Chronicle: "Es sind nicht nur Kriminelle, die Waffen tragen." Im Gegenteil, die bösen Buben würden ja ihre Waffen gar nicht offen zeigen.

Seit letzter Woche ist nämlich das offene Tragen von Waffen in Kalifornien erlaubt. In anderen Bundesstaaten gilt die Erlaubnis schon lange. In Kalifornien müssen die Waffen zwar ungeladen getragen und die Munition darf nicht direkt an der Waffe transportiert werden. Aber manch ein Aktivist erklärt auf Nachfrage stolz, dass er in zwei Sekunden die Pistole schussbereit hat.

Für besondere Aufregung sorgen diese Aktionen in den Filialen der Café-Kette Starbucks. Denn die Demonstranten tauchen in großen und kleinen Gruppen gerne auch in Läden, Cafés und Fast-Food-Ketten auf. Viele Ladenbesitzer wehren sich dagegen. Denn auch in den Bundesstaaten, die von den Aktivisten "open carry states" genannt werden, darf ein Laden- oder Restaurantbesitzer entscheiden, dass er Gäste nicht bedient, die barfuß oder in Badehose erscheinen. Also kann er seinen Laden auch zur waffenfreien Zone erklären. Die gesetzestreuen Waffenträger fühlen sich dort diskriminiert.

Nicht aber bei Starbucks. Die teure Café-Kette ist zum beliebten Ziel vieler "open-carry"-Aktivisten geworden, denn hier werden sie ohne Wimpernzucken bedient. Andere Gäste sind irritiert bis schockiert. Denn gerade Starbucks rühmt sich seiner sozialen Verantwortung, sowohl in den Kaffeeanbaugebieten als auch mit sozialen Fonds für die Nachbarschaft und im Umweltschutz. Aber die Firmensprecher sagen nicht mehr dazu, als dass sie eben die lokalen Gesetze befolgen und ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen haben.

Nun jedenfalls regt sich Widerstand. Die Brady Campaign gegen Waffengewalt hat einen Aufruf verfasst, den möglichst viele Menschen an Starbucks schicken sollen, um die Firma zum Umdenken zu bewegen. Auch wenn ein Mitgründer der Kampagne, Peter Hamm, der Presseagentur APsagte: "Mit einer Waffe am Gürtel herumzulaufen, nur um der Welt zu zeigen, dass du das darfst, ist auch ein bisschen kindisch."

Anzeige
 
Leser-Kommentare
    • b.m.
    • 02.03.2010 um 15:00 Uhr

    Kann man nur hoffen, dass die vielen positiven Rückmeldungen zu dem Thema auch die deutsche Politik veranlassen endlich über eine Liberalisierung des unseres Waffenrechts nachzudenken.
    Wer sich, wie ich sein Studium damit finanzieren muss nachts in einer deutschen Großstadt draußen unterwegs zu sein und deshalb mitbekommt, wie sich normale Bürger in einigen Stadtteilen einige Stunden nach Sonnenuntergang nicht mehr allein auf die Straßen trauen, da sie Angst haben müssen von marodierenden Jugendbanden überfallen zu werden, kann man sich nur wünschen, dass es rechtschaffenden Bürgern, mit eintragungsfreien Führungszeugnissen und der nötigen geistigen Reife endlich erlaubt wird effektive Waffen zu tragen.
    In Zeiten, in denen es einem selbst Polizeibeamte unumwunden einräumen, dass sie einem in einer Gefahrensituation nicht helfen werden können sondern eventuell dazu beitragen können die Täter zu ermitteln und einem offen dazu geraten wird beispielsweise bei Raubüberfällen sein Eigentum ohne Gegenwehr zu überlassen, sich als Frau vergewaltigen zu lassen (weil man sowieso nichts tun kann) und bei körperlichen Angriffen möglichst eine schützende Körperhaltung einzunehmen um Fußtritte und Faustschläge möglichst von Kopf und anderen gefährdeten Körperteilen abzulenken gibt es keine andere sinnvolle Möglichkeit als eine adäquate Bewaffnung der Bürger.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    und in Winnenden erschoß ein edler Cowboy nur die bösen Jungs.

    • febbs
    • 02.03.2010 um 15:24 Uhr

    Ja. Sie haben vor allem die Marsmenschen vergessen!
    Das sind erst fiese Kerle. Sie laufen wie ganz normale Menschen herum aber wenn sie Ihnen zu nahe kommen saugen sie Ihnen in sekundenschnelle das Hirn aus!
    Sie können sich gegen sie nur effektiv wehren indem Sie jeden über den Haufen schießen der sich bis auf 2 Meter an Sie heran wagt!

    Es geht natürlich noch viel einfacher:

    Man geht zum Psychiater und lässt seine Angststörung kurieren.
    Kostet weniger als eine Baretta mit 100 Schuss Munition.

    Liberal sein heißt frei sein!
    Frei von der Angst jeden Moment von wem auch immer niedergeschossen zu werden.
    Denn wenn jeder bewaffnet wird, steigt auch die Gefahr - trotz aller Vorkehrungen (was muss mich der Waffenhändler in Amerika fragen? Ja richtig: "Are you a Nazi?") an einen Schwachkopf mit Waffe zu geraten expotenziell!
    Heut zu Tage ist es hier in Deutschland solch niederinstinktisch Gesteuerten nur sehr schwer möglich an effektive Waffen zu kommen.
    Ich hoffe das es auf ewig so bleibt!

    Herzliche Grüße

    febbs

    lieber b.m.
    Ihnen ist schon bewusst dass in den Statistiken des Nastional Council for Risk Qualifikation (ein Öffentliches Institut das Risiken für die Amerikanische Bevölkerung ermitteln soll)
    in den USA zwischen Aus versehen erschossen werden was auf platz 9 der höchsten todesrisiken für Amerikaner (krankheiten ausgenommen) zu finden ist und mit Absicht erschossen werden auf platz 14 unterschieden wird????

    Ihnen ist sicher auch schon bekannt das die schweitz eine Rückrufaktion für fast die komplette Reservistenbewaffnung gestartet hat da zu viele famielienstreitereien mit eben selbiger bewaffnung "gelöst" wurden

    und ncht zu vergessen die ach so firedlichen Amerikanischen Großstädte von denen man immer hört. Die sind selbstverständlich nur so sicher weil jeder eine waffe trägt

    ja da wird frauen nicht gesagt dass sie sich vergewaltigen lassen sollen. Nein! Da wird einem im personal defence training für frauen(das hab ich selbst erlebt) gesagt dass man im falle eines überfalls nicht HELP!! sonder FIRE!! rufen soll denn auf HELP reagieren die menschen aus angst nicht mehr

    so long

    und Gott segene die Deutschen Waffengesetze

    OO

    Sicherlich wird es viel besser, wenn die marodierenden Jugendbanden noch leichter an Schusswaffen kommen.
    Wie kurzsichtig kann man eigentlich denken?

    sie sollten weniger "bild" oder krimis lesen und sich des lebens erfreuen.

    und in Winnenden erschoß ein edler Cowboy nur die bösen Jungs.

    • febbs
    • 02.03.2010 um 15:24 Uhr

    Ja. Sie haben vor allem die Marsmenschen vergessen!
    Das sind erst fiese Kerle. Sie laufen wie ganz normale Menschen herum aber wenn sie Ihnen zu nahe kommen saugen sie Ihnen in sekundenschnelle das Hirn aus!
    Sie können sich gegen sie nur effektiv wehren indem Sie jeden über den Haufen schießen der sich bis auf 2 Meter an Sie heran wagt!

    Es geht natürlich noch viel einfacher:

    Man geht zum Psychiater und lässt seine Angststörung kurieren.
    Kostet weniger als eine Baretta mit 100 Schuss Munition.

    Liberal sein heißt frei sein!
    Frei von der Angst jeden Moment von wem auch immer niedergeschossen zu werden.
    Denn wenn jeder bewaffnet wird, steigt auch die Gefahr - trotz aller Vorkehrungen (was muss mich der Waffenhändler in Amerika fragen? Ja richtig: "Are you a Nazi?") an einen Schwachkopf mit Waffe zu geraten expotenziell!
    Heut zu Tage ist es hier in Deutschland solch niederinstinktisch Gesteuerten nur sehr schwer möglich an effektive Waffen zu kommen.
    Ich hoffe das es auf ewig so bleibt!

    Herzliche Grüße

    febbs

    lieber b.m.
    Ihnen ist schon bewusst dass in den Statistiken des Nastional Council for Risk Qualifikation (ein Öffentliches Institut das Risiken für die Amerikanische Bevölkerung ermitteln soll)
    in den USA zwischen Aus versehen erschossen werden was auf platz 9 der höchsten todesrisiken für Amerikaner (krankheiten ausgenommen) zu finden ist und mit Absicht erschossen werden auf platz 14 unterschieden wird????

    Ihnen ist sicher auch schon bekannt das die schweitz eine Rückrufaktion für fast die komplette Reservistenbewaffnung gestartet hat da zu viele famielienstreitereien mit eben selbiger bewaffnung "gelöst" wurden

    und ncht zu vergessen die ach so firedlichen Amerikanischen Großstädte von denen man immer hört. Die sind selbstverständlich nur so sicher weil jeder eine waffe trägt

    ja da wird frauen nicht gesagt dass sie sich vergewaltigen lassen sollen. Nein! Da wird einem im personal defence training für frauen(das hab ich selbst erlebt) gesagt dass man im falle eines überfalls nicht HELP!! sonder FIRE!! rufen soll denn auf HELP reagieren die menschen aus angst nicht mehr

    so long

    und Gott segene die Deutschen Waffengesetze

    OO

    Sicherlich wird es viel besser, wenn die marodierenden Jugendbanden noch leichter an Schusswaffen kommen.
    Wie kurzsichtig kann man eigentlich denken?

    sie sollten weniger "bild" oder krimis lesen und sich des lebens erfreuen.

  1. und in Winnenden erschoß ein edler Cowboy nur die bösen Jungs.

    • Aexl21
    • 02.03.2010 um 15:16 Uhr

    Wie krank sind die Amerikaner eigentlich? Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der jeder mit einer Schusswaffe rumläuft! Wenn sich die "Guten" bewaffnen führt das nur dazu, dass auch die "Bösen" weiter aufrüsten. Solche Entwicklungen hat man im großen schon vor dem ersten Weltkrieg und im Kalten Krieg beobachten können. Das Gegenseitige aufschaukeln und die Perspektivenlose Aufteilung in "Gut" und "Böse", "Schwarz" und "Weiß" haben noch nie etwas gutes hervorgebracht.
    Auch wenn der Einwand berechtigt ist, dass es in manchen Gegenden (auch in Deutschland) besonders nachts gefährlich ist, unbewaffnet herumzulaufen, so kann eine allgemeine Bewaffnung der Bevölkerung doch keine langfristige Lösung sein. Vielmehr muss an einigen komplexen Grundproblemen der Gesellschaft gearbeitet werden um langfristig für Sicherheit zu sorgen. Allerdings machen sich solche langfristigen Konzepte nicht gut in der Tagespolitik und es wird auf den Weg des geringsten Widerstandes in Form populistischer Entscheidungen gesetzt.
    Wenn es auch nahezu unmöglich scheint, die Amerikaner in ihrer Einstellung zu Waffen noch zu bekehren, so wünsche ich mir zumindest für Deutschland, dass Waffen niemals so frei in den Umlafu kommen!!!

    • febbs
    • 02.03.2010 um 15:24 Uhr
    4. @ b.m.

    Ja. Sie haben vor allem die Marsmenschen vergessen!
    Das sind erst fiese Kerle. Sie laufen wie ganz normale Menschen herum aber wenn sie Ihnen zu nahe kommen saugen sie Ihnen in sekundenschnelle das Hirn aus!
    Sie können sich gegen sie nur effektiv wehren indem Sie jeden über den Haufen schießen der sich bis auf 2 Meter an Sie heran wagt!

    Es geht natürlich noch viel einfacher:

    Man geht zum Psychiater und lässt seine Angststörung kurieren.
    Kostet weniger als eine Baretta mit 100 Schuss Munition.

    Liberal sein heißt frei sein!
    Frei von der Angst jeden Moment von wem auch immer niedergeschossen zu werden.
    Denn wenn jeder bewaffnet wird, steigt auch die Gefahr - trotz aller Vorkehrungen (was muss mich der Waffenhändler in Amerika fragen? Ja richtig: "Are you a Nazi?") an einen Schwachkopf mit Waffe zu geraten expotenziell!
    Heut zu Tage ist es hier in Deutschland solch niederinstinktisch Gesteuerten nur sehr schwer möglich an effektive Waffen zu kommen.
    Ich hoffe das es auf ewig so bleibt!

    Herzliche Grüße

    febbs

  2. Wer entscheidet was gut oder Böse ist? Wer sagt wer recht und Ordnung zu wahren hat? Dann brauchen wir keine Polizei mehr. Selbstjustiz würde an der Tagesordnung stehen. Das ist krank. Und wenn mein gegenüber meint mich nicht leiden zu können dann schießt er eben. Hoffentlich wir es sowas nie mals geben in Deutschland. Krankes Amerika

  3. Kalaschnikows für alle!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TDU
    • 02.03.2010 um 23:07 Uhr

    Nur "Tommy Guns" von meinem alten Vorbild Jerry Cotton mit seinen Freunden Smith & Wesson.

    • TDU
    • 02.03.2010 um 23:07 Uhr

    Nur "Tommy Guns" von meinem alten Vorbild Jerry Cotton mit seinen Freunden Smith & Wesson.

    • Timo K
    • 02.03.2010 um 15:38 Uhr

    Ich find's auch immer doof, dass nur der Staat ein Gewaltmonopol hat, auf Augenhöhe mit diesem sehe ich mich als unbewaffneter Bürger jedenfalls nicht.
    Würde ja auch einen wichtigen Industriezweig stärken.
    Damit wäre auch nicht mehr alle Zwangsausbildung bei der Bundeswehr für'n Arsch.

    pS. Warum eigentlich die Zwangsbetitelung der Beiträge?
    Das erinnert so sehr ans unsägliche SPON-Forum

  4. Das erinnert mich alles sehr an den Yemen.

    Ich fürchte, was das angeht, sind Teile der amerikanischen Gesellschaft mental noch bei der französischen Revolution, oder mindestens im 19. Jh.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service