S-Bahn-Mord Widersprüchliche Aussagen im Brunner-Prozess
Einer der Schüler, die Dominik Brunner schützen wollte, sagt aus, dieser habe zuerst angegriffen. Damit widerspricht er seinem Freund.
Niemand habe Dominik Brunner geholfen, als zwei Jugendliche am Münchner S-Bahnhof Solln auf ihn einschlugen. Das berichtete einer der vier Schüler, die Brunner vor den beiden Angeklagten Sebastian L. und Markus S. schützen wollte. Er habe am S-Bahnhof Solln Passanten angeschrien, dass sie ihm zu Hilfe kommen sollten, berichtete der 16-jährige Marcel L. im Mordprozess vor dem Münchner Landgericht. "Sie haben nichts gemacht, nur gesagt, dass sie aufhören sollen."
Andere Passanten seien wortlos einfach weitergegangen, sagte der Schüler. Auch der S-Bahnfahrer habe nicht auf die Schlägerei reagiert. "Er hat alles gesehen, aber er ist einfach weitergefahren", sagte der 16-Jährige, der immer wieder mit den Tränen kämpfen musste. "Wenn der vielleicht was gemacht hätte, wäre es vielleicht anders gelaufen." Brunner war von den beiden Jugendlichen am S-Bahnhof Solln mit Tritten und Schlägen traktiert und tödlich verletzt worden. Die beiden haben den Angriff zugegeben, aber jede Tötungsabsicht bestritten .
Die Anklage begründet den Mordvorwurf gegen den zur Tatzeit am 12. September vergangenen Jahres 18-jährigen Markus S. und den damals 17-jährigen Sebastian mit einem Rachemotiv. Die beiden hätten Brunner zusammengeschlagen, weil er die insgesamt vier Schüler vor einem Erpressungsversuch durch die Angeklagten habe schützen wollen.
Er und seine Freunde seien am Münchner S-Bahnhof Donnersberger Brücke von den Angeklagten und einem weiteren Jugendlichen bedroht worden, sagte Marcel L. aus. Diese hätten Geld verlangt und ihn und seinen Freund Richard M. geschlagen. "Der Ton wurde immer aggressiver." Als ihnen die beiden Angeklagten in die S-Bahn folgten, habe Brunner seine Hilfe angeboten und die Polizei alarmiert. Am S-Bahnhof Solln sei er dann mit den Schülern ausgestiegen, die Angeklagten seien ihnen gefolgt.
Zu dem umstrittenen Punkt, ob Brunner zuerst zugeschlagen habe oder ob er auf den Angriff der beiden Jugendlichen reagiert hatte, widersprach Marcel L. seinem Freund Richard M., der zuvor ausgesagt hatte, Brunner habe sich schützend vor die Schüler gestellt. Nach der Aussage von L. sei Brunner auf die beiden Angeklagten mit den Worten "Ihr wollt's nicht anders" zugegangen. "Ich habe schon gedacht, dass er irgendwas tut, weil er ihnen entgegengegangen ist", sagte der Schüler. Dann habe Brunner Markus S. ins Gesicht geschlagen, der daraufhin "total ausgeflippt" sei.
- Datum 15.07.2010 - 16:04 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Marcel L. beklagt, dass kein Umstehender geholfen habe. Was taten denn er und seine 3 Mitschüler?
Die Angeklagten sind gerade mal 1-2 Jahre älter und einer davon eher schmächtig. Mindestens einer der Schüler ist deutlich kräftiger als die Täter...
Warum haben sie sich nicht mindestens schützend davor gestellt, als ihr Verteidiger bereits wehrlos am Boden lag?
Für mich geraten die Schüler ins Zwielicht ob deren widersprüchlichen Aussagen und eigener Tatenlosigkeit, während sie dasselbe anderen auch noch zum Vorwurf machen.
Man sollte nicht vergessen: die beiden Angeklagten stiegen mit aus dem Zug in der Absicht, das Opfer zu verfolgen!
Wer sich die Schlüssel eines Bundes zwischen die Finger seiner Faust steckt, der will ohne Rücksicht auf Augen, Zähne, Schlagadern und Leben zuschlagen.
Wer zu zweit und mit unfairer Bewaffnung auf einen Einzelnen eindrischt, der verdient keine Gnade.
Wer auf einen zu-Boden-gegangenen weiter einschlägt und mit schweren Fußtritten in dessen Kopf zigfacht reindonnert, der will Töten.
Wäre ich dort als Polizist dazugekommen und hätte diese Szene gesehen, hätte ich eigentlich aus der Distanz schon auf diese Totschläger schießen müssen.
Man kann es kaum glauben - da wird ein Mensch innerhalb von 1-2 Minuten brutal mit bewehrten Fäusten und Schuhwerk totgeschlagen ... und keiner greift ein.
Armseelige Menschlein dort am Bahnsteig, sehr armseelig!
Heißt das nun in Konsequenz, daß man sich in Deutschland (zumindest in Bahnhofsnähe) wieder bewaffnen muß, um sicherzustellen, gesund wieder nach hause zu kommen?!?
"Heißt das nun in Konsequenz, daß man sich in Deutschland (zumindest in Bahnhofsnähe) wieder bewaffnen muß, um sicherzustellen, gesund wieder nach hause zu kommen?!?"
Was soll diese Polemik? Solche Fälle sind dermaßen selten, dass die Gefahr für den einzelnen konkret im statistischen Rauschen untergeht. Gäbe es nicht die Massenmedien, die sowas breittreten, dann wüßten die allermeisten Menschen gar nicht, dass es sowas gibt, weil es weder ihnen noch ihrem Bekanntenpreis jemals passieren würde. Die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr schwer verletzt zu werden oder umzukommen, ist ungleich größer als die Gefahr, durch irgendwelche Vorkommnisse (einschließlich Unfälle und Gewalttaten) im ÖPNV verletzt zu werden oder umzukommen.
Aber ich habe mittlerweile die Hoffnung aufgegeben, dass Menschen allgemein in der Lage sind, sowas richtig einzuordnen. Vielleicht gibt es auch einfach zuviele Menschen, die sowas als willkommenen Anlaß nehmen, sich entgegen besseren Wissens einfach aufzuregen und große Worte zu spucken. Keine Ahnung.
"Heißt das nun in Konsequenz, daß man sich in Deutschland (zumindest in Bahnhofsnähe) wieder bewaffnen muß, um sicherzustellen, gesund wieder nach hause zu kommen?!?"
Was soll diese Polemik? Solche Fälle sind dermaßen selten, dass die Gefahr für den einzelnen konkret im statistischen Rauschen untergeht. Gäbe es nicht die Massenmedien, die sowas breittreten, dann wüßten die allermeisten Menschen gar nicht, dass es sowas gibt, weil es weder ihnen noch ihrem Bekanntenpreis jemals passieren würde. Die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr schwer verletzt zu werden oder umzukommen, ist ungleich größer als die Gefahr, durch irgendwelche Vorkommnisse (einschließlich Unfälle und Gewalttaten) im ÖPNV verletzt zu werden oder umzukommen.
Aber ich habe mittlerweile die Hoffnung aufgegeben, dass Menschen allgemein in der Lage sind, sowas richtig einzuordnen. Vielleicht gibt es auch einfach zuviele Menschen, die sowas als willkommenen Anlaß nehmen, sich entgegen besseren Wissens einfach aufzuregen und große Worte zu spucken. Keine Ahnung.
entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Darstellungen. Danke. Die Redaktion/km
Welche "entlastende Fakten" ?
Sie haben "entlastende Fakten" wahrgenommen?
Ich nicht!
Im Gegenteil, ich habe Details gehört, da geht mir die Hutschnur hoch!
Sorry, für meine Nachfrage, haben Sie es verpeilt, wie da ein Mensch in aller Öffentlichkeit (incl gaffender Zuschauern) mit brutalsten Mitteln totgeschlagen wurde?
Darum geht es gerade! - nicht um kleinliche Kritik an der Vorgehensweisen der Staatsanwaltschaft, die allenfalls nach der abschließenden Zeugenbefragung Resümee ziehen werden. Wann sonst?!
Oder fehlt auch Ihnen die empathische Empfindsamkeit, wie den beiden Totschlägern?
Welche "entlastende Fakten" ?
Sie haben "entlastende Fakten" wahrgenommen?
Ich nicht!
Im Gegenteil, ich habe Details gehört, da geht mir die Hutschnur hoch!
Sorry, für meine Nachfrage, haben Sie es verpeilt, wie da ein Mensch in aller Öffentlichkeit (incl gaffender Zuschauern) mit brutalsten Mitteln totgeschlagen wurde?
Darum geht es gerade! - nicht um kleinliche Kritik an der Vorgehensweisen der Staatsanwaltschaft, die allenfalls nach der abschließenden Zeugenbefragung Resümee ziehen werden. Wann sonst?!
Oder fehlt auch Ihnen die empathische Empfindsamkeit, wie den beiden Totschlägern?
Welche "entlastende Fakten" ?
Sie haben "entlastende Fakten" wahrgenommen?
Ich nicht!
Im Gegenteil, ich habe Details gehört, da geht mir die Hutschnur hoch!
Sorry, für meine Nachfrage, haben Sie es verpeilt, wie da ein Mensch in aller Öffentlichkeit (incl gaffender Zuschauern) mit brutalsten Mitteln totgeschlagen wurde?
Darum geht es gerade! - nicht um kleinliche Kritik an der Vorgehensweisen der Staatsanwaltschaft, die allenfalls nach der abschließenden Zeugenbefragung Resümee ziehen werden. Wann sonst?!
Oder fehlt auch Ihnen die empathische Empfindsamkeit, wie den beiden Totschlägern?
"Heißt das nun in Konsequenz, daß man sich in Deutschland (zumindest in Bahnhofsnähe) wieder bewaffnen muß, um sicherzustellen, gesund wieder nach hause zu kommen?!?"
Was soll diese Polemik? Solche Fälle sind dermaßen selten, dass die Gefahr für den einzelnen konkret im statistischen Rauschen untergeht. Gäbe es nicht die Massenmedien, die sowas breittreten, dann wüßten die allermeisten Menschen gar nicht, dass es sowas gibt, weil es weder ihnen noch ihrem Bekanntenpreis jemals passieren würde. Die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr schwer verletzt zu werden oder umzukommen, ist ungleich größer als die Gefahr, durch irgendwelche Vorkommnisse (einschließlich Unfälle und Gewalttaten) im ÖPNV verletzt zu werden oder umzukommen.
Aber ich habe mittlerweile die Hoffnung aufgegeben, dass Menschen allgemein in der Lage sind, sowas richtig einzuordnen. Vielleicht gibt es auch einfach zuviele Menschen, die sowas als willkommenen Anlaß nehmen, sich entgegen besseren Wissens einfach aufzuregen und große Worte zu spucken. Keine Ahnung.
Wir sollten Herrn Brunner fragen, wie es sich anfühlt, "statistisch unwahrscheinlich" erschlagen zu werden. Oder jeder Kommentator möge sich vorstellen, er sei an der Stelle und dann schlägt die "Statistik" zu, einfach so, war ja nicht bös' gemeint ...aber nu isser tot.
Sie schließen mit den Worten "Keine Ahnung" und ich habe das Gefühl,dies ist zutreffend.
Ich halte es für sehr gefährlich, hier von selten vor- kommenden Einzelfällen zu sprechen.
Ich bin Großstadtbewohner und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel und ich kann Ihnen versichern,dass aggressives Verhalten an der Tagesordnung sind. Natürlich eskaliert nicht alles so wie im Münchner Fall und natürlich enden nur einige wenige tödlich. Aber das nicht zuletzt, weil sich schon viele Menschen aus Angst, die Aufmerk-samkeit dieser Typen auf sich zu ziehen, aufs Weggucken und Weghören verlegt haben, wenn derartige Unverschämt-heiten um sie herum geschehen.
Nichts wird besser dadurch, dass man nach dem Motto lebt, was nicht sein darf, das kann nicht sein.
Ich hoffe, dass die Justiz hier ein Exempel statuiert und die Täter mit der höchstmöglichen Strafe belegen.Diese Leute müssen lernen, dass ihr Tun einschneidende Konsequenzen hat.
Ich finde es unerträglich, dass Dominik Brunner von gewissen Leuten posthum zum Raufbold abqualifiziert wird.
Diese Täter haben nicht nachgelassen, sondern sind bewusst mit ausgestiegen, um den Konflikt auf den Bahnsteig weiter-
zuführen.Sie hätten sich trollen und es dabei bewenden lassen können, dass es nicht gelungen ist, Geld für abendliche Vergnügungen "abzuziehen".
Wenn sich jemand schließlich dazu hinreißen lässt, sein Gegenüber totzuschlagen, weil es körperliche Kampfbereit-
schaft zum Ausdruck bringt, ist er meines Erachtens Abschaum!
Wir sollten Herrn Brunner fragen, wie es sich anfühlt, "statistisch unwahrscheinlich" erschlagen zu werden. Oder jeder Kommentator möge sich vorstellen, er sei an der Stelle und dann schlägt die "Statistik" zu, einfach so, war ja nicht bös' gemeint ...aber nu isser tot.
Sie schließen mit den Worten "Keine Ahnung" und ich habe das Gefühl,dies ist zutreffend.
Ich halte es für sehr gefährlich, hier von selten vor- kommenden Einzelfällen zu sprechen.
Ich bin Großstadtbewohner und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel und ich kann Ihnen versichern,dass aggressives Verhalten an der Tagesordnung sind. Natürlich eskaliert nicht alles so wie im Münchner Fall und natürlich enden nur einige wenige tödlich. Aber das nicht zuletzt, weil sich schon viele Menschen aus Angst, die Aufmerk-samkeit dieser Typen auf sich zu ziehen, aufs Weggucken und Weghören verlegt haben, wenn derartige Unverschämt-heiten um sie herum geschehen.
Nichts wird besser dadurch, dass man nach dem Motto lebt, was nicht sein darf, das kann nicht sein.
Ich hoffe, dass die Justiz hier ein Exempel statuiert und die Täter mit der höchstmöglichen Strafe belegen.Diese Leute müssen lernen, dass ihr Tun einschneidende Konsequenzen hat.
Ich finde es unerträglich, dass Dominik Brunner von gewissen Leuten posthum zum Raufbold abqualifiziert wird.
Diese Täter haben nicht nachgelassen, sondern sind bewusst mit ausgestiegen, um den Konflikt auf den Bahnsteig weiter-
zuführen.Sie hätten sich trollen und es dabei bewenden lassen können, dass es nicht gelungen ist, Geld für abendliche Vergnügungen "abzuziehen".
Wenn sich jemand schließlich dazu hinreißen lässt, sein Gegenüber totzuschlagen, weil es körperliche Kampfbereit-
schaft zum Ausdruck bringt, ist er meines Erachtens Abschaum!
Wenn man rassenden Jähzorn, blinde Gewalt, Gesetzlosigkeit, Trunkenheit, Verrohung usw. immer erfolgreich als Ausrede einsetzt darf man sich nicht wundern wenn man mit rassendem Jähzorn, blinder Gewalt, Gesetzlosigkeit, Trunkenheit und Verrohung weiterkommt.
Ich erinnere mich da immer gerne an einen Richter an meinem Zweitwohnsitz, Autofahrer fährt Kind versehentlich tot, war besoffen. Zwei Jahre auf Bewährung für das Totfahren des Kindes, für die Trunkenheit gabs 25 Jahre weils die dritte Straftat war. So muß es sein, Saufen und Jähzorn bestrafen und nicht schulterklopfend als Entschuldigung durchgehen lassen.
"rassender Jähzorn" wäre ein schönes Wortspiel, wenn es sich hier um Neonazis oder Leute mit Migrantenhintergrund handeln würde..
wo war denn das mit den 25 Jahren für Trunkenheit? In China oder in den USA?
"rassender Jähzorn" wäre ein schönes Wortspiel, wenn es sich hier um Neonazis oder Leute mit Migrantenhintergrund handeln würde..
wo war denn das mit den 25 Jahren für Trunkenheit? In China oder in den USA?
Wir sollten Herrn Brunner fragen, wie es sich anfühlt, "statistisch unwahrscheinlich" erschlagen zu werden. Oder jeder Kommentator möge sich vorstellen, er sei an der Stelle und dann schlägt die "Statistik" zu, einfach so, war ja nicht bös' gemeint ...aber nu isser tot.
...am hellichten Tag mitten in einer bürgerlichen (Solln) Gegend Deutschlands können einen Mord nicht verhindern
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Bitte pauschalisieren Sie nicht, da sich andere hierdurch beleidigt fühlen könnten. Danke. Die Redaktion/km
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