Sexueller Missbrauch Dossier: Die Fälle in der katholischen Kirche
Was ist in kirchlichen Einrichtungen geschehen? Wie geht die Kirche mit Missbrauchsfällen um? Lesen Sie laufend aktualisierte Hintergründe zum Missbrauch in der Kirche.
Gegen Bischof Walter Mixa ist der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs laut geworden. Die Staatsanwaltschaft bestätigt Vorermittlungen. Am 8. Mai nimmt der Papst das Wochen vorher geäußerte Rücktrittsangebot von Mixa an.
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch haben ihren Streit beigelegt. Worum es in der Auseinandersetzung ging, lesen Sie hier.
Der Vatikan hat Richtlinien zum Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs veröffentlicht. Warum diese keineswegs bedeuten, dass umgehend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden muss, lesen Sie hier.
Auch in Südamerika muss sich die katholische Kirche Missbrauchsfällen stellen. Wie die Kirche in Chile und Mexiko damit umgeht, und was die Missbrauchsfälle für die katholisch geprägten Gesellschaften bedeuten, lesen Sie hier.
Die katholische Kirche hat in der Vergangenheit immer wieder versucht, Fälle in den eigenen Reihen im Stillen zu regeln, statt sie der Staatsanwaltschaft zu melden. Klaus-Michael Kodalle geht in seinem Essay der Frage nach, welche Rolle der Glaube bei dieser Art Umgang mit sexuellem Missbrauch spielt und wie sich das Kirchenrecht zum staatlichen Rechtssystem verhält.
Kardinal Tarcisio Bertone ist der wichtigste Mitarbeiter des Papstes. In den 1990er Jahren ließ er Milde gegen einen pädophilen Priester walten, der 200 taubstumme Kinder missbraucht hat. Der ZEIT liegen Dokumente vor, die beweisen, wie Bertone versucht hat, den Fall klein zu halten. Statt personelle Konsequenzen zu ziehen, will der Vatikan von eigenen Fehlern wenig wissen.
Lesen Sie hier, wie die katholische Kirche versucht, einen Fall sexuellen Missbrauchs in Bamberg aufzuklären.
Im Kloster Ettal haben Mönche über Jahrzehnte Kinder massiv misshandelt und missbraucht. Lesen Sie hier den Bericht des Sonderermittlers Thomas Pfister.
Weil er sich an Kindern vergangen hatte, kam Pater H. 1980 aus Essen zur Therapie nach München. Kurz danach wurde er wieder als Seelsorger eingesetzt und verging sich erneut an Kindern. 1986 wurde er zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Ein Jahr später kam er nach Garching, wo er 21 Pfarrer war. Lesen Sie hier, wie die Gemeinde mit dem beschädigten Vertrauen umgeht.
In Österreich schützte die Kirche jahrelang einen Pfarrer, der sich an Jungen vergriff. Ein Kirchengericht sprach ihn dann schuldig. Der Vatikan hob das Urteil wieder auf. Protokoll eines Skandals.
Vor acht Jahren wurde der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche der USA publik. Doch noch immer beklagen die Opfer die zögerliche Aufklärung.
- Datum 08.04.2010 - 12:16 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Entschlossenheit zur Aufklärung?
Wer die Nagelprobe machen und die Entschlossenheit der Kirche zu Wahrheit und Aufklärung prüfen möchte, folge diesen Links:
http://www.ardmediathek.d...
http://www.spiegel.de/pan...
http://www..sr-online.de/...
http://www.oberpfalznetz....
Der von drei Personen eidesstattlich Beschuldigte, Prof. Dr. Paul-Gerhard Müller (Trier), von Prof. Mußner und Prof. Ratzinger 1976 in Regensburg habilitierte Theologe, der von 1979 bis 1989 Direktor des Katholischen Bibelwerks war und dessen Veröffentlichungen zum Teil Geleitworte von Josef Ratzinger beigegeben sind, leugnet die Vorwürfe und reist ungehindert in den Libanon. Die Staatsanwaltschaft, die die "Opfer" - sicher auch den Täter - längst "anhören" sollte, hat sich bis heute nicht gerührt. Der Täter ist indes ungehindert in den Libanon gereist. Und das Bistum? Hat weiterhin keinen Einblick in die Personalakte genommen, die den Hintergrund der Versetzung 1989 von Stuttgart nach Trier erhellen könnte, für die ebenfalls sexuelle Übergriffe vermutet werden und schweigt...
Aufklärung? Entschlossenheit zur Wahrheit? - Doch wohl weiter eher Täterschutz und "Abwägen des Wohls der gesamten Kirche"...
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