Sexueller Kindesmissbrauch Missbrauchsvorwurf gegen Mixa entkräftet
Der Staatsanwalt hat die Vorermittlungen gegen den Ex-Bischof wegen sexuellen Kindesmissbrauchs eingestellt. Der Vorwurf, er habe Kinder geprügelt, hat sich indes erhärtet.
© Frank Mächler dpa/lby

Keine weiteren Ermittlungen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs gegen den früheren Augsburger Bischof Mixa (Archivbild)
Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa hat sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Ingolstadt nicht des sexuellen Kindesmissbrauchs schuldig gemacht. "Nach Vernehmung der Zeugen ist ein Tatnachweis nicht zu führen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt.
Mixa hatte am 21. April wegen anderer Vorwürfe beim Vatikan seinen Rücktritt angeboten – Papst Benedikt XVI. nahm das Gesuch am vergangenen Wochenende an. Dem 69-Jährigen wird in eidesstattlichen Versicherungen vorgeworfen, in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Heimkinder brutal geschlagen zu haben. Zudem soll er eine namhafte Summe an Stiftungsgeldern zweckentfremdet haben.
Ende vergangener Woche war dann bekannt geworden, dass es Hinweise auf einen angeblichen sexuellen Missbrauch durch Mixa gibt – deshalb begann die Staatsanwaltschaft mit ihren Vorermittlungen. Die Hinweise waren aus dem Mitarbeiterkreis des Bistums Eichstätt gekommen und über das Bistum Augsburg an die Generalstaatsanwaltschaft in München gegangen. In Eichstätt war Mixa von 1996 bis 2005 Bischof. Mixa hatte die Vorwürfe von Anfang an "mit Entschiedenheit" zurückgewiesen.
Trotz der Entlastung vom Vorwurf sexuellen Kindesmissbrauchs bleibt Mixa unter Druck. Die Vorwürfe, der Ex-Bischof habe Kinder verprügelt, werden massiver. Der unabhängige Sonderermittler Sebastian Knott berichtete, Mixa solle in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen oft mit der Faust und einem Stock zugeschlagen haben.
Die Aussagen der ehemaligen Heimkinder aus dem Kinderheim St. Josef seien glaubwürdig, sagte Knott. Einige seien während der Gespräche in Tränen ausgebrochen. Ein Mädchen sei unter den Schlägen zusammengebrochen. "Er sagte oft Sätze wie: "In Dir ist der Satan, den werde ich Dir schon austreiben"", zitierte Knott einen ehemaligen Heimjungen. Die dort beschäftigten Nonnen hätten Mixa oft mit den Worten "Hau nei ... hau nei ... " angestachelt.
Sonderermittler Knott will seinen vorläufigen Abschlussbericht der katholischen Waisenhausstiftung übergeben.
- Datum 14.05.2010 - 15:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Was ist der Unterschied zwischen dem Fall Käßmann und dem Fall Mixa?
Nun, Herrn Mixa wurden Vorgänge vorgeworfen, die Jahre her sind. Der Missbrauchsvorwurf hat sich nun als falsche Beschuldigung erwiesen, die Staatsanwaltschaft hat die Vorermittlungen eingestellt.
Die vorgeworfenen "Watschen" waren in der damaligen Zeit üblich. Man war eben der Meinung, dass das notwenig sei, damit die Kinder sich in die richtige Richtung entwickeln. Ich begrüße es, dass sich die Pädagogik dort weiterentwickelt hat. Man kann jedoch auch moralisch keinen Vorwurf für ein Verhalten in der Vergangenheit ableiten, was zur damaligen Zeit als richtig angesehen wurde.
Dann bleibt noch der Vorwurf, finanzielle Mittel veruntreut zu haben. Die Untersuchungen laufen hier noch, es zeichnet sich aber bereits ab, dass auch hier nichts dran ist.
Was bleibt also übrig? Stümperhafte Kommunikation, die als Lüge empfunden wurde, in Wahrheit wohl eher das hineintappen in eine von interessierten Kreisen aufgestellte Falle war.
Und wie sieht das nun im Fall Käßmann aus?
Die Dame hat am 20.02.2010 eine Straftat begangen, wurde dafür verurteilt und hat den Strafbefehl akzeptiert. Im Gegensatz zu Mixa hat sie in der Gegenwart eine Straftat begangen. Mixa jedoch hat man mit lange zurückliegenden mutmaßlichen Dreck beworfen, der sich als nicht sichthaltig herausstellte.
Aber interessierte Kreise habe erreicht, was sie erreichen wollten.
Das hatten wir schon mal:
http://www.zeit.de/2002/2...
"Man kann jedoch auch moralisch keinen Vorwurf für ein Verhalten in der Vergangenheit ableiten, was zur damaligen Zeit als richtig angesehen wurde."
Haben Sie auch schon zugeschlagen?
Haben Sie auch schon Kinder misshandelt?
Oder haben Sie selbst Prügel bezogen?
Und übrigens. Wann bringen Sie eigentlich den Mut auf,
Ihre häufig abstrusen Thesen unter Ihrem Echtnamen zu posten?
acht Menschen, die teilweise unter Eid von Mißhandlungen durch ihn berichtet haben, als Lügner bezeichnet. Sie des Mein-Eids bezichtigt. Auf Mein-Eid stehen bis zu 15 Jahre Haft.
Die damals von ihm geschlagenen Kinder, trauen sich jetzt, sich zu äußern, und werden darauf von ihm in unfassbarer Weise beleidigt. Sich so zu benehmen ist immer schändlich. Wenn man aber bedenkt, dass es sich bei der Kirche um eine Organisation der Moral und der Ethik handeln soll, bleibt einem bei so einem Verhalten das bittere Lachen im Halse stecken. Mixas Verhalten ist abstoßend in seiner Verlogenheit, Skrupellosigkeit und Brutalität den Opfern gegenüber - und zwar auch durch seine Lügen in den letzten Wochen.
was soll mit einem derart hinkenden vergleich mit frau kaessmann erreicht werden? die "watschen" - also faust- und stockschlaege gegen kinder zu verharmlosen? solche zuechtigungspraktiken waren auch in den siebzigern schon verpoent und wurden, nebenbei bemerkt, von zivilisierten personen zu jeder zeit verabscheut. weil es ein irrglaube ist, dass ein bisschen brutalitaet noch keinem kind geschadet hat.
um zu dem hinkenden vergleich mit frau kaessmann zurueckzukommen: bei ihr handelt es sich um eine charismatische, fortschrittliche, wenn auch nicht heilige person, die unverzueglich die konsequenzen aus ihrem fehltritt gezogen hat, obwohl man sie vom gegenteil zu ueberzeugen versuchte. herr mixa ist von all dem das genaue gegenteil. allerdings waere es konsequenter gewesen, wenn man ihn im amt belassen haette und stattdessen die gesamte katholische kirche mitsamt all ihren scheinheiligen zurueckgetreten waere.
Innerhalb eines aktuellen Skandals um Missbrauchsvorwürfe in der Kirche, ist ein lt. innerkirchlicher Untersuchung als Kindsmisshandler blossgestellter Geistlicher, der zu keinerlei Reue oder auch Anerkenntnis bezgl. seiner früheren Misstaten fähig ist, eine echte Katastrophe!
Wer ständig keifend seinen Mitmenschen alle möglichen nicht strafbaren Dinge vorhält, sich selbst aber bei unappetitlichen Fragwürdigkeiten (die Kirche hat sich selbst in aller Form von ihren früheren Misshandlungpraktiken in Heimen distanziert und wirkt am entsprechenden "Runden Tisch" zur Heimerziehung mit) allenfalls durch die inzwischen eingetretene Verjährung gerettet wird, hat nun mal jede moralische Glaubwürdigkeit verloren. Wie soll man das Evangelium verkündigen, wenn alle wissen, dass man gerne große Reden schwingt, aber persönliches Einstehen für seine Worte und Taten meidet wie der Teufel das Weihwasser?
Zur dem Zeitpunkt, als Mixa Kinder geschlagen haben soll, war so etwas längst nicht mehr "üblich", sondern Körperverletzung laut StGB.
Ihren Seitenhieb auf Käßmann können sie sich sparen. Die Frau hat niemanden verletzt oder geschädigt und vor allem: sie stand zu ihrem Fehler, hat Konsequenzen gezogen und ist innerhalb kurzer Zeit freiwillig zurückgetreten.
Mixa hingegen ist stur auf seinem Stuhl kleben geblieben und es hat letztendlich mehrere hohe katholische Würdenträger gebraucht, um ihn aus dem Amt zu werfen.
Ganz schwache Argumentationskette, wenn hier von Argumenten die Rede sein könnte.
Die Mittel, mit denen Mixa demontiert wird sind moralisch mindestens ebenso fragwürdig, wie die Taten, die Ihm vorgeworfen werden.
Allein die Umstände des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs und ihre Veröffentlichung erfüllen zumindest moralisch eine noch größere Verkommenheit, als die die man Mixa vorwirft.
Ich bin sehr wohl der Meinung, dass eine öffentliche Vorverurteilung unterbunden werden muss. Denn das was sich hier abspielt, unabhängig davon welche Qualität Mixas Taten am Ende haben, ist nur noch mit dem römischen Zirkus einschlägiger Sandalenfilme vergleichbar.
Der Mob fordert die Hinrichtung, die prompt vollzogen wird.
Es reicht bei weitem nicht, das die physische und rechtliche Beurteilung anders aussieht, wenn öffentliche Verurteilung mit allen faktischen Folgen unbehindert vonstatten gehen kann.
Das hat mit einem demokratischen Rechtssystem nichts mehr zu tun!
H.
ich habe mir Ihren Vergelich nochmals durchgelesen - und er ist ein Schlag ins gesicht für jedes einzelne Kind.
Schämen Sie sich.
"Was ist der Unterschied zwischen dem Fall Käßmann und dem Fall Mixa?"
Vielleicht sollten Sie sich lieber mal mit der Frage beschäftigen, was der unterschied ist zwischen Faust- und Stockschlägen und Ohrfeigen.
Abgesehen von diesem feinen Unterschied: Ich bin 1970 geboren und also im fraglichen Zeitraum (1975-96) aufgewachsen. Ich weiss natürlich nicht, in welcher Zeit und unter welchen Umständen Sie groß geworden sind - zum Erziehungsrepertoire meiner Eltern haben jedenfalls weder Stock- noch Faustschläge gehört, und auch keine Ohrfeigen.
Auch in den 70ern und 80ern wusste jeder halbwegs reflektierte Mensch genauso wie heute, dass so etwas nicht richtig ist. Und wenn ein Bischof es damals als seine Aufgabe betrachtet hat, regelmäßig Schutzbefohlene mit Schlägen oder auch nur "Watschen" zu züchtigen, dann war der damals eine ebenso grandiose Fehlbesetzung in dieser Position wie er es heute wäre.
Angesichts der Tatsache, dass man Menschen durch eine derartige regelmäßige 'Behandlung' gründlich und langfristig schädigen kann, finde ich es durchaus angemessen, Mixa auch mit diesem (seinem) "lange zurückliegenden Dreck" zu behelligen.
Falls Mixa darüberhinaus tatsächlich von irgendwelchen Trittbrettfahrern fälschlich beschuldigt wird, ist das natürlich unschön. Was die Schläge angeht, scheinen dagegen keine ernsthaften Zweifel an seiner Schuld zu bestehen, und diese jetzt irgendwie durch die Verfehlung anderer relativieren zu wollen, halte ich für reichlich unpassend.
Den "Fall Mixa" haben Sie treffend analysiert. Ihr Link zum Artikel "Kabale und Triebe" ist insofern passend, als daß auch heute das Zölibat als Ursache für die Mißbrauchsproblematik behauptet wird.
Ergänzend sei erwähnt, daß wir heute statt mit dem Gesinnungsterror der Nazis eher mit einer linksgerichteten Meinungsdiktatur zu kämpfen haben, unter denen insbesondere konservative Sichtweisen leiden. Daher erfährt der Fall Mixa, obwohl von den Vorwürfen des sexuellen Mißbrauchs freigesprochen, nach meiner Beobachtung mehr mediale Aufmerksamkeit und wird aufgeregter diskutiert als die Mißbrauchsfälle an den reformpädagogischen Schulen wie Odenwald, Birklehof, Salem oder an evangelischen Internaten.
Mixas mutmaßliche, wenn auch noch nicht erwiesenen Schläge gegen Kinder werden im Vergleich zu den sexuellen Mißbrauchsskandalen an linksalternativen Schulen die Medienlandschaft weiter dominieren.
Der Vergleich mit Käßmann erschließt sich mir in diesem Zusammenhang nicht. Um hier ein zweierlei Maß bei der Beurteilung der beiden Fälle nachzuweisen (ich nehme an, das war Ihre Absicht), hätten beide derselben Sache wegen angeklagt sein müssen.
.... dem Fall Mixa?"
Er hat keine Gesetze gebrochen, soweit wir wissen. Honi soit qui mal y pense. Das mit dem Bild wäre mutmaßlich ein Fall. Der Rest war innerhalb der damaligen Gepflogenheiten und sicherlich nicht als Missbrauch gedacht.
....ja dann ist auch niemand von den ganzen Nazis, KZ-Wärtern, SS-Männern und wer auch immer Ihrer Ansicht nach genauso unschuldig wie Herr Mixa.
Ich will ihn nicht mit solchen Menschen auf eine Stufe stellen, aber Sie entschuldigen Taten, die zu einem bestimmten Moment allgemein akzeptiert waren, als "das war eben damals so."
Aber es gibt soetwas wie "Moral" und die gab es zu jeder Zeit zum Glück bei vielen Menschen. Was alle machen, ist eben nicht immer richtig und schon gar nicht Recht.
Auch wenn es Jahre her ist.
Und Frau Käßmann hat sich im Gegensatz zu Herrn Mixa sofort und ohne Versteckspiel schuldig bekannt und ihre Konsequenzen gezogen. DAS ist ein Zeichen von Moral.
Mit freundlichen Grüßen.
Und ich denke auch, dass solch Schwachsinn sich nicht halten wird.
"Man kann jedoch auch moralisch keinen Vorwurf für ein Verhalten in der Vergangenheit ableiten, was zur damaligen Zeit als richtig angesehen wurde."
Haben Sie auch schon zugeschlagen?
Haben Sie auch schon Kinder misshandelt?
Oder haben Sie selbst Prügel bezogen?
Und übrigens. Wann bringen Sie eigentlich den Mut auf,
Ihre häufig abstrusen Thesen unter Ihrem Echtnamen zu posten?
acht Menschen, die teilweise unter Eid von Mißhandlungen durch ihn berichtet haben, als Lügner bezeichnet. Sie des Mein-Eids bezichtigt. Auf Mein-Eid stehen bis zu 15 Jahre Haft.
Die damals von ihm geschlagenen Kinder, trauen sich jetzt, sich zu äußern, und werden darauf von ihm in unfassbarer Weise beleidigt. Sich so zu benehmen ist immer schändlich. Wenn man aber bedenkt, dass es sich bei der Kirche um eine Organisation der Moral und der Ethik handeln soll, bleibt einem bei so einem Verhalten das bittere Lachen im Halse stecken. Mixas Verhalten ist abstoßend in seiner Verlogenheit, Skrupellosigkeit und Brutalität den Opfern gegenüber - und zwar auch durch seine Lügen in den letzten Wochen.
was soll mit einem derart hinkenden vergleich mit frau kaessmann erreicht werden? die "watschen" - also faust- und stockschlaege gegen kinder zu verharmlosen? solche zuechtigungspraktiken waren auch in den siebzigern schon verpoent und wurden, nebenbei bemerkt, von zivilisierten personen zu jeder zeit verabscheut. weil es ein irrglaube ist, dass ein bisschen brutalitaet noch keinem kind geschadet hat.
um zu dem hinkenden vergleich mit frau kaessmann zurueckzukommen: bei ihr handelt es sich um eine charismatische, fortschrittliche, wenn auch nicht heilige person, die unverzueglich die konsequenzen aus ihrem fehltritt gezogen hat, obwohl man sie vom gegenteil zu ueberzeugen versuchte. herr mixa ist von all dem das genaue gegenteil. allerdings waere es konsequenter gewesen, wenn man ihn im amt belassen haette und stattdessen die gesamte katholische kirche mitsamt all ihren scheinheiligen zurueckgetreten waere.
Innerhalb eines aktuellen Skandals um Missbrauchsvorwürfe in der Kirche, ist ein lt. innerkirchlicher Untersuchung als Kindsmisshandler blossgestellter Geistlicher, der zu keinerlei Reue oder auch Anerkenntnis bezgl. seiner früheren Misstaten fähig ist, eine echte Katastrophe!
Wer ständig keifend seinen Mitmenschen alle möglichen nicht strafbaren Dinge vorhält, sich selbst aber bei unappetitlichen Fragwürdigkeiten (die Kirche hat sich selbst in aller Form von ihren früheren Misshandlungpraktiken in Heimen distanziert und wirkt am entsprechenden "Runden Tisch" zur Heimerziehung mit) allenfalls durch die inzwischen eingetretene Verjährung gerettet wird, hat nun mal jede moralische Glaubwürdigkeit verloren. Wie soll man das Evangelium verkündigen, wenn alle wissen, dass man gerne große Reden schwingt, aber persönliches Einstehen für seine Worte und Taten meidet wie der Teufel das Weihwasser?
Zur dem Zeitpunkt, als Mixa Kinder geschlagen haben soll, war so etwas längst nicht mehr "üblich", sondern Körperverletzung laut StGB.
Ihren Seitenhieb auf Käßmann können sie sich sparen. Die Frau hat niemanden verletzt oder geschädigt und vor allem: sie stand zu ihrem Fehler, hat Konsequenzen gezogen und ist innerhalb kurzer Zeit freiwillig zurückgetreten.
Mixa hingegen ist stur auf seinem Stuhl kleben geblieben und es hat letztendlich mehrere hohe katholische Würdenträger gebraucht, um ihn aus dem Amt zu werfen.
Ganz schwache Argumentationskette, wenn hier von Argumenten die Rede sein könnte.
Die Mittel, mit denen Mixa demontiert wird sind moralisch mindestens ebenso fragwürdig, wie die Taten, die Ihm vorgeworfen werden.
Allein die Umstände des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs und ihre Veröffentlichung erfüllen zumindest moralisch eine noch größere Verkommenheit, als die die man Mixa vorwirft.
Ich bin sehr wohl der Meinung, dass eine öffentliche Vorverurteilung unterbunden werden muss. Denn das was sich hier abspielt, unabhängig davon welche Qualität Mixas Taten am Ende haben, ist nur noch mit dem römischen Zirkus einschlägiger Sandalenfilme vergleichbar.
Der Mob fordert die Hinrichtung, die prompt vollzogen wird.
Es reicht bei weitem nicht, das die physische und rechtliche Beurteilung anders aussieht, wenn öffentliche Verurteilung mit allen faktischen Folgen unbehindert vonstatten gehen kann.
Das hat mit einem demokratischen Rechtssystem nichts mehr zu tun!
H.
ich habe mir Ihren Vergelich nochmals durchgelesen - und er ist ein Schlag ins gesicht für jedes einzelne Kind.
Schämen Sie sich.
"Was ist der Unterschied zwischen dem Fall Käßmann und dem Fall Mixa?"
Vielleicht sollten Sie sich lieber mal mit der Frage beschäftigen, was der unterschied ist zwischen Faust- und Stockschlägen und Ohrfeigen.
Abgesehen von diesem feinen Unterschied: Ich bin 1970 geboren und also im fraglichen Zeitraum (1975-96) aufgewachsen. Ich weiss natürlich nicht, in welcher Zeit und unter welchen Umständen Sie groß geworden sind - zum Erziehungsrepertoire meiner Eltern haben jedenfalls weder Stock- noch Faustschläge gehört, und auch keine Ohrfeigen.
Auch in den 70ern und 80ern wusste jeder halbwegs reflektierte Mensch genauso wie heute, dass so etwas nicht richtig ist. Und wenn ein Bischof es damals als seine Aufgabe betrachtet hat, regelmäßig Schutzbefohlene mit Schlägen oder auch nur "Watschen" zu züchtigen, dann war der damals eine ebenso grandiose Fehlbesetzung in dieser Position wie er es heute wäre.
Angesichts der Tatsache, dass man Menschen durch eine derartige regelmäßige 'Behandlung' gründlich und langfristig schädigen kann, finde ich es durchaus angemessen, Mixa auch mit diesem (seinem) "lange zurückliegenden Dreck" zu behelligen.
Falls Mixa darüberhinaus tatsächlich von irgendwelchen Trittbrettfahrern fälschlich beschuldigt wird, ist das natürlich unschön. Was die Schläge angeht, scheinen dagegen keine ernsthaften Zweifel an seiner Schuld zu bestehen, und diese jetzt irgendwie durch die Verfehlung anderer relativieren zu wollen, halte ich für reichlich unpassend.
Den "Fall Mixa" haben Sie treffend analysiert. Ihr Link zum Artikel "Kabale und Triebe" ist insofern passend, als daß auch heute das Zölibat als Ursache für die Mißbrauchsproblematik behauptet wird.
Ergänzend sei erwähnt, daß wir heute statt mit dem Gesinnungsterror der Nazis eher mit einer linksgerichteten Meinungsdiktatur zu kämpfen haben, unter denen insbesondere konservative Sichtweisen leiden. Daher erfährt der Fall Mixa, obwohl von den Vorwürfen des sexuellen Mißbrauchs freigesprochen, nach meiner Beobachtung mehr mediale Aufmerksamkeit und wird aufgeregter diskutiert als die Mißbrauchsfälle an den reformpädagogischen Schulen wie Odenwald, Birklehof, Salem oder an evangelischen Internaten.
Mixas mutmaßliche, wenn auch noch nicht erwiesenen Schläge gegen Kinder werden im Vergleich zu den sexuellen Mißbrauchsskandalen an linksalternativen Schulen die Medienlandschaft weiter dominieren.
Der Vergleich mit Käßmann erschließt sich mir in diesem Zusammenhang nicht. Um hier ein zweierlei Maß bei der Beurteilung der beiden Fälle nachzuweisen (ich nehme an, das war Ihre Absicht), hätten beide derselben Sache wegen angeklagt sein müssen.
.... dem Fall Mixa?"
Er hat keine Gesetze gebrochen, soweit wir wissen. Honi soit qui mal y pense. Das mit dem Bild wäre mutmaßlich ein Fall. Der Rest war innerhalb der damaligen Gepflogenheiten und sicherlich nicht als Missbrauch gedacht.
....ja dann ist auch niemand von den ganzen Nazis, KZ-Wärtern, SS-Männern und wer auch immer Ihrer Ansicht nach genauso unschuldig wie Herr Mixa.
Ich will ihn nicht mit solchen Menschen auf eine Stufe stellen, aber Sie entschuldigen Taten, die zu einem bestimmten Moment allgemein akzeptiert waren, als "das war eben damals so."
Aber es gibt soetwas wie "Moral" und die gab es zu jeder Zeit zum Glück bei vielen Menschen. Was alle machen, ist eben nicht immer richtig und schon gar nicht Recht.
Auch wenn es Jahre her ist.
Und Frau Käßmann hat sich im Gegensatz zu Herrn Mixa sofort und ohne Versteckspiel schuldig bekannt und ihre Konsequenzen gezogen. DAS ist ein Zeichen von Moral.
Mit freundlichen Grüßen.
Und ich denke auch, dass solch Schwachsinn sich nicht halten wird.
wird das in der "Zeit" und vergleichbar in der "Süddeutschen" so groß berichtet, wie die offenkundig unberechtigten Anschuldigungen.
"Man kann jedoch auch moralisch keinen Vorwurf für ein Verhalten in der Vergangenheit ableiten, was zur damaligen Zeit als richtig angesehen wurde."
Haben Sie auch schon zugeschlagen?
Haben Sie auch schon Kinder misshandelt?
Oder haben Sie selbst Prügel bezogen?
Und übrigens. Wann bringen Sie eigentlich den Mut auf,
Ihre häufig abstrusen Thesen unter Ihrem Echtnamen zu posten?
"Haben Sie auch schon zugeschlagen?
Haben Sie auch schon Kinder misshandelt?
Oder haben Sie selbst Prügel bezogen?"
Es gehört mit zum Rechtsfrieden, dass Handlungen, die zur damaligen Zeit üblich und erlaubt waren, nicht heutzutage dann als strafbare Handlung abgeurteilt werden. Dies gilt auch andersherum, dass Handlungen, die zu damaliger Zeit verboten waren und heutzutage nicht mehr, dann plötzlich wieder bestraft werden. Im Prinzip ist es so, dass man sich an das geltende gegenwärtige Gesetz zu halten hat, wenn nicht offenkundig ist, dass man in einem völligen Unrechtsstaat lebt.
Theoretisch am Schreibtisch kann über eine harmonische und ideale Welt sinniert werden - vor Ort, z.B. in der Heimerziehung, sieht es dann etwas anders aus. Ein aggressiver Jugendlicher ist manchmal nur durch körperliche Gewalt zu bändigen, dies ist nun einmal erforderlich, um andere Heimbewohner und die Erzieher zu schützen.
Ich persönlich hatte es noch noch nicht nötig zuzuschlagen, und aus mir ist auch ohne schläge etwas geworden. Aber wenn ich mit Schlägen verhindern kann, dass meine Kinder oder Schuetzlinge in das Feuer der Hölle geworfen werden, dann werde ich das tuen, selbst wenn mich der Rest der Welt dafuer steinigen wird...jeder der die Bibel genauer studiert hat, weiss dass Schläge in Einzelfällen notwendig sein können.
"Haben Sie auch schon zugeschlagen?
Haben Sie auch schon Kinder misshandelt?
Oder haben Sie selbst Prügel bezogen?"
Es gehört mit zum Rechtsfrieden, dass Handlungen, die zur damaligen Zeit üblich und erlaubt waren, nicht heutzutage dann als strafbare Handlung abgeurteilt werden. Dies gilt auch andersherum, dass Handlungen, die zu damaliger Zeit verboten waren und heutzutage nicht mehr, dann plötzlich wieder bestraft werden. Im Prinzip ist es so, dass man sich an das geltende gegenwärtige Gesetz zu halten hat, wenn nicht offenkundig ist, dass man in einem völligen Unrechtsstaat lebt.
Theoretisch am Schreibtisch kann über eine harmonische und ideale Welt sinniert werden - vor Ort, z.B. in der Heimerziehung, sieht es dann etwas anders aus. Ein aggressiver Jugendlicher ist manchmal nur durch körperliche Gewalt zu bändigen, dies ist nun einmal erforderlich, um andere Heimbewohner und die Erzieher zu schützen.
Ich persönlich hatte es noch noch nicht nötig zuzuschlagen, und aus mir ist auch ohne schläge etwas geworden. Aber wenn ich mit Schlägen verhindern kann, dass meine Kinder oder Schuetzlinge in das Feuer der Hölle geworfen werden, dann werde ich das tuen, selbst wenn mich der Rest der Welt dafuer steinigen wird...jeder der die Bibel genauer studiert hat, weiss dass Schläge in Einzelfällen notwendig sein können.
"Der unabhängige Sonderermittler Sebastian Knott berichtete, Mixa solle in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen oft mit der Faust und einem Stock zugeschlagen haben."
Es tut mir Leid, dass dies wohl bei ihnen in der Erziehung üblich war, bei mir zum Glück nicht.
Bitte probieren Sie hier nicht Gewalttaten gegen Kinder zu verharmlosen.
acht Menschen, die teilweise unter Eid von Mißhandlungen durch ihn berichtet haben, als Lügner bezeichnet. Sie des Mein-Eids bezichtigt. Auf Mein-Eid stehen bis zu 15 Jahre Haft.
Die damals von ihm geschlagenen Kinder, trauen sich jetzt, sich zu äußern, und werden darauf von ihm in unfassbarer Weise beleidigt. Sich so zu benehmen ist immer schändlich. Wenn man aber bedenkt, dass es sich bei der Kirche um eine Organisation der Moral und der Ethik handeln soll, bleibt einem bei so einem Verhalten das bittere Lachen im Halse stecken. Mixas Verhalten ist abstoßend in seiner Verlogenheit, Skrupellosigkeit und Brutalität den Opfern gegenüber - und zwar auch durch seine Lügen in den letzten Wochen.
ist die Keule einer Julia09. Sie disqualifieren sich für alle weiteren Diskussionsbeiträge.
Hören Sie auf mit Ihrer Agitation, deren Auftraggeber Sie hinter dem Pseudonym Julia09 verstecken.
was soll mit einem derart hinkenden vergleich mit frau kaessmann erreicht werden? die "watschen" - also faust- und stockschlaege gegen kinder zu verharmlosen? solche zuechtigungspraktiken waren auch in den siebzigern schon verpoent und wurden, nebenbei bemerkt, von zivilisierten personen zu jeder zeit verabscheut. weil es ein irrglaube ist, dass ein bisschen brutalitaet noch keinem kind geschadet hat.
um zu dem hinkenden vergleich mit frau kaessmann zurueckzukommen: bei ihr handelt es sich um eine charismatische, fortschrittliche, wenn auch nicht heilige person, die unverzueglich die konsequenzen aus ihrem fehltritt gezogen hat, obwohl man sie vom gegenteil zu ueberzeugen versuchte. herr mixa ist von all dem das genaue gegenteil. allerdings waere es konsequenter gewesen, wenn man ihn im amt belassen haette und stattdessen die gesamte katholische kirche mitsamt all ihren scheinheiligen zurueckgetreten waere.
Innerhalb eines aktuellen Skandals um Missbrauchsvorwürfe in der Kirche, ist ein lt. innerkirchlicher Untersuchung als Kindsmisshandler blossgestellter Geistlicher, der zu keinerlei Reue oder auch Anerkenntnis bezgl. seiner früheren Misstaten fähig ist, eine echte Katastrophe!
Wer ständig keifend seinen Mitmenschen alle möglichen nicht strafbaren Dinge vorhält, sich selbst aber bei unappetitlichen Fragwürdigkeiten (die Kirche hat sich selbst in aller Form von ihren früheren Misshandlungpraktiken in Heimen distanziert und wirkt am entsprechenden "Runden Tisch" zur Heimerziehung mit) allenfalls durch die inzwischen eingetretene Verjährung gerettet wird, hat nun mal jede moralische Glaubwürdigkeit verloren. Wie soll man das Evangelium verkündigen, wenn alle wissen, dass man gerne große Reden schwingt, aber persönliches Einstehen für seine Worte und Taten meidet wie der Teufel das Weihwasser?
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