Duisburg Ein Rathaus ruiniert seinen Ruf
Der Umgang der Stadt Duisburg mit der Loveparade bleibt chaotisch, die Krisen-PR mangelhaft: Fragen bleiben ohne Antwort, Statements sind bizarr.
"Könnte ich doch nur in einem Zoo arbeiten", seufzt ein Mitarbeiter der Duisburger Stadtverwaltung einige Tage nach der Loveparade-Katastrophe . "Dann würde ich mich mit neugeborenen Koalabären befassen und nicht diesem Chaos hier."
Das Rathaus ist in diesen Tagen ein mysteriöser Ort . Der Bürgermeister und seine engsten Mitarbeiter haben sich nach der Loveparade fast komplett eingemauert, es herrscht eine umfassende Nachrichtensperre. Man wolle die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abwarten, heißt es. Das geht so weit, dass die Pressesprecherin selbst die Antwort auf die einfache Frage verweigern muss, wo genau die Grenze des Veranstaltungsgeländes verlaufen sei, auf dem es zum Unglück mit 21 Toten kam.
Äußern sich Bürgermeister oder hohe Dezernenten doch einmal, wird es schnell konfus. Polizei und Innenministerium hatten öffentlich die sicherheitstechnischen Verfehlungen des Loveparade-Veranstalters Lopavent auf der Zugangsrampe und im Tunnelbereich beschrieben.

Um die Karte des Geländes zu vergrößern, klicken Sie bitte hier
Einen Tag später behauptet der für die Genehmigung der Veranstaltung zuständige städtische Baudezernent Jürgen Dressler, nicht Lopavent, sondern die Polizei sei zuständig für die Sicherheit im Tunnel gewesen. Der Grund: Der Tunnel gehöre nicht zum Veranstaltungsgelände. Eine Behauptung, die lächerlich leicht zu widerlegen ist – und die das Innenministerium und die Polizei der Lüge bezichtigt. Warum tut er das? Die Stadt gibt keine Antwort.
Dresslers Chef, Oberbürgermeister Adolf Sauerland , lässt seit Tagen verbreiten, er habe nie etwas von Sicherheitsbedenken gehört. Und er trete nicht zurück, weil er seine Mitarbeiter vor medialen Attacken schützen wolle. Und während sich verdichtet, dass die Sicherheitsbehörden die Stadt sehr wohl vor den Risiken der Zugangsregelungen warnten, gibt Sauerland via Bild bekannt, er habe die Genehmigung nicht unterschrieben – dafür sei er auch überhaupt nicht zuständig.
Die nahe liegende Schlussfolgerung: Seine Beamten müssen ihm Informationen vorenthalten haben. Und weiterer Schluss: Er trage keine Verantwortung dafür, was unter ihm geschehe.
Im Rathaus hat man ihm das übel genommen. "Wie kann jemand, der bei Sinn und Verstand ist, ein solches Interview geben?", fragt eine Rathausangestellte, die anonym bleiben will. Auf den Fluren herrsche "Fassungslosigkeit".
Was jetzt aus dem Duisburger Polizeibeirat sickert , lässt zusätzlich an der Kompetenz derer zweifeln, die sich gegenseitig die Verantwortung für die Katastrophe zuschieben. Eine Steuerungsgruppe, die vier Arbeitsgruppen koordinieren sollte, zusammengesetzt aus Sicherheitsbehörden, Stadtverwaltung und Veranstalter, hat nach Kenntnis der Polizei nie getagt. Zudem sei die Veranstaltungsgenehmigung, die die Stadt erteilte, viel zu spät bei der Polizei eingetroffen – nämlich am Tag der Loveparade. Das Schreiben habe nur aus zwei Zetteln bestanden – jedes Straßenfest erhalte eine mindestens 15-seitige Genehmigung, heißt es in Polizeikreisen. Eine Stellungnahme aus dem Rathaus dazu war vorerst nicht zu erhalten.
- Datum 30.07.2010 - 12:46 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 53
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Wer sich ein eigenes unabhängiges Bild machen möchte sei diese Augenzeugen Videodokumentation angeraten. 35 Minuten die Betroffen machen.
http://www.crankworld.de/...
Die „Polizei-Kette“ „ohne Fahrzeugeinsatz“ auf der Rampe.
http://www.spiegel.de/fot...
Sie wären mit HartzIV auch ein ganz normaler Duisburger. Ist das so schlimm?
Oder treten sie wirklich erst zurück, wenn das nicht automatisch hieße das sie ihre Beamtenpension verlieren ?
Jetzt ist übrigens auch geklärt wie man gewählte Amtsträger bei der Stange hält, Rücktritt nur über verlust der Pension und des Beamtenstatus.
Verzichten Sie auf Spekulationen und Anschuldigungen. Die Redaktion / mh
@4: Bevor Sie sich hier in dieser Art und Weise äußern, sollten Sie sich erstmal informieren.
- Die Polizei Duisburg hat die Ermittlungen an die Polizei Köln abgegeben
- und warum auf den Verantwortlichen dieses Mal ein nie dagewesener Öffentlichkeitsdruck lastet, liegt zum ersten Mal am Internet - Schauen Sie doch einfach selbst:
http://www.crankworld.de/...
(Vorsicht, nichts für schwache Nerven - Augenzeugen-Video der entscheidenden 25 Minuten)
@4: Bevor Sie sich hier in dieser Art und Weise äußern, sollten Sie sich erstmal informieren.
- Die Polizei Duisburg hat die Ermittlungen an die Polizei Köln abgegeben
- und warum auf den Verantwortlichen dieses Mal ein nie dagewesener Öffentlichkeitsdruck lastet, liegt zum ersten Mal am Internet - Schauen Sie doch einfach selbst:
http://www.crankworld.de/...
(Vorsicht, nichts für schwache Nerven - Augenzeugen-Video der entscheidenden 25 Minuten)
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf pietätlose Kommentare. Danke. Die Redaktion/ew]
@5: Entweder leiden Sie an Wahrnehmungsstörungen oder haben Videos gesehen, die nicht die entscheidenden Minuten zeigen.
Es stimmt, dass Teilnehmer klettern, die Frage ist nur, warum sie das tun.
Wenn Sie die Wahrheit wirklich sehen wollen, dann schauen Sie die Videos auf http://www.crankworld.de/...
Und erst wenn Sie diese gesehen haben, sollten Sie sich hier wieder äußern. Glauben Sie mir... sie werden ihre Meinung überdenken.
@5 Wenn ich so etwas lese läuft es mir kalt den Rücken herunter. Auf dem oben genannten Videos ist klar zu sehen, was passiert ist. Und ich habe mich fast schon gewundert wie lange die Leute bei der Enge ruhig geblieben sind.
Und da Sie wohl auch nicht dabei poste ich einfach nochmal genau das, was ich bereits an anderer Stelle schrieb:
Ich glaube, dass die Gründe für die Katastrophe unmittelbar während der Veranstaltung zu finden sind:
An der Stelle, an dem das Gelände dicht gemacht wurde, war man als Besucher schon längst durch die Eingangsschleusen hindurch. De Facto war man also schon auf dem Gelände der Loveparade. Es ist für mich völlig unverständlich, wie man den Zugang HINTER den Eingangsschleusen versperrt, und nicht die Eingangschleusen selbst. Wenn man als Besucher nun schon zwei Stunden oder noch länger vor den Schleusen stand, dann denkt dass man es endlich geschafft hat, nur um 10 Minuten später festzustellen, das man wieder eine unbestimmte Zeit warten muss obwohl man die Parade schon fast sehen kann, ist völlig klar, das in kürzester Zeit eine gereizte und damit gefährlich Stimmung entsteht. Dieses "Absperrverhalten" ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe gewesen, warum es zum gefährlichen Gedränge kam.
Und nur nebenbei: Wir mussten bereits um 12 Uhr mittags über eine Stunde an den Eingangsschleusen anstehen und dachten schon daran, wie dass wohl am Nachmittag ablaufen soll.
@5: Entweder leiden Sie an Wahrnehmungsstörungen oder haben Videos gesehen, die nicht die entscheidenden Minuten zeigen.
Es stimmt, dass Teilnehmer klettern, die Frage ist nur, warum sie das tun.
Wenn Sie die Wahrheit wirklich sehen wollen, dann schauen Sie die Videos auf http://www.crankworld.de/...
Und erst wenn Sie diese gesehen haben, sollten Sie sich hier wieder äußern. Glauben Sie mir... sie werden ihre Meinung überdenken.
@5 Wenn ich so etwas lese läuft es mir kalt den Rücken herunter. Auf dem oben genannten Videos ist klar zu sehen, was passiert ist. Und ich habe mich fast schon gewundert wie lange die Leute bei der Enge ruhig geblieben sind.
Und da Sie wohl auch nicht dabei poste ich einfach nochmal genau das, was ich bereits an anderer Stelle schrieb:
Ich glaube, dass die Gründe für die Katastrophe unmittelbar während der Veranstaltung zu finden sind:
An der Stelle, an dem das Gelände dicht gemacht wurde, war man als Besucher schon längst durch die Eingangsschleusen hindurch. De Facto war man also schon auf dem Gelände der Loveparade. Es ist für mich völlig unverständlich, wie man den Zugang HINTER den Eingangsschleusen versperrt, und nicht die Eingangschleusen selbst. Wenn man als Besucher nun schon zwei Stunden oder noch länger vor den Schleusen stand, dann denkt dass man es endlich geschafft hat, nur um 10 Minuten später festzustellen, das man wieder eine unbestimmte Zeit warten muss obwohl man die Parade schon fast sehen kann, ist völlig klar, das in kürzester Zeit eine gereizte und damit gefährlich Stimmung entsteht. Dieses "Absperrverhalten" ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe gewesen, warum es zum gefährlichen Gedränge kam.
Und nur nebenbei: Wir mussten bereits um 12 Uhr mittags über eine Stunde an den Eingangsschleusen anstehen und dachten schon daran, wie dass wohl am Nachmittag ablaufen soll.
@4: Bevor Sie sich hier in dieser Art und Weise äußern, sollten Sie sich erstmal informieren.
- Die Polizei Duisburg hat die Ermittlungen an die Polizei Köln abgegeben
- und warum auf den Verantwortlichen dieses Mal ein nie dagewesener Öffentlichkeitsdruck lastet, liegt zum ersten Mal am Internet - Schauen Sie doch einfach selbst:
http://www.crankworld.de/...
(Vorsicht, nichts für schwache Nerven - Augenzeugen-Video der entscheidenden 25 Minuten)
...zeigt überforderte und inkompetente Ordnungskräfte/Pokizisten die es nicht schaffen die leute schnell die Treppe hochzulotsen. Sondern sogar noch erlauben, dsas die da rumstehen und Posen. anstatt da alle, so wie am anfang teilweise geschehen, nach oben zu bringen, nimmt man einzelne Menschen und zeiht sie zeitaufwendig über das Treppengeländer. Man hätte wie zu beginn des Ansturms weiter alle leute nach einander nach oben bringen können und nicht rumzustehen und einzelne hochziehen, dann wäöre das ganze nicht so kathastrophal egwesen. Ausserdem hötte man dringend per Funk ein Megafon bestellen sollen, um den Massen ruhig zuzusprechen und sie zum locker weren zu animieren. Etwas weiter ovn der Treppe weg war as Gedränge nicht so schlimm, man hätte also zurückgehen können.
Ich sehe den Fehler also darin, dass dsa Gelände zu überfüllt war. Warum war es überfüllt? War das Gelände ungeeignet (Schuldige: gesamter Verwaltungappart) wurden die Menschen falsch abgeriegel/abgesperr: Schuld Polizisten.
Bei der fraglichen Treppe jedenfalls verhalten sich die Polizisten meiner Laienmeinung nach falsch.
...zeigt überforderte und inkompetente Ordnungskräfte/Pokizisten die es nicht schaffen die leute schnell die Treppe hochzulotsen. Sondern sogar noch erlauben, dsas die da rumstehen und Posen. anstatt da alle, so wie am anfang teilweise geschehen, nach oben zu bringen, nimmt man einzelne Menschen und zeiht sie zeitaufwendig über das Treppengeländer. Man hätte wie zu beginn des Ansturms weiter alle leute nach einander nach oben bringen können und nicht rumzustehen und einzelne hochziehen, dann wäöre das ganze nicht so kathastrophal egwesen. Ausserdem hötte man dringend per Funk ein Megafon bestellen sollen, um den Massen ruhig zuzusprechen und sie zum locker weren zu animieren. Etwas weiter ovn der Treppe weg war as Gedränge nicht so schlimm, man hätte also zurückgehen können.
Ich sehe den Fehler also darin, dass dsa Gelände zu überfüllt war. Warum war es überfüllt? War das Gelände ungeeignet (Schuldige: gesamter Verwaltungappart) wurden die Menschen falsch abgeriegel/abgesperr: Schuld Polizisten.
Bei der fraglichen Treppe jedenfalls verhalten sich die Polizisten meiner Laienmeinung nach falsch.
@5: Entweder leiden Sie an Wahrnehmungsstörungen oder haben Videos gesehen, die nicht die entscheidenden Minuten zeigen.
Es stimmt, dass Teilnehmer klettern, die Frage ist nur, warum sie das tun.
Wenn Sie die Wahrheit wirklich sehen wollen, dann schauen Sie die Videos auf http://www.crankworld.de/...
Und erst wenn Sie diese gesehen haben, sollten Sie sich hier wieder äußern. Glauben Sie mir... sie werden ihre Meinung überdenken.
weil jedes Dorf organisiert sein Fest besser als es dort mit der LP der Fall war. Ich lebe in Würzburg - da gibts das grösste Afrikafestival Europas - ich besuche es zwar schon längst nicht mehr weil zu kommerziell und Volksfestcharakter - aber die Organisation ist ebenso gut wie bei dem auf dem gleichen Gelände stattfindenem U&D Festival am Main - bei Überfüllung wird erstmal geschlossen bis andere wieder gehen und es gibt regulierte Ausgänge - wieso man dies in Duisburg nicht machte ist mir ein Rätsel- die Behörden scheinen sich vorher wirklich nicht richtig abgesprochen zu haben - ausserdem ist die Genehmigung erst am Veranstaltungstag doch wirklich eine Lachnummer - kein Wunder daß die Polizei - Feuerwehr - Notdienste sicherlich ganz schön frustriert waren -
[...]
Verzichten Sie auf geschmacklose Kommentare. Die Redaktion / mh
Ein Rathaus ruiniert den Ruf einer ganzen Region, pardon, "Metropole".
Duisdorf gibt es übrigens, ist aber ein Stadtteil von Bonn.
-Zensur ist Repression-
Ein Rathaus ruiniert den Ruf einer ganzen Region, pardon, "Metropole".
Duisdorf gibt es übrigens, ist aber ein Stadtteil von Bonn.
-Zensur ist Repression-
@5 Wenn ich so etwas lese läuft es mir kalt den Rücken herunter. Auf dem oben genannten Videos ist klar zu sehen, was passiert ist. Und ich habe mich fast schon gewundert wie lange die Leute bei der Enge ruhig geblieben sind.
Und da Sie wohl auch nicht dabei poste ich einfach nochmal genau das, was ich bereits an anderer Stelle schrieb:
Ich glaube, dass die Gründe für die Katastrophe unmittelbar während der Veranstaltung zu finden sind:
An der Stelle, an dem das Gelände dicht gemacht wurde, war man als Besucher schon längst durch die Eingangsschleusen hindurch. De Facto war man also schon auf dem Gelände der Loveparade. Es ist für mich völlig unverständlich, wie man den Zugang HINTER den Eingangsschleusen versperrt, und nicht die Eingangschleusen selbst. Wenn man als Besucher nun schon zwei Stunden oder noch länger vor den Schleusen stand, dann denkt dass man es endlich geschafft hat, nur um 10 Minuten später festzustellen, das man wieder eine unbestimmte Zeit warten muss obwohl man die Parade schon fast sehen kann, ist völlig klar, das in kürzester Zeit eine gereizte und damit gefährlich Stimmung entsteht. Dieses "Absperrverhalten" ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe gewesen, warum es zum gefährlichen Gedränge kam.
Und nur nebenbei: Wir mussten bereits um 12 Uhr mittags über eine Stunde an den Eingangsschleusen anstehen und dachten schon daran, wie dass wohl am Nachmittag ablaufen soll.
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