Der Druck auf die Stadtverwaltung bleibt bestehen
[M] Ulf Kleczka/dpa/ZEIT ONLINE
Doch diese Pressekonferenz nimmt keineswegs den Druck von der Duisburger Stadtverwaltung. Nach den Einlassungen Wehes bleibt
dem bedrängten Oberbürgermeister Sauerland
kaum noch eine sinnvolle Erklärung, die ihn nicht der Falschaussage oder der gefährlichen Inkompetenz überführt. Dass er nichts von Sicherheitsbedenken vor der Veranstaltung
gewusst habe
, war tagelang das einzige Geräusch, das aus dem abgeschotteten Rathaus drang.
Schon die Enthüllungen der letzten Tage hatten diese Aussage in Zweifel gezogen. So tauchte ein Protokoll auf, das die sicherheitstechnischen Konzessionen und den Druck des Bürgermeisters belegt, die Party gegen alle Zweifel durchzuführen. Schon hieß es im Rathaus relativierend, Bedenken gebe es bei einer solchen Veranstaltung immer – entscheidend sei nur, ob eine Lösung gefunden werde. Das sei ja auch geschehen.
Doch auch diese Abwehrmauer rissen Innenminister und Polizeiinspekteur heute ein: Nicht nur der Veranstalter, sondern auch die Stadt seien von der Polizei vorher auf Sicherheitsbedenken hingewiesen worden. Dass der Polizei erst auf Nachfrage die Erlaubnis und das Lopavent-Sicherheitskonzept von der Stadtverwaltung ausgehändigt worden sei, lässt zudem vermuten, dass die Stadt die polizeilichen Sicherheitsbedenken nicht allzu ernst nahm.
Innenminister Jäger hielt sich in der Bewertung keineswegs zurück. Es sei "unerträglich", wie Stadt und Veranstalter versuchten, die Verantwortung von sich zu schieben. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei stelle er sich anders vor. Auf welcher Grundlage Duisburg eigentlich die Loveparade genehmigt habe? Das, so Jäger, müsse die Stadt erklären.
Deutliche Worte also nach Tagen des Schweigens. Eine Frage aber wurde freilich auf der Pressekonferenz von Innenminister und Polizeiinspekteur nicht beantwortet: Ob auch die Polizei an jenem Samstagnachmittag Fehler gemacht hatte.
- Datum 28.07.2010 - 21:02 Uhr
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Das hätte allein aus der Diskrepanz Platz für
Maximal 250.000 Menschen auf dem Veranstaltungsgelände
und
dem Wissen das auf allen Loveparades der letzten Jahre
immer mindestens EINE Million Menschen waren niemals
genehmigt werden dürfen...
Daher auch der Verzicht auf weitere Loveparades! Das schlechte Gewissen... Wie sieht es eigentlich mit der Finanzierung der Parade aus? Wer bezahlt Lopavent? Was nehmen die so ein? Mit 7,5 Mio Versicherungssumme auch noch unterversichert ...
sind immer noch nicht in Untersuchungshaft trotz erheblicher Verdunklungs- und beim Veranstalter auch Fluchtgefahr...
Auch dieses ist Unbegreiflich
Unsereins hätte längst in U-Haft gesessen!
Unsereins hätte längst in U-Haft gesessen!
Das Problem an dieser Sache ist doch, dass es hier um die Schuld Einzelner am Tod von deutschen, jungen Menschen geht und das hat echte, ernsthafte Konsequenzen.
Politiker und auch Wirtschaftsführer übernehmen immer nur dann Verantwortung, wenn keine "echten" Konsequenzen zu fürchten sind. So lange die Pension oder sogar der Weiterbezug der Diäten oder sonstiger Bezüge gesichert ist, findet sich immer einer, der die sogenannte "politische" Verantwortung übernimmt.
Aber hier geht's um Knast, um Streichung aller Altersansprüche und um unehrenhafte Entlassung. Da wird schon mal gerne übersehen, dass es auch um die Opfer geht.
Pfui Teufel!!!!
Das Bild sehe ich deutlich vor mir: Herr Oberbürgermeister Adolf Sauerland, umgeben von einigen jungen, karriereorientierten Verwaltungsmitarbeitern, welcher am Innenhafen in der Mittagszeit ein italienisches Lokal betritt.
Ja, er hat die Loveparade nach Duisburg gebracht.
Und, war der Gedanke nicht für jeden Duisburger schön, dass eine solche Veranstaltung in unsere Stadt kommt? Duisburg steht seit jeher eher für Begriffe wie Zechensterben, Schimanski-Mentalität, Ausländerproblematik und Arbeitslosigkeit. Ein Ort, der in Sachen Lebensqualität ziemlich unten auf der Liste Deutscher Städte rangiert, so dass in den letzten Jahren auch die Einwohnerzahlen die Grenze von 500.000 unterschritten und zwischenzeitlich bei 490.000 angelangt sind, Tendenz sinkend.
Und da kam da jemand aus dem Volk und wurde Bürgermeister, jemand, den man sehen konnte, wenn man aufpasste. Der auf Betriebsfeiern öffentlicher und privater Unternehmen ein Glas Bier mittrank, der die "Sprache der Duisburger" sprach. Er lebte hier inmitten der Menschen, die er als Oberbürgermeister repräsentiert. Seine Vorgängerin hat man kaum zu Gesicht bekommen, so gab es beispielsweise einen Tornado im Jahr 2004 in der Stadt, und niemand aus der Verwaltung kam, um den Betroffenen sein Mitgefühl auszudrücken. Solche Situationen meisterte Herr Sauerland ganz anders, er nahm die Pflichten eines Oberbürgermeisters ernst. So haben die Duisburger sich sehr gefreut über die Eröffnung des neuen Forums in Duisburg.
So haben die Duisburger sich sehr gefreut, als die World-Games 2005, die Eröffnung des neuen Forums Duisburg oder die Bauarbeiten am Innenhafen voranschritten. Herr Sauerland hat dann die Wahl 2009 zum Oberbürgermeister deutlich gewonnen, und weiterhin hat er das getan, was die Bürger der Stadt gerne mochten und auch erwarteten: Er hat die Stadt ordentlich repräsentiert und neue Möglichkeiten aufgezeigt, die schließlich in der Loveprarade gipfelten, einem Weltevent, welches sonst in Millionenstädten stattfindet. Dafür gab es das Lob der örtlichen Presse, es gab zu Aufmerksamkeit in einer Stadt, welche bisher eher aufgrund von Mafia-Morden und Rocker-Kriegen in den Medien erwähnt worden ist. Die Welt sah zu Duisburg, und es war wohl auch der Höhepunkt seiner Karriere. Natürlich waren auch die meisten Duisburger ein wenig stolz, kaum jemand dachte darüber nach, welche Massen an Menschen man eigentlich in die Stadt locken würde. Als dann die Katastrophe ihren Lauf nahm, wurde der Oberbürgermeister schnell fallen gelassen. Sogar seine Familie muss sich verstecken. Das hat er nicht verdient, denn auch die Bürger und die Medien haben diese Loveparade gewollt und sicherlich Druck ausgeübt.
Das hässliche kleine Entlein Duisburg hat die Entwicklung zum Schwan nicht geschafft.
Der Versuch, das zu ändern, sollte nicht dazu führen, jemandes Familie und Leben zu bedrohen, auch, wenn das Ende derart tragisch und die Planung vermutlich diletantisch war. Es war sicher so nicht gewollt.
OB Sauerland, wenn die Polizei und alle sagen, Junge das klappt nicht, spielt er den Röhrich und meint das klappt doch.
Sorry was sind die World Games?
Das sind Sportveranstaltungen von nicht olympischen Sportarten, die interessieren nur ein Randpublikum, was nichts Schlestes ist.
Die werden aber nicht als Hype-Marke wie die LP.
[...]
Remonstrationen eiiger Dezernenten hat es ja wohl auch gegeben und die hat er auch abgezeichnet.
Somit hat er am Ende die Sache alleine entschieden und somit hat er sich auch dafür zu verantworten.
Verzichten Sie auf geschmacklose Aussagen. Die Redaktion / mh
So haben die Duisburger sich sehr gefreut, als die World-Games 2005, die Eröffnung des neuen Forums Duisburg oder die Bauarbeiten am Innenhafen voranschritten. Herr Sauerland hat dann die Wahl 2009 zum Oberbürgermeister deutlich gewonnen, und weiterhin hat er das getan, was die Bürger der Stadt gerne mochten und auch erwarteten: Er hat die Stadt ordentlich repräsentiert und neue Möglichkeiten aufgezeigt, die schließlich in der Loveprarade gipfelten, einem Weltevent, welches sonst in Millionenstädten stattfindet. Dafür gab es das Lob der örtlichen Presse, es gab zu Aufmerksamkeit in einer Stadt, welche bisher eher aufgrund von Mafia-Morden und Rocker-Kriegen in den Medien erwähnt worden ist. Die Welt sah zu Duisburg, und es war wohl auch der Höhepunkt seiner Karriere. Natürlich waren auch die meisten Duisburger ein wenig stolz, kaum jemand dachte darüber nach, welche Massen an Menschen man eigentlich in die Stadt locken würde. Als dann die Katastrophe ihren Lauf nahm, wurde der Oberbürgermeister schnell fallen gelassen. Sogar seine Familie muss sich verstecken. Das hat er nicht verdient, denn auch die Bürger und die Medien haben diese Loveparade gewollt und sicherlich Druck ausgeübt.
Das hässliche kleine Entlein Duisburg hat die Entwicklung zum Schwan nicht geschafft.
Der Versuch, das zu ändern, sollte nicht dazu führen, jemandes Familie und Leben zu bedrohen, auch, wenn das Ende derart tragisch und die Planung vermutlich diletantisch war. Es war sicher so nicht gewollt.
OB Sauerland, wenn die Polizei und alle sagen, Junge das klappt nicht, spielt er den Röhrich und meint das klappt doch.
Sorry was sind die World Games?
Das sind Sportveranstaltungen von nicht olympischen Sportarten, die interessieren nur ein Randpublikum, was nichts Schlestes ist.
Die werden aber nicht als Hype-Marke wie die LP.
[...]
Remonstrationen eiiger Dezernenten hat es ja wohl auch gegeben und die hat er auch abgezeichnet.
Somit hat er am Ende die Sache alleine entschieden und somit hat er sich auch dafür zu verantworten.
Verzichten Sie auf geschmacklose Aussagen. Die Redaktion / mh
Gesetzliche Grundlage: Versammlungsstätten-Verordnung
Folgende Behörden müssen ausdrücklich ihre Zustimmung geben:
wie die Feuerwehr / Leiter, Uwe Zimmermann
das Ordnungsamt / Ordnungsdezernent, Wolfgang Rabe
und die Bauaufsicht /Leiter Baudezernats, Jürgen Dressler
Sressler hat ja wohl eine Remonstration geschrieben, die auch gelsen wurde.
Dann hat sein Chef der OB entschieden.
Sressler hat ja wohl eine Remonstration geschrieben, die auch gelsen wurde.
Dann hat sein Chef der OB entschieden.
To just point at the organizer is idiocy.
A license was given for the event, this means that insofar the organizer acted within the license (e.g the single entry tunnel approval) the responsibility lies with the council who issued the license.
If the police made objections, well these are made all the time(!). It s a way of covering their back in situations as this one Did the police object to the license being issued unconditionally and unreservedly? That is the real question.
Did the council actively check that the license was enforced and properly executed by the organizer? Why was then no action taken at 1200 if the doors were still closed? Why was no action taken by the police or the council when it turned out some entry lanes were closed due to security staff shortages. Why did the police allow the grounds to be closed prior to closing off the tunnel?
BvH
Former member of the ILMC Safety Panel
and VERY humble former crowd management provider
only for 250.000 people. If the organizer was not willing to accept this requirement, he just should have cancelled this event ... it wouldn't have been the first time.
Legally, it is not the city of Duisburg but the organiser, who is fully responsible for what has happened. Duisburg will always point to the organiser, saying that those guys ignored several of their security requirements.
... all parties you mentionend were only interested in issuing/getting that piece of paper (license) and didn't give a shit about the content. That's German bureaucracy.
only for 250.000 people. If the organizer was not willing to accept this requirement, he just should have cancelled this event ... it wouldn't have been the first time.
Legally, it is not the city of Duisburg but the organiser, who is fully responsible for what has happened. Duisburg will always point to the organiser, saying that those guys ignored several of their security requirements.
... all parties you mentionend were only interested in issuing/getting that piece of paper (license) and didn't give a shit about the content. That's German bureaucracy.
Usually all holes in the cheese have to line up to create a catastrophe. This time they did, often we just get away with it. The pain is with the families of the victims, but as much with the bystanders, with the police men and fire brigade and ambulance service on the ground, with the volunteers, this disaster is much, much greater than 21 families....
It is far too simple to single out the organizer. Alongside him no doubt governmental institutions will have to take some blame. For now I cannot say I am impressed with their ethic behavior. Perhaps the German society is still too much conformist towards people in authority? I hope not...
BvH
Morally also, all those so called "crowd managers", who bear titles as specialists or professor and who have studied car movements but comprehend little or nothing of youth culture should take some blame...... the tunnel was OK as a single entry for 300.000 ravers or more???
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