Spardebatte Käßmann fordert kirchlichen Widerstand gegen Sparpläne
Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann kritisiert die Sparbeschlüsse der Bundesregierung. Die Kirche müsse über die Würde von Hartz-IV-Empfängern wachen.
Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat die Sparbeschlüsse der Bundesregierung heftig kritisiert. Gegen die geplante Streichung des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger sei kirchlicher Widerstand nötig, sagte Käßmann . Hartz-IV-Empfänger hätten nicht weniger Würde als andere Menschen. Die Kirche dürfe sich politisch engagieren und habe eine Wächterrolle.
Käßmann war im vergangenen Februar nach einer Alkohol-Fahrt als Bischöfin von Hannover und EKD-Ratsvorsitzende zurückgetreten. In ihren mehr als zehn Jahren im Bischofsamt hatte sie sich immer wieder mit Nachdruck für sozial Schwache eingesetzt und die Politik kritisiert.
Zuletzt hatte Käßmann auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag die Afghanistan-Politik der Bundesregierung kritisiert. Sie sagte, die Aufstockung der Ausgaben für die Schutztruppe sei im Vergleich zu den weit geringeren für die Entwicklungshilfe unverhältnismäßig. Als sich die ehemalige Bischöfin in ihrer Neujahrspredigt im Berliner Dom erstmals zu dem Thema äußerte, war sie von zahlreichen Politikern kritisiert worden.
- Datum 08.06.2010 - 18:58 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Denn sie beweisst, dass persönliche Intergrität, unbequeme Persönlichkeit und unabhängiges Denken durchaus mit einem hohen Amt vereinbar sind.
Damit ist sie natürlich ein Schlag ins Gesicht aller Parteikarrierepolitiker/innen.
Deutschland braucht mehr Menschen dieses Schlages.
Was wollen die tun? Sich aus Protest selbst kreuzigen?
Wer eine halbe Milliarde Euro (1) pro Jahr für evidenzlose Predigten und Aktivitäten wie Mißhandlung Schutzbefohlener beansprucht, besitzt als Schützer der Armen und Ausgebeuteten keine Glaubwürdigkeit.
(1) http://www.spiegel.de/pol...
hat sich mal wieder zu Wort gemeldet und schwadroniert (nüchtern?) über kirchlichen Widerstand. Alle Achtung, da lassen sich die Freibiergesichter seit 200 Jahren vom Steuerzahler die Gehälter bezahlen und reden vom kirchlichen Widerstand. Zur Erinnerung, die Kirchen ließen sich auch von Hitler bezahlen...
Ich hätte Respekt gehabt, wenn die Kirche vorgeschlagen hätte, statt bei Hartz-IVlern lieber an ihren Gehältern zu sparen. Freigeister mit Dienstwagenprivileg- Oh armes Deutschland.
Herzlichst
i-risor
Über die Kirche - egal welche Glaubensrichtung - kann man denken was man will. Aber der Mensch Margot Käßmann ist für mich ein Mensch mit Rückgrat. Konsequent in ihren Aussagen und Konsequent in ihrem Handeln. Aus meiner bescheidenen Sicht, wäre sie die richtige Kandidatin für für das Bundespräsidentenamt gewesen. Sie zu verurteilen, weil sie einen Fehler begangen hat finde ich nicht richtig! Denn wer unter uns ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein und ich bin mir sicher, es wird sich niemand ohne Fehler finden lassen :-) nicht hier, nicht in Rom oder sonst wo auf dieser Erde.
Über die Kirche - egal welche Glaubensrichtung - kann man denken was man will. Aber der Mensch Margot Käßmann ist für mich ein Mensch mit Rückgrat. Konsequent in ihren Aussagen und Konsequent in ihrem Handeln. Aus meiner bescheidenen Sicht, wäre sie die richtige Kandidatin für für das Bundespräsidentenamt gewesen. Sie zu verurteilen, weil sie einen Fehler begangen hat finde ich nicht richtig! Denn wer unter uns ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein und ich bin mir sicher, es wird sich niemand ohne Fehler finden lassen :-) nicht hier, nicht in Rom oder sonst wo auf dieser Erde.
der Sozialabbau in der Zukunft - und zwar in zwei- bis dreifacher Höhe. Das sollte auch die Kirche einsehen, wenn sie sich nicht an den künftigen Generationen versündigen will. Wenn dem Staat durch die Krise Geld fehlt, muss er eben sparen. Gegen den Sozialetat ist aller andere Kleinkram. Nicht alles, was man bloß gut findet, kann dann weiter finanziert werden. Investitionen, die etwas einbringen und die die Zukunft des Landes sichern (Bildung, Infrastruktur) müssen dagegen weiter getätigt werden, sonst können wir, nachdem das letzte Geld verfrühstückt ist, ganz einpacken. Damit die soziale Balance gewahrt bleibt, könnte man alleridngs schon überlegen, ob man beim Spitzensteuersatz ein wenig nachlegt. Wer heute 4000 Euro, 40.000 Euro oder 400.000 Euro brutto im Monat verdient, hat jeweils etwa 50% Abzüge (Steuern und Sozialleistungen). Da könnte es oben ruhig ein Prozent mehr sein, ohne dass die Leute gleich in die Schweiz auswandern.
Bitte recherchieren Sie doch mal zum Thema Sozialstaat in unserem Grundgesetz, an das sich (eigentlich) selbst unsere Politiker halten sollten. Der Sozialstaat muss unangetastet bleiben. Mit dem Rest ihres Kommentars haben Sie allerdings wieder Recht, und auch dies lässt sich durch unser Grundgesetz belegen: Eigentum verpflichtet nämlich. Bevor wir also anfangen an den Grundpfeilern unseres Staates herumzusägen, nur damit wir einem imaginären Wachstum nachjagen können, sollten wir diejenigen zur Kasse bitten die daran verdienen dass die Lebensbedingungen stetig fallen. Also hat Frau Käßmann völlig recht.
MfG,
Golch
haben Sie recht. Bei uns verhungert ja auch keiner, sondern es wird nicht nur das "physiologische", sondern das das "soziokulturelle Existenzminimum" gewährt. Wie hoch das ist, ist natürlich Ansichtssache. Im Schnitt sind das 350 Euro plus 300 Euro Miete gleich 650 Euro gleich 1300 DM. Man muss schon sagen, dass es toll ist, wie leistungsfähig unser Sozialstaat ist, dass er ohne Gegenleistung solche Beträge zahlen kann. 80 Prozent der Weltbevölkerung verdient weniger - mit Arbeit!!!, das darf man nicht vergessen. Die "Reichen" haben dadurch aber auch enorme Vorteile, denn sie können so in großer Sicherheit vor Elendskriminalität leben (anders als in den USA, Brasilien oder Südafrika). Beide Seiten sollten nicht so viel jammern.
Bitte recherchieren Sie doch mal zum Thema Sozialstaat in unserem Grundgesetz, an das sich (eigentlich) selbst unsere Politiker halten sollten. Der Sozialstaat muss unangetastet bleiben. Mit dem Rest ihres Kommentars haben Sie allerdings wieder Recht, und auch dies lässt sich durch unser Grundgesetz belegen: Eigentum verpflichtet nämlich. Bevor wir also anfangen an den Grundpfeilern unseres Staates herumzusägen, nur damit wir einem imaginären Wachstum nachjagen können, sollten wir diejenigen zur Kasse bitten die daran verdienen dass die Lebensbedingungen stetig fallen. Also hat Frau Käßmann völlig recht.
MfG,
Golch
haben Sie recht. Bei uns verhungert ja auch keiner, sondern es wird nicht nur das "physiologische", sondern das das "soziokulturelle Existenzminimum" gewährt. Wie hoch das ist, ist natürlich Ansichtssache. Im Schnitt sind das 350 Euro plus 300 Euro Miete gleich 650 Euro gleich 1300 DM. Man muss schon sagen, dass es toll ist, wie leistungsfähig unser Sozialstaat ist, dass er ohne Gegenleistung solche Beträge zahlen kann. 80 Prozent der Weltbevölkerung verdient weniger - mit Arbeit!!!, das darf man nicht vergessen. Die "Reichen" haben dadurch aber auch enorme Vorteile, denn sie können so in großer Sicherheit vor Elendskriminalität leben (anders als in den USA, Brasilien oder Südafrika). Beide Seiten sollten nicht so viel jammern.
Sie könnte beispielsweise ihren Phaeton gegen einen schlichten Golf eintauschen.
...sie hat als Konsequenz ihr Amt niedergelegt! Sonst noch jemand?
...sie hat als Konsequenz ihr Amt niedergelegt! Sonst noch jemand?
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion. Die Redaktion/cs
Bitte recherchieren Sie doch mal zum Thema Sozialstaat in unserem Grundgesetz, an das sich (eigentlich) selbst unsere Politiker halten sollten. Der Sozialstaat muss unangetastet bleiben. Mit dem Rest ihres Kommentars haben Sie allerdings wieder Recht, und auch dies lässt sich durch unser Grundgesetz belegen: Eigentum verpflichtet nämlich. Bevor wir also anfangen an den Grundpfeilern unseres Staates herumzusägen, nur damit wir einem imaginären Wachstum nachjagen können, sollten wir diejenigen zur Kasse bitten die daran verdienen dass die Lebensbedingungen stetig fallen. Also hat Frau Käßmann völlig recht.
MfG,
Golch
... und die Anspruchsvoraussetzungen für Sozialleistungen werden nach Bedarf und nicht nach "Würde" festgelegt.
Auch fordert niemand, dass sich Sozialleistungsempfänger der staatlichen Unterstützung würdig zu erweisen hätten.
Der Begriff ist in diesem Zusammenhang schlicht unsinnig.
Hinsichtlich Schärfe der Analyse und Schlüssigkeit der Argumentation hat die Käßmann ihr übliches beklagenswertes Niveau noch unterboten
Gekürzt. Bitte bleiben Sie bei einem sahclichen Ton. Die Redaktion/cs
Die Würde des Menschen ist unantastbar... (Art1, GG; oder ist der Begriff Würde in puncto Grundgesetz und Menschenrechte auch "schlicht unsinnig"?)
Ihr "Bedarf" wird auch nach unten hin durch den Betrag, der zum Schutz dieser Würde notwendig ist, begrenzt.
Insofern hat Würde schon etwas damit zu tun.
Die Würde des Menschen ist unantastbar... (Art1, GG; oder ist der Begriff Würde in puncto Grundgesetz und Menschenrechte auch "schlicht unsinnig"?)
Ihr "Bedarf" wird auch nach unten hin durch den Betrag, der zum Schutz dieser Würde notwendig ist, begrenzt.
Insofern hat Würde schon etwas damit zu tun.
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