Fünf Jahre Benedikt XVI. Der Papst ist nicht der richtige Mann zur richtigen ZeitSeite 3/3

Für viele, vor allem weniger saturierte Menschen, die auf neogroßbürgerliches Goutieren der Messe auf Latein verzichten können, hat sie eine existenzielle Bedeutung: Die Kirche, vielmehr die Kirchen, sind schwer ersetzlich. In unserer kriegerischen und konfliktbeladenen Zeit gibt es keine wichtigere Botschaft als die der Nächstenliebe, als die hiermit verbundene Aufforderung zum Perspektivenwechsel.

Auch bieten die Kirchen in Zeiten, die weltweit von Nationalismus und Rassismus geprägt sind, in denen die Zugehörigkeit zu einem Land oder einer Ethnie höher gehandelt wird als der Mensch selbst in seiner Würde und Einzigartigkeit, eine universale Gemeinschaft. Jeder, ob in Bayern, im Sudan, in Südkorea oder in Brasilien geboren, kann ihr theoretisch angehören. Die Kirchen bieten auch, räumlich wie gedanklich, Orte des Einhalts, der Konzentration und der Stille. Aber es handelt sich hierbei um eine lebendige Stille, eine erfüllte Ruhe, keine Totenstille, keine Erstarrung.

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Benedikt ist nicht der richtige Mann zur richtigen Zeit. Denn er verweigert der Kirche ihre Lebendigkeit, die untrennbar mit der Fähigkeit zum Wandel ohne Identitätsverlust verbunden ist.

 
Leser-Kommentare
  1. ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche (G. Mahler).
    In dieser Kirche wird das Feuer systematisch erstickt!

  2. ...denn er führt die katholische Kirche dorthin, wo sie offenbar hingehört: Ad absurdum.

  3. Das Bild oben hat mich an das hier erinnert ;)
    http://home.planet.nl/~ov...
    Schade, ich denke die Mehrheit der Christen ( und Nichtchristen) hätte sich eine offene und liberale Kirche gewünscht.

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    Sehr schön - mir fällt auch nichts Intelligentes mehr ein, was man diesem hübschen Zwillingspärchen entgegensetzen könnte....

    Ein bißchen muß ich Ihnen dennoch widersprechen: Wenn die Kirche ihren Einfluß auf ihre Mitglieder beschränken würde, wäre schon viel gewonnen.

    Dann wäre es egal, wie liberal oder restriktiv diese Kirche wäre.

    Wer glauben will mag glauben, wer in sexueller Enthaltsamkeit leben will, mag diese praktizieren. Aber doch bitte, BITTE: Nach außen hin stille schweigen....

    Es gibt nur einen Gott, und George Lucas ist sein Prophet.

    Sehr schön - mir fällt auch nichts Intelligentes mehr ein, was man diesem hübschen Zwillingspärchen entgegensetzen könnte....

    Ein bißchen muß ich Ihnen dennoch widersprechen: Wenn die Kirche ihren Einfluß auf ihre Mitglieder beschränken würde, wäre schon viel gewonnen.

    Dann wäre es egal, wie liberal oder restriktiv diese Kirche wäre.

    Wer glauben will mag glauben, wer in sexueller Enthaltsamkeit leben will, mag diese praktizieren. Aber doch bitte, BITTE: Nach außen hin stille schweigen....

    Es gibt nur einen Gott, und George Lucas ist sein Prophet.

  4. Sehr schön - mir fällt auch nichts Intelligentes mehr ein, was man diesem hübschen Zwillingspärchen entgegensetzen könnte....

    Ein bißchen muß ich Ihnen dennoch widersprechen: Wenn die Kirche ihren Einfluß auf ihre Mitglieder beschränken würde, wäre schon viel gewonnen.

    Dann wäre es egal, wie liberal oder restriktiv diese Kirche wäre.

    Wer glauben will mag glauben, wer in sexueller Enthaltsamkeit leben will, mag diese praktizieren. Aber doch bitte, BITTE: Nach außen hin stille schweigen....

    Antwort auf "Nur ein Scherz"
  5. Was soll man schon erwarten, von einem Mann, welcher Chef der Glaubenskongregation war. Also jener Abteilung innerhalb der Kirche, deren Aufgabe es früher war, die Reinheit des Glaubens mit allen Mitteln - bis hin zur Inquisition - zu bewahren.
    Die Kongregation für die Glaubenslehre, ursprünglich "Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis" genannt, wurde von Papst Paul III. 1542 gegründet, um die Kirche vor Irrlehren zu schützen.

  6. Dem Erzbischof steht keine Sanktionsmittel gegen Bischöfe zur Verfügung. Der Papst kann auch keinen Bischof von seinem Posten ablösen. Allenfalls kann Personen wie Herrn Mixa nachgelegt werden, ihr Amt niederzulegen. Möglich ist auch die Exkommunikation.

    Sollte Mixa zu 3 Jahren Haft ohne Bewährung bestraft werden, dann bliebe er auch danach noch Bischof und könnte seinem Seelsorgeauftrag nachgehen.

    Diese Umstände muss man berüchsichtigen, wenn man den Papst verantwortlich macht. Was die Funktion "Der Gnade" anbelangt, so steht sie dem Papst nicht zu. Bischof Mixa ist nur Gott verantwortlich.

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    Exkommunikation, Sakrileg, Sünde, Taufe, Ostern eine Erfindung der altrömischen Kirche. Glauben heißt nicht Wissen, gewiss ist dass Ableben des Papstes, der als letzter Benedikt wegen Unfähigkeit in die Kirchengeschichte eingehen wird. Alle monotheistischen Glaubensrichtungen beruhen auf dem fortgeführten Selbstbetrug unerklärliches mit Glauben rechtfertigen zu müssen. Wer aus der Kirche austritt und von nun an nicht mehr glaubt, ist besser dran, als den Senilen und Erzsenilen zu folgen, zu den nun auch schon der Papst zählt. Das Zölibat verstößt gegen die Menscherechtskonvention, die der Vatikanstaat nicht ratifiziert hat und somit Schindluder mit dem göttlichen Bodenpersonal zu treiben.

    Exkommunikation, Sakrileg, Sünde, Taufe, Ostern eine Erfindung der altrömischen Kirche. Glauben heißt nicht Wissen, gewiss ist dass Ableben des Papstes, der als letzter Benedikt wegen Unfähigkeit in die Kirchengeschichte eingehen wird. Alle monotheistischen Glaubensrichtungen beruhen auf dem fortgeführten Selbstbetrug unerklärliches mit Glauben rechtfertigen zu müssen. Wer aus der Kirche austritt und von nun an nicht mehr glaubt, ist besser dran, als den Senilen und Erzsenilen zu folgen, zu den nun auch schon der Papst zählt. Das Zölibat verstößt gegen die Menscherechtskonvention, die der Vatikanstaat nicht ratifiziert hat und somit Schindluder mit dem göttlichen Bodenpersonal zu treiben.

  7. Es ist ein wenig irritierend zu beobachten, wer hierzulande alles glaubt, der katholischen Kirche und dem Papst „gute“ Ratschläge geben zu müssen, wie sie sich verhalten sollen, damit sie von den politisch-medialen „Eliten“ hierzulande endlich akzeptiert werden.
    Das ist aber nicht Aufgabe einer Kirche und kann auch nicht in ihrem Interesse liegen, denn wenn sie sich so verhalten würde, würde sie aufhören, Kirche zu sein und zu einer bloßen Interessenvereinigung mit vagem Religionsbezug werden wie beispielsweise die EKD, die sich im Gegenzug hierzulande durchweg einer positiven Presse rühmen kann.
    Papst Benedikt geht einen anderen Weg, der steiniger ist und mit Feinden und Neidern dicht besetzt: den des Glaubens als Primat jeglichen Handelns. Das kann man naiv finden oder weltfremd, sogar reaktionär. Aber ob es das wirklich ist, daß entscheiden nicht die Chefradakteure bundesdeutscher Zeitungen und auch nicht Frau Merkel. Das entscheidet sich anderenorts, und ich glaube, Papst Benedikt XVI., ein Mann, auf den dieses Land stolz sein könnte, wenn es noch in der Lage wäre, Stolz zu empfinden, kann dieser Entscheidung guten Mutes und reinen Herzens entgegen sehen.

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    • wpev
    • 21.04.2010 um 20:35 Uhr

    Dieser Kommentar ist sachlich und fundiert, meine ich.

    Wahr ist das die Ebene nicht die dieser Welt ist, resp. sehr begrenzt. Deswegen sollen die Sünder in dieser Sache überführt und der Gerechtigkeit zugeführt werden.

    Doch "die Kirche" benötigt mehr als die lauthals geforderten Schnellschüsse aus der Hüfte!
    Und das vermag der jetzige Papst zu erbringen, meine ich.

    Warum verlieren Sie eigentlich kein inhaltliches Wort zum Artikel von Frau Dückers? Ihr Kommentar ist ein einziger Abwehrreflex. Bloß keine inhaltliche Auseinandersetzung, bloß nichts anrühren. Indem Sie mit der Zeitgeistkeule kommen, beweisen Sie nur, dass Sie die wesentliche Botschaft des Artikels nicht verstanden haben. Was mich nur unwesentlich an die Protagonisten des Artikels erinnert.

    Frau Dückers, ein großes Lob auch von mir. Wunderbarer Text.

    • sfgrw
    • 21.04.2010 um 21:27 Uhr

    führen wir hierzulande im 21. Jahrhundert doch nicht mehr.
    Es amüsiert mich, wenn der EKD ein 'vager Religionsbezug' aus berufenem Munde nachgesagt wird. Das hat schon was komödiantisches.
    Da ist er wieder, der Alleinvertretungsanspruch auf die Wahrheit in der RKK.
    Zum Gähnen langweilen Äusserungen wie 'auf den dieses Land stolz sein könnte, wenn es noch in der Lage wäre, Stolz zu empfinden'.
    Auf Ratzinger stoz sein?
    Dieses Land (wie überhaupt auch alle nichtkatholischen Regionen dieser Welt) ist seit dem Mittelalter total heruntergekommen und hat moralisch völlig abgewirtschaftet. Ein Land in dem es homosexuelle Ministerpräsidenten, Aussenminister, Wirtschaftsführer, Kulturschaffende etc. gibt, hat eigenlich nur noch das Fegefeuer verdient.
    Wären Sie so nett und schreiben uns die Adresse?
    Wir schicken dann alle, die am Untergang des Abendlandes schuld sind, dorthin.
    Den Segen aus Rom bekommen wir bestimmt!
    Ich sage es nochmal:
    Ratzinger, Mixa und der neue shooting Star der Uhrrückwärtsdreher Overbeck erweisen der RKK einen Bärendienst. Auch wegen dieser Männer schrumpfen die RK Gemeinden in Deutschland immer weiter.
    Blöd ist bloß, dass diejenigen, die nicht mehr einverstanden sind und austreten, trotzdem glücklich sind, weil befreit vom Mittelalter.
    Zum Bedauern der zukünftigen Minderheit.
    Das ist gut so, denn am Ende bleiben die reinen Herzens übrig und sind endlich unter sich.
    Das nennt man Selbstreinigung.
    Dass Steuern weiterhin fliessen, ist bedauerlich.

    Wieso steht am Ende Ihres Kommentars die Kategorie "Stolz"? Da scheinen sich doch zwei Denk- und Argumentationsrichtungen zu vermischen. Außerweltlihkeit des Papstes ja, schön und gut, aber ein Land, das Stolz empfindet gehört doch hier nicht rein. Verräterisch ist, dass Sie den Stolz als vergangene Fähigkeit der Deutschen ansehen - wann war denn diese Fähigkeit zuletzt gegeben? Diese Frage können Sie ruhig rhetorisch verstehen. Jedenfalls hat der katholische Glaube nichts mit Nationalstolz zu tun.

    • wpev
    • 21.04.2010 um 20:35 Uhr

    Dieser Kommentar ist sachlich und fundiert, meine ich.

    Wahr ist das die Ebene nicht die dieser Welt ist, resp. sehr begrenzt. Deswegen sollen die Sünder in dieser Sache überführt und der Gerechtigkeit zugeführt werden.

    Doch "die Kirche" benötigt mehr als die lauthals geforderten Schnellschüsse aus der Hüfte!
    Und das vermag der jetzige Papst zu erbringen, meine ich.

    Warum verlieren Sie eigentlich kein inhaltliches Wort zum Artikel von Frau Dückers? Ihr Kommentar ist ein einziger Abwehrreflex. Bloß keine inhaltliche Auseinandersetzung, bloß nichts anrühren. Indem Sie mit der Zeitgeistkeule kommen, beweisen Sie nur, dass Sie die wesentliche Botschaft des Artikels nicht verstanden haben. Was mich nur unwesentlich an die Protagonisten des Artikels erinnert.

    Frau Dückers, ein großes Lob auch von mir. Wunderbarer Text.

    • sfgrw
    • 21.04.2010 um 21:27 Uhr

    führen wir hierzulande im 21. Jahrhundert doch nicht mehr.
    Es amüsiert mich, wenn der EKD ein 'vager Religionsbezug' aus berufenem Munde nachgesagt wird. Das hat schon was komödiantisches.
    Da ist er wieder, der Alleinvertretungsanspruch auf die Wahrheit in der RKK.
    Zum Gähnen langweilen Äusserungen wie 'auf den dieses Land stolz sein könnte, wenn es noch in der Lage wäre, Stolz zu empfinden'.
    Auf Ratzinger stoz sein?
    Dieses Land (wie überhaupt auch alle nichtkatholischen Regionen dieser Welt) ist seit dem Mittelalter total heruntergekommen und hat moralisch völlig abgewirtschaftet. Ein Land in dem es homosexuelle Ministerpräsidenten, Aussenminister, Wirtschaftsführer, Kulturschaffende etc. gibt, hat eigenlich nur noch das Fegefeuer verdient.
    Wären Sie so nett und schreiben uns die Adresse?
    Wir schicken dann alle, die am Untergang des Abendlandes schuld sind, dorthin.
    Den Segen aus Rom bekommen wir bestimmt!
    Ich sage es nochmal:
    Ratzinger, Mixa und der neue shooting Star der Uhrrückwärtsdreher Overbeck erweisen der RKK einen Bärendienst. Auch wegen dieser Männer schrumpfen die RK Gemeinden in Deutschland immer weiter.
    Blöd ist bloß, dass diejenigen, die nicht mehr einverstanden sind und austreten, trotzdem glücklich sind, weil befreit vom Mittelalter.
    Zum Bedauern der zukünftigen Minderheit.
    Das ist gut so, denn am Ende bleiben die reinen Herzens übrig und sind endlich unter sich.
    Das nennt man Selbstreinigung.
    Dass Steuern weiterhin fliessen, ist bedauerlich.

    Wieso steht am Ende Ihres Kommentars die Kategorie "Stolz"? Da scheinen sich doch zwei Denk- und Argumentationsrichtungen zu vermischen. Außerweltlihkeit des Papstes ja, schön und gut, aber ein Land, das Stolz empfindet gehört doch hier nicht rein. Verräterisch ist, dass Sie den Stolz als vergangene Fähigkeit der Deutschen ansehen - wann war denn diese Fähigkeit zuletzt gegeben? Diese Frage können Sie ruhig rhetorisch verstehen. Jedenfalls hat der katholische Glaube nichts mit Nationalstolz zu tun.

  8. Betrachtet man die Bibel vom Alten bis zum Neuen Testament, dann ist für mich als Laie nachvollziehbar, dass sich Gott deutlich häufiger in fundamentalerweise gewandelt hat, als die katholische Kirche.

    Jeder, auch Protestanten, kennen dies: Ein Papst ist in allen Glaubensfragen unfehlbar.
    Auch wenn die Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen, welche ja nur in der Form ex cathedra explizit beansprucht wird, oft falsch interpretiert wird, schwingt hierin doch immer ein allgemeingültiger Anspruch mit. Gefangen in der eigenen Logik bzw. im Glauben an die eigene Sache kann die katholische Kirche diese Haltung nicht aufgeben. Sost wäre der Zweifel gesät, dass der Heilige Geist, der nach der Zusage Christus, die Wahrheit lehren und erhalten werde,
    die Katholische Kirche längst verlassen hat.

    Die frohe Botschaft für Nichtkatholiken ist aber, dass der Papst der Hüter der katholischen Riten und nicht des Glaubens ist.

    Soviel ist sicher!

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