Muslime in Deutschland "Die Islamkonferenz kann Alltagsprobleme nicht lösen"

Lamya Kaddor hat für die liberale Mehrheit unter den deutschen Muslimen eine Vertretung gegründet. Ihre Hoffnung ist ein reformierter, europäischer Islam. Ein Interview

Lamya Kaddor, Lehrerin, Wissenschaftlerin und Gründerin des Liberal-islamischen Bundes (Foto 2006)

Lamya Kaddor, Lehrerin, Wissenschaftlerin und Gründerin des Liberal-islamischen Bundes (Foto 2006)

Lamya Kaddor arbeitet als Islamwissenschaftlerin und Lehrerin. Sie wurde als Tochter syrischer Eltern 1978 in Ahlen geboren. Kaddor hat Anfang des Jahres ihre Autobiographie "Muslimisch, Weiblich, Deutsch!" veröffentlicht und Anfang Juni den Liberal-islamischen Bund (LIB) gegründet, mit dem liberalen Muslimen in Deutschland eine Stimme gegeben werden soll.

ZEIT ONLINE: Frau Kaddor, Sie haben gerade den liberal-islamischen Bund (LIB) gegründet. Was soll das sein, liberal-islamisch?

Lamya Kaddor: Liberal-islamisch heißt, dass auch im Bereich der Religion freiheitliches Denken und Leben möglich ist. Dass man jedes selbstbestimmte Ausleben des Islams akzeptieren kann und muss, solange dadurch niemand anderes in seiner Freiheit eingeschränkt wird. Die liberalen Muslime, für die wir hierzulande eine Stimme sein wollen, haben drei Überzeugungen: Sie stehen zur freiheitlich demokratischen Grundordnung, sie sehen Deutschland als ihre Heimat an und sie sind offen für eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Islams. Und ich bin überzeugt davon, dass die Mehrheit der Muslime in Deutschland so denkt.

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ZEIT ONLINE: Sie sprechen auch ausdrücklich von einem "europäischen Islam". Warum machen sie diese Unterscheidung?

Kaddor: Wir glauben, dass in Europa die Chancen für freiheitliches Denken im Islam größer sind als in den klassischen Heimatländern von Muslimen, wo es oft unmöglich ist, den Islam weiterzuentwickeln.

ZEIT ONLINE: Der Islam ist in Ländern außerhalb Europas nicht reformierbar?

Kaddor: Nur sehr schwer, er ist aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Systeme dort nicht so leicht reformierbar. Strenge Regimes lassen so eine Weiterentwicklung gar nicht erst zu. Denken Sie etwa an den Fall des jüngst verstorbenen Nasr Hamid Abu Zayd (einer der wichtigsten liberal-muslimische Denker weltweit, Anm. Red.) in Ägypten.

ZEIT ONLINE: Wie soll diese Weiterentwicklung denn aussehen? Geht es um eine Art Aufklärung wie im Christentum?

Kaddor: Nein, das kann man auf Grund der historischen und theologischen Gegebenheiten nicht so direkt vergleichen. Wir Muslime müssen unseren eigenen Weg finden. Wir plädieren zum Beispiel für eine historisierende Lesart des Korans. Wann genau ist die Sure entstanden? Was waren die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Wir müssen den Kontext der Offenbarung berücksichtigen und wertschätzen. Das führt zu immer wieder neuen Ergebnissen. Das ist ja genau dass, was der Koran von uns verlangt: die eigenen Gebote weiterzudenken. Für uns ist das Tor des Idschtihad weiter offen.

ZEIT ONLINE: Idschtihad, ein Begriff der islamischen Rechtsprechung, der beschreibt, wie durch Koranauslegung Urteile gefällt werden.

Kaddor: Die Traditionalisten behaupten, das Tor des Idschtihad sei seit etwa dem 9. Jahrhundert geschlossen. Man solle die Auslegung des Korans schön der alten Gelehrsamkeit überlassen, als Gläubiger gar nicht mehr selbst denken. So können sie die Deutungshoheit über den Islam natürlich leichter beanspruchen und schön darauf achten, was mit der "reinen" Lehre konform geht und was nicht. Letztlich geht es dabei nur um eines: Machtansprüche. Als Liberal-Gläubige schlagen wir das Erbe der großen islamischen Gelehrten natürlich nicht aus. Wir sagen aber: das Tor ist eben nicht geschlossen, es steht weit offen! Wir wollen und müssen aus den Quellen des Korans immer wieder neu für uns schöpfen. Die Zeit bleibt nicht stehen. Möglichst jeder sollte selbst dafür verantwortlich sein, für was für ein Leben im Sinne des Korans er sich entscheidet.

ZEIT ONLINE: Ihre Kritiker werfen Ihnen wegen dieser Einstellung vor, sie wollten den Islam verwässern. Und in der Tat hat ja auch das Christentum, nachdem es liberaler und weniger dogmatisch wurde, an Einfluss verloren.

Kaddor: Also über letzteres ließe sich vortrefflich streiten. Aber abgesehen davon, liberalisieren bedeutet doch nicht verwässern! Wir bekennen uns ganz klar zum Islam, wir sind gläubige Muslime. Wir haben auch nichts gegen die, die den Islam konservativer auslegen als wir. Dies soll und muss es weiterhin geben. Ich stamme selber aus einem konservativen Elternhaus und habe das nicht als Problem wahrgenommen. Wir sind keine Konkurrenz zu den anderen muslimischen Stimmen, wir erweitern das Spektrum. Diejenigen, die die Lehre verwässern, sind aus meiner Sicht eher die Konservativen. Sie picken sich das heraus, was ihnen passt. Warum hält niemand von ihnen an der Sklaverei fest? Sie ist nach ihrer Lesart durch den Koran legitimiert. Nicht, dass sie mich falsch verstehen, ich sage nur, wenn man an die religiösen Quellen herangeht, muss man konsequent sein und alles hinterfragen dürfen – das gilt zumindest dort, wo es um die Beziehungen zwischen Menschen untereinander geht.

ZEIT ONLINE: Das heißt, sie fühlen sich von der Islamkonferenz, wie sie momentan zusammengesetzt ist, nicht gut vertreten?

Kaddor: Ach, die Islamkonferenz. Da sitzt bestimmt die eine oder andere Einzelperson, mit der ich ein paar Übereinstimmungen habe. Aber insgesamt sehe ich unsere Forderungen da nicht bei wirklich vielen Themen ausreichend vertreten. Das ist aber auch nicht so wichtig, denn ich mache mir nicht gerade große Hoffnungen, was die Islamkonferenz angeht.

ZEIT ONLINE: Wieso nicht? Viele feiern die Konferenz als Meilenstein der Integrationspolitik.

Kaddor: Das ist sie in gewisser Weise auch. Aber sie wird die Probleme des muslimischen Lebens in Deutschland nicht lösen, denn sie setzt ja selbst nichts um. Alles was da besprochen wird, Imamausbildung, Islamkunde-Unterricht und so weiter, das wird vorrangig auf Länderebene entschieden. Die Konferenz ist vielleicht ein Signal an die Öffentlichkeit, aber an Verbindlichem wird bei der aktuellen Konzeptionierung nicht viel herauskommen. Es war zudem ein Fehler, den Islamrat letztlich auszuschließen. Schon allein deshalb, weil er eben eine relevante Zahl an Muslimen vertritt. Der Staat sollte nicht unterteilen zwischen bösen Muslimen, mit denen man nicht redet, und guten, die man einlädt.

ZEIT ONLINE: Wie gläubig sind sie denn persönlich, an welche Gebote halten sie sich?

Kaddor: Ich bin gläubig, und praktiziere meinen Glauben auch. Aber warum reden wir jetzt wieder über Gebote und Verbote? Wer den Islam darauf reduziert, hat nichts verstanden. Es ist vor allem auch eine sehr vernunftorientierte Religion, die zugleich viel Raum für Spiritualität lässt. Das gefällt mir. Und trotzdem ist mir das fünfmalige Gebet wichtig. Ebenso wie das Fasten. Nur manche Sachen sehe ich eben anders. Zum Beispiel trage ich kein Kopftuch.

ZEIT ONLINE: Wieso?

Kaddor: Das Kopftuch hatte früher, zu Zeiten des Propheten, eine Schutzfunktion, es sollte die Frauen vor Übergriffen von Männern schützen. Das ist heute und insbesondere hier in Deutschland anders, hier übernehmen Recht und Gesetz diese Schutzfunktion. Ich halte deshalb das Kopftuchtragen selbst für nicht mehr nötig, die vom Koran intendierte Schutzfunktion bleibt hingegen verbindlich. Für mich deute ich das nach meinen theologischen Studien so, dass ich mich in der Öffentlichkeit nicht allzu freizügig kleiden sollte. Wenn jemand allerdings die Kopftuchfrage für sich anders sieht, ist das absolut in Ordnung.

ZEIT ONLINE: In Deutschland hat man aber andersrum gerade den Eindruck, dass viele Muslime sogar traditioneller leben als in ihren Heimatländern.

Kaddor: Bis zu einem gewissen Grad kann ich das aus meiner Erfahrung bestätigen, ja. Häufig spiegelt dieses Verhalten eine Reaktion auf Ablehnungs- oder Diskriminierungserfahrungen wider und betrifft zumeist sozial schwächer Kreise. Oft sind es auch Muslime, die eigentlich wenig vom Islam verstehen. In der dritten und vierten Einwanderer-Generation hat sich eine Religiosität etabliert, die in der ersten Generation unüblich war.

ZEIT ONLINE: Woran liegt das?

Kaddor: Zu gewissen Teilen ist das ein Bildungsproblem, auch ein theologisches Bildungsproblem. Wer nichts über den Islam weiß, hat auch keine Chance, ihm und seinen Geboten auf Augenhöhe zu begegnen. Dann wird der Koran zum dogmatischen Regelwerk. Man braucht eine gewisse theologische Kenntnis, um ein mündiger Muslim zu sein.

ZEIT ONLINE: Und Islamkunde an Schulen ist dafür eine Lösung?

Kaddor: Ja, denn wenn ich will, dass die jungen Muslime in Deutschland nicht in eine unkritische Gläubigkeit abgleiten, dann muss ich ihnen dafür auch die Mittel und das Wissen an die Hand geben.

ZEIT ONLINE: Wie kommt es denn überhaupt, dass so viele gerade Einwanderer aus der dritten oder vierten Generation plötzlich ihre Identität in der Religion suchen?

Kaddor: Auch das ist eine soziale Frage. Jeder Mensch fragt sich, wenn er jung ist: Wer bin ich? Die meisten beantworten das mit "Deutscher" oder beispielsweise "Türke". Aber viele in der dritten und vierten Generation sagen nichts davon, weil sie sich in beiden Gesellschaften nicht akzeptiert fühlen. Da ist es für viele naheliegend, zu sagen: Den Islam kann uns keiner absprechen, dann ist das eben unsere Identität.

ZEIT ONLINE: Sie haben gesagt, dass die liberalen Muslime in Deutschland in der Mehrheit seien. Warum spielen die liberalen Muslime kaum eine Rolle in der öffentlichen Diskussion? Warum melden die sich nicht viel öfter zu Wort?

Kaddor: Weil Religion für diese Menschen vor allem Privatsache ist und eben nur einen Teil ihrer Persönlichkeit ausmacht. Zudem ist es mühsam und ermüdend, sich ständig verteidigen zu müssen. Ständig Fragen zu beantworten von der Qualität: Warum sprengt Ihr Euch in die Luft? Wenn irgendwo auf der Welt wieder ein Muslim was Böses tut, wird man persönlich dafür haftbar gemacht. Es ist unglaublich anstrengend, dagegen anzugehen.

ZEIT ONLINE: Was genau wollen Sie mit dem liberal-islamischen Bund da erreichen?

Kaddor: Wir wollen einerseits einen inner-islamischen Dialog über unsere Religion anregen. Andererseits wollen wir ein Zeichen nach außen geben: Hallo, die Muslime sind nicht alle konservativ, sie sind auch nicht alle zurückgeblieben oder fundamentalistisch. Denn die Fundamentalisten haben in den öffentlichen Debatten um den Islam leider einen entscheidenden Vorsprung: Sie drängen quasi von Natur aus in die Öffentlichkeit, da sie sich ausschließlich über den Islam definieren; ganz anders eben als Liberale. Gerade uns als LIB liegt natürlich viel daran, dass sich "normale" Muslime engagieren.

ZEIT ONLINE: Andere Muslim-Vereine und Verbände kritisieren sie. Nach dem Motto: Was wollt ihr, wozu brauchen wir noch eine Moslem-Vertretung?

Kaddor: Ich glaube das ist zum Teil auch ein Generationskonflikt. Die sehen da Leute, die viel jünger sind als sie selbst und ihnen erklären wollen, dass es noch ein anderes Verständnis vom Islam gibt als das ihre. Das ist natürlich schwer zu akzeptieren. Aber ich sage ihnen eines, Pluralismus tut dem Islam gut.

Die Fragen stellte Lenz Jacobsen

 
Leser-Kommentare
    • M.M.
    • 20.07.2010 um 16:31 Uhr

    .....das, was Frau Kaddor vorträgt, klingt einleuchtend und ermutigend. Ob sie sich bei ihren Glaubensbrüdern/-schwestern langfristig mit einem modernen Islam durchsetzen kann oder wenigstens eine ordentliche Resonanz und Engagement findet, bleibt abzuwarten.
    Bei allem Respekt und Symphatie, ich fürchte, das ist eine Aufgabe von Generationen.
    Und: einen liberalen Islam werden die Ultras und Fanatiker ebensosehr bekämpfen wie es die Ultras des jüdischen Glaubens in Israel tun.
    Man beachte dazu auch die Fundamentalchristen.
    Die religiöse Reaktion marschiert weltweit.

  1. Man kann Frau Kaddor und ihren muslimischen Mitstreiter/innen nur gratulieren. Der hier aufgezeigte Weg öffnet den Konsens in unserer Gesellschaft, zumindest von muslimischer Seite aus.

    Schätze, dass die Potentaten in Saudi-Arabien, Iran, Syrien oder Libyen von einem solchen friedvollen, demokratischen Islam-Verständnis "not amused" sind - und Frau Kaddor in deren Folgen auch bei deutschen Politikern wenig Unterstützung finden wird.

  2. Interessen von Frauen und Kindern wahrzunehmen, halte ich ebenfalls für erforderlich.
    Gott ist es nicht, der sich widerspricht. Schade nur, daß Gott zu oft rein masculin wahrgenommen wird, weil es die Sprache so diktiert. Menschen ebenso: Frauen werden vergessen, Männer werden zu Geistern, die mit dieser bösen Welt rein gar nichts mehr zu tun haben.
    Das Problem des Nicht-Wahrnehmen-Wollens gibt es also nicht nur im Islam.
    Gott hatte gesagt:
    Erde beherrschen UND BEWAHREN
    Ehre Vater UND MUTTER
    Aber das hören Männer nicht, sie denken anders als Frauen.
    Wenn ich den Koran recht verstehe, stellt Gott auch Bedingungen, unter denen ein Mann mehrere Frauen heiraten darf. Aber sie werden wohl einfach ignoriert.

    Eine neuere Version der Bibel (Heilige Schrift) ist bereits zum Wurstblatt verkommen wegen der vergessenen Grundlagen wie etwa: JM anfang war das Wort / Vnd das wort war bey Gott / vnd Gott war das Wort.
    Gott! Dann sollte man das Wort achten.
    Anderes Beispiel neben vielen weiteren:
    Wer Treue wünscht, sollte selbst treu sein.
    Im Vergleich:

    1 Timotheus 2, 12 Luther 1545 (Letzte Hand)
    Einem Weibe aber gestatte ich nicht das sie lere / auch nicht / das sie des Mannes Herr sey sondern stille sey.
    (Eine Frau - ein Mann)

    1Tim 2, 12 Volxbibel 2.0 Textstand 1970-01-01 00:00:00
    Ich will nicht, dass Frauen öffentlich lehren, und sie sollen auch nicht über ihren Mann bestimmen. Ich möchte, dass sie sich zurücknehmen.
    (Viele Frauen - ein Mann)

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    "Gott hatte gesagt: Erde beherrschen UND BEWAHREN..."

    Es ist fraglich, ob Gott das gesagt hat. Eher der Mensch, der diese Zeilen geschrieben hat. Und damit sind wir wieder beim Hauptproblem der Religion: es sind MENSCHEN, die sich diesen Kram aus den Fingern gesogen haben. Und zwar, bis das Gegenteil bewiesen ist.

    "Gott hatte gesagt: Erde beherrschen UND BEWAHREN..."

    Es ist fraglich, ob Gott das gesagt hat. Eher der Mensch, der diese Zeilen geschrieben hat. Und damit sind wir wieder beim Hauptproblem der Religion: es sind MENSCHEN, die sich diesen Kram aus den Fingern gesogen haben. Und zwar, bis das Gegenteil bewiesen ist.

  3. Verzichten Sie auf Pauschalisierungen und bemühen Sie sich um argumentierte Kommentare. Die Redaktion / mh

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    Wie erklären Sie sich dann die historische Vielfalt und Ausdifferenzierung des Islams, und wie die vielen unterschiedlichen Strömungen, die es heute gibt?

    Wie erklären Sie sich dann die historische Vielfalt und Ausdifferenzierung des Islams, und wie die vielen unterschiedlichen Strömungen, die es heute gibt?

  4. Verzichten Sie auf Aussagen und Kommentare, die pauschal eine Religionsgruppe diffamieren. Die Redaktion / mh

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    Schön wärs, wenn der Koran "klar" wäre: man kann sich ja schon darüber streiten, was "Hurerei" bedeutet. Offensichtlich haben viele Fundamentalisten eine ganz andere Vorstellung davon, was moralisch akzeptabel is als liberale Europäer.

    Ein anderes Beispiel ist die angebliche "Wissenschaftlichkeit" des Korans. Die meisten "wissenschaftlichen" Aussagen im Koran sind wischi-waschi und aus heutiger Sicht wissenschftlich wertlos: "Der Mensch entsteht aus einem wurmähnlichen Gebilde" - das trifft bei der Interpretierbarkeit des Wortes Wurm so ziemlich auf alles zu von Bakterien bis Elefanten.

    Schön wärs, wenn der Koran "klar" wäre: man kann sich ja schon darüber streiten, was "Hurerei" bedeutet. Offensichtlich haben viele Fundamentalisten eine ganz andere Vorstellung davon, was moralisch akzeptabel is als liberale Europäer.

    Ein anderes Beispiel ist die angebliche "Wissenschaftlichkeit" des Korans. Die meisten "wissenschaftlichen" Aussagen im Koran sind wischi-waschi und aus heutiger Sicht wissenschftlich wertlos: "Der Mensch entsteht aus einem wurmähnlichen Gebilde" - das trifft bei der Interpretierbarkeit des Wortes Wurm so ziemlich auf alles zu von Bakterien bis Elefanten.

  5. Nach einer Progrnose des Trend Reserach Institutes aus den USA wird sich das Problem bald womöglich von alleine beheben!!! Denn auf Heise.de heißt es:

    [Zitat entfernt. Inhalte dieser Art sind hier nicht erwünscht, vielen Dank. /Die Redaktion pt.]

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    "... Schotten, Basken und Flamen..."
    Bei den Schotten liegt er meiner Ansicht nach falsch. Die Abspaltungsgelüste dort sind nicht so stark. Im Baskenland gibt es überhaupt keine Mehrheit für solche Entwicklungen, auch wenn die Terroristen es nicht wahr haben möchten. Außer den aufgelisteten Gebieten und Katalonien sehe ich kaum Tendenzen, die in den nächsten Jahrzehnten zu Abspaltungen führen könnten. Dass dieses so drastische Auswirkungen auf Muslime haben könnte, ist, glaube ich, sehr weit hergeholt. Ein ehrlicher und verantwortungsvoller Umgang mit den vielen gesellschaftllichen Problemen ist aber dringend notwendig.

    "... Schotten, Basken und Flamen..."
    Bei den Schotten liegt er meiner Ansicht nach falsch. Die Abspaltungsgelüste dort sind nicht so stark. Im Baskenland gibt es überhaupt keine Mehrheit für solche Entwicklungen, auch wenn die Terroristen es nicht wahr haben möchten. Außer den aufgelisteten Gebieten und Katalonien sehe ich kaum Tendenzen, die in den nächsten Jahrzehnten zu Abspaltungen führen könnten. Dass dieses so drastische Auswirkungen auf Muslime haben könnte, ist, glaube ich, sehr weit hergeholt. Ein ehrlicher und verantwortungsvoller Umgang mit den vielen gesellschaftllichen Problemen ist aber dringend notwendig.

  6. [Entfernt. Bitte verzichten Sie auf diskriminierende Äußerungen. Danke. /Die Redaktion pt.]

  7. ... weil die Teilnehmer nicht ausreichend legitimiert sind und weil sie die Realität ignorieren. Dort diskutieren doch nicht die eingewanderten Muslime mit der aufnehmenden Gesellschaft. Dort sitzen zum einen Vertreter einiger muslimischer Verbände (demokratisch gewählt ?). Mein Eindruck ist, diese ignorieren die aufnehmende Gesellschaft. Sie reden sich im Prinzip ein, dass die Muslime nicht in die deutsche Gesellschaft, sondern nur in die deutsche Verfassung immigriert sind. Auf der anderen Seite sitzen Vertreter der Regierung. Diese vertreten leider nicht die Meinung der Bevölkerung zu diesem Thema. Außerdem ignoriert die Politik, dass die allermeisten Menschen weder für einen interreligiösen Dialog, noch für soziale Experimente und Belastungen zur Verfügung stehen.(Siehe Ergebnis in Hamburg.)
    Auch Frau Kaddor hat sich nicht zum Verhältnis mit der aufnehmenden Gesellschaft geäußert. Wie soll sich dieses entwickeln während sie den Islam liberalisieren möchte? Ein liberalisierter Islam wäre für die anderen vielleicht weniger problematisch, aber ein weiterer Konflikt innerhalb der Muslime wird die Nicht-Muslime noch weiter entfernen.

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