Golf von Mexiko Tropensturm bedroht Kampf gegen Ölpest

Die Bewohner in der Ölpest-Region blicken sorgenvoll auf den ersten Tropensturm in dieser Hurrikan-Saison. Das Unwetter könnte die Rettungsarbeiten massiv behindern.

Angesichts des drohenden Tropensturms "Alex" haben die Öl-Konzerne BP und Shell mit der Räumung ihrer Bohrplattformen im Golf von Mexiko begonnen. Nach einem Bericht des Nachrichtensenders CNN holte Shell rund 300 Arbeiter von den Plattformen. Ähnliche Vorkehrungen traf auch BP.

Diese Schutzmaßnahmen vor dem Sturm würden die Anstrengungen des Konzerns bei der Bekämpfung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nicht beeinträchtigen, sagte BP-Sprecher Neil Chapman dem Sender. "Alex" ist nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA im Süden der mexikanischen Halbinsel Yucatan auf Land getroffen und schwächte sich dort leicht ab. Der Sturm bringe aber immer noch starke Winde und schwere Regenfälle mit sich.

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Zwar dürfte das Unwetter nicht direkt über das Katastrophengebiet hinwegziehen, wie das US-Hurrikanwarnzentrum NHC am Samstag (Ortszeit) mitteilte. Dennoch könnten hohe Wellen in den nächsten Tagen die Anstrengungen zur Reinigung und zum Auffangen des weiterhin auslaufenden Öls durchaus massiv behindern. Zudem könnten starke Winde den Ölschlick schneller an die Küste treiben. Experten erwarten eine vergleichsweise heftige Hurrikan-Saison, die im Atlantik von Juni bis November reicht.

Küstenwache-Admiral Thad Allen, den die US-Regierung zum Krisenkoordinator ernannt hat, warnte vor einem Wetterumschwung. "Das Wetter ist unberechenbar und wir müssen mit einer plötzlichen Änderung in letzter Minute rechnen", sagte er vor Journalisten. Sollte "Alex" doch das Katastrophengebiet treffen, könne dies eine zwei Wochen lange Zwangspause für die Auffangarbeiten des Öls bedeuten.

Heftige Unwetter würden die Arbeiten zum Eindämmen der Ölpest massiv beeinträchtigen. Schon rund eine Woche vor einem großen Sturm müsste die Verbindung des Auffangtrichters über dem Öl-Leck zu einem Tankschiff an der Oberfläche gekappt werden, sagte der Einsatzleiter der US-Regierung, Thad Allen. Das Öl würde dann wieder fast ungehemmt ins Meer fließen. Bislang fängt der Deckel über der defekten Quelle mehr als 2000 Tonnen Öl pro Tag ab. Die Schiffe, die ausgeströmtes Öl von der Wasseroberfläche abschöpfen, müssten sichere Häfen anlaufen – die Reinigungsarbeiten an den Küsten würden vorerst eingestellt.

Im Golf von Mexiko strömen täglich Millionen Liter Öl ins Meer , seit dort am 20. April die Bohrinsel "Deepwater Horizon" des britischen Ölkonzerns BP explodiert und kurz darauf gesunken ist. Entlang der Küste im US-Bundesstaat Louisiana demonstrierten Aktivisten am Samstag gegen weitere Ölbohrungen und für die Nutzung sauberer Energien. Gouverneur Bobby Jindal rief den Sonntag zum "Tag des Gebets für Ausdauer während der Ölkrise" aus.

Der britische Premierminister David Cameron warnte unterdessen am Rande des G-8-Gipfels vor einer "Zerstörung" des Ölkonzerns BP , den die Ölpest Milliarden von Dollar kostet. Der neue Londoner Regierungschef betonte zugleich, es sei "in unser aller langfristigem Interesse", "Klarheit" über die Gesamtkosten für BP zu erlangen. Mit US-Präsident Barack Obama verständigte er sich darauf, dass der Konzern ein "starkes und stabiles Unternehmen" bleiben, seinen Pflichten bei den Rettungsarbeiten und Entschädigungszahlungen aber nachkommen müsse.

 
Leser-Kommentare
  1. Der letzte Absatz ist ja mal die Höhe! Wer einen Unfall verursacht, muss dafür gerade stehen. Dieses Prinzip ist so alt wie einfach und logisch als auch bewährt... Warum sollte es ausgerechnet für den Schmutzfinken BP ausgehebelt werden? Da ist doch mal wieder glasklar vor Augen geführt, wo die wahren Interessen hier liegen...

    BP hat lange genug mit laschen Sicherheitsvorkehrungen enormen Profit erwirtschaftet - jetzt ist dies, nicht zuim ersten mal aber dafür gewaltig, schief gelaufen. Dafür MUSS dieser Konzern jetzt mit allem was dazu nötig ist VOLL einstehen!

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    ..wer Mist baut muss diesen auch beseitigen garkeine Frage aber wie Sie schon erwähnt haben werden hier nunmal "interessen geschützt" Das diese Interessen nur einer handvoll Menschen zugute kommt interssiert ja keinen.Finde es amüsant wie unsere Gesellschaft mit dieser Sache umgeht.Da sieht man mal richtig woran man ist. Am ende wird es für BP so ausfallen das Sie die Opfer und nicht die Täter sind, die anfallenden Kosten werden nicht übernommen da es sonst die Weltweite Wirtschaft (noch stärker) belasten würde und vieleicht deswegen die Aktien an der Wallstreet fallen....also muss mal wieder der arme "mittelständer" für die Fehler aus USA geradestehen und Merkel und co. bastelln jetzt schon an der Rentenminderung unserer Enkel. God bless America!

    ..wer Mist baut muss diesen auch beseitigen garkeine Frage aber wie Sie schon erwähnt haben werden hier nunmal "interessen geschützt" Das diese Interessen nur einer handvoll Menschen zugute kommt interssiert ja keinen.Finde es amüsant wie unsere Gesellschaft mit dieser Sache umgeht.Da sieht man mal richtig woran man ist. Am ende wird es für BP so ausfallen das Sie die Opfer und nicht die Täter sind, die anfallenden Kosten werden nicht übernommen da es sonst die Weltweite Wirtschaft (noch stärker) belasten würde und vieleicht deswegen die Aktien an der Wallstreet fallen....also muss mal wieder der arme "mittelständer" für die Fehler aus USA geradestehen und Merkel und co. bastelln jetzt schon an der Rentenminderung unserer Enkel. God bless America!

    • iDog
    • 27.06.2010 um 15:25 Uhr

    nach meldungen aus den USA , besser den kuestenregionen louisianas, gibt es gar keine "rettungsarbeiten". zeugenausagen ( fischer) berichten davon , dass BP die reinigungstechnik dann lokal aufbaut wenn offizielle aus washington etc. sich angemeldet haben und sie danach wieder einpacken, um sie andernorts zur schau zustellen.

    youtube dokumente mit den entsprechenden aeusserungen wurden von google entfernt. die hunderten von links auf amerikanischen sites zu diesen inhalten sind noch vorhanden.

  2. Als seinerzeit die Exxon Valdez ihre Ladung ins Meer ergoss, wurde dies bis heute gemeinhin als die größte Ölkathastrophe der Welt bezeichnet. Es wird geschätzt (wikipedia) das die ausgelaufene Ölmenge zwischen 10 bis 30 Millionen Gallonen betragen hat. ( 1 US Gallone = 3,785 Liter). Eine unvorstellbar große Menge.

    Man geht aktuell im schlimmsten Fall davon aus, dass durch Deep Water 100.000 Barrel Öl täglich auslaufen. Das wären 4,2 Millionen Gallonen täglich (aus T-Online.de). Wow. Also ca. alle 2,5 bis maximal 8 Tage die Ölmenge der Exxon Valdez!!!

    Das ist alarmierend. Mag vielleicht auch im Golf das Öl besser abgebaut werden, gegen diese Umweltkathastrope erscheinen doch viele der "Probleme" die wir derzeit haben, haben arg zu verblassen.

    Es war gar nicht so einfach Zahlen zu finden und sie in Relation zu bringen. Hat ein wenig Mühe gekostet. Wieso wird eigentlich so selten ein Vergleich zwischen Deep Water und anderen Kathastrophen gezogen. Ist Deep Water gar das Tseschenobyl der 2010er Jahre?

  3. ... heute resigniert und traurig. Zuzusehen, was auf dieser Welt passiert und wie von skupellosen Menschen der Gedankenhorizont immmer weiter eingeschränkt wird, macht alt.

  4. Hab nen Video entdeckt über Regen in Louisana der mit Öl verschmutzt war.

    http://www.youtube.com/wa...

    Dauert nur ne Minute, sieht übel aus!

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    Zum einen sind dort Fahrzeuge geparkt, es scheint viel organisches Material auf und neben der Strasse zu sein - dies kann alles mögliche sein! Wenn sie jemals im Wald spazieren waren, wüssten sie, dass ein bunter Schiller auf der Wasseroberfläche keinenfalls auf Öl hinnweist. Lediglich auf einen dünnen Film auf der Wasseroberfläche - dessen Ursache in vielem begründet sein kann. U.a. Zersetzung von organischem Material. Oder in dem Fall ein Fahrzeug mit Ölverlust/Benzinverlust usw. - diese Ursachen sollten zuerst ausgeschlossen werden, bevor wieder wilde Spekulationen und vermeintliche Beweise die jeglicher Grundlage entbehren im Internet verbreitet werden; vorzüglich von den sich so nennenden 'Infokriegern' die aus allem versuchen eine mords Verschwörung zu machen.

    Ich kriege das große K**zen wenn Ich diesen gequirteln Brei aus Schein-Indizien, gehypten unreflektierten vermeintlichen 'tatsachen', grundlagenlosen Spekulationen und pathetischem Vertuschungsgerede lese.

    Entschuldigen sie, dass dieser Beitrag jetzt im Kontext Ihres Beitrages steht; aber es musste raus. es ist nämlich nicht mehr zum aushalten!

    Natürlich beomen wir momentan bei diesem Thema viel PR vor die Nase gesetzt - deswegen ist aber nicht alles gleich ultra-böse und deswegen gibt es auch nicht gleich 5km lange Risse im Gold von Mexiko die dazu führen dass die halbe Welt aussernanderreißt! Um mal den derzeitig gängigen Wissenstand des Internets zu rezitieren... o0

    Zum einen sind dort Fahrzeuge geparkt, es scheint viel organisches Material auf und neben der Strasse zu sein - dies kann alles mögliche sein! Wenn sie jemals im Wald spazieren waren, wüssten sie, dass ein bunter Schiller auf der Wasseroberfläche keinenfalls auf Öl hinnweist. Lediglich auf einen dünnen Film auf der Wasseroberfläche - dessen Ursache in vielem begründet sein kann. U.a. Zersetzung von organischem Material. Oder in dem Fall ein Fahrzeug mit Ölverlust/Benzinverlust usw. - diese Ursachen sollten zuerst ausgeschlossen werden, bevor wieder wilde Spekulationen und vermeintliche Beweise die jeglicher Grundlage entbehren im Internet verbreitet werden; vorzüglich von den sich so nennenden 'Infokriegern' die aus allem versuchen eine mords Verschwörung zu machen.

    Ich kriege das große K**zen wenn Ich diesen gequirteln Brei aus Schein-Indizien, gehypten unreflektierten vermeintlichen 'tatsachen', grundlagenlosen Spekulationen und pathetischem Vertuschungsgerede lese.

    Entschuldigen sie, dass dieser Beitrag jetzt im Kontext Ihres Beitrages steht; aber es musste raus. es ist nämlich nicht mehr zum aushalten!

    Natürlich beomen wir momentan bei diesem Thema viel PR vor die Nase gesetzt - deswegen ist aber nicht alles gleich ultra-böse und deswegen gibt es auch nicht gleich 5km lange Risse im Gold von Mexiko die dazu führen dass die halbe Welt aussernanderreißt! Um mal den derzeitig gängigen Wissenstand des Internets zu rezitieren... o0

  5. ..wer Mist baut muss diesen auch beseitigen garkeine Frage aber wie Sie schon erwähnt haben werden hier nunmal "interessen geschützt" Das diese Interessen nur einer handvoll Menschen zugute kommt interssiert ja keinen.Finde es amüsant wie unsere Gesellschaft mit dieser Sache umgeht.Da sieht man mal richtig woran man ist. Am ende wird es für BP so ausfallen das Sie die Opfer und nicht die Täter sind, die anfallenden Kosten werden nicht übernommen da es sonst die Weltweite Wirtschaft (noch stärker) belasten würde und vieleicht deswegen die Aktien an der Wallstreet fallen....also muss mal wieder der arme "mittelständer" für die Fehler aus USA geradestehen und Merkel und co. bastelln jetzt schon an der Rentenminderung unserer Enkel. God bless America!

    Antwort auf "BP verschonen?"
  6. Zum einen sind dort Fahrzeuge geparkt, es scheint viel organisches Material auf und neben der Strasse zu sein - dies kann alles mögliche sein! Wenn sie jemals im Wald spazieren waren, wüssten sie, dass ein bunter Schiller auf der Wasseroberfläche keinenfalls auf Öl hinnweist. Lediglich auf einen dünnen Film auf der Wasseroberfläche - dessen Ursache in vielem begründet sein kann. U.a. Zersetzung von organischem Material. Oder in dem Fall ein Fahrzeug mit Ölverlust/Benzinverlust usw. - diese Ursachen sollten zuerst ausgeschlossen werden, bevor wieder wilde Spekulationen und vermeintliche Beweise die jeglicher Grundlage entbehren im Internet verbreitet werden; vorzüglich von den sich so nennenden 'Infokriegern' die aus allem versuchen eine mords Verschwörung zu machen.

    Ich kriege das große K**zen wenn Ich diesen gequirteln Brei aus Schein-Indizien, gehypten unreflektierten vermeintlichen 'tatsachen', grundlagenlosen Spekulationen und pathetischem Vertuschungsgerede lese.

    Entschuldigen sie, dass dieser Beitrag jetzt im Kontext Ihres Beitrages steht; aber es musste raus. es ist nämlich nicht mehr zum aushalten!

    Natürlich beomen wir momentan bei diesem Thema viel PR vor die Nase gesetzt - deswegen ist aber nicht alles gleich ultra-böse und deswegen gibt es auch nicht gleich 5km lange Risse im Gold von Mexiko die dazu führen dass die halbe Welt aussernanderreißt! Um mal den derzeitig gängigen Wissenstand des Internets zu rezitieren... o0

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