Missbrauch und Gewalt Dossier: Die Stimmen der Opfer
Missbrauch und Gewalt in Schulen und kirchlichen Einrichtungen. Wie leben Menschen mit dem, was ihnen widerfahren ist? Lesen Sie hier Berichte von Opfern.

Wer Opfer sexuellen Missbrauchs wurde, leidet an der Erfahrung häufig ein Leben lang
Mittlerweile kam der Runde Tisch zum MIssbrauchsskandal in Berlin zum ersten Mal zusammen. Lesen Sie hier, warum der Opferberater Peter Mosser kritisiert, dass die Opfer in diesem Gremium zu wenig Gehör finden.
Ein ehemaliger Schüler des Berliner Canisius-Kollegs spricht über Misshandlungen und Schläge, die er Ende der 1970er Jahre an der Schule erlitten hat und stellt sich die Frage, wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wäre dies alles nicht geschehen.
Christine H. wurde von ihrem Onkel, einem Priester, als Kind sexuell missbraucht. Er starb als sie 13 Jahre alt war. Dass nun immer mehr Männer und Frauen mit ihren Erlebnissen an die Öffentlichkeit treten, ist für sie wie eine Therapie.
In die Jugendwerkhöfe der DDR verbrachte man widerspenstige Kinder und Jugendliche. Heidemarie Puls kam als Jugendliche in den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau und wurde dort missbraucht. Es könnte einer von vielen Fällen der DDR sein.
Manuel Fasser, Jahrgang 1982, war in den neunziger Jahren Schüler in einem Ordensinternat in Tirol. Drakonische Strafen, Willkür und körperliche Züchtigungen standen auf der Tagesordnung. Über seine Erlebnisse berichtet er hier.
Wo finden Opfer sexuellen Missbrauchs und von Gewalt Rat und Hilfe? Wie können Eltern Kinder stark machen? Ein Überblick über Beratungsstellen, Hotlines und Literatur finden Sie hier.
Weitere Informationen und Hintergründe zum Thema sexueller Missbrauch und Gewalt in Institutionen finden Sie auf unserer Themenseite Missbrauch
- Datum 08.04.2010 - 12:19 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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'Sprachloses Kind' - einer der besten Text, die ich über sexualisierte Gewalt jemals gelesen habe.
http://www.spiegel.de/spi...
Gewalt beginnt sehr früh und sehr subtil, wie es P., Ingendaay ind er FAZ anschaulich beschreibt: Das ist ein gutes Beispiel für die strukturelle Gewalt, der Kinder ausgesetzt sein können.
Paßt übrighens gut zum heutigen "Weißen Sonntag" und der Beichtverpflichtung dahinter.
09.04.2010
Hinter den Mauern
Wer seine Kindheit in einem katholischen Internat verbracht hat, der konnte die zwei Seiten der Stille kennenlernen. Die eine diente der Besinnung, die andere dem Verschweigen. Eine Erinnerung. Von Paul Ingendaay
Die Stille hat mich niedergedrückt. Vom ersten Tag an. Im gewöhnlichen Leben - "draußen" - ist völlige Stille ja ein seltener Zustand. Hier aber, in meinem Internat in der Provinz, direkt an der holländischen Grenze, schätzte man Schweigen.
PS: Die Unterzeile unter dem Bild klingt sehr verharmlosend, "leidet"...
Allein jedes Jahr nehmen sich hunderte Jugendliche und Erwachsene aus diesen Gründen das Leben, weil ihnen aus ihrer Sicht der Lebenssinn und -inhalt vorher in der schlimmsten Mißachtung genommen wurde.
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