Kloster Ettal Mehr als 100 Missbrauchsopfer in Ettal
Der Sonderermittler hat nun seinen Abschlussbericht vorgelegt: Auf 180 Seiten ist dokumentiert, wie sich in dem bayerischen Kloster Mönche an Schülern vergingen.
Schallende Ohrfeigen, Prügel mit Skistöcken, geplatzte Trommelfelle – knapp zwei Monate nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals im bayerischen Kloster Ettal hat Sonderermittler Thomas Pfister das Ergebnis seiner Recherchen präsentiert. Darin werden auf 180 Seiten jahrzehntelange Misshandlungen und sexueller Missbrauch an mehr als 100 Klosterschülern beschrieben. Täter sollen rund 15 Mönche gewesen sein.
Der Vatikan in Rom veröffentlichte zugleich im Internet Richtlinien zum Umgang mit Missbrauchsfällen. Nach der seit Jahren geltenden Prämisse soll die Kirche bei Bekanntwerden von Missbrauch die staatlichen Behörden einschalten. In sehr schweren Fällen von Pädophilie kann der Papst zudem einen schuldigen Priester auch ohne kirchenrechtlichen Prozess direkt in den Laienstand zurückversetzen. Vatikan-Sprecher Ciro Benedettini betonte, dass die Regeln nicht neu seien: Sie stammten von 2003. Sie würden jetzt veröffentlicht, um "absolute Transparenz" zu zeigen.
"Das staatliche Gesetz, das die Anzeige von Verbrechen bei den Behörden betrifft, sollte immer befolgt werden", heißt es in dem Regelwerk zum Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch. Bis zum Abschluss eines Falls kann der zuständige Bischof demnach Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Gemeinde, die Opfer eingeschlossen, zu schützen. Der Bischof habe dabei immer die Macht, Kinder vor Missbrauch zu schützen, heißt es. Das sei Teil seiner Autorität. Er werde ermuntert, diese auch einzusetzen.
Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hatte im Jahr 2002 ebenfalls Leitlinien zum Umgang mit sexuellem Missbrauch erlassen. Darin heißt es unter anderem: "In erwiesenen Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger wird dem Verdächtigten – falls nicht bereits eine Anzeige vorliegt oder Verjährung eingetreten ist – zur Selbstanzeige geraten und je nach Sachlage die Staatsanwaltschaft informiert."
In Ettal rückte nun auch ein langjähriger Abt des Klosters ins Visier der kirchlichen Ermittlungen. Er soll Kinder geschlagen und seelisch gequält haben. Der Bericht wurde dem Erzbischöflichen Ordinariat in München und der Benediktinerabtei in Ettal übergeben.
Ende Februar hatte das Kloster Ettal eingeräumt, dass Schläge in der Internatsschule bis in die 1990er Jahre an der Tagesordnung waren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem wegen sexuellen Missbrauchs von Patres an Schülern. Die meisten Misshandlungen sind verjährt und können daher nicht mehr vom Gericht bestraft werden.
"Noch am Sonntagabend berichtete mir ein früherer Schüler, dass er eine lebendige Nacktschnecke essen musste", sagte Sonderermittler Pfister der Nachrichtenagentur dpa. Der damalige Abt – er leitete das Kloster von 1973 bis 2005 – habe den Jugendlichen bei einer Bergwanderung zum Essen der Schnecke gezwungen, schilderte Pfister. Der langjährige Leiter des Klosters habe auch wiederholt die Köpfe von Schülern auf die Pulte geschlagen.
Pfister arbeitet im Auftrag des Erzbistums München-Freising. Er sprach mit Patres, telefonierte mit Exschülern und wertete 75 schriftliche Anklagen ehemaliger Internatskinder aus. Die mutmaßlichen Opfer sind heute 30 bis 60 Jahre alt.
Pfister hatte bereits Anfang März in einem Zwischenbericht erläutert, in Ettal seien Schüler "über Jahrzehnte hinweg massiv misshandelt" worden. Der vom Kloster eingesetzte Münchner Sonderermittler hatte damals allerdings erklärt, die Zeiten in Ettal hätten sich grundlegend geändert. Das Kloster von heute habe mit dem Kloster von damals "nur noch wenig zu tun".
Kritik kam vom langjährigen Leiter der Privatschule Schloss Salem, Bernhard Bueb. Die Internate würden derzeit "in einem Maße schuldig gesprochen, wie sie es nicht verdienen", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Dort werde eine schärfere soziale Kontrolle ausgeübt als in der Familie. Daher seien gut geführte Internate sogar Schutzräume gegen Übergriffe, meinte Bueb.
Er war Schüler am Jesuiteninternat St. Blasien und vor seiner Aufgabe in Salem Lehrer an der nicht konfessionellen Odenwaldschule in Hessen. Auch dort sind kürzlich Fälle sexuellen Missbrauchs bekannt geworden.
- Datum 12.04.2010 - 19:34 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 37
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2 Lehrer und eine Lehrerin. Geschlagen hat nur die Lehrerin, in Gesicht, regelmäßig und natürlich primär Jungens.
Der Nonnen Kindergarten in unserem Ort hatte einen üblen Ruf, bis eine Elterninitiative mit Nachdruck aktiv wurde.
Der Spiegel berichtete vor einigen Wochen über systematischen Missbrauch und Prügel durch Nonnen.
Das ist kein Männerproblem.
In Irland wurden die Missbrauchsfälle genderneutral aufgearbeitet. In Deutschland schafft man das wohl nicht.
....sich Glauben oder Gender neutral dem Thema widmen? Es ist doch viel mehr Unterhaltungswert im Sozial-Rassismus. Damit verkauft man sich besser.
....sich Glauben oder Gender neutral dem Thema widmen? Es ist doch viel mehr Unterhaltungswert im Sozial-Rassismus. Damit verkauft man sich besser.
Ich bin selbst in dieser Gegend aufgewachsen. Die katholische Kirche war und ist vielleicht immer noch eine allgegenwärtige und allmächtige Instanz in dieser Gegend. Da sind nur wenig Lebensbereiche gewesen, in denen die Kirche nicht hineingesehen hat. Schon von der Grundschule an wurde man auf Linie getrimmt, Religionsunterricht, Teilnahme an Prozessionen und die Ablegung der Beichte waren Dinge, denen man sich, besonders als Kind nur schwer entziehen konnte. Wer Sonntags bei der Messe gefehlt hat, der konnte sich im nächsten Religionsunterricht dafür vor der Klasse schon mal rechtfertigen. Dinge wie in Ettal habe ich nicht erlebt, ich habe auch sehr nette Kirchenleute kennengelernt, aber obwohl ich schon lange nicht mehr dort wohne und auch nicht gläubig bin, habe ich einen Austritt aus der Kirche nicht geschafft. Da ist ein unbestimmt mulmiges Gefühl bei dem Gedanken.
Das in so einem geschützten Raum Auswüchse lange unter der Decke blieben, ist nicht wirklich verwunderlich. Es ist gut, dass dies alles mal herauskommt, selbstverständlich für die Opfer, aber auch für die Kirche selbst.
"...obwohl ich schon lange nicht mehr dort wohne und auch nicht gläubig bin, habe ich einen Austritt aus der Kirche nicht geschafft. Da ist ein unbestimmt mulmiges Gefühl bei dem Gedanken."
Meldet sich da vielleicht das schlechte Gewissen und die Angst vor den kirchlichen Autoritäten aus Ihrer Kindheit, heute auf einen Vater-Gott verlagert? Wenn ich mir erlauben darf, Ihnen einen Rat zu geben: Treten Sie aus. Tun Sie´s einfach. Sie werden sich befreit fühlen.
"...obwohl ich schon lange nicht mehr dort wohne und auch nicht gläubig bin, habe ich einen Austritt aus der Kirche nicht geschafft. Da ist ein unbestimmt mulmiges Gefühl bei dem Gedanken."
Meldet sich da vielleicht das schlechte Gewissen und die Angst vor den kirchlichen Autoritäten aus Ihrer Kindheit, heute auf einen Vater-Gott verlagert? Wenn ich mir erlauben darf, Ihnen einen Rat zu geben: Treten Sie aus. Tun Sie´s einfach. Sie werden sich befreit fühlen.
winner's cool blog - Systematische und ungebremste Misshandlungen und Missbrauch. Ein Mahnmal der Schande! 100 Fälle im Kloster. Eigentlich müsste man sofort alles sofort zumachen und die Kirche um Rekonstruktion eines christlichen Auftrags und Klosters bitten. Was ist mit den Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen der vergangenen Jahrzehnte? Da käme man ja auch leicht auf 100 Fälle Misshandlung pro Schule.
Wer auch Unerhörtes erlebt hat, sollte vielleicht bei geschundenundgeschlagen mitdiskutieren, um gerade den Misshandlungen der vergangenen Jahrzehnte ein Zeitzeugnis zu verpassen.
"In erwiesenen Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger wird dem Verdächtigten – falls nicht bereits eine Anzeige vorliegt oder Verjährung eingetreten ist – zur Selbstanzeige geraten und je nach Sachlage die Staatsanwaltschaft informiert."
.. die Kirche entscheidet wie eh und jeh erst einmal, ob oder ob nicht die Staatsanwaltschaft informiert wird ..
.. also kann die Kirche immer noch versuchen, "je nach Sachlage" den Taeter zu decken! Wo ist da die Transparenz?
Die Kirche entscheidet! Nicht der Staatsanwalt! Ein Witz!
Sehr geehrte/r Herr/Frau honett,
nein das entscheidet der Sonderermittler und sein Team (die alle Juristen sind) in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Nur zu ihrer Kenntnis: Gerade die Staatsanwaltschaft hatte den Kirchen- und Klostermitarbeitern in den letzten Wochen bescheinigt, sehr gut mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten.
Ansonsten ist das Ganze kein Witz, sondern hier zeigt sich ein sehr nachahmenswertes Model, wie in Zukunft sehr gut mit solchen brisanten Fällen umgegangen werden kann.
MfG
Hainer
Sehr geehrte Honett,
Ihr Zitat (...informiert je nach Sachlage die Staatsanwaltschaft) bezieht sich auf die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahr 2002!
Dass die Kirche inzwischen offensiv um Aufklärung bemüht ist, kann man m.E. nicht in Abrede stellen. Der Großteil der jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfälle wird von kirchlichen Stellen publik gemacht.
Im übrigen scheinen bereits die Leitlinien des Vatikans aus dem Jahr 2003 (!) zu verlangen: "Das staatliche Gesetz, das die Anzeige von Verbrechen bei den Behörden betrifft, sollte immer befolgt werden".
Dazu kann man lediglich ergänzen, dass es derzeit in Deutschland keine Anzeigepflicht gibt und dies möglicherweise sogar im Interesse des Opferschutzes ist. Die entsprechenden Stellungnahmen von Zartbitter sind ja bereits mehrfach zitiert.
Die Einschränkung in den Leitlinien 2002 der Deutschen Bischofskonferenz, "je nach Sachlage" die Staatsanwaltschaft zu informieren, dürfte insoweit übrigens weniger der Vertuschung dienen als vielmehr darauf abzielen zu berücksichtigen, ob das Opfer selbst eine Anzeige wünscht. Immerhin können und konnten sich die Opfer von Übergriffen immer an die Staatsanwaltschaften wenden.
MfG, lib.
Sehr geehrte/r Herr/Frau honett,
nein das entscheidet der Sonderermittler und sein Team (die alle Juristen sind) in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Nur zu ihrer Kenntnis: Gerade die Staatsanwaltschaft hatte den Kirchen- und Klostermitarbeitern in den letzten Wochen bescheinigt, sehr gut mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten.
Ansonsten ist das Ganze kein Witz, sondern hier zeigt sich ein sehr nachahmenswertes Model, wie in Zukunft sehr gut mit solchen brisanten Fällen umgegangen werden kann.
MfG
Hainer
Sehr geehrte Honett,
Ihr Zitat (...informiert je nach Sachlage die Staatsanwaltschaft) bezieht sich auf die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahr 2002!
Dass die Kirche inzwischen offensiv um Aufklärung bemüht ist, kann man m.E. nicht in Abrede stellen. Der Großteil der jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfälle wird von kirchlichen Stellen publik gemacht.
Im übrigen scheinen bereits die Leitlinien des Vatikans aus dem Jahr 2003 (!) zu verlangen: "Das staatliche Gesetz, das die Anzeige von Verbrechen bei den Behörden betrifft, sollte immer befolgt werden".
Dazu kann man lediglich ergänzen, dass es derzeit in Deutschland keine Anzeigepflicht gibt und dies möglicherweise sogar im Interesse des Opferschutzes ist. Die entsprechenden Stellungnahmen von Zartbitter sind ja bereits mehrfach zitiert.
Die Einschränkung in den Leitlinien 2002 der Deutschen Bischofskonferenz, "je nach Sachlage" die Staatsanwaltschaft zu informieren, dürfte insoweit übrigens weniger der Vertuschung dienen als vielmehr darauf abzielen zu berücksichtigen, ob das Opfer selbst eine Anzeige wünscht. Immerhin können und konnten sich die Opfer von Übergriffen immer an die Staatsanwaltschaften wenden.
MfG, lib.
Sehr geehrte/r Herr/Frau honett,
nein das entscheidet der Sonderermittler und sein Team (die alle Juristen sind) in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Nur zu ihrer Kenntnis: Gerade die Staatsanwaltschaft hatte den Kirchen- und Klostermitarbeitern in den letzten Wochen bescheinigt, sehr gut mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten.
Ansonsten ist das Ganze kein Witz, sondern hier zeigt sich ein sehr nachahmenswertes Model, wie in Zukunft sehr gut mit solchen brisanten Fällen umgegangen werden kann.
MfG
Hainer
Nimmt sich die kathoische Kirche schon wieder Sonderrechte heraus - begründet mit ihrer Allmachtsphantasie vom Stellvertretertum Gottes? Entscheidet schon wieder ein Mitglied dieser lediglich an Macht interessierten Glaubensgemeinschaft, wann ein Kinderleben mehr wert ist als die Befriedigung der Triebe seiner Priester?
Einzig die staatlichen Behörden haben zu entscheiden, wann Ermittlungen notwendig sind und wann nicht - das Verschweigen und Vertuschen der Katholiken ist nur noch kriminell zu nennen und gehört bestraft.
Wenn diese Sekte auch nur noch einen Funken Anstand besitzen würde, dann
- würde der Papst zurücktreten und kinder in einem afrikanischen Kinderheim pflegen.
- würde die Kirche ihren Reichtum zu Geld machen und den wirklich Armen dieser Welt sinnvoll zur Verfügung stellen.
- die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft aufhören, immer wieder alles zu verniedlichen.
An alle Katholiken: Stellt Euch vor einen Spiegel, seht Euch in die Augen und denkt nach.
Wenn Ihr dann noch Geld an diesen Verein bezahlen wollt, glaubt Ihr wirklich, dass Ihr dann das jüngste Gericht unbeschadet überstehen werdet?
Ist Jesus dafür am Kreuz gestorben?
Nimmt sich die kathoische Kirche schon wieder Sonderrechte heraus - begründet mit ihrer Allmachtsphantasie vom Stellvertretertum Gottes? Entscheidet schon wieder ein Mitglied dieser lediglich an Macht interessierten Glaubensgemeinschaft, wann ein Kinderleben mehr wert ist als die Befriedigung der Triebe seiner Priester?
Einzig die staatlichen Behörden haben zu entscheiden, wann Ermittlungen notwendig sind und wann nicht - das Verschweigen und Vertuschen der Katholiken ist nur noch kriminell zu nennen und gehört bestraft.
Wenn diese Sekte auch nur noch einen Funken Anstand besitzen würde, dann
- würde der Papst zurücktreten und kinder in einem afrikanischen Kinderheim pflegen.
- würde die Kirche ihren Reichtum zu Geld machen und den wirklich Armen dieser Welt sinnvoll zur Verfügung stellen.
- die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft aufhören, immer wieder alles zu verniedlichen.
An alle Katholiken: Stellt Euch vor einen Spiegel, seht Euch in die Augen und denkt nach.
Wenn Ihr dann noch Geld an diesen Verein bezahlen wollt, glaubt Ihr wirklich, dass Ihr dann das jüngste Gericht unbeschadet überstehen werdet?
Ist Jesus dafür am Kreuz gestorben?
Sehr geehrte Honett,
Ihr Zitat (...informiert je nach Sachlage die Staatsanwaltschaft) bezieht sich auf die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahr 2002!
Dass die Kirche inzwischen offensiv um Aufklärung bemüht ist, kann man m.E. nicht in Abrede stellen. Der Großteil der jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfälle wird von kirchlichen Stellen publik gemacht.
Im übrigen scheinen bereits die Leitlinien des Vatikans aus dem Jahr 2003 (!) zu verlangen: "Das staatliche Gesetz, das die Anzeige von Verbrechen bei den Behörden betrifft, sollte immer befolgt werden".
Dazu kann man lediglich ergänzen, dass es derzeit in Deutschland keine Anzeigepflicht gibt und dies möglicherweise sogar im Interesse des Opferschutzes ist. Die entsprechenden Stellungnahmen von Zartbitter sind ja bereits mehrfach zitiert.
Die Einschränkung in den Leitlinien 2002 der Deutschen Bischofskonferenz, "je nach Sachlage" die Staatsanwaltschaft zu informieren, dürfte insoweit übrigens weniger der Vertuschung dienen als vielmehr darauf abzielen zu berücksichtigen, ob das Opfer selbst eine Anzeige wünscht. Immerhin können und konnten sich die Opfer von Übergriffen immer an die Staatsanwaltschaften wenden.
MfG, lib.
des den Opfern in der Vergangenheit abgenommenen Schweigegelübdes.
"Immerhin können und konnten sich die Opfer von Übergriffen immer an die Staatsanwaltschaften wenden."
Nein, nicht immer, sondern vielleicht nur, und dann erst nach langem Ringen mit den Folgen des Mißbrauchs.
Ihnen wird nicht geglaubt, unkontrolliertes Erinnern an die Momente der erlebten Gewalt, sogenannte Flashbacks, kommen qualvolle ins Bewußtsein. Mancher betroffener Mensch hat dies in den Selbstmord getrieben. Mancher wurde Alkoholiker, bekommt sein Leben nicht mehr geregelt, ist in seinem Selbstvertrauen massiv gestört - und soll da einen juristischen Prozess in die Wege leiten mit der Gefahr der erneuten direkten Konfrontation mit dem Täter - und dem Infrage gestellt werden, ob das denn stimme. Das bedeutet immer wieder unglaublichen Streß und erneute Selbstzweifel.
Nicht umsonst spricht man in Fachkreisen und unter Opfern auch von "ÜBERLEBENDEN"!
Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ist harte Arbeit und benötigt meist einen langen Weg.
Mit bestem Gruß
heilsam
des den Opfern in der Vergangenheit abgenommenen Schweigegelübdes.
"Immerhin können und konnten sich die Opfer von Übergriffen immer an die Staatsanwaltschaften wenden."
Nein, nicht immer, sondern vielleicht nur, und dann erst nach langem Ringen mit den Folgen des Mißbrauchs.
Ihnen wird nicht geglaubt, unkontrolliertes Erinnern an die Momente der erlebten Gewalt, sogenannte Flashbacks, kommen qualvolle ins Bewußtsein. Mancher betroffener Mensch hat dies in den Selbstmord getrieben. Mancher wurde Alkoholiker, bekommt sein Leben nicht mehr geregelt, ist in seinem Selbstvertrauen massiv gestört - und soll da einen juristischen Prozess in die Wege leiten mit der Gefahr der erneuten direkten Konfrontation mit dem Täter - und dem Infrage gestellt werden, ob das denn stimme. Das bedeutet immer wieder unglaublichen Streß und erneute Selbstzweifel.
Nicht umsonst spricht man in Fachkreisen und unter Opfern auch von "ÜBERLEBENDEN"!
Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ist harte Arbeit und benötigt meist einen langen Weg.
Mit bestem Gruß
heilsam
Letztes Jahr noch wurden sämtliche Verbindungen im Internet und Telephonie auf Vorrat gespeichert, weil Pädophile eine vorhandene Infrastruktur nutzen könnten, um illegales Material auszutauschen.
Ja wo sind die Leyendarsteller, wenn es darum geht die Kinder konkret zu schützen? Warum haben wir kein Gesetz, welches die Verjährung von Kindesmissbrauch aufhebt - wenigstens für die Zukunft?
Was sind das für merkwürdige Formulierungen: "..und je nach Sachlage die Staatsanwaltschaft informiert." Falls die Vorfälle nicht verjährt sind, sollte die StA immer eingeschaltet werden. Immer noch nicht gelernt?
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