Versuchter Anschlag Times-Square-Bomber angeklagt

Der festgenommene Verdächtige hat den am New Yorker Times Square versuchten Anschlag gestanden. Die US-Justiz erhob Anklage gegen den mutmaßlichen Autobomben-Täter.

Ein Geständnis – und noch viele offene Fragen: Justizminister Holder präsentiert die neusten Ermittlungsergebnisse zum versuchten Times-Square-Anschlag

Ein Geständnis – und noch viele offene Fragen: Justizminister Holder präsentiert die neusten Ermittlungsergebnisse zum versuchten Times-Square-Anschlag

Der aus Pakistan stammende Amerikaner wird beschuldigt, einen terroristischen Anschlag mit einer Massenvernichtungswaffe geplant zu haben. "Wir haben von ihm nützliche Informationen bekommen", sagte Justizminister Eric Holder. Die Ausbildung dazu habe Faisal Shahzad nach eigenen Angaben in der pakistanischen Provinz Waziristan erhalten, heißt es in der Klageschrift.

Nach seiner Darstellung habe der Mann allein und auf eigene Faust gehandelt, sagte ein Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden. Das zweifeln Ermittler aber an, zumal der mutmaßliche Täter bis Februar fünf Monate in Pakistan gewesen sein soll. Shahzad hatte erst vor etwa einem Jahr die US-Staatbürgerschaft erhalten.

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"Er hat gestanden, den Geländewagen gekauft, den Sprengsatz zusammengebaut, ihn in das Auto gelegt, den Wagen dort geparkt und den Platz verlassen zu haben", sagte Holder. "Es war klar ein Terrorangriff, um Amerikaner zu töten. An einem der belebtesten Plätze sollten so viele wie mögliche unschuldige Touristen und Theaterbesucher ermordet werden", sagte der Minister. "Er wollte Tod und Zerstörung in das Herz Manhattans bringen."

Shahzad wird verdächtigt, am Samstagabend einen mit explosiven Stoffen beladenen Wagen auf den belebten Times Square in Manhattan gefahren zu haben. Der Sprengsatz war nach Polizeiangaben nur wegen der amateurhaften Bauweise nicht explodiert. Hätte er funktioniert, wären möglicherweise viele Menschen ums Leben gekommen, sagten Regierungsvertreter.

Der 30-Jährige war am späten Montagabend auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen festgenommen worden. Nach Angaben von Justizminister Holder wollte er das Land in Richtung Dubai verlassen. Laut einem Bericht des Fernsehsenders CNN wollte Shahzad von dort aus vermutlich weiter nach Pakistan fliegen.

Die Fahnder vermuten, dass der 1979 in Kaschmir geborene Shahzad vor und während des Anschlagversuches mit einer militanten Gruppe in Verbindung gestanden hat. Noch könne man diese Annahme aber nicht verifizieren. Auch wisse man nicht, wo der junge Mann radikalisiert worden sei.

Am Sonntag hatten sich die Taliban in Pakistan zu der Tat bekannt. "Die Absicht hinter diesem Terrorakt war ganz klar, Amerikaner zu töten", sagte Holder.

Die pakistanischen Behörden hatten den USA ihre Unterstützung zugesichert. Ein Vertreter der Sicherheitsbehörden teilte später in Karatschi mit, mehrere Angehörige Shahzads seien festgenommen worden. Pakistan ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hat in der Vergangenheit Hunderte Mitglieder der Extremistenorganisation al-Qaida festgenommen und einige von ihnen an die USA ausgeliefert.

Am Sonntag war im Internet eine Erklärung veröffentlicht worden, die von der Taliban in Pakistan stammen soll. Darin hieß es, das Attentat sei die Vergeltung für die Tötung zweier führender Al-Qaida-Anführer im Irak sowie für die Einmischung der USA in muslimische Staaten.

Der Anführer der pakistanischen Taliban, der nach einem US-Drohnenangriff totgeglaubte Hakimullah Mehsud, drohte in einer Internetbotschaft mit Selbstmordattentaten in den USA. "Die Zeit ist sehr nahe, wenn unsere Fedajin die amerikanischen Staaten in ihren Großstädten angreifen werden", warnte Mehsud in dem Video, das vom 4. April stammen soll. "Unsere Fedajin haben das terroristische Amerika durchdrungen. Wir werden das fanatische Amerika äußerst schmerzhaft treffen".

US-Präsident Barack Obama rief die Bürger auf, sich durch den Anschlagsversuch nicht einschüchtern zu lassen. "Wir lassen uns nicht terrorisieren, wir haben keine Angst", sagte Obama in Washington. Er räumte ein, dass der Vorfall "uns auf ernüchternde Weise daran erinnert, in welcher Zeit wir leben".

Nach Angaben des Weißen Hauses rief der Präsident am Montagabend persönlich den T-Shirt-Verkäufer an, der am Samstagabend das qualmende Fahrzeug auf dem Times Square der Polizei gemeldet hatte.

 
Leser-Kommentare
  1. mit Grillgas und Feuerwerkskörpern ???

    jeder Durchschnittsamerikaner hat das selbe in seinem backyard am 4th of July lol

  2. Vielleicht sollte man den Schwerpunkt verlagern.
    Die Mächtigen haben nichts anderes zu tun, als sich gegenseitig zu bekämpfen. Darunter leidet das Volk - hier und dort.
    Aktion ruft Reaktion hervor.
    Es gibt eine Erkenntnis, die besagt: ein Problem kann nie auf der Ebene gelöst werden, auf der es entstanden ist.
    Terrorismus wird eben so nicht gelöst.
    Dazu muß man sich etwas anderes einfallen lassen: am Frieden arbeiten, so daß die einzelnen Völker eine Eigenständigkeit bekommen, ein starkes Selbstbewußtsein - auf diese Weise wird der Nährboden für den Terrorismus entzogen.

  3. Unsere Sauerlandgruppe hat Monate gebraucht, bis sie ihre Geständnisse auswendig konnten.

  4. Was wollen Sie damit sagen?

    Meine Vermutung: Sie unterstellen, dass dieser (mutmaßlich) versuchte Anschlag und die "Sauerland"-Gruppe nur Konstrukte unserer Regierungen sind, um durch vorgetäuschten Terrorismus und die anschließende Panik weitere Gesetze erlassen zu können, die dann die Bürgerrechte noch weiter einschränken bzw. abschaffen sollen.
    Liege ich da richtig?

    Und wenn: Wie kommen Sie darauf?

  5. Für mich der Akt eines geistig verwirrten Menschen. Beide Seiten versuchen nun, die Tat für ihre propagandistischen Zwecke zu missbrauchen.

  6. laufen auch auf dem Times Sqaure
    wenn Sie dann schwarzgekokelt sind
    will they still 'lol' cause to such bulls..pasm of comment?

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    denn was der Tatverdächtige wollte und was er konnte sind durchaus unterschiedliche Dinge. Auch kann ja mit einem untauglichen Versuch erheblicher Schaden angerichtet werden, wenn beispielsweise benachbarte Banken den Betrieb einstellen müssen.

    Zudem problematisch das natürlich alle Beteiligten den Vorgang in ihrem Sinne auslegen und kein Interesse an Sachinformationen haben...wobei wohl für die juristische Würdigung schon das teilweise Funktionieren einer Zündkette als Willensbekundung ausreicht.
    Angesichts der vom TV vorgenommenen Bauweise kann durchaus von tätiger Reue beim nicht fachgerechten Zusammenbau der Teile ausgegangen werden.
    Genauso ist aber, ohne Kenntnis des genauen Spurenbildes, einfache Unfähigkeit möglich; bzw. es hat sich ja ebenso als aufwandswirksam erwiesen, lediglich Material zu akkumulieren das dann für eine USBV gehalten wird.

    "Was wäre wenn.." Betroffenheitsansätze sind wenig hilfreich, zumal ein signifikanter Mangel an Fachkunde bei einer Vielzahl von solchen Bombenbauversuchen durchaus auffällig ist.

    Mfg Karl Müller

    denn was der Tatverdächtige wollte und was er konnte sind durchaus unterschiedliche Dinge. Auch kann ja mit einem untauglichen Versuch erheblicher Schaden angerichtet werden, wenn beispielsweise benachbarte Banken den Betrieb einstellen müssen.

    Zudem problematisch das natürlich alle Beteiligten den Vorgang in ihrem Sinne auslegen und kein Interesse an Sachinformationen haben...wobei wohl für die juristische Würdigung schon das teilweise Funktionieren einer Zündkette als Willensbekundung ausreicht.
    Angesichts der vom TV vorgenommenen Bauweise kann durchaus von tätiger Reue beim nicht fachgerechten Zusammenbau der Teile ausgegangen werden.
    Genauso ist aber, ohne Kenntnis des genauen Spurenbildes, einfache Unfähigkeit möglich; bzw. es hat sich ja ebenso als aufwandswirksam erwiesen, lediglich Material zu akkumulieren das dann für eine USBV gehalten wird.

    "Was wäre wenn.." Betroffenheitsansätze sind wenig hilfreich, zumal ein signifikanter Mangel an Fachkunde bei einer Vielzahl von solchen Bombenbauversuchen durchaus auffällig ist.

    Mfg Karl Müller

  7. ...die bösen Terror-Brüder aus Pakistan.

    Da muss ganz schnell die NATO eingreifen.

    Mit vielen Baller-Drohnen und dann nöglichst
    viele Zivilisten töten. Dann sehen wir ja
    mal wieder, WER den Tod WOHIN bringt...

    Diese Welt ist krank. Und die ZEIT spielt
    dieses Spiel immer noch mit!

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