Inguschetien Polizisten sterben nach Selbstmordattentat

Wieder ein Anschlag im Nordkaukasus: In der inguschetischen Stadt Karabulak hat ein Selbstmordattentäter zwei Polizisten mit in den Tod gerissen.

Auch die russische Teilrepublik Inguschetien gerät in Sog des Terrors. Nach Angaben des Innenministeriums sprengte sich ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeiwache der Stadt Karabulak in die Luft. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, zündete er einen Sprengstoffgürtel, als ein mit mehreren Beamten besetztes Polizeifahrzeug in das Gebäude fuhr. Drei Polizisten wurden den Angaben zufolge verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo zwei von ihnen starben. Kurz darauf explodierte an der Stelle ein weiterer Sprengsatz in einem Auto. Dabei sei aber niemand verletzt worden. Über die Attentäter wurde zunächst nichts bekannt.

Vor einer Woche hatten sich in der Moskauer Metro zwei Selbstmordattentäterinnen aus dem Nordkaukasus in die Luft gesprengt und dabei mindestens 40 Menschen mit in den Tod gerissen. Seither hat auch der Terror in dem Konfliktgebiet weiter zugenommen. In den vergangenen Tagen war fast ausschließlich die Republik Dagestan betroffen. Dort starben seit vergangenen Dienstag mehr als zehn Menschen. Am Sonntag war nach einem Anschlag auf eine Bahnstrecke ein Güterzug entgleist.

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In den Teilrepubliken im Nordkaukasus, wo auch das frühere Kriegsgebiet Tschetschenien liegt, kämpfen islamistische Rebellen gegen kremltreue Einheiten für ein unabhängiges "Kaukasus-Emirat". Die Aufständischen hatten nach den Metro-Anschlägen erklärt, ihren "Heiligen Krieg" auf ganz Russland auszuweiten. Nach dem Moskauer Blutbad lagen noch Dutzende Menschen am Ostermontag weiter im Krankenhaus.

 
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