Loveparade-Unglück Duisburgs doppeltes Versagen

Leichtsinnig und uneinsichtig: So, wie die Stadt Duisburg vor und nach der Katastrophe handelte, gefährdet sie das Vertrauen in staatliche Autoritäten. Ein Kommentar

Trauer nach der Katastrophe: Im Tunnel, der zum Veranstaltungsgelände führt, werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet

Trauer nach der Katastrophe: Im Tunnel, der zum Veranstaltungsgelände führt, werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet

Fassen wir zusammen, was wir nach dieser traurigen Woche wissen: Stadt und Veranstalter ignorierten mehrfache Warnungen der Polizei. Lopavent drängte auf einen elastischen Umgang mit den Sicherheitsrichtlinien, die Stadt erfüllte diese Wünsche dienstbar, auch auf Geheiß des Bürgermeisterbüros.

Während der Loveparade scheiterten die Veranstalter an ihrem eigenen Sicherheitskonzept. Zu wenige, zu schlecht ausgebildete Ordner, lausige Kommunikation, nicht erfüllte Absprachen mit der Polizei – das alles hat die Katastrophe wenn nicht ausgelöst, so doch wenigstens in ihrem Verlauf verschlimmert.

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Man wird noch erfahren, welche Motive die Beteiligten trieben, ob die Polizei Fehler machte und in welcher Weise andere – etwa die Landesregierung – involviert waren. Einstweilen aber steht fest: Stadt und Veranstalter unterschätzten das von ihnen organisierte Ereignis dramatisch.

Dieses Versagen ist verstörend. 21 Menschen sind gestorben, weil offenbar provinzieller Größenwahn auf operative Unfähigkeit traf. Hunderten anderen sind Bezugsmenschen aus ihrem Leben gerissen, sind Wunden zugefügt worden, die vielleicht nie wieder verheilen.

Woran soll sich in Zukunft halten, wer sich in das unnatürliche Gedränge von Demonstrationen, Festivals und Fanmeilen wagt? Möglich, dass künftig der Gedanke an Duisburg Menschen in großen Ansammlungen viel schneller panisch macht, als es die Urangst in der Masse ohnehin schon tut. Der Glaube an die Akribie und Zuverlässigkeit der Behörden in der Planung solcher Veranstaltungen ist jedenfalls erschüttert. Wer kann schließlich wissen, ob nicht wieder ein vom eigenen Traum Beseelter seinen Realitätssinn verloren hat?

Leser-Kommentare
  1. Es mag zwar Spaß machen, in der Presse zu Rücktritt zu treiben, sachlich ist es nicht. Realitätsflucht ist es auch, wenn man die mögliche Mitverantwortung der Teilnehmern vollständig ausblendet. Das zeigt nur, dass man nicht gewillt ist, die Verantwortung zu analysieren, sondern vorschnell einen Sündenbock sucht, der zu eigenen seelischen Entlastung deinen soll. Ein Bauernopfer.

    Durch den Rücktritt Sauerlands wird die Fanmeile in Berlin kein bisschen sicherer, werden Fussballstadien wie dieses Jahr in Südafrika kein bisschen sicherer. Aber der Mob hat Beute.

    Wie gefährlich solche eine Treibjagd ist, zeigt gerade der Fall Brunner. Richtig hatte er sich vor die angegriffenen Kinder gestellt. Er hat aber die Vorschläge der Kriminalpolizei missachtet, nie selber den Helden zu spielen.

    Vor Monaten noch bekma er posthum das Bundesverdienstkreuz.
    http://www.zeit.de/2010/2...

    Im Prozess stellt sich nun eine etwas differenzierte Sichtweise heraus, dass Herr Brunner nach dem Aussteigen offenabr auf die Täter gewalttätig zugeangen ist und das nicht die mutmasslichen Mörder ihn getötet haben, sondern sein krankes Herz.
    http://www.zeit.de/gesell...

    Zur Zeit der Kreuzverleihung aber hätte die Pressemeute sich professionell empört, wenn man das Verhalten Brunners hinterfragt hätte. Die Jagd auf Sauerländer ist ebenso verfrüht. So schön das Zeilengeld, auch das man mit den Parolen verdient, ist.

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    Sie mögen recht haben damit, daß die Medien sich oft verfrüht auf Einzelpersonen "einschießt" oder vorschnell einer vorgefassten Meinung erliegt um die Auflage, Einschaltquote usw. zu steigern.
    In diesem Fall muss man aber feststellen dass Sauerland alleine schon für die offensichtliche Lüge er habe nichts von etweiligen Sicherheitsbedenken im Vorfeld der Loveparade gewusst zurücktreten sollte, ganz abgesehen davon daß er, egal wen in welchem Masse Schuld trifft, hier schon der Anstand gebietet zumindest die politische Verantwortung zu übernehmen und seinen Rücktritt zu erklären.

    ... die verantwortlich sind, einfach so davon kommen, verhindert dies zukünftigen verantwortungsvollen Umgang der Nachfolger mit Sicherheitsrichtlinien und gesetzlichen Vorgaben. Die künftigen Verantwortlichen müssen gewarnt sein. Offensichtlich sind 21 Tote noch nicht Warnung genug.

    Ich bin kein Fan von Großveranstaltungen und möchte nicht über deren Sinnhaftigkeit dikutieren und was Menschen zu tun haben und was nicht.

    Aber in diesem Fall eine Mitverantwortung bei den Besuchern zu suchen ist zynisch.

    Wie kommt man zur Annahme der einzellen oder von mir aus 20 besonnene Menschen hätten dem Drängen von hinten entgegen wirken können.

    Sagen sie mir wie man als couragierte und auch in einer Stresssitutation kühl agierende Person hier etwas abwenden hätte könne. Sie dürfen die Masse die da steht nicht als einheit betrachten welche sich absprechen und dann gemeinsam handeln kann.

    bitte hierzu dieses Video und dann eine Erklärung was zu tun gewesen wäre und wie sie darauf kommen das man es umsetzen hätte können (bitte bis zum ende ansehen aber wer zynische komentare schreiben kann darf sich auch damit konfrontieren lassen)

    http://www.youtube.com/us...

    Sie mögen recht haben damit, daß die Medien sich oft verfrüht auf Einzelpersonen "einschießt" oder vorschnell einer vorgefassten Meinung erliegt um die Auflage, Einschaltquote usw. zu steigern.
    In diesem Fall muss man aber feststellen dass Sauerland alleine schon für die offensichtliche Lüge er habe nichts von etweiligen Sicherheitsbedenken im Vorfeld der Loveparade gewusst zurücktreten sollte, ganz abgesehen davon daß er, egal wen in welchem Masse Schuld trifft, hier schon der Anstand gebietet zumindest die politische Verantwortung zu übernehmen und seinen Rücktritt zu erklären.

    ... die verantwortlich sind, einfach so davon kommen, verhindert dies zukünftigen verantwortungsvollen Umgang der Nachfolger mit Sicherheitsrichtlinien und gesetzlichen Vorgaben. Die künftigen Verantwortlichen müssen gewarnt sein. Offensichtlich sind 21 Tote noch nicht Warnung genug.

    Ich bin kein Fan von Großveranstaltungen und möchte nicht über deren Sinnhaftigkeit dikutieren und was Menschen zu tun haben und was nicht.

    Aber in diesem Fall eine Mitverantwortung bei den Besuchern zu suchen ist zynisch.

    Wie kommt man zur Annahme der einzellen oder von mir aus 20 besonnene Menschen hätten dem Drängen von hinten entgegen wirken können.

    Sagen sie mir wie man als couragierte und auch in einer Stresssitutation kühl agierende Person hier etwas abwenden hätte könne. Sie dürfen die Masse die da steht nicht als einheit betrachten welche sich absprechen und dann gemeinsam handeln kann.

    bitte hierzu dieses Video und dann eine Erklärung was zu tun gewesen wäre und wie sie darauf kommen das man es umsetzen hätte können (bitte bis zum ende ansehen aber wer zynische komentare schreiben kann darf sich auch damit konfrontieren lassen)

    http://www.youtube.com/us...

  2. Leider habe ich keine E-Mail-Adresse direkt zu Ihnen gefunden, deshalb nun hier: In der schematischen Karte des Geländes ist die Endzeit der Polizeisperre auf der Rampe (Bezeichnung in den polizeilichen Originalkarte "Sperre 3") falsch angegeben.

    Die Sperren in den Tunnel wurden um 16:14 wieder aufgehoben. Die Sperre auf Höhe der geparkten Polizeiautos wurde erst um 16:40 aufgehoben, als es für einige der Gestürzten weiter unten beim Treppenaufgang vermutlich bereits zu spät war. Die Zeit ist in den veröffentlichten polizeilichen Unterlagen so zu lesen und wird auch von zahlreichen Videos von Besuchern und den vom Hubschrauber stammenden Bildern bestätigt.

    Auf YouTube sind Videos zu sehen, wie die Polizeibeamten im Anschluss die zur Treppe Drängenden von oben von der Rampe her kommend richtiggehend auf die Schulter klopfen mussten, damit sie vom Drängen zur Treppe ablassen, nach oben gehen und das Menschenknäuel sich langsam auflösen konnte.

    Danke, für ihre Aufruf, dass mit der lässigen Mode, sich Verantwortlicher zu nennen und im Ernstfall keine Verantwortung trage zu wollen, langsam Schluss sein muss.

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    Wie man anhand eines Videos wie diesem

    http://www.youtube.com/wa...

    überhaupt auf die Idee kommen kann, den Opfern eine Schuld zuzuschieben, ist mir unverständlich. Überhaupt scheint mir dieses "Selber schuld"-Denken grundlegend für die ganze Katastrophe zu sein. Selber schuld, wer zu solchen Massenveranstaltungen geht? Echt? Und der Einsatzleiter bei der Stadt spach als erstes von Leuten, die "unbefugt" ein Sperrgitter überwunden und auf einer Treppe abgestürzt wären. Dieser Vorwurf ist dank der Obduktinsbefunde vom Tisch, aber noch immer scheinen die Leute die Schuld bei den Opfern zu suchen, die in ihrer Panik numal keine Benimmregeln befolgen konnten, wie von ihren Anklägern moniert - Sorry, aber langsam geht mir dieses nicht kapieren Wollen des Unterschieds zwischen persönlicher Schuld und jener Schuld, die jemand qua öffentlichen Amtes aus sich lädt, gehörig auf den Geist. Wer denkt, er hätte sich in einer vergleichbaren Situation "besser" verhalten, darf gerne stolz sein, sollte aber die Klappe halten, weil er im Grunde nicht versteht, was "Panik" als Begriff eigentlich umfasst.

    Redaktion

    Hallo "Autobahn München-Ulm"

    Danke für Ihren Hinweis. Der Zahlendreher hat sich beim Übertragen der vom Innenministerium zur Verfügung gestellten Daten eingschlichen. Wir haben den Fehler korrigiert.

    Wie man anhand eines Videos wie diesem

    http://www.youtube.com/wa...

    überhaupt auf die Idee kommen kann, den Opfern eine Schuld zuzuschieben, ist mir unverständlich. Überhaupt scheint mir dieses "Selber schuld"-Denken grundlegend für die ganze Katastrophe zu sein. Selber schuld, wer zu solchen Massenveranstaltungen geht? Echt? Und der Einsatzleiter bei der Stadt spach als erstes von Leuten, die "unbefugt" ein Sperrgitter überwunden und auf einer Treppe abgestürzt wären. Dieser Vorwurf ist dank der Obduktinsbefunde vom Tisch, aber noch immer scheinen die Leute die Schuld bei den Opfern zu suchen, die in ihrer Panik numal keine Benimmregeln befolgen konnten, wie von ihren Anklägern moniert - Sorry, aber langsam geht mir dieses nicht kapieren Wollen des Unterschieds zwischen persönlicher Schuld und jener Schuld, die jemand qua öffentlichen Amtes aus sich lädt, gehörig auf den Geist. Wer denkt, er hätte sich in einer vergleichbaren Situation "besser" verhalten, darf gerne stolz sein, sollte aber die Klappe halten, weil er im Grunde nicht versteht, was "Panik" als Begriff eigentlich umfasst.

    Redaktion

    Hallo "Autobahn München-Ulm"

    Danke für Ihren Hinweis. Der Zahlendreher hat sich beim Übertragen der vom Innenministerium zur Verfügung gestellten Daten eingschlichen. Wir haben den Fehler korrigiert.

  3. Duisburgs Politiker und Beamte sind unsere neue Polititker -und Beamtengeneration, so, wie sie uns in Berlin schon seit Jahren vorgeführt wird.

    Sie wird nur noch von dem Gedanken beherrscht, sich möglichst viel aus dem höchsten staatlichen Versorgungsnetz für Politiker und Beamte herauszuhole, was nur geht. Zum Beweis dafür, tritt der Bürgermeister ja auch nicht zurück.

    21 Tote sind der Beweis für diese Verkommenheit und Unmenschlichkeit dieser Beamten - und Politikergeneration!!

    Von wegen dem Volke dienen, ganz im Gegenteil, das Volk ausbeuten für eigene Vorteile, das ist das Handeln dieser unveratnwortlichen Menschen.

    Da stellt sich schon die Frage, wer denn in unserem Lande die Sozialschmarotzer sind, oder...?

    MfG,
    T.

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    • Buh
    • 30.07.2010 um 13:34 Uhr

    Ich glaube bisher dass die Polizeit da Schuld trifft. Der Tunnel wurde vorne zum Veranstaltungsgelände hin abgeriegeld und nach hinten nicht. Da ist es klar, dass vorne ein gedränge entsteht. Die Sperre hätte spätestens als die Polizei merkt, dass Leute aus sich gegenseitig erdrücken diese Sperre aufheben müssen und NUR hinten eine machen sollen, so dass die leute die noch im Tunnel waren auf das Gelände konnten. Stattdessen reichen überforderte Polizsiten eine Leiter ind ei menge und an der Treppe hieft man einige Leute hoch.

    Die Polizei trägt hier in der Konkreten Situation die Hauptschuld. Dass die Planung von vorn bis hinten mist sit is eine andere sache. Da trifft Vranstalter wie Verwaltung und OB eine Mitschuld.

    • Buh
    • 30.07.2010 um 13:34 Uhr

    Ich glaube bisher dass die Polizeit da Schuld trifft. Der Tunnel wurde vorne zum Veranstaltungsgelände hin abgeriegeld und nach hinten nicht. Da ist es klar, dass vorne ein gedränge entsteht. Die Sperre hätte spätestens als die Polizei merkt, dass Leute aus sich gegenseitig erdrücken diese Sperre aufheben müssen und NUR hinten eine machen sollen, so dass die leute die noch im Tunnel waren auf das Gelände konnten. Stattdessen reichen überforderte Polizsiten eine Leiter ind ei menge und an der Treppe hieft man einige Leute hoch.

    Die Polizei trägt hier in der Konkreten Situation die Hauptschuld. Dass die Planung von vorn bis hinten mist sit is eine andere sache. Da trifft Vranstalter wie Verwaltung und OB eine Mitschuld.

  4. Ich habe mir bei Youtube gestern ein 35minütiges Video angesehen, von jemandem, der vor der Treppe um sein Leben gekämpft hat. Auch wenn das kaum auszuhalten ist, weil man die Enge und die ansteigende Panik spüren kann, sehe ich das Geschehen seitdem etwas differenzierter. Sicher wurden von seiten der Polizei, des Veranstalters und auch der Stadt schwere Fehler gemacht. Aber auch das Verhalten der Besucher muß man kritisch hinterfragen. Man sieht eine halbe Stunde vor der Katastrophe ist es zwar voll und heiß, die Leute sind genervt, aber es ist nicht dramatisch. Dann fangen einige an über die Treppe nach oben zu klettern und stehen, nachdem sie es geschafft haben, z.T. jubelnd und mit erhobenen Armen auf der Treppe. Das verleitet einen Großteil der Wartenden dazu, anzunehmen, das dies wohl ein Ausweg sein könnte aus ihrer unbequemen Lage und es findet ein Geschiebe Richtung Treppe statt. In der Folge dieses Geschiebes starb dann ein Großteil der Opfer. Vermutlich haben die Leute, die von hinten geschoben haben (und das werden einige sein), nicht mit solchen Folgen gerechnet. Aber das haben die Sauerlands und Rabes und wie sie auch heissen mögen, ja auch nicht...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie schreiben man kann beim betrachten des Videos die Enge und ansteigende Panik spüren, jemand der in Panik verfällt handelt per Definition nicht rational.

    Und jetzt stellen sie sich vor sie stecken mitten in dieser Menschenmasse so eingekeilt dass sie sich kaum bewegen können, der Schweiß tropft ihnen aus allen Poren, und sie bekommen kaum noch Luft, können nicht mehr atmen, Panik steigt in ihnen auf. Plötzlich bekommen sie mit es gibt einen Ausweg, eine Treppe, sie müssen nur hinkommen...Was werden sie wohl tun?
    Im übrigen war die Treppe wohl zunächst gesperrt, und wurde nur zu dem Zweck geöffnet einen Fluchtweg zu schaffen.

    Könne Sie den Link von Youtube nicht mal posten?

    @4: Zitat: "Man sieht eine halbe Stunde vor der Katastrophe ist es zwar voll und heiß, die Leute sind genervt, aber es ist nicht dramatisch."

    Das stimmt.

    Zu dieser Zeit strömten aber immer mehr Besucher aus den Tunneln nach. Und entgegen Ihrer Annahme wurde es nicht deshalb enger, weil ein Teil der Menschen sich Richtung Treppe verdichtete, sondern weil immer mehr Besucher nachströmten. Schauen Sie sich bitte zu dieser Situation nochmals den Kamera-Rundumschwenk im Video 2 zwischen 4:15 und 4:37 (http://www.youtube.com/wa...! ) an.

    Auf anderen Videos ist zu sehen, dass gegen 16:55 der Füllgrad der gesamten Fläche extrem war. Es gab keine Freiräume mehr.

    • Buh
    • 30.07.2010 um 13:37 Uhr

    http://www.youtube.com/wa...

    Hier sieht man, dass die Polizei versucht die Raver wegzubewegen:L Es werden Handzeichen gegeben. Die Raver sind nur motzig und wollen nicht. Klar...sie haben ja auch angst und wollen da weg. Aber wenn sie wüssten dass da vorne leute sterben hättens ei wohl anderes reagiert. Von aher haben natürlich auch die Raver schuld. Aber eine MAsse von Menschen ist eben immer "dumm". sie handelt nicht rational sondern opportunistisch. Hier hätte die Polizei konkret handeln müssen: Schleusen auf!

    Immer wieder sind Kommentar zur Mitverantwortung von den Besuchern zu lesen. Ich würde nun gerne von einem solchen Mitmeschen eine Erklärung haben wie ee/sie zu soeiner Einschätzung kommt.

    Rationales Verhalten von einem jeden einzellen bei einer Großveranstaltung zu erwarten und dabei alle Möglichen Konsequenzen abzuschätzen ist so herrlich menschenfremd das ich sie fragen muss wie sie dazu kommen hier mit dem finger auf ein paar Personen zu zeigen welche die Tragweite des hinaufkletterns mit sicherheit nicht abschätzen konnten...sagen sie mir nicht das sie da unten stehen geblieben wären wenn da direkt vor ihne eine Treppe ein Gerüst gewesen wäre und es zunehmend enger wird

    Diese Bild würde ich zu gerne sehen.

    Sagen sie mir bitte weiters wie sie stehen gebliegen wären wenn von hinten doch der ein oder andere nachkommt.

    Ich verlange umsichtiges Verhalten von Personen die die Sache im vorhinein planen und sich überlegen können ob folgendes klug ist: Ein und Ausgang über die gleiche Rampe Auf der Rampe eine Sperren einrichten.

    Also wenn die Sauerlands und Schallers das nicht kommen sehen wie dann eine nicht organisierte Menschenmasse. Ist ja ganz was neues das Raver auf einen Masten klettern. Hatten wir in Berlin nie. Naj und Treppen... wozu sind die da? Da braucht man ja nicht mal raver sein. (mir ist bewusst das sie abgesperrt war ABER siehe dazu oben)

    Richtig: jeder verantwortet sein handeln. Man muss es aber auch können! Es gibt Videos auf YouTube, die zeigen, dass der Raum der Rampe völlig zugequetscht war mit Menschen. Da sehe ich keinen Platz für Schieber. Es scheint auch unklar, ob erst geklettert und dann geschoben wurde, oder ob das Klettern eine Flucht aus dem Gedränge war. Ich habe eher letzteres verstanden.

    Ich halte diese Diskussion aber nicht für zielführend. Sie erörtert die Wrkung, nicht die Ursache. Erfahrungsgestützte Bestimmungen verlangen Ausdehnungs-FLÄCHEN zur Krisenbewältigung bei Massenveranstaltungen. Damit verbietet sich in meiner Auffassung die Nutzung eines gemeinsamen Zu- und Abweges in Form zweier Tunnel, die in einer rechtwinklig dazu gelegenen Rampe münden, wo Einströmende nicht um die Ecke sehen können und wo wegen der ebenso fahrlässigen Geländenutzung die Menschenmassen nicht abfließen! Die Sachverständigen wollten das auch nicht genehmigen, die Zuständigen haben sich darüber hinweg gesetzt. Dafür gibt es zahlreiche Belege und Zeugenaussagen und Unmegen von Indizien.

    Wenn wir uns nicht darauf konzentrieren, kommt am Ende wieder einmal die unglückliche Verkettung von Ereignissen heraus, die niemand vorhersehen konnte und für die keiner haftet.

    • karlah
    • 31.07.2010 um 17:54 Uhr

    Dem möchte ich mich gerne anschließen.

    Die Frage, die sich mir noch stellt ist: weshalb hat es um 16:40 Uhr keine Durchsage gegeben, dass die Sperre in der Mitte der Rampe inzwischen aufgehoben wurde und die Leute jetzt wieder über die breite Rampe aufs Gelände strömen können. Es hätte vielleicht Menschenleben retten können.

    Viele Besucher berichten, dass sie mangels Ortskenntnis und mangels Ausschilderung gar keine Ahnung hatten, wohin der Weg auf das eigentliche Festgelände geht, was mutmaßlich den Fokus auf die kleine Treppe noch verstärkt haben mag.

    Eine weitere Folge der Katastrophe von Duisburg:
    auf youtube werden seit Tagen einzelne Besucher ganz gezielt öffentlich als (Mit-)Verursacher der Tragödie angeklagt und öffentlich angeprangert - und das von Usern, die Samstag noch nicht einmal selbst anwesend waren.

    In jeglichen Medien wird ununterbrochen von der Schuld und Verantwortung der Stadtväter und der Organisatoren dermaßen einseitig berichtet, dass es fast schon fanatisch anmutet.

    Daher frag' ich mich, was ist mit der Eigenverantwortung der Teilnehmer. Mich würde mal interessieren, wie viel % von ihnen bereits zu diesem Zeitpunkt unter Alkohol und/oder Drogen-Einfluss stand.

    Niemand wir mir einreden, dass man unter Alkohol- oder Drogeneinfluss nicht wesentlich leichter in Panik gerät oder Ohnmacht fällt.

    Sie schreiben man kann beim betrachten des Videos die Enge und ansteigende Panik spüren, jemand der in Panik verfällt handelt per Definition nicht rational.

    Und jetzt stellen sie sich vor sie stecken mitten in dieser Menschenmasse so eingekeilt dass sie sich kaum bewegen können, der Schweiß tropft ihnen aus allen Poren, und sie bekommen kaum noch Luft, können nicht mehr atmen, Panik steigt in ihnen auf. Plötzlich bekommen sie mit es gibt einen Ausweg, eine Treppe, sie müssen nur hinkommen...Was werden sie wohl tun?
    Im übrigen war die Treppe wohl zunächst gesperrt, und wurde nur zu dem Zweck geöffnet einen Fluchtweg zu schaffen.

    Könne Sie den Link von Youtube nicht mal posten?

    @4: Zitat: "Man sieht eine halbe Stunde vor der Katastrophe ist es zwar voll und heiß, die Leute sind genervt, aber es ist nicht dramatisch."

    Das stimmt.

    Zu dieser Zeit strömten aber immer mehr Besucher aus den Tunneln nach. Und entgegen Ihrer Annahme wurde es nicht deshalb enger, weil ein Teil der Menschen sich Richtung Treppe verdichtete, sondern weil immer mehr Besucher nachströmten. Schauen Sie sich bitte zu dieser Situation nochmals den Kamera-Rundumschwenk im Video 2 zwischen 4:15 und 4:37 (http://www.youtube.com/wa...! ) an.

    Auf anderen Videos ist zu sehen, dass gegen 16:55 der Füllgrad der gesamten Fläche extrem war. Es gab keine Freiräume mehr.

    • Buh
    • 30.07.2010 um 13:37 Uhr

    http://www.youtube.com/wa...

    Hier sieht man, dass die Polizei versucht die Raver wegzubewegen:L Es werden Handzeichen gegeben. Die Raver sind nur motzig und wollen nicht. Klar...sie haben ja auch angst und wollen da weg. Aber wenn sie wüssten dass da vorne leute sterben hättens ei wohl anderes reagiert. Von aher haben natürlich auch die Raver schuld. Aber eine MAsse von Menschen ist eben immer "dumm". sie handelt nicht rational sondern opportunistisch. Hier hätte die Polizei konkret handeln müssen: Schleusen auf!

    Immer wieder sind Kommentar zur Mitverantwortung von den Besuchern zu lesen. Ich würde nun gerne von einem solchen Mitmeschen eine Erklärung haben wie ee/sie zu soeiner Einschätzung kommt.

    Rationales Verhalten von einem jeden einzellen bei einer Großveranstaltung zu erwarten und dabei alle Möglichen Konsequenzen abzuschätzen ist so herrlich menschenfremd das ich sie fragen muss wie sie dazu kommen hier mit dem finger auf ein paar Personen zu zeigen welche die Tragweite des hinaufkletterns mit sicherheit nicht abschätzen konnten...sagen sie mir nicht das sie da unten stehen geblieben wären wenn da direkt vor ihne eine Treppe ein Gerüst gewesen wäre und es zunehmend enger wird

    Diese Bild würde ich zu gerne sehen.

    Sagen sie mir bitte weiters wie sie stehen gebliegen wären wenn von hinten doch der ein oder andere nachkommt.

    Ich verlange umsichtiges Verhalten von Personen die die Sache im vorhinein planen und sich überlegen können ob folgendes klug ist: Ein und Ausgang über die gleiche Rampe Auf der Rampe eine Sperren einrichten.

    Also wenn die Sauerlands und Schallers das nicht kommen sehen wie dann eine nicht organisierte Menschenmasse. Ist ja ganz was neues das Raver auf einen Masten klettern. Hatten wir in Berlin nie. Naj und Treppen... wozu sind die da? Da braucht man ja nicht mal raver sein. (mir ist bewusst das sie abgesperrt war ABER siehe dazu oben)

    Richtig: jeder verantwortet sein handeln. Man muss es aber auch können! Es gibt Videos auf YouTube, die zeigen, dass der Raum der Rampe völlig zugequetscht war mit Menschen. Da sehe ich keinen Platz für Schieber. Es scheint auch unklar, ob erst geklettert und dann geschoben wurde, oder ob das Klettern eine Flucht aus dem Gedränge war. Ich habe eher letzteres verstanden.

    Ich halte diese Diskussion aber nicht für zielführend. Sie erörtert die Wrkung, nicht die Ursache. Erfahrungsgestützte Bestimmungen verlangen Ausdehnungs-FLÄCHEN zur Krisenbewältigung bei Massenveranstaltungen. Damit verbietet sich in meiner Auffassung die Nutzung eines gemeinsamen Zu- und Abweges in Form zweier Tunnel, die in einer rechtwinklig dazu gelegenen Rampe münden, wo Einströmende nicht um die Ecke sehen können und wo wegen der ebenso fahrlässigen Geländenutzung die Menschenmassen nicht abfließen! Die Sachverständigen wollten das auch nicht genehmigen, die Zuständigen haben sich darüber hinweg gesetzt. Dafür gibt es zahlreiche Belege und Zeugenaussagen und Unmegen von Indizien.

    Wenn wir uns nicht darauf konzentrieren, kommt am Ende wieder einmal die unglückliche Verkettung von Ereignissen heraus, die niemand vorhersehen konnte und für die keiner haftet.

    • karlah
    • 31.07.2010 um 17:54 Uhr

    Dem möchte ich mich gerne anschließen.

    Die Frage, die sich mir noch stellt ist: weshalb hat es um 16:40 Uhr keine Durchsage gegeben, dass die Sperre in der Mitte der Rampe inzwischen aufgehoben wurde und die Leute jetzt wieder über die breite Rampe aufs Gelände strömen können. Es hätte vielleicht Menschenleben retten können.

    Viele Besucher berichten, dass sie mangels Ortskenntnis und mangels Ausschilderung gar keine Ahnung hatten, wohin der Weg auf das eigentliche Festgelände geht, was mutmaßlich den Fokus auf die kleine Treppe noch verstärkt haben mag.

    Eine weitere Folge der Katastrophe von Duisburg:
    auf youtube werden seit Tagen einzelne Besucher ganz gezielt öffentlich als (Mit-)Verursacher der Tragödie angeklagt und öffentlich angeprangert - und das von Usern, die Samstag noch nicht einmal selbst anwesend waren.

    In jeglichen Medien wird ununterbrochen von der Schuld und Verantwortung der Stadtväter und der Organisatoren dermaßen einseitig berichtet, dass es fast schon fanatisch anmutet.

    Daher frag' ich mich, was ist mit der Eigenverantwortung der Teilnehmer. Mich würde mal interessieren, wie viel % von ihnen bereits zu diesem Zeitpunkt unter Alkohol und/oder Drogen-Einfluss stand.

    Niemand wir mir einreden, dass man unter Alkohol- oder Drogeneinfluss nicht wesentlich leichter in Panik gerät oder Ohnmacht fällt.

  5. Immer wieder wird hier von Tatsachen gesprochen, die in dieser Form keine sind. Richtig ist, dass für Lopavent Ausnahmen genehmigt wurden. Ob aber diese ursächlich für den tragischen Tod der Menschen war, ist bisher nicht bewiesen. Auch die zur zeit online verfügbaren Videos geben kein einheitliches Bild.
    Unser OB muss dann Verantwortung übernehmen, wenn ihm eine rechtliche Schuld nachgewiesen wird. Eine moralische sehe ich nicht, die haben diejenigen zu tragen, die nach eigenen Aussagen im Vorfeld Sicherheitsbedenken hatten.

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    Nein, der Rücktritt von Sauerland ist längst überfällig. Scheinbar scheinen hier einige mit dem Begriff "Politische Verantwortung" ihr Probleme zu haben.

    Sauerland wusste von Sicherheitsbedenken und hat diese ignoriert. Allein schon für die Lügen er hätte nichts davon gewusst lässt sich ein Rücktritt rechtfertigen.

    Dazu kommen seine ziemlich dummen Reaktionen in den letzen Tagen und unmittelbar nach der Katastrophe.

    Außerdem hatten die meisten die Sicherheitsbedenken hatten kaum Einfluss auf die Planung. Eine moralische Schuld haben die bestimmt nicht.

    Nein, der Rücktritt von Sauerland ist längst überfällig. Scheinbar scheinen hier einige mit dem Begriff "Politische Verantwortung" ihr Probleme zu haben.

    Sauerland wusste von Sicherheitsbedenken und hat diese ignoriert. Allein schon für die Lügen er hätte nichts davon gewusst lässt sich ein Rücktritt rechtfertigen.

    Dazu kommen seine ziemlich dummen Reaktionen in den letzen Tagen und unmittelbar nach der Katastrophe.

    Außerdem hatten die meisten die Sicherheitsbedenken hatten kaum Einfluss auf die Planung. Eine moralische Schuld haben die bestimmt nicht.

  6. .
    käme sehr viel leichter zu Stande, wenn er ähnliche Pensionsansprüche hätte wie Horst Köhler!

    So aber verliert er alles!

    Politisch ist er verantwortlich, aber bei diesen Gesetzen in NRW kämpft er bis zum Umfallen.

    Wie ist das in andseren Bundesländern?

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    Er verliert die Ansprüche aus der Beamtenversorgung und wird stattdessen bei der BFA nachversichert.

    Wie schlecht müssen die Renten sein, wenn jemand wie Sauerland unter solchen Umständen sein Amt klammert.

    Aber sicherlich wird man Sauerland eine goldene Brücke bauen und ihn abwählen, dann behält er seine Luxusversorgung.

    Er verliert die Ansprüche aus der Beamtenversorgung und wird stattdessen bei der BFA nachversichert.

    Wie schlecht müssen die Renten sein, wenn jemand wie Sauerland unter solchen Umständen sein Amt klammert.

    Aber sicherlich wird man Sauerland eine goldene Brücke bauen und ihn abwählen, dann behält er seine Luxusversorgung.

  7. Sie mögen recht haben damit, daß die Medien sich oft verfrüht auf Einzelpersonen "einschießt" oder vorschnell einer vorgefassten Meinung erliegt um die Auflage, Einschaltquote usw. zu steigern.
    In diesem Fall muss man aber feststellen dass Sauerland alleine schon für die offensichtliche Lüge er habe nichts von etweiligen Sicherheitsbedenken im Vorfeld der Loveparade gewusst zurücktreten sollte, ganz abgesehen davon daß er, egal wen in welchem Masse Schuld trifft, hier schon der Anstand gebietet zumindest die politische Verantwortung zu übernehmen und seinen Rücktritt zu erklären.

    Antwort auf "Realitätsflucht"
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    ...denn er wollte ja diese Veranstaltung um jeden Preis zur eigenen Provilierung nach Duisburg holen, und Sauerland hat, wie man ja schon häufig lesen und hören konnte, seinen Verwaltungsapparat ja fast mit der Pistole gedroht, wenn sie diese Veranstaltung verhindern sollten.

    Aber unterschrieben hat er nichts, oder???

    So wie es aussieht hat sich niemand gegen den OB stellen getraut, und deshalb wurde ja auch von niemand eine richtige Aussage und Entscheidung gefällt. Mit Wischiwaschi haben sie deshalb 21 Tote auf sich genommen.
    Mit der Hoffnung, es wird schon gut gehen!

    Deshalb ist für mich der OB der Hauptschuldige, weil er offensichtlich die Losung ausgab, Augen zu und durchwinken, oder...?
    Wer will es sich schon mit seinem OB oder Dienstherrn oder Chef verderben, oder...?

    MfG,
    T.

    ...denn er wollte ja diese Veranstaltung um jeden Preis zur eigenen Provilierung nach Duisburg holen, und Sauerland hat, wie man ja schon häufig lesen und hören konnte, seinen Verwaltungsapparat ja fast mit der Pistole gedroht, wenn sie diese Veranstaltung verhindern sollten.

    Aber unterschrieben hat er nichts, oder???

    So wie es aussieht hat sich niemand gegen den OB stellen getraut, und deshalb wurde ja auch von niemand eine richtige Aussage und Entscheidung gefällt. Mit Wischiwaschi haben sie deshalb 21 Tote auf sich genommen.
    Mit der Hoffnung, es wird schon gut gehen!

    Deshalb ist für mich der OB der Hauptschuldige, weil er offensichtlich die Losung ausgab, Augen zu und durchwinken, oder...?
    Wer will es sich schon mit seinem OB oder Dienstherrn oder Chef verderben, oder...?

    MfG,
    T.

  8. Ich wollte gerade eine Liste erstellen mit Personen/Institutionen, die sich vor, während und nach der Loveparade nicht mit Ruhm bekleckert haben. Diese Liste ist aber schier endlos lang geworden.
    An deren Ende standen aber wieder einmal die Medien.

    Wenn man mal verfolgt, wie lange hier immer wieder neue Berichte mit immer den gleichen Inhalten veröffentlicht werden. Wie sich Pressevertreter an der Hatz nach Verantwortlichen beteiligt, so ist dies ein Armutszeugnis.

    Dieser Artikel reiht sich nahtlos ein. Ein Grossteil besteht daraus, unreflektier die Verlautbarungen der Duisburger Polizei wiedergibt.

    Warum, frage ich mich, hat die Duisburger Polizei überhaupt so ein Mitteilungsbedürfnis? Immerhin hat sie die Ermittlungen an die Kölner Polizei abgegeben, weil sie selbst involviert ist, in die Geschehnisse. Wieso also immer neue Verlautbarungen über vermeintliche Fehler anderer, wo doch die Kölner Polizei ermittelt?

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    Redaktion

    Liebe/r karlmaidrobbe,

    Zu Wort gemeldet haben sich nicht nur die Duisburger Polizei, sondern besonders die Polizeiführung NRWs und das Innenministerium.
    Wir haben von der einen Seite detaillierte Informationen erhalten. Vorbildlich, denn zwar obliegt die juristische Aufklärung dem Staatsanwalt, die Entscheidung über politische Konsequenzen aber leistet die Öffentlichkeit. Insofern ist das Gerede, erst müssten die Ermittlungen abgewartet werden, Blödsinn. Nach dieser Logik muss auch ein eventuelles Gerichtsverfahren abgewartet werden, bevor die Öffentlichkeit sich eine Meinung bilden kann. Selbst, wenn man das nicht gut findet, muss man hinnnehmen: Die Menschen wollen nach so eine Katastrophe schnell viel über den Hergang wissen.
    Wie reagierte nun die Stadt? Sie schweigt und behauptet, sie müsse das aus rechtlichen Gründen tun. Dann aber meldet sie sich wieder mit erratischen und stückhaften Informationen zu Wort. Doch wenn die Stadtverwaltung auf die Bedenken der Polizei eingegangen ist und die Genehmigung für das Event unter Berücksichtigung derer Bedenken erteilt hat: Wieso legt sich dann nicht ihre Sicht der Dinge dar? Es steht zu vermuten, dass Sauerland das schon auf der PK am Sonntag tat: Wir haben alles richtig gemacht.
    Das Problem ist nicht nur, dass dieses Schweigen die Aufklärung behindert und die Menschen allein lässt. Es hinterlässt auch den Eindruck, der Bürgermeister schütze sich oder andere vor der Wahrheit.

    Redaktion

    Liebe/r karlmaidrobbe,

    Zu Wort gemeldet haben sich nicht nur die Duisburger Polizei, sondern besonders die Polizeiführung NRWs und das Innenministerium.
    Wir haben von der einen Seite detaillierte Informationen erhalten. Vorbildlich, denn zwar obliegt die juristische Aufklärung dem Staatsanwalt, die Entscheidung über politische Konsequenzen aber leistet die Öffentlichkeit. Insofern ist das Gerede, erst müssten die Ermittlungen abgewartet werden, Blödsinn. Nach dieser Logik muss auch ein eventuelles Gerichtsverfahren abgewartet werden, bevor die Öffentlichkeit sich eine Meinung bilden kann. Selbst, wenn man das nicht gut findet, muss man hinnnehmen: Die Menschen wollen nach so eine Katastrophe schnell viel über den Hergang wissen.
    Wie reagierte nun die Stadt? Sie schweigt und behauptet, sie müsse das aus rechtlichen Gründen tun. Dann aber meldet sie sich wieder mit erratischen und stückhaften Informationen zu Wort. Doch wenn die Stadtverwaltung auf die Bedenken der Polizei eingegangen ist und die Genehmigung für das Event unter Berücksichtigung derer Bedenken erteilt hat: Wieso legt sich dann nicht ihre Sicht der Dinge dar? Es steht zu vermuten, dass Sauerland das schon auf der PK am Sonntag tat: Wir haben alles richtig gemacht.
    Das Problem ist nicht nur, dass dieses Schweigen die Aufklärung behindert und die Menschen allein lässt. Es hinterlässt auch den Eindruck, der Bürgermeister schütze sich oder andere vor der Wahrheit.

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