Sexueller Missbrauch Dossier: Aufklärung, Vorbeugung, Therapie

Was unternehmen Kirche und Politik, um die Missbrauchsfälle aufzuklären? Wie können wir Kinder schützen? Lesen Sie hier laufend aktualisierte Hintergründe zum Thema.

Wie können wir Kinder in Zukunft schützen? Diese Frage darf im Zuge der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle nicht vergessen werden

Wie können wir Kinder in Zukunft schützen? Diese Frage darf im Zuge der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle nicht vergessen werden

Ein Runder Tisch soll die Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen und Schulen sammeln, aufklären und Konzepte entwerfen, wie zukünftige Fälle verhindert werden können. Lesen Sie hier ein Porträt über Christine Bergmann, die mit der Leitung des Runden Tisches beauftragt ist. Opferberater Peter Mosser hat wenig Hoffnung, dass der Runde Tisch gegen Missbrauch Konkretes bewirkt. Das erste Treffen sei enttäuschend verlaufen, sagt er im Interview mit ZEIT ONLINE.

Am Runden Tisch gibt es im Vorfeld Kritik. Im Interview mit ZEIT ONLINE sagt die Theologin Uta Ranke-Heinemann, die Kirche habe kein Interesse, die Fälle wirklich aufzuklären.

Der Sexualmediziner Klaus Beier leitet ein Therapieprojekt für Pädophile an der Berliner Charité. Erfahren Sie im Video-Interview mit ZEIT ONLINE mehr über die Hintergründe von Pädophilie und die Therapiemöglichkeiten.

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Viele Missbrauchsopfer haben jahrzehntelang geschwiegen. Der Traumaexperte Martin Sack erklärt im Interview, wie Patienten ihre Erinnerungen verarbeiten und geheilt werden können.

Wie können Eltern mit Kindern über das Thema sexueller Missbrauch sprechen? Der Kindertherapeut Andreas Wiefel hat Ratschläge dazu.

Wie kann sexueller Missbrauch an Schulen verhindert werden? Ursula Enders von der Beratungsstelle Zartbitter empfiehlt im Interview unter anderem einen Verhaltenskodex für alle Pädagogen an Schulen.

Durch die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule suchen die Landerziehungsheime nach Wegen, ihre Schüler zu schützen. Der Abschied von lange gelebten Konzepten fällt dabei häufig schwer.

Wie konnte es an reformpädagogischen Schulen zu Missbrauch in teils systemischem Ausmaß kommen? Robert Leicht fordert, darüber nachzudenken, wie viel Nähe zwischen Lehrern und Schülern gut ist.

Die bayerischen Bischöfe wollen alle Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs umgehend an die Staatsanwaltschaft geben. Warum Opferverbände befürchten, dass dies Opfer davon abhalten wird, über das Erlittene zu sprechen lesen Sie hier.

Bischof Stephan Ackermann ist Missbrauchsbeauftragter der katholischen Kirche. Im Interview spricht er über die Erfahrungen, die er in seinem Amt bisher gemacht, über die Schwierigkeit einer Anzeigepflicht und den Rechtsraum Kirche.

Weitere Informationen und Hintergründe zum Thema sexueller Missbrauch und Gewalt in Institutionen finden Sie auf unserer Themenseite Missbrauch

 
Leser-Kommentare
  1. wollte ich niemals nirgendwo öffentlich etwas zur Mißbrauchsdebatte sagen und schreiben!
    Aber ich merke, dass es mir an die Substanz geht. Dass ich an zum größten Teil Vergessenes erinnert werde bei Namen, Ortsnamen, dunkle verschwommene Erinnerung: Da war doch etwas? Einerseits ist es gut, dass es nicht mehr einfach ist, Kinder und Jugendliche ungeniert zu mißbrauchen. Ich jedoch gehöre zu den vielen Kindern, die viele Male mißbraucht worden sind von vielen. Vieles kann ich gar nicht mehr erinnern: Filmriss, verdrängt! Das will ich so lassen!
    Ich bin so erschüttert, dass diese Ungeheuerlichkeiten noch immer in diesem Ausmaß geschehen, dass die Mechanismen immer noch dieselben sind wie die vor 50/60 Jahren! Ist denn gar nichts passiert durch die Aufklärung, außer das es ekelhafte Pornografie gibt, widerliche Sexpraktiken, die einem überall aufgedrängt werden?
    Und wieder lesen dies genau die Art Menschen, meist Männer, die sich an diesen Berichten aufgeilen, diese Vorstellung finde ich ekelerregend!
    Ich habe die Mißbräuche irgendwie in meiner Psyche separiert, bringe das in der Regel nicht mit sporadischen Berichten solcher Scheußlichkeiten in Verbindung, seltsam! Aber seit Monaten fast täglich irgendwo diese Widerwärtigkeiten, da kommt mir das wieder zu nahe. Ich bin nur deshalb nicht so geschädigt, weil ich das in meinem normalen Leben trennen kann, weil ich keine/n der TäterInnen geliebt habe, niemanden vertraut habe, niemals, einige leben noch, sie sind mir egal, total!!!

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