Anklage in New York Times-Square-Bomber hatte Kontakt zu Taliban
Die US-Justiz hat Anklage gegen den mutmaßlichen Autobomber von New York erhoben. Ihm droht lebenslange Haft.
Der 30-jährige Faisal Shazad soll derjenige gewesen sein, der am 1. Mai ein Auto mit Sprengstoff auf dem Times Square in Manhattan abstellte.
Die Ermittler hätten Beweise, die belegen, dass pakistanische Taliban den Anschlagsversuch von Shazad ermöglicht hätten, sagte US-Justizminister Eric Holder.
Shazad habe nach seiner Verhaftung am 3. Mai ausgesagt, dass er kurze Zeit zuvor im Bau von Bomben ausgebildet worden sei, heißt es in der Anklageschrift. Der 30-Jährige gab demnach auch zu, dass er den Geländewagen, in dem sich der Sprengsatz befand, zum Times Square brachte und versuchte, die Bombe detonieren zu lassen.
Nach Angaben der US-Justiz hatte Shazad bereits in früheren Verhören zugegeben, dass er in der pakistanischen Unruheregion Waziristan eine Ausbildung im Umgang mit Sprengstoff erhielt. Dort sind die sogenannten Tehrik-e-Taliban aktiv.
Shazad ist pakistanischer Herkunft, hatte aber kurz vor dem gescheiterten Anschlag die US-Staatsbürgerschaft erhalten. Er soll zwei größere Bargeldzahlungen aus Pakistan erhalten haben, einmal 5000 (4000 Euro) und einmal 7000 Dollar (rund 5600 Euro).
Davon kaufte er laut Anklageschrift unter anderem ein halbautomatisches Gewehr und den Nissan-Geländewagen, den er für seinen Anschlag benutzen wollte. Außerdem finanzierte er mit den Taliban-Geldern Bestandteile der Bombe.
Die Anklage geht davon aus, dass der Bombenanschlag nur durch Zufall scheiterte. Der Sprengsatz zündete nicht. Ein Straßenverkäufer wurde auf den Rauch aufmerksam, der aus einem Geländewagen drang und alarmierte die Polizei. Experten konnten die Bombe entschärfen. Niemand kam zu Schaden.
Die Polizei nahm Shahzad nach einer 53-stündigen Großfahndung in einem startbereiten Flugzeug in New York fest. Nach Angaben der Polizei war er geständig und bekannte sich zu dem gescheiterten Anschlag.
Die pakistanische Polizei verhaftete inzwischen mehrere Männer, die mit der geplanten Terrorattacke zu tun gehabt sollen. Shahzad ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Der Angeklagte soll am Montag vor Gericht erscheinen, wo die Anklageschrift verlesen werden soll. Er soll dann sagen, ob er auf schuldig oder nicht schuldig plädiert.
Shahzad war bereits kurz nach seiner Festnahme in fünf Punkten formal angeklagt worden. Bei einer Verurteilung droht Shazad lebenslange Haft. Der junge Mann soll bislang umfassend mit den Ermittlern zusammengearbeitet haben. Rechtlich gesehen könnte er sich weigern, sich selbst zu belasten.
- Datum 18.06.2010 - 08:04 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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so ganz nach dem Geschmack der Alarmisten.
Das war auch mein erster Gedanke damals. So langsam fehlt es den Menschen am Wichtigsten, dem Glauben an diese Märchen. Also entweder machen "die" weiter wie bisher, oder "sie" planen, um ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, etwas noch größeres (<>9/11). Das könnte ich mir gut vorstellen.
Das war auch mein erster Gedanke damals. So langsam fehlt es den Menschen am Wichtigsten, dem Glauben an diese Märchen. Also entweder machen "die" weiter wie bisher, oder "sie" planen, um ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, etwas noch größeres (<>9/11). Das könnte ich mir gut vorstellen.
einer möglichen Todesstrafe geschuldet.
Das war auch mein erster Gedanke damals. So langsam fehlt es den Menschen am Wichtigsten, dem Glauben an diese Märchen. Also entweder machen "die" weiter wie bisher, oder "sie" planen, um ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, etwas noch größeres (<>9/11). Das könnte ich mir gut vorstellen.
Der Qualitätsjournalismus dreht schon im ersten Satz ganz auf Anschlag. Es wird so getan, als wäre das Auto mit tatsächlich explosionsfähigem Sprengstoff beladen gewesen. Das ist natürlich Quatsch. In vielen nicht-dpa-Artikeln steht zu lesen, es wären Gasflaschen, Kisten, Benzinkanister und Düngemittel gewesen. Das haben auch viele PKWs geladen, die bei OBI vom Hof fahren.
Aber es geht noch weiter. Gleich im zweiten Satz zündet der dpa-Artikel den Qualitätsjournalisten-Booster. Der Qualitätssatz leitet ein mit: "Die Ermittler hätten Beweise, die belegen, dass pakistanische Taliban den Anschlagsversuch von Shazad ermöglicht hätten," Das klingt doch sehr eindeutig, oder? Doch der Satz endet mit: " sagte US-Justizminister Eric Holder."
Ja, wie? Doch keine Beweise? Da wird nur kolportiert, wie eine Einzelperson das sieht. Soll da nur die öffentliche Meinung geimpft werden? Fiese Satzkonstruktion.
Und was wird kolportiert? Taliban hätten geholfen. Taliban, das weiß jeder von dpa geschulte Qualitätsjournalismus-Leser, sind böse. Talib heißt zwar nur Religionschüler/-student, aber das tut nichts zur Sache.
Und so geht's weiter. Da gibt Shazad dann zu, dass er im Bombenbau ausgebildet worden sei. Wenn man sich die Explosionskraft der "Bombe" anschaut, war das vermutlich ein Lehrgang bei Tick, Trick und Track, aber dpa frisst's. Frisst's gerne und serviert's im besten Qualitätsjournalistenstil.
[...]
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Dann informiert dpa weiter, dass es in Waziristan auch Taliban gibt, die "sogenannten Tehrik-e-Taliban [sind dort] aktiv." Ho, ho, ho. Fast sieht man vorm geistigen Auge, wie eine charakterisierende Zeichnung aussehen würde, wenn dpa solches Material ihrem Qualitätsjournalismus beilegen würde. Wenn ich nicht sehr irre, hätte die illustrierende dpa-Zeichnung eines "sogenannten Tehrik-e-Taliban" vermutlich starke Ähnlichkeiten mit dem Räuber Hotzenplotz. Seppel du schälst mit jetzt die Kartoffeln. Alle!
Naja, schade, aber vielleicht ein Denkanstoß fürs Marketing bei dpa.
Dann werden noch Qualitätsjournalismus-bedingt einige Soll-Erkenntnisse nachgelegt: Shazad soll Geld aus Pakistan erhalten haben. Die ganze Aktion soll ein Anschlag gewesen sein, was sie zu einem rechtsgültig gescheiterten Anschlag macht. Eben massenvernichtungsmäßig böse und deswegen auch strafbar.
[...]
Dann, obwohl jedem klar sein muss, was für ein kaltblütiges von Taliban ausgebildetes Ungeheuer in Menschgestalt da verhaftet wurde, wird noch aus der Anklageschrift zitiert. Auch die Anklage sieht außer Zufall keinen Grund, wieso der von Taliban instruierte Beinahbomben-Zünder die Düngemittel und die vermutlich nicht unerheblichen in Kanister unter Luftabschluss deponierte Benzin-Quantitäten nicht zum Explodieren brachte. -- Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass meist von Benzinkanistern die Rede ist und nicht von Benzin in Kanistern. Naja egal. Jeder der schon einmal im Chemieunterricht war, weiß, dass Benzin so lange es im Kanister ist, nicht mal anständig brennen kann. Von Fastexplosion zu sprechen ist aber auch nicht unrichtig - im qualitätsjournalistischen Sinne. Aerosol-Bomben funktionieren z. B. so, dass Benzin über ein großes Gebiet fein zerstäubt und dann gezündet wird. Hat man einen Kanister mit Benzin, ist man also nicht mehr weit von der Bombe. Das leuchtet ein. Nicht explosionsartig, aber es ist irgendwie nicht wirklich falsch.
Andererseits - man sieht's auch an vielen Foren-Kommentaren zu ähnlichen dpa-Artikeln - für viele Leser gibt die Meldung, so wie sie jetzt ist, in politischem Sinne mehr verwertbares Weltempfinden her, als wenn da in einer Kurzmeldung stehen würde: "Religiös irregeleiteter Wichtigtuer, der eigentlich keiner Fliege was zu leide tun kann, nach grobem Unfug in Psychiatrie eingeliefert."
Schuld an der desaströsen Allgemeinmeinung in Deutschland zum Thema Islam(isten)gefahr sind ja sowieso die (tendenziellen) Berichterstattungen über sogenannte Untaten durch Muslime/ Islamisten.
Besser wäre demzufolge: Einstellen der diskriminierenden Berichterstattung!
Oder wenn, dann so wie in 6 vorgeführt, zu den Tower- Einstürzen: "Lammfromme Schlafhanseln, nichts ahnend was dort passierte, brachten einsturzgefährdete Twin- Towers in NY zum Einsturz. Unfähige US-imperialistische Evakuierungsbehörden versagten und versäumten die vorherige Räumung. Wurden vorher mehrmals gewarnt, dass auch nur bei Vorbeiflug eines oder zweier Jets die marode Baustruktur, so wie das ganze marode politische System dort sowieso, katastrophale Auswirkungen tätigen könnten. Junge heroische Freiwillige, natürlich dem Reinen Glauben angehörig und deshalb von der friedliebenden muslimischen Welt posthum mit dem Schlüssel zum Ewigen Paradies ausgezeichnet, übernahmen das Exampel am Objekt. Amerika vorgeführt, Helden leider verstorben. Man soillte vielleicht ehrlicherweise hinzufügen: Du Du, so etwas TUT man NICHT. Bitte, NIE wieder!" (Sarkoff)
Wär's so genehm?
"Hätten Sie's gedacht?"
Hier der Maßnahmenkatalog:
Ich denke, nun ist die Zeit reif, flächendeckend Nacktscanner zu installieren.
Diese zeigen zuverlässig solche Kontakte an und können bei Bedarf mit den gesammelten Bankdaten des europäischen Raumes abgeglichen werden, um die Übeltäter dingfest zu machen.
Alternativ empfehle ich den Einsatz großer Stoppschilder vor öffentlichen Gebäuden, um noch mal deutlich aufzuzeigen, wie die westliche Welt zu Terroristen steht.
Nach Prämien auf Neufahrzeuge erfolgt sodann eine Zuzahlung bei der Anschaffung privater Abhöreinrichtungen, wenn die Datenübertragung ans Innenministerium automatisch erfolgt. So werden Konjunktur und Sicherheit nachweislich erhöht, sagt der Minister.
Bei Benutzung des bösen T-Wortes landet man fortan automatisch auf der "Gesuchte-Terroristen-Liste" und wird nicht mehr wie derzeit von einen unabhängigen Angestellten der US-Verteidigung auf Rechtschreibfehler geprüft.
Bekennerschreiben werden ab sofort auch zentral abgefangen und nicht wie bisher bei FBI und CIA. Die Faxnummer wird kostenfrei.
Zugleich wird darum gebeten, nach den durchsichtigen Plastikbeuteln auch durchsichtige Koffer zu nutzen. Natürlich freiwillig (wer sich nicht dran hält, zahlt dreifache Ticketpreise).
Wenn die Chose dann nahezu eingedämmt ist, darf man sich wieder Flugzeugen nähern, wenn man einen Bart trägt und/oder keine Frau ist.
Wichtig und oberste Prämisse ist aber weiterhin: Der Konsum darf nicht leiden, nur die Konsumenten!
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