Gutachten Ohne Herzfehler hätte Dominik Brunner Angriff überlebt
Entlastung für die Angeklagten im Mordprozess Dominik Brunner: Möglicherweise war ein Herzfehler entscheidend für den Tod des Münchners.
Ein neues Gutachten sorgt im Prozess um den gewaltsamen Tod des Münchners Dominik Brunner möglicherweise für mehr Klarheit über die Todesumstände des Managers. Der Rechtsmediziner Wolfgang Keil kommt zum Ergebnis, dass die beiden angeklagten Jugendlichen Brunner mit insgesamt 19 Fausthieben und drei Fußtritten malträtiert haben. Keil hatte an der Obduktion Brunners teilgenommen. All diese Verletzungen seien lebensgefährlich gewesen – allerdings nicht unmittelbar. Da es "wie durch ein Wunder" zu keinen schweren inneren Kopfverletzungen gekommen sei, hätte der 50-jährige "Held von Solln" den Angriff sogar überleben können.
Dass es anders gekommen sei, liegt laut Keil an einem Herzfehler des Opfers: Brunner habe ein krankhaft vergrößertes Herz gehabt. Nach den Untersuchungen gebe es keinen Zweifel, "dass Herr Brunner in Folge eines Herzstillstandes, der sich über ein Herzkammerflimmern entwickelt hat, bei einer lange Zeit bestehenden Herzerkrankung verstorben ist ", sagte Keil. Eine Kardiologin stützt diese Sichtweise. Bei der Wiederbelebung Brunners noch am Tatort zeigte der Auswertung zufolge das Endlos-EKG des Defibrillators immer wieder ein Herzkammerflimmern an. Das sei "der EKG-Verlauf eines schwer geschädigten Herzens", sagte die Spezialistin.
Gutachter Keil sagte zugleich, dass der Herzstillstand nur durch den Kampf ausgelöst worden sei. Dabei habe sowohl die körperliche Komponente als auch die psychische Stresssituation eine Rolle gespielt. Damit stützt er die Version der Anklage. Auch Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger verwies auf die Kausalität zwischen Gewaltexzess und Brunners Tod . Dass dieser einen Herzfehler gehabt hatte, ändere an der Anklage nichts.
Der Manager war im September vergangenen Jahres ums Leben gekommen, weil er an einer S-Bahnhaltestelle vier Kinder vor den beiden Angeklagten Sebastian L. und Markus S. schützen wollte. Die beiden 18 und 19 Jahre alten Schläger müssen sich wegen Mordes verantworten . Einer hatte angegeben, Brunner nur geschlagen und nicht gegen den Kopf getreten zu haben.
Allerdings berichtet eine Expertin für Form- und Werkzeugspuren, dass an einer Schläfe des Mannes die Sohlenabdrucke beider Beschuldigten zu sehen waren. Die Fotos von der Obduktion seien mit den Abdrücken der Schuhe beider Tatverdächtigen verglichen und die Muster der Sohlen an einer Schläfe Brunners gefunden worden. Das Opfer dürfte demnach von beiden Angeklagten ins Gesicht getreten worden sein.
Auch die Aussage der Angeklagten und ihrer Anwälte, die beiden Jungen seien stark betrunken und damit nicht voll schuldfähig gewesen, widerspricht Gutachter Keil. Zwar habe der Ältere einen Alkoholspiegel von maximal 2,09 Promille bei dem Gewaltexzess am Sollner Bahnhof gehabt. Markus S. sei aber wie der vollkommen nüchterne Jüngere "situativ voll orientiert" gewesen. Zwar könne man von einer alkoholbedingten Enthemmung ausgehen, sagte der Rechtsmediziner. Für eine verminderte Schuldfähigkeit hätten sich aber stärkere Auswirkungen der Alkoholisierung bemerkbar machen müssen. Bei Sebastian L. wurden nur geringe Spuren Alkohol und THC im Blut festgestellt. Zudem seien beide "ganz schnell über die Gleise geflüchtet, das ist nicht ganz einfach". Auch bei ihrer Festnahme nach etwa einer Stunde zeigten sie keine Ausfallerscheinungen.
- Datum 29.07.2010 - 18:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 51
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Ohne Herzfehler hätte Dominik Brunner Angriff überlebt
Und ohne die Attacke hätte er auch überlebt.
Genau, und hätte Brunner eine andere Bahn genommen, wäre er nicht mal attackiert worden. Brunner ist also klar selber schuld gewesen...
Mal sehen, was hirnlose Juristen-Seelen noch alles herausfinden, um die beiden armen jugendlichen Opfer zu verteidigen.
Genau, und hätte Brunner eine andere Bahn genommen, wäre er nicht mal attackiert worden. Brunner ist also klar selber schuld gewesen...
Mal sehen, was hirnlose Juristen-Seelen noch alles herausfinden, um die beiden armen jugendlichen Opfer zu verteidigen.
hätten sie nicht auf ihn eingeprügelt und eingetreten,würde er heute auch noch leben.Läuft doch alles darauf hinaus, dass die beiden Täter nur geringe Strafen erhalten werden.Das wiederum wird da zu führen,dass immer weniger Menschen bereit sein werden zu helfen, da es in Deutschland eine Täterjustiz gibt. Stiehlt einer 100€ ruiniert ihm die Justiz das Leben, bringt einer jemanden um, wird er verhätschelt.
Herrschaften, Sie können davon ausgehen, dass sich Richter Bayer und sein Thema (Richter / Schöffen) von den Anwaltsaktion nicht beeindrucken lässt.
Die Beklagten bekommen einen fairen Prozess und eine gerechte Strafe.
Wenn man die Schläge hinweg denkt, wäre Brunner nicht gestorben. Etwas anderes wird wohl kaum einer behaupten. Das genügt für die Kausalität vollkommen.
Schwache Herzen, wenn er denn eines hatte, sind auch nicht so selten, dass der Tod völlig außerhalb jeder Lebenserfahrung liegt. Die Folge ist den Tätern also auch objektiv zurechenbar.
Man sollte auch eines nicht übersehen. Selbst wenn es bei der Kausalität ein echtes Problem gibt: Wenn es nur einen Moment gegeben hat, an dem die Jugendlichen mit Tötungsvorsatz auf Brunner eingeprügelt haben, ohne dabei gerechtfertigt oder entschuldigt zu sein, sind sie immer noch wegen versuchten Totschlags oder versuchten Mordes dran. ... Auch wenn sich das komisch anhören mag.
Sie verstehen es nicht, weil Sie den Unterschied zwischen Kausalität und Schuld nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.
Das ist leider weit verbreitet bei Kommentatoren hier. Die haben ihren Helden Brunner und die jugendlichen Schläger und "Mörder" und wollen sie auch behalten - und jede Differenzierung und jedes Strafmaß unterhalb lebenslänglich ist ihnen ein Gräuel. Kann man nichts machen, ist halt bei manchen Leuten so. Wie im Wilden Westen, Pferdediebe gehören an den nächsten Baum.
Sie verstehen es nicht, weil Sie den Unterschied zwischen Kausalität und Schuld nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.
Das ist leider weit verbreitet bei Kommentatoren hier. Die haben ihren Helden Brunner und die jugendlichen Schläger und "Mörder" und wollen sie auch behalten - und jede Differenzierung und jedes Strafmaß unterhalb lebenslänglich ist ihnen ein Gräuel. Kann man nichts machen, ist halt bei manchen Leuten so. Wie im Wilden Westen, Pferdediebe gehören an den nächsten Baum.
Dieser Untertitel ist absolut unverständlich und irreführend.
Es ist völlig unerheblich, ob jemand, der verprügelt wird, eine dünne Schädeldecke hat, einen Herzfehler, demnächst sowieso bald an Krebs gestorben wäre, einen schwachen Kreislauf hat, schon altersschwach oder noch ein Kleinkind ist.
Entscheidend ist lediglich, ob der Betreffende durch die Schläge umgekommen ist. Für die Einstufung als Mord reicht aus, dass der Tod bei dem Angriff in Kauf genommen wurde und die Tat aus niedrigen Beweggründen erfolgte.
Da die festgestellten Verletzungen lebensgefährlich waren, ist wohl von einem Tötungsvorsatz auszugehen. Ob Brunner hätte gerettet werden können, wenn er gesünder gewesen wäre, spielt keine Rolle.
Die Täter haben ja wohl auch nicht deswegen von Brunner abgelassen, weil sie meinten, das könnte für ihn gefährlich werden. Vielmehr haben sie aufgehört, als der gewünschte Erfolg - Brunner röchelte nur noch - eingetreten war (man erinnere sich an die Siegerpose des einen Täters). Hätte das länger gedauert, hätten sie zweifellos weiter getreten.
Die Täter haben ja wohl auch nicht deswegen von Brunner abgelassen, weil sie meinten, das könnte für ihn gefährlich werden. Vielmehr haben sie aufgehört, als der gewünschte Erfolg - Brunner röchelte nur noch - eingetreten war (man erinnere sich an die Siegerpose des einen Täters). Hätte das länger gedauert, hätten sie zweifellos weiter getreten.
Genau, und hätte Brunner eine andere Bahn genommen, wäre er nicht mal attackiert worden. Brunner ist also klar selber schuld gewesen...
Mal sehen, was hirnlose Juristen-Seelen noch alles herausfinden, um die beiden armen jugendlichen Opfer zu verteidigen.
Ich wüsste gerne von Ihnen, wie Sie darauf kommen, dass die Juristen (bzw. wohl eher Sachverständigen) keine Gehirne besitzen? Das einzige, was sie im Moment tun, ist, den genauen Tatablauf zu rekonstruieren. Und genau das erwartet man doch im Moment auch.
Der Gutachter hat angegeben, dass bei Brunner wahrscheinlich überlebt hätte, wenn er keinen Herzfehler gehabt hätte. Weiterhin hat er gesagt, dass der Herzstillstand durch den Angriff ausgelöst wurde; dass die Tritte und Schläge so heftig waren, dass auch andere tödliche Verletzungen hätten auftreten können, dieses aber nicht passiert war.
Sämtliche Aussagen des Gutachters sind, soweit wir das sehen können, wissenschaftlich korrekt ermittelt worden, nichts hat er sich ausgedacht, um die Täter zu be- oder entlasten.
Erst der Richter hat die Aufgabe, all die Tatsachen zu beurteilen und ein Urteil zu fällen - die Gutachter haben die Wahrheit herauszufinden.
Ich kann wirklich nicht verstehen, worüber Sie sich aufregen.
Ich wüsste gerne von Ihnen, wie Sie darauf kommen, dass die Juristen (bzw. wohl eher Sachverständigen) keine Gehirne besitzen? Das einzige, was sie im Moment tun, ist, den genauen Tatablauf zu rekonstruieren. Und genau das erwartet man doch im Moment auch.
Der Gutachter hat angegeben, dass bei Brunner wahrscheinlich überlebt hätte, wenn er keinen Herzfehler gehabt hätte. Weiterhin hat er gesagt, dass der Herzstillstand durch den Angriff ausgelöst wurde; dass die Tritte und Schläge so heftig waren, dass auch andere tödliche Verletzungen hätten auftreten können, dieses aber nicht passiert war.
Sämtliche Aussagen des Gutachters sind, soweit wir das sehen können, wissenschaftlich korrekt ermittelt worden, nichts hat er sich ausgedacht, um die Täter zu be- oder entlasten.
Erst der Richter hat die Aufgabe, all die Tatsachen zu beurteilen und ein Urteil zu fällen - die Gutachter haben die Wahrheit herauszufinden.
Ich kann wirklich nicht verstehen, worüber Sie sich aufregen.
Herzkranke leben gefährlich in, "ach Du deutsches Vaterland", klatschen wir doch Heute einen Herzkranken, geil, darauf trinken wir noch einen...Wann sind die Rentner dran? Sterben ehh bald. Rollstuhlfahrer? Wenn er nicht im Rollstuhl gesessen hätte, hätte er ja weglaufen können...
Überspitzt? Nein, ich denke nicht, es scheint mir eher so, als ob der gesunde Menschenverstand immer mehr verloren geht.
Eine Gesellschaft die Zivilcourage mit Füßen tritt, nicht nur die Schlägertypen, alle, bis auf wenige Ausnahmen.
Brunner sollte ein Denkmal bekommen, einer der letzten aufrechten Deutschen, einer mit Rückgrat.
[...]
Bei uns kommen Sie in eine Zelle mit Stereoanlage und Fernseher und können bei guter Führung nach ein paar Monaten
mit Freigang rechnen,
am Schluß können die noch einen Hochschul Abschluß auf die Kosten von uns Steuerzahlern machen,
gut das es Deutschland gibt.
Vermeiden Sie Überschriften, die missverstanden werden könnten, und Vorverurteilungen. Die Redaktion / mh
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