Staatspleite Der liederliche Grieche

Die armen südeuropäischen EU-Verwandten haben hier mittlerweile ein Image wie Langzeitarbeitslose. Sie lassen es sich angeblich auf Kosten deutscher Steuerzahler gut gehen.

Zeitunglesen. Ein Grieche im Zentrum von Athen

Zeitunglesen. Ein Grieche im Zentrum von Athen

Plötzlich ist sie wieder da, die Sehnsucht nach der D-Mark. Sie war der Stolz der Deutschen, stabil und unverwüstlich, ein Symbol für die guten alten Zeiten. Und heute? Heute zerbröselt der Euro, weil korrupte und faule Südeuropäer auf unsere Kosten leben. So ähnlich jedenfalls denken viele Deutsche. Wie kaum ein anderer Staat wird Griechenland derzeit verspottet und verachtet. 

Galten die Griechen lange Zeit als die etwas besseren Südeuropäer, kultiviert und lebenslustig, so hat sich ihr Image mit der Schuldenkrise abrupt verändert. Nun verkörpern sie quasi das Gegenteil der deutschen Tugenden. Selber Schuld, lautet unisono das Urteil. Wer so lange über seine Verhältnisse lebt, hat nichts anderes verdient als die Pleite – auf jeden Fall schon gar nicht deutsches Geld, um die Krise zu überwinden.

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Nichts scheinen die Deutschen mehr zu verabscheuen als die Vorstellung, andere könnten sich auf ihre Kosten ein schönes Leben machen. Wochenlang geisterte das Bild des liederlichen Griechen durch die Medien, der sich von seinen reichen Verwandten Geld geliehen hat, um es anschließend zu verprassen, während man selbst jeden Cent zweimal umdreht. Die armen EU-Verwandten im Süden haben mittlerweile eine ähnliches Image wie Langzeitarbeitslose in Hamburg oder München: Angeblich liegen sie auf der faulen Haut und lassen es sich auf Kosten ehrlicher Steuerzahler gut gehen. In beiden Fällen gehen die Müßiggänger angeblich davon aus, dass Berlin am Ende die Zechen übernehmen muss.

Europäische Solidarität, der Euro als "Schicksalsgemeinschaft"? In der Krise ist sich jeder selbst der nächste. Anders ist die Haltung der Bundesregierung in den vergangenen Wochen kaum zu erklären. Monatelang verzögerte sie konkrete Hilfszusagen, obwohl die Finanzmärkte auf eine griechische Pleite wetteten. Damit sollten die Griechen gezwungen werden, mit ihren Sparvorhaben ernst zu machen, hieß die Begründung. 

Dabei hat Deutschland wie kaum ein anderes EU-Mitglied von der Währungsunion profitiert. Zwei Drittel aller deutschen Exporte gehen in das europäische Ausland. Und ohne die Währungsunion wäre der deutsche Exportboom innerhalb Europas kaum denkbar, denn die DM wäre bald so aufgewertet worden, dass deutsche Waren unverhältnismäßig teuer geworden wären. Dann gäbe es weniger "Made in Germany" bei den Hellenen. Ähnlich paradox wurde zuletzt auf die EU-Osterweiterung reagiert. Gerade in den Staaten, die am stärksten ökonomisch davon profitierten, wie Deutschland und Österreich, stieß die Erweiterung auf besonders große Ablehnung und wurde von hysterischen Warnungen begleitet. 

Es ist schon erstaunlich, mit welchem Hass und welcher Verachtung nun auf das griechische Debakel reagiert wird. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Deutschland am Ende selbst von der Hilfe profitieren wird, die es nach langem Zögern endlich bereit gestellt hat – die Kredite müssen schließlich mit sehr hohen Zinsen zurückbezahlt werden.

Auch wenn die aktuelle Krise mit dem EU-Hilfspaket vorerst gebannt scheint, kann es ein "Weiter so" nicht geben. Das gilt sicherlich für die Griechen, die nun mit Sparmaßnahmen konfrontiert sind, die es früher nur zu Kriegszeiten gab. Das gilt aber auch für Deutschland. Denn der tiefere Grund für die Finanzmisere liegt in der ungleichen Entwicklung, die verschiedene EU-Mitgliedsstaaten in den vergangenen Jahren genommen haben. Nicht nur die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt, auch die meisten anderen Staaten der Euro-Zone haben mittlerweile gewaltige Defizite.

Leser-Kommentare
  1. und überzogene Forderungen der Bürger. Viele Griechen lieben es, sich über Sozialhilfe zu stützen. Und zwar zusätzlich! Der Geschäftsführer holt sich Sozialhilfe. Das ist so krass, dass gar nichts mehr wundert. Griff in die Kasse, egal wie. Und wir sammeln wie die anderen EU-Länder?

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    • Puella
    • 04.05.2010 um 11:50 Uhr

    "Viele Griechen lieben es, sich über Sozialhilfe zu stützen. Und zwar zusätzlich! Der Geschäftsführer holt sich Sozialhilfe."

    Nette These,gibt es auch Belege für diese?
    Zum Thema: Das Ganze wird in den dt.Medien wohl etwas überhöht dargestellt - hier der strebsame&fleissige Deutsche, da der verschlagene&verschwenderische Grieche.
    Trotzdem sollte man auch die Banken zur Kasse bitten und das stärker staatlich eingreifen,wenn es um Spekulationen am Finanzmarkt geht.

    über die pauschalisierenden, verachtenden Aussagen, die man vermehrt hört. Inzwischen bin ich traurig und wütend. Da wird ein ganzes Volk zu korrupten, betrügerischen und faulen Sozialschmarotzern gemacht! Erzählen sie das mal einer Bürokauffrau aus Athen mit einem Bruttolohn von 800€! Ich weiß, dass die Lebenshaltungskosten dort nicht niedriger sind als hier - die Löhne aber sehr wohl. Woher weiß der Kommentator, dass viele Griechen es lieben, sich bei der Sozialhilfe zu bedienen? Der strebsame, fleissige Deutsche tut so etwas ja nicht. Hat er gelesen, dass ein griechischer Chef sich bereichert hat? Mag sein.. und dann ist ja klar, dass der "gemeine" Grieche das auch tut. Der Grieche an sich ist ja nicht zu individuellem Handeln fähig: betrügt einer betrügen alle! Zum Kotzen diese Logik.

    • Puella
    • 04.05.2010 um 11:50 Uhr

    "Viele Griechen lieben es, sich über Sozialhilfe zu stützen. Und zwar zusätzlich! Der Geschäftsführer holt sich Sozialhilfe."

    Nette These,gibt es auch Belege für diese?
    Zum Thema: Das Ganze wird in den dt.Medien wohl etwas überhöht dargestellt - hier der strebsame&fleissige Deutsche, da der verschlagene&verschwenderische Grieche.
    Trotzdem sollte man auch die Banken zur Kasse bitten und das stärker staatlich eingreifen,wenn es um Spekulationen am Finanzmarkt geht.

    über die pauschalisierenden, verachtenden Aussagen, die man vermehrt hört. Inzwischen bin ich traurig und wütend. Da wird ein ganzes Volk zu korrupten, betrügerischen und faulen Sozialschmarotzern gemacht! Erzählen sie das mal einer Bürokauffrau aus Athen mit einem Bruttolohn von 800€! Ich weiß, dass die Lebenshaltungskosten dort nicht niedriger sind als hier - die Löhne aber sehr wohl. Woher weiß der Kommentator, dass viele Griechen es lieben, sich bei der Sozialhilfe zu bedienen? Der strebsame, fleissige Deutsche tut so etwas ja nicht. Hat er gelesen, dass ein griechischer Chef sich bereichert hat? Mag sein.. und dann ist ja klar, dass der "gemeine" Grieche das auch tut. Der Grieche an sich ist ja nicht zu individuellem Handeln fähig: betrügt einer betrügen alle! Zum Kotzen diese Logik.

  2. sondern die Pappnasen, die uns den Euro aufgezwungen haben.
    Journalisten, die uns den Teuro auch noch schönreden, nehme ich auch noch in meine Hassliste.

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    • joG
    • 04.05.2010 um 12:35 Uhr

    "Dabei hat Deutschland wie kaum ein anderes EU-Mitglied von der Währungsunion profitiert. Zwei Drittel aller deutschen Exporte gehen in das europäische Ausland. Und ohne die Währungsunion wäre der deutsche Exportboom innerhalb Europas kaum denkbar, denn die DM wäre bald so aufgewertet worden, dass deutsche Waren unverhältnismäßig teuer geworden wären."

    Oder finden Sie diese Argumentation so unsachlich wie ich das tue? Über Jahrzehnte werteten die anderen Europäer ab und daher die DM auf. Über diese Jahrzehnte wuchs Deutschland ganz prima. Das hörte auf, als der Euro eingeführt wurde. Arbeitslosigkeit war die Folge.

    Vor einigen Jahren begannen die Inflationsdifferenzen für Non-Tradables die Wettbewerbssituation Deutschlands zu verbessern und Deutschland begann wieder Arbeitsplätze zu schaffen. Dieser Prozess führte wiederum zu einer Schwächung der anderen EURO Länder, die dann den externen Schock der Finanzkrise nicht mehr verwinden konnten. Durch die Einbindung in den EURO passten sich ihre Außenwerte nicht an, da sie keine eigene Währung mehr hatten. So werden sie als Exportmärkte für Deutschland ausfallen, wenn wir keine Exportsubventionen über Kredite leisten.

    Also wer schreibt, der EURO sei in irgend einer Weise als Symbolisch gut, der sollte das besser nachweisen als mit der platten Erklärung im Artikel.

    Dass der Tuero kein solcher war, belegen diverse Studien, die keine inflationsbereinigte Preisanhebung während bzw. kurz nach der Euroeinführung erkennen lassen.

    • grundi
    • 11.05.2010 um 14:00 Uhr

    Deutschland ("Die Deutschen") steht ebenfalls am Abgrund.

    Mehr als 80 Milliarden Neuverschuldung alleine dieses Jahr ist ein Anlass zur Demut, nicht zum Stolz.

    • joG
    • 04.05.2010 um 12:35 Uhr

    "Dabei hat Deutschland wie kaum ein anderes EU-Mitglied von der Währungsunion profitiert. Zwei Drittel aller deutschen Exporte gehen in das europäische Ausland. Und ohne die Währungsunion wäre der deutsche Exportboom innerhalb Europas kaum denkbar, denn die DM wäre bald so aufgewertet worden, dass deutsche Waren unverhältnismäßig teuer geworden wären."

    Oder finden Sie diese Argumentation so unsachlich wie ich das tue? Über Jahrzehnte werteten die anderen Europäer ab und daher die DM auf. Über diese Jahrzehnte wuchs Deutschland ganz prima. Das hörte auf, als der Euro eingeführt wurde. Arbeitslosigkeit war die Folge.

    Vor einigen Jahren begannen die Inflationsdifferenzen für Non-Tradables die Wettbewerbssituation Deutschlands zu verbessern und Deutschland begann wieder Arbeitsplätze zu schaffen. Dieser Prozess führte wiederum zu einer Schwächung der anderen EURO Länder, die dann den externen Schock der Finanzkrise nicht mehr verwinden konnten. Durch die Einbindung in den EURO passten sich ihre Außenwerte nicht an, da sie keine eigene Währung mehr hatten. So werden sie als Exportmärkte für Deutschland ausfallen, wenn wir keine Exportsubventionen über Kredite leisten.

    Also wer schreibt, der EURO sei in irgend einer Weise als Symbolisch gut, der sollte das besser nachweisen als mit der platten Erklärung im Artikel.

    Dass der Tuero kein solcher war, belegen diverse Studien, die keine inflationsbereinigte Preisanhebung während bzw. kurz nach der Euroeinführung erkennen lassen.

    • grundi
    • 11.05.2010 um 14:00 Uhr

    Deutschland ("Die Deutschen") steht ebenfalls am Abgrund.

    Mehr als 80 Milliarden Neuverschuldung alleine dieses Jahr ist ein Anlass zur Demut, nicht zum Stolz.

    • mexi42
    • 04.05.2010 um 11:33 Uhr

    die Kommentatorin die DM nicht mehr erlebt.
    Wir haben mit der DM prima exportiert.
    Damals haben die Deutschen keine Hungerlöhne
    erhalten.
    Ein Kommentar ohne Substanz.

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    • P_S
    • 04.05.2010 um 12:18 Uhr

    Ich habe die DM noch erlebt, kann mich aber an keinen Kurs 2,60 DM zu 1,00 USD errinnern (aktueller Eurowechsel Kurs), oder wie vor 2 Monaten 3 zu 1!
    Nicht einmal zu Regeanszeit war der Dollar so schwach, die Exportwirtschaft hat damals gejammert und Stellen abgabeut!

    Meine Mutter hat auch unter der DM fuer einen Hungerlohn gearbeitet. 10-12 Stunden in der Waescherei fuer ca. 5DM die Stunde. Und leider kein Einzelfall.

    • kahh
    • 08.05.2010 um 14:43 Uhr

    Die DEM konnte (innerhalb des EWS) in Relation zu anderen Währungen schwanken. Hohe Löhne waren daher für die Exportfähigkeit weniger "schädlich" als heute. Deshalb war damals ja auch primär davon die Rede, dass hohe Löhne die Binnennachfrage stärken, während heutzutage Lohnzurückhaltung zur Stärkung der Exportfähigkeit im öffentlichen Bewußtsein als wichtiger empfunden wird.

    Damals konnten sich Importländer vor einer "Überschwemmung" durch deutsche Produkte schützen und die heimische Produktion fördern. Die Währungsschwankungen waren eine Art Druckventil gegen übermäßigen Import. Innerhalb der Eurozone geht das heute nicht mehr.

    Wenn wir (u.a. durch Lohnzurückhaltung) billiger sind als die Griechen, booten wir deren Produktion regelrecht aus (wir nennen das vornehm "Konkurrenzfähigkeit").

    Wir könnten natürlich sagen: Selbst schuld, wir sind halt besser. Allerdings finanziert jeder Grieche, der deutsche Produkte kauft, auf diese Weise unseren Sozialstaat mit (dessen Kosten sind nämlich über die Lohnnebenkosten im Preis enthalten). Deshalb wollen wir - wenn wir mal ganz ehrlich sind - eigentlich gar keine konkurrenzfähigen Griechen und sind verdammt klug beraten, denen zu helfen, weil das sonst auf uns zurückschlägt. Das Kartenhaus würde zusammen brechen.

    Umgekehrt arbeiten wir Deutschen schön fleißig, haben aber nichts davon, weil wir ja konkurrenzfähig bleiben und deshalb auf Lohnzuwächse verzichten müssen. - Wer ist da eigentlich blöder?

    • P_S
    • 04.05.2010 um 12:18 Uhr

    Ich habe die DM noch erlebt, kann mich aber an keinen Kurs 2,60 DM zu 1,00 USD errinnern (aktueller Eurowechsel Kurs), oder wie vor 2 Monaten 3 zu 1!
    Nicht einmal zu Regeanszeit war der Dollar so schwach, die Exportwirtschaft hat damals gejammert und Stellen abgabeut!

    Meine Mutter hat auch unter der DM fuer einen Hungerlohn gearbeitet. 10-12 Stunden in der Waescherei fuer ca. 5DM die Stunde. Und leider kein Einzelfall.

    • kahh
    • 08.05.2010 um 14:43 Uhr

    Die DEM konnte (innerhalb des EWS) in Relation zu anderen Währungen schwanken. Hohe Löhne waren daher für die Exportfähigkeit weniger "schädlich" als heute. Deshalb war damals ja auch primär davon die Rede, dass hohe Löhne die Binnennachfrage stärken, während heutzutage Lohnzurückhaltung zur Stärkung der Exportfähigkeit im öffentlichen Bewußtsein als wichtiger empfunden wird.

    Damals konnten sich Importländer vor einer "Überschwemmung" durch deutsche Produkte schützen und die heimische Produktion fördern. Die Währungsschwankungen waren eine Art Druckventil gegen übermäßigen Import. Innerhalb der Eurozone geht das heute nicht mehr.

    Wenn wir (u.a. durch Lohnzurückhaltung) billiger sind als die Griechen, booten wir deren Produktion regelrecht aus (wir nennen das vornehm "Konkurrenzfähigkeit").

    Wir könnten natürlich sagen: Selbst schuld, wir sind halt besser. Allerdings finanziert jeder Grieche, der deutsche Produkte kauft, auf diese Weise unseren Sozialstaat mit (dessen Kosten sind nämlich über die Lohnnebenkosten im Preis enthalten). Deshalb wollen wir - wenn wir mal ganz ehrlich sind - eigentlich gar keine konkurrenzfähigen Griechen und sind verdammt klug beraten, denen zu helfen, weil das sonst auf uns zurückschlägt. Das Kartenhaus würde zusammen brechen.

    Umgekehrt arbeiten wir Deutschen schön fleißig, haben aber nichts davon, weil wir ja konkurrenzfähig bleiben und deshalb auf Lohnzuwächse verzichten müssen. - Wer ist da eigentlich blöder?

  3. Da in Deutschland seit Jahren die Gürtel der meisten Bürger enger geschnallt wurden und uns das als alternativlos verkauft wurde, ist es nicht verwunderlich, dass ebendiese Bürger mit "Hass und Verachtung" auf griechische Verhältnisse wie 14. Monatsgehalt oder Pünktlichkeitsprämie reagieren.

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    • Slink
    • 04.05.2010 um 18:22 Uhr

    Der Volkszorn richtet sich ja gar nicht gegen die "liederlichen Griechen", auch wenn dies von der BILD so vorgetäuscht / gehetzt wurde - ein primitives Ablenkungsmanöver der Schuldigen Wirtschafts- und Politiklenker - sondern gegen die eigenen verlogenen und unfähigen Politiker.
    Wenn Frau Dükers schreibt: Deutschland profitiert, dann meint sie wohl eben die gleichen BILD-hetzenden Strippenzieher der deutschen Politik.
    In Griechenland werden wie in D nur die zahlenden Bürger verarscht und abgemolken.
    Interessant ist neben der gewohnten BILD-Kampagne, dass auch die politischen ZEIT-Beiträge der Vorzeige-Intellektuellen Dükers stets seltsam neoloiberal gefärbt sind und sich meist lebensfremd und wahrheitsverdrehend lesen. Ich denke das hat auch System: Meinungsmache für Bildungsbürger. Frau Dükers sollte sich doch lieber damit ihr Geld verdienen, wo sie sich besser auskennt, mit Kunst und Literatur.

    Wobei zu ergänzen ist, dass 14 griechische Gehälter wesentlich weniger wert sind als 12 deutsche. Solch komplexe Rechnungen lassen sich den mäßig intelligenten Biertischklopfern, die hier den Ton angeben, natürlich nur schwer vermitteln. Die sind bereits ausgelastet, wenn es darum geht, von der bild-Zeitung Vorgekautes herauszuwürgen. Diese Empörungsorgien erinnern mich an diverse Dienstwagenaffären, von Süssmuth bis Schmidt. Offenbar gibt es in unserem Land einen Bodensatz von Geiferern, die nichts unerträglicher finden als die Vorstellung, dass es anderen gut geht. Ekelhaft.

    • mexi42
    • 05.05.2010 um 5:13 Uhr

    beziehen sich nicht auf Ein-EUro-Jobber mit
    Hartz-IV-gepuffertem Einkommen?

    • Slink
    • 04.05.2010 um 18:22 Uhr

    Der Volkszorn richtet sich ja gar nicht gegen die "liederlichen Griechen", auch wenn dies von der BILD so vorgetäuscht / gehetzt wurde - ein primitives Ablenkungsmanöver der Schuldigen Wirtschafts- und Politiklenker - sondern gegen die eigenen verlogenen und unfähigen Politiker.
    Wenn Frau Dükers schreibt: Deutschland profitiert, dann meint sie wohl eben die gleichen BILD-hetzenden Strippenzieher der deutschen Politik.
    In Griechenland werden wie in D nur die zahlenden Bürger verarscht und abgemolken.
    Interessant ist neben der gewohnten BILD-Kampagne, dass auch die politischen ZEIT-Beiträge der Vorzeige-Intellektuellen Dükers stets seltsam neoloiberal gefärbt sind und sich meist lebensfremd und wahrheitsverdrehend lesen. Ich denke das hat auch System: Meinungsmache für Bildungsbürger. Frau Dükers sollte sich doch lieber damit ihr Geld verdienen, wo sie sich besser auskennt, mit Kunst und Literatur.

    Wobei zu ergänzen ist, dass 14 griechische Gehälter wesentlich weniger wert sind als 12 deutsche. Solch komplexe Rechnungen lassen sich den mäßig intelligenten Biertischklopfern, die hier den Ton angeben, natürlich nur schwer vermitteln. Die sind bereits ausgelastet, wenn es darum geht, von der bild-Zeitung Vorgekautes herauszuwürgen. Diese Empörungsorgien erinnern mich an diverse Dienstwagenaffären, von Süssmuth bis Schmidt. Offenbar gibt es in unserem Land einen Bodensatz von Geiferern, die nichts unerträglicher finden als die Vorstellung, dass es anderen gut geht. Ekelhaft.

    • mexi42
    • 05.05.2010 um 5:13 Uhr

    beziehen sich nicht auf Ein-EUro-Jobber mit
    Hartz-IV-gepuffertem Einkommen?

  4. die Reichen Griechenlands würden ihrem eigenen Staat jetzt zusätzlich aus der Patsche helfen, in die etliche von ihnen ihn auch gebracht haben. - Wenn sich Reiche und Oberreiche Griechen am Verzocken ihres eigenen Staates bereichert haben, braucht man auf Volkes Griff in die Kasse nicht zu schimpfen, sondern sollte die Ursachen nennen. - Deutsche Wirtschaft und Deutsche Bank u. a. haben bestens verdient und wollen es auch weiterhin! - Wenn die EU-Staaten sich gegenseitig ausbeuten und die Potzoberen dieses jeweils zulassen und ihre privaten eigenen Taschen füllen, muß das Wahlvolk endlich einmal genauer hinsehen und zumindest wählen gehen!! Die Hälfte (50 %), die das nicht tut, begünstigt die Ausbeutung und reagiert unverantwortlich.

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    Der griechische Staat muss auf eine breite finanzielle Basis gestellt werden, indem erstmal alle Bürger Steuern zahlen, auch und grad diejenigen, die bisher nur profitiert haben. Vielleicht sollte auch Griechenland mal eine Steuer CD erwerben. Es scheint, das die Supperreichen aller Länder sich für nichts mehr verantwortlich fühlen.

    Der griechische Staat muss auf eine breite finanzielle Basis gestellt werden, indem erstmal alle Bürger Steuern zahlen, auch und grad diejenigen, die bisher nur profitiert haben. Vielleicht sollte auch Griechenland mal eine Steuer CD erwerben. Es scheint, das die Supperreichen aller Länder sich für nichts mehr verantwortlich fühlen.

  5. an Ihren mysteriösen Umfragen auch mal teilhaben lassen?
    Ich kenne nur welche, die genau das Gegenteil von dem aussagen, was Sie uns hier weiss machen wollen.

    Antwort auf "Alles übertrieben"
  6. Der griechische Staat muss auf eine breite finanzielle Basis gestellt werden, indem erstmal alle Bürger Steuern zahlen, auch und grad diejenigen, die bisher nur profitiert haben. Vielleicht sollte auch Griechenland mal eine Steuer CD erwerben. Es scheint, das die Supperreichen aller Länder sich für nichts mehr verantwortlich fühlen.

    Antwort auf "Wunschtraum:"

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