Kirche und Missbrauch "Wir konkurrieren nicht mit der Justiz"

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist Missbrauchsbeauftragter der katholischen Kirche. Im Interview verlangt er ein forensisches Gutachten über jeden Täter.

Frage: Sie sind seit einem guten Monat der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz. Haben Sie mit Opfern gesprochen?

Stephan Ackermann: Die meisten haben sich per Brief oder Mail an mich gewandt, am Anfang waren das bis zu 20 am Tag. Es ist erschütternd, was die Leute schildern. Erschütternd auch, wie sehr sie heute immer noch unter den Traumata leiden, obwohl die meisten 50, 60 Jahre alt sind und teilweise schon Therapien hinter sich haben. Manche schildern die Vorfälle so, als seien sie gerade eben passiert. Das Perfideste ist ja, dass die Täter es verstanden haben, eine heimliche Komplizenschaft mit den Kindern aufzubauen. Sodass sich die Opfer mitschuldig fühlen. Das kann ich alles auch nur dosiert lesen.

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Frage: Was muss sich bei den Leitlinien ändern?

Ackermann: Wenn es einen Missbrauchsfall gibt, muss ein forensisches Gutachten über den Täter erstellt werden, egal, ob der Fall verjährt ist oder nicht. Das müssen wir unbedingt in die Leitlinien der Bischofskonferenz aufnehmen.

Frage: Was ist mit der Anzeigepflicht?

Ackermann: Das werden wir diskutieren müssen. Die bayerischen Bischöfe sind vorangegangen; sie wollen Fälle sofort anzeigen, wenn ein berechtigter Verdacht auftaucht. Ich rate aber zur Vorsicht. Psychologen sagen, dass das heikel ist. Es könnte Opfer abschrecken, wenn sie wissen, dass sofort Anzeige erstattet wird, wenn sie etwas erzählen. Manche erleben das Geschehene beim Erzählen noch einmal sehr intensiv. Bei allem, was wir tun, muss es vor allem um die Interessen der Opfer gehen. In früheren Jahrzehnten haben wir versucht, den Ruf der Kirche zu schützen, indem wir die Täter zu sehr geschützt haben. Besteht nicht die Gefahr, dass wir jetzt auch wieder vor allem auf unser Image schauen?

Frage: Es geht also nicht darum, einen eigenen Rechtsraum der Kirche zu wahren?

Ackermann: Wir beanspruchen keinen Rechtsraum für uns, der mit der staatlichen Rechtsprechung konkurrieren würde.

Frage: Aber das Dokument über den „Schutz der heiligen Sakramente“, das Papst Johannes Paul II. unter Federführung von Kardinal Ratzinger 2001 erlassen hat, beschreibt einen eigenen kirchlichen Rechtsraum.

Ackermann: Schauen Sie: Ich bin Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Da greift das bundesdeutsche Recht. Aber ich bin auch Katholik. Und in diesem Bereich der katholischen Kirche gilt das Kirchenrecht. Ob ich zum Beispiel als Priester aus dem Klerikerstand entlassen werde, das kann nicht die deutsche Justiz entscheiden.

Frage: Das heißt, das päpstliche Geheimnis, mit dem die Ermittlungen zum Missbrauch auch von Kindern belegt werden, gilt nur für diesen kirchlichen Raum?

Ackermann: Selbstverständlich. Die Geheimhaltungspflicht besagt nur, dass das kirchliche Verfahren mit größter Diskretion behandelt werden muss. Von staatlichen Behörden erwarten wir ja auch, dass sie diskret ermitteln.

Frage: Die Verletzung des Beichtgeheimnisses und der Missbrauch der Eucharistie werden rein kirchenrechtlich geahndet. Die Kirche stellt sexuellen Missbrauch in eine Reihe damit. Bedeutet das, dass sie auch sexuellen Missbrauch intern ahnden will?

Ackermann: Gegen die Missverständnisse, die es auf diesem Feld gibt, kämpfen wir seit Wochen. Es ist so: Wenn ein sexueller Missbrauch vorliegt, muss das der Bischof an die Glaubenskongregation nach Rom melden. Wenn schon die Staatsanwaltschaft ermittelt, kann es sein, dass Rom sagt: Okay, wir warten die Ermittlungen ab. In vielen Fällen ist es aber so, dass wir uns gar nicht die Zeit nehmen können und wollen, bis weltliche Gerichte ein Urteil gefällt haben. Da hilft uns dann das Kirchenrecht, sofort Maßnahmen ergreifen zu können.

Frage: Noch einmal: Wenn ich als Priester die Hostien wegwerfe, ist das kirchenrechtlich gesehen genauso schlimm wie Kindesmissbrauch. Stimmen da Ihre Maßstäbe?

Ackermann: Das ist für Außenstehende vielleicht nicht einfach zu verstehen. Die Eucharistie zu missbrauchen, etwa indem ich die Hostien wegwerfe, das ist die schlimmste Gotteslästerung, die sich die Kirche vorstellen kann. Und wenn ein Priester das Beichtgeheimnis bricht, also den intimen Raum zwischen dem Beichtenden und Gott verletzt, ist das genauso schlimm. Dass der sexuelle Missbrauch von Kindern auf die gleiche Stufe gestellt wird, zeigt, dass die Würde des Kindes zu den allerheiligsten Phänomenen für uns gehört. Ihre Verletzung ist ein Kapitalverbrechen.

Frage: Liegt der Papst richtig mit seiner Analyse, dass die jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfälle damit zu tun haben, dass einige Priester das Zweite Vatikanische Konzil zu lax ausgelegt haben?

Ackermann: Das hat er in seinem Hirtenbrief an die irischen Katholiken geschrieben. In Irland hat die Kirche die Gesellschaft sehr stark dominiert und mindestens bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts ein sehr geschlossenes System gebildet. Ich stelle mir vor, dass die Diskussionen und Veränderungen der Nachkonzilszeit hart auf dieses System geprallt sind und dadurch zu Fehlentwicklungen mit den nun bekannten, zum Teil verheerenden Folgen im moralischen Bereich geführt haben.

Frage: Dann ist also doch auch die sexuelle Revolution schuld?

Ackermann: Für die 50er Jahre? Nein. Für die 60er Jahre? Nein. In den 70er Jahren haben sich die pädagogischen Vorstellungen durchaus verändert. Aber für den Missbrauch an Kindern und Jugendlichen können wir die sexuelle Revolution nicht verantwortlich machen. Verantwortlich sind die Täter. Vielleicht kann man es so sagen: Päderasten finden in jeder Moral ihre Wege, um zum Ziel zu kommen.

Frage: Der Papst hat mehr Sorgfalt bei der Auswahl der Priesteramtskandidaten angemahnt. Können Sie sich das angesichts des Priestermangels überhaupt leisten?

Ackermann: Wir müssen uns das leisten. Was wir brauchen, sind gute Priester, dem Druck sinkender Zahlen dürfen wir nicht nachgeben. Die Priesterausbildung dauert in der Regel acht Jahre. Da kann man schon sehen, ob jemand geeignet ist.

Frage: Sie waren stellvertretender Chef eines Priesterseminars. Haben Sie selbst einmal einem Kandidaten nahegelegt, zu gehen?

Ackermann: (lacht) Einem? Nur etwa die Hälfte derjenigen, die die Ausbildung beginnen, werden am Ende geweiht. Und glauben Sie ja nicht, dass die andere Hälfte unbedingt von selbst darauf kommt, dass das nicht ihr Beruf ist!

Frage: Sie haben Ihr neues Amt vier Wochen vor Ostern übernommen. Wie erleben Sie Ostern in diesem Jahr?

Ackermann: Die Fastenzeit war für uns alle eine echte Bußzeit und eine Zeit der Gewissenserforschung. Ich glaube, wo es so etwas gab wie eine Glorifizierung der Kirche und des eigenen Tuns, ist die in dieser Zeit weggebrochen.

Das Gespräch führten Claudia Keller und Andrea Dernbach.

(Erschienen im Tagesspiegel vom 03.04.2010)
 

 
Leser-Kommentare
  1. Herr Ackermann schreibt vom bundesdeutschen und dem katholischen Recht.

    Die katholischen Geistlichen fürchten weder das Gericht Gottes,noch den "zweiten Tod".(siehe Offenbarung 21,8)

    Bibelverse (Lutherübersetzung)
    Hiob 6, 14:
    Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten verweigert,
    der gibt die Furcht vor dem Allmächtigen auf.

    2. Kor. 5, 10:
    Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi,
    damit jeder seinen Lohn empfange für das,
    was er getan hat bei Lebzeiten,
    sei es sei gut oder böse.

    Jak. 2, 13:
    Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen,
    der nicht Barmherzigkeit getan hat;
    Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.

    Wir haben nach dem Mord an unserer Tochter zum Glauben gefunden und sind aus unserer ev. Kirche ausgetreten, nachdem wir in der schwersten Zeit unseres Lebens alleine gelassen wurden. Ohne Hilfe, ohne Trost.
    Wir glauben an einen gerechten Gott und ein gerechtes Gericht "nach dem Tod".

    Trost waren uns in dieser schweren Zeit, die Erzählungen von klinisch Toten Menschen.Auch Paulus erzählt in der Bibel von so einem Erlebnis, von der Entrückung in den dritten Himmel.
    Siehe auf Youtube:
    "Paulus im dritten Himmel"
    "Leben nach dem Leben"
    "Besuch im Jenseits"
    "Ein Fuß im Jenseits"

    (siehe Info-Beschreibung Youtube-Video:
    "Jesus spricht vom Weltgericht".

    Jesus Worte:
    "Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch."
    Luk.17, 21

    Gott aber ist nicht ein Gott der Toten,
    sondern der Lebenden;
    denn ihm leben sie alle.
    Luk.20,38

    • honett
    • 03.04.2010 um 20:40 Uhr

    .. die Einstellung die Ackermann zugrunde legt ist gut und erfrischend; endlich, nach den Tiraden von Mixa u.a.

    .. was er aber nicht sagt, wie will es die Kirche schaffen die alten Gewohnheiten zu aendern, die Vertuschungs und Verteidigungsmentalitaet, wird sie Kontrollmechanismen einfuehren, usw.

    .. bei aller angemessenen Diskretion waere es sicher positiv zu veroeffentlichen, Priester X oder Bischof Y ist wegen Kindesmissbrauch exkommuniziert, als Parallelnachricht zum Gerichtsurteil!

    .. und falls der Fall vor dem Bundesgesetz verjaehrt ist, waere es trotzdem angebracht die Kirchenstrafe nicht verjaeheren zu lassen, auch wenn der Taeter Reue zeigt!

    Um gegenseitiges Vertrauen zu bilden, kann man nicht alles immer nur 'geheimhalten'.

  2. Herrn Ackermanns Meinung in allen Ehren! Zum ersten Male lese ich, daß Kirchenrecht das Staatsrecht nicht bricht und daß die Priester, Bischöfe, Erzbischöfe, Kardinäle deutsche Staatsbürger sind. Also ist deutlich, daß versäumt wurde, die Staatsanwaltschafte einzuschalten bei Bekannwerden der Mißbrauchsfälle, das heißt Strafvereitelung im Amt. - Damit wurden leide in der Vergangenheit weitere Opfer billigend in Kauf genommen! - Die Lehre Jesu' wurde damit abgrundtief verraten. -

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    • joG
    • 04.04.2010 um 9:03 Uhr

    Genau so lesen sich die meisten Beiträge zu diesem Thema, die in den letzten Wochen erschienen sind. Da ist ein hysterisches Geschrei entstanden, das an ein Haverkamp Treiben und Vieles von den soziologischen Merkmale aufweist eines werdenden Pogroms. Wenn man nachempfinden will, wie und was seine Großeltern empfanden, so war dies ein guter Augenblick.

    Wie beim Ablauf solcher Massenphänomene oft, ist der Informationsgehalt der Anklage von geringer Bedeutung. Die Zusammenhänge der Ereignisse, ihre reale Relevanz ihr Bezug zur Wirklichkeit sind den Meisten in der Menge nicht bekannt. Gefragt haben die Einzelnen zwar Meinung. Hinterfragt man, so sind die festen Meinungen stark gestützt von Halbwahrheiten von aufgeschnappten Zurufen und Hören Sagen. Kaum Einer hat fundierte Kenntnis. In normaler Zeit sagt man es ja nicht. Aber wenn man muss, wie jetzt! Juden vergiften Brunnen und Priester Missbrauchen Kinder. Das weiß man und die Medien wiederholen es, und der Bürger fühlt sich bestätigt.

    Anyway, dieser Prozess läuft oft ab und es merken dies die Menschen in der Menge fast nie. Angesprochen darauf werden sie wütend und greifen an. Wie der Volksmund sagt, "Beißen um sich". Glaubten sie wirklich, dass die jüdischen Banker der Wehrmacht mit einem Dolchstoß in den Rücken zu Fall brachten? Glauben sie wirklich, dass es nicht üblich war in den 60ern und frühen 70ern Kinder mit einem Stock zu "züchtigen" oder mit der Hand ins Gesicht zu schlagen? Jedenfalls sagen sie das.

    • joG
    • 04.04.2010 um 9:03 Uhr

    Genau so lesen sich die meisten Beiträge zu diesem Thema, die in den letzten Wochen erschienen sind. Da ist ein hysterisches Geschrei entstanden, das an ein Haverkamp Treiben und Vieles von den soziologischen Merkmale aufweist eines werdenden Pogroms. Wenn man nachempfinden will, wie und was seine Großeltern empfanden, so war dies ein guter Augenblick.

    Wie beim Ablauf solcher Massenphänomene oft, ist der Informationsgehalt der Anklage von geringer Bedeutung. Die Zusammenhänge der Ereignisse, ihre reale Relevanz ihr Bezug zur Wirklichkeit sind den Meisten in der Menge nicht bekannt. Gefragt haben die Einzelnen zwar Meinung. Hinterfragt man, so sind die festen Meinungen stark gestützt von Halbwahrheiten von aufgeschnappten Zurufen und Hören Sagen. Kaum Einer hat fundierte Kenntnis. In normaler Zeit sagt man es ja nicht. Aber wenn man muss, wie jetzt! Juden vergiften Brunnen und Priester Missbrauchen Kinder. Das weiß man und die Medien wiederholen es, und der Bürger fühlt sich bestätigt.

    Anyway, dieser Prozess läuft oft ab und es merken dies die Menschen in der Menge fast nie. Angesprochen darauf werden sie wütend und greifen an. Wie der Volksmund sagt, "Beißen um sich". Glaubten sie wirklich, dass die jüdischen Banker der Wehrmacht mit einem Dolchstoß in den Rücken zu Fall brachten? Glauben sie wirklich, dass es nicht üblich war in den 60ern und frühen 70ern Kinder mit einem Stock zu "züchtigen" oder mit der Hand ins Gesicht zu schlagen? Jedenfalls sagen sie das.

  3. ich habe Sie persönlich kennengelernt - und respektiere Sie menschlich. Aber die katholische Kirche ist erledigt!
    Es wird keine Erneuerung mehr geben.
    Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. {Prediger.8,6} 8,6
    Denn ein jeglich Vornehmen hat seine Zeit und Weise; denn des Unglücks des Menschen ist viel bei ihm. 2Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, 3würgen und heilen, brechen und bauen, 4weinen und lachen, klagen und tanzen, 5Stein zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen, 6suchen und verlieren, behalten und wegwerfen, 7zerreißen und zunähen, schweigen und reden, 8lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit.

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    • ilouis
    • 04.04.2010 um 1:20 Uhr

    das ist ja wohl ein bisschen weit hergeholt. nur weil sie und viele andere deutsche die katholische kirche nicht leiden können, heisst das noch lange nicht, dass die zeit der kirche vorbei ist. die kirche wird bis zum ende der welt bestehen (was immer das auch sein mag), selbst, wenn sie am "ende" nur noch ein mitglied hat.
    speziell in deutschland sieht es meiner meinung nach so aus: die kirche wird runtergemacht (teilweise durch medien), weil sie ein verdammt grosses machtpotenzial hat, AUCH wenn sie eigentlich "nur" seelisch dienen sollte, dh. keine weltl. macht ausüben sollte.
    etwas radikal:
    ich wette, dass vor gut 50 jahren nach den juden die christen an der reihe gewásen wáren, bis es nur noch solche gegeben hátte, die ins system gepasst hátten. wir deutschen werden hier zu einer masse geformt, die mit den moralvorstellungen der kirche (die GUT sind, unabhángig davon, ob die priester gut sind oder nicht) nichts zu tun haben soll oder sogar nicht darf.
    von welcher interessengruppe das gelenkt wird, weiss ich nicht.
    hitler (nationalSOZIALIST) wird es nicht sein, der ist schon lange tot, aber vielleicht irgendwelche SOZIALISTEN??
    schönen tag noch und wo wir schon dabei sind: frohe ostern, JESUS lebt.

    • ilouis
    • 04.04.2010 um 1:20 Uhr

    das ist ja wohl ein bisschen weit hergeholt. nur weil sie und viele andere deutsche die katholische kirche nicht leiden können, heisst das noch lange nicht, dass die zeit der kirche vorbei ist. die kirche wird bis zum ende der welt bestehen (was immer das auch sein mag), selbst, wenn sie am "ende" nur noch ein mitglied hat.
    speziell in deutschland sieht es meiner meinung nach so aus: die kirche wird runtergemacht (teilweise durch medien), weil sie ein verdammt grosses machtpotenzial hat, AUCH wenn sie eigentlich "nur" seelisch dienen sollte, dh. keine weltl. macht ausüben sollte.
    etwas radikal:
    ich wette, dass vor gut 50 jahren nach den juden die christen an der reihe gewásen wáren, bis es nur noch solche gegeben hátte, die ins system gepasst hátten. wir deutschen werden hier zu einer masse geformt, die mit den moralvorstellungen der kirche (die GUT sind, unabhángig davon, ob die priester gut sind oder nicht) nichts zu tun haben soll oder sogar nicht darf.
    von welcher interessengruppe das gelenkt wird, weiss ich nicht.
    hitler (nationalSOZIALIST) wird es nicht sein, der ist schon lange tot, aber vielleicht irgendwelche SOZIALISTEN??
    schönen tag noch und wo wir schon dabei sind: frohe ostern, JESUS lebt.

    • sttn
    • 03.04.2010 um 22:36 Uhr

    Die Kirche hat bislang schon sehr gut gehandelt. Nicht ohne Grund sind viele aktuelle diskutierte Vorfälle schon vor Jahren angezeigt worden. Selbst den 'Initial-Vorfall zur aktuellen Diskussion hat die Kirche initiiert: Die Jesuiten im Canisius-Kolleg haben sich an die Öffentlichkeit gewandt, schon vergessen?
    Exkommunizierung: Hat eigentlich nichts mit dem Thema zu tun. Hier meinen Sie etwas unter Exkommunizierung verstehen zu müssen was es nicht ist. Es ist ganz sicher keine Bestrafung.
    Kirchenstrafe: Man hat schon in den 80ern - also zum Zeitpunkt wo Grüne noch die Straffreiheit von Pädophilie gefordert haben - bei straffällig gewordenen Priestern berufliche Einschränkungen vorgenommen. Das war zu wenig und deshalb wurden aus den Einschränkungen immer häufiger Berufsverbote. Hier handelten die Kirchen frühzeitig strenger als es zum Beispiel Schulen oder Sportvereine tun. Noch in den 90ern wurden Lehrer einfach nur versetzt - siehe zum Beispiel die Helene-Lange-Schule, wo unlängst Missbrauschfälle bekannt wurden.

    • sttn
    • 03.04.2010 um 22:39 Uhr

    Staatsrecht bricht schon immer Kirchenrecht. Es gibt keinen Fall wo das nicht der Fall war. Nur wird das in der Presse und auch in vielen Kommentare anders dargestellt. Ein jeder Priester und Bischof ist ein Bundesbürger der genauso belangt werden kann wie alle anderen. Nur mit dem Unterschied es die öffentliche Meinung strenger sieht, wie man aktuell bei Mixa sehen kann. Bischöfe und Priester sollen heiliger leben als alle Heiligen zusammen. Denn was man Mixa vorwirft ist selbst dann wenn es stimmt sollte harmloser als das was ich mit Lehrern erlebt bzw. bei Lehreren beobachtet habe. Aber da es Lehrer auf staatlichen Schulen waren interessiert es keinen - damals hat es nicht einmal die Schulleitung oder das Kultusministerium interessiert.
    Das ist eben der Unterschied. Wäre ich nur auf eine katholische Schule gegangen ... dann würde die Presse meine Fälle sicher ernst nehmen.
    So aber bleibt mir nur eines: Denen zu verzeihen die falsches getan haben und wissen sie was? Das ist viel besser als an die Presse zu gehen. Das hilft mir wirklich.

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    "Bischöfe und Priester sollen heiliger leben als alle Heiligen zusammen."

    Was reden Sie da - es handelt sich um Verbrechen und nicht um Kavaliersdelikte. Verbrecher müssen die Verantwortung für ihre Taten übernehmen und die Konseuqenzen tragen (Gefängnis). Bislang hat die Kirche das verhindert, indem sie die Täter vor der Justiz geschützt hat.

    In meinem wunderbaren katholischen Kindergarten gab es noch in den 70ern Hiebe und Kopfnüsse, wenn man nicht brav und akkurat irgendeinen Blödsinn mit der Schere ausgeschnitten hat. Die verbalen Erniedrigungen (aus heutiger Sicht schlicht ausländerfeindlich) gebe ich hier nicht wieder. Im zarten Alter von 4 Jahren habe ich dann die weitere Betreuung durch die Nonnen komplett verweigert. Meine Eltern haben das irgendwann akzeptiert und eine Tagesbetreuung organisiert, hätten aber niemals die Nonnen nach dem Grund befragt. So macht man Opfer stumm.

    Die Kirche stellt ja auch wesentlich höhrere Anforderungen an die "Moral". Wenn jemand sein Kind einer kirchlichen Institution anvertraut dann muss er davon ausgehen können, dass gerade dort sein Kind in guten Händen ist.

    "Bischöfe und Priester sollen heiliger leben als alle Heiligen zusammen."

    Was reden Sie da - es handelt sich um Verbrechen und nicht um Kavaliersdelikte. Verbrecher müssen die Verantwortung für ihre Taten übernehmen und die Konseuqenzen tragen (Gefängnis). Bislang hat die Kirche das verhindert, indem sie die Täter vor der Justiz geschützt hat.

    In meinem wunderbaren katholischen Kindergarten gab es noch in den 70ern Hiebe und Kopfnüsse, wenn man nicht brav und akkurat irgendeinen Blödsinn mit der Schere ausgeschnitten hat. Die verbalen Erniedrigungen (aus heutiger Sicht schlicht ausländerfeindlich) gebe ich hier nicht wieder. Im zarten Alter von 4 Jahren habe ich dann die weitere Betreuung durch die Nonnen komplett verweigert. Meine Eltern haben das irgendwann akzeptiert und eine Tagesbetreuung organisiert, hätten aber niemals die Nonnen nach dem Grund befragt. So macht man Opfer stumm.

    Die Kirche stellt ja auch wesentlich höhrere Anforderungen an die "Moral". Wenn jemand sein Kind einer kirchlichen Institution anvertraut dann muss er davon ausgehen können, dass gerade dort sein Kind in guten Händen ist.

    • sttn
    • 03.04.2010 um 22:40 Uhr

    Die katholische Kirche ist erledigt: Die katholische Kirche wächst weltweit stärker als die Gesamtbevölkerung der Erde. Wenn hier in der BRD die katholische Kirche auf Grund der Skandale und auch der Pressekampagne - denn die Presse berichtet sehr einseitig - Schaden nimmt, juckt das die Kirche eigentlich nicht wirklich. Es geht weiter und während wir gläubigen Katholiken uns eines großen Zuspruches erfreuen - vielen Nicht-Katholiken stößt das Verhalten der Presse sehr sauer auf - sieht man das ganze als Prüfung. Es ist eine schlimme Prüfung, aber man lernt daraus. Eben zum Beispiel was von der Berichterstattung in der Presse zu halten ist.

  4. Geht es Ihnen nur um Wachstum oder um Wahrheit?
    Geht es Ihnen um Anzahl der Gläubigen oder um das wort Gottes?
    Ist die Presse in D wirklich einseitig gegen die Kirche eingestellt oder hat die Kirch nicht schon längst den Weg der Wahrheit verlassen?

    Beantworten Sie sich diese Fragen selbst.

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