Trotz der Todesopfer lief die Loveparade weiter – aus Sicherheitsgründen
© Rolf Vennenbernd/dpa; ZEIT ONLINE
Trotz der Todesopfer lief die Loveparade vorerst – aus Sicherheitsgründen – weiter. Die Veranstalter informierten die Besucher der Parade nicht über das Unglück. Im Norden des Geländes dröhnte die Musik noch aus den Wagen. Die Handynetze waren nach der Massenpanik wegen Überbelastung nicht mehr nutzbar. Erst nach und nach verbreitete sich die Nachricht und rief Entsetzen unter den mehr als eine Million Besuchern hervor.
Noch um 20.30 Uhr berichteten Reporter des Senders WDR von Ravern, die noch nichts von der Katastrophe mitbekommen hatten. Während die Musik noch bis in den späten Abend hinein weiterlief, wurde eine Aftershowparty in Essen am Sonntagmorgen abgesagt. Tausende Besucher, die Stunden nach dem Unglück noch auf der Parade waren, konnten das Gelände inzwischen ohne größere Zwischenfälle verlassen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich geschockt und sagte: "Zum Feiern waren die jungen Menschen gekommen, stattdessen gibt es Tote und Verletzte." Der Präsident der Europäischen Kommission, Manuel Barroso, kondolierte zum Tod so vieler Menschen.
Nordrhein-Westfalens neue Ministerpräsidentin Hannelore Kraft äußerte sich "total betroffen" und sagte, sie fühle mit den Angehörigen der Gestorbenen und sorge sich um die Verletzten. Mit großer Bestürzung hat auch der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger reagiert. "Ich bin entsetzt und traurig, dass Menschen, die unbeschwert feiern wollten, gestorben sind. Mein ganzes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freunden", sagte er.
Auch Bundespräsident Christian Wulff reagierte bestürzt und forderte zugleich eine rückhaltlose Aufklärung der Ursachen. "Eine solche Katastrophe, die während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern Tod, Leid und Schmerz verursacht, ist furchtbar", sagte das Staatsoberhaupt am Samstagabend in Berlin. Vizekanzler Guido Westerwelle bekundete das Mitgefühl der Bundesregierung. "Wir trauern mit den Angehörigen der Verstorbenen, und wir bangen und hoffen mit den Verletzten und ihren Familien", sagte Westerwelle.
Am Sonntag wollen die Veranstalter und die Stadt auf einer schon vorher geplanten Pressekonferenz im Duisburger Rathaus über die Vorgänge berichten. Dabei dürfte die Frage im Vordergrund stehen, ob es richtig war, bei der Erwartung von mehr als einer Million Besuchern und einem Gelände für maximal 250.000 Menschen nur einen Zugang anzubieten, der wiederum nur durch Tunnels erreichbar war. Oberbürgermeister Sauerland sagte bereits: Es "lag nicht am Sicherheitskonzept, das nicht gegriffen hat, sondern wahrscheinlich an individuellen Schwächen."
Die Veranstalter haben eine Infohotline eingerichtet, an die sich besorgte Menschen wenden können: 0203 94000.
- Datum 26.07.2010 - 08:27 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
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aber eine Veranstaltung mit 1.4 Millionen Leute erscheint mir doch ein bisschen zu groß. Nur damit sich Städte und Veranstalter profilieren? Nein danke !
weil die leute bock auf party haben....
weil die leute bock auf party haben....
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....mal eben eine solche riesen Veranstaltung abzubrechen. Da muss auch erst mal Vorsorge getroffen werden, dass es nicht zu weiteren Paniken kommt. Es wäre unverantwortlich jetzt zu schnell zu handeln.
Ansonsten.....sehr traurig. Wünsche den Freunden und Angehörigen die nötige Kraft die sie jetzt brauchen werden.
....mal eben eine solche riesen Veranstaltung abzubrechen. Da muss auch erst mal Vorsorge getroffen werden, dass es nicht zu weiteren Paniken kommt. Es wäre unverantwortlich jetzt zu schnell zu handeln.
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da er aber da steht erinnere ich daran das es auch in Mekka zur Hadsch höchst regelmaessig zu Massenpanik mit wesentlich mehr Toten kommt !
da er aber da steht erinnere ich daran das es auch in Mekka zur Hadsch höchst regelmaessig zu Massenpanik mit wesentlich mehr Toten kommt !
....mal eben eine solche riesen Veranstaltung abzubrechen. Da muss auch erst mal Vorsorge getroffen werden, dass es nicht zu weiteren Paniken kommt. Es wäre unverantwortlich jetzt zu schnell zu handeln.
Ansonsten.....sehr traurig. Wünsche den Freunden und Angehörigen die nötige Kraft die sie jetzt brauchen werden.
Auf einem Live-Album von Rod Steward ist ein "Don´t panic, don´t panic now!" zu hören, bevor er einen Hit singt. Es hatte im Saal angefangen zu brennen und Steward konnte durch sein Weitermachen eine Massenpanik verhindern.
Es ist fürchterlich, was in Duisburg passiert ist, da sollte etwa das gerade laufende sich in´s Licht der Öffentlichkeit Drängen keine Plattform bekommen.
Kai Hamann
Auf einem Live-Album von Rod Steward ist ein "Don´t panic, don´t panic now!" zu hören, bevor er einen Hit singt. Es hatte im Saal angefangen zu brennen und Steward konnte durch sein Weitermachen eine Massenpanik verhindern.
Es ist fürchterlich, was in Duisburg passiert ist, da sollte etwa das gerade laufende sich in´s Licht der Öffentlichkeit Drängen keine Plattform bekommen.
Kai Hamann
Sorry Leute, aber keiner, der hier postet sollte das angesichts von Toten tun!
Bitte etwas mehr Pietät.
Rechthaberei braucht gerade echt Keiner.
Ich hoffe mal, dass die Bilanz nicht noch schlimmer wird.
Junge Menschen werden plötzlich aus dem Leben gerissen. Schrecklich.
Mein Mitgefühl den Angehörigen.
und hoffe, das in Zukunft aus solchen Tragödien etwas gelernt wird.
Nämlich wie soetwas verhindert werden kann. Nicht wie "Veranstaltung X verbieten" sondern wie man bei solchen Veranstaltungen sicherstellen kann, das soetwas nicht passiert.
und hoffe, das in Zukunft aus solchen Tragödien etwas gelernt wird.
Nämlich wie soetwas verhindert werden kann. Nicht wie "Veranstaltung X verbieten" sondern wie man bei solchen Veranstaltungen sicherstellen kann, das soetwas nicht passiert.
muss bei Events dieser Größe immer gerechnet werden. Da hilft die beste Planung nichts.
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Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit argumentativen Beiträgen an der Diskussion. Die Redaktion/cs
Zumal ich nicht die Panik miterleben möchte, die entsteht, wenn der Großteil der Besucher nach Ende der Musik zu den Ausgängen strömt.
man nehme zum beispiel eine komplette, große insel für so eine party.......da wird es dann keine massenpanik geben....und wenn, dann hat man hunderte von meter in jede richtung, in die man auseinanderstoben kann.
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Zumal ich nicht die Panik miterleben möchte, die entsteht, wenn der Großteil der Besucher nach Ende der Musik zu den Ausgängen strömt.
man nehme zum beispiel eine komplette, große insel für so eine party.......da wird es dann keine massenpanik geben....und wenn, dann hat man hunderte von meter in jede richtung, in die man auseinanderstoben kann.
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