Loveparade-Unglück Warum scheiterte das Sicherheitskonzept?
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Augenzeugen berichten von Sicherheitsmängeln

Der Organisator der Loveparade, Rainer Schaller, verkündete das "Aus" der Technoparade. "Worte reichen nicht aus, um das Maß meiner Erschütterung zu erklären", sagte er. "Mir ist alles daran gelegen, die Geschehnisse vollständig aufzuklären." Die Technoparty, die vor 21 Jahren in Berlin zum ersten Mal veranstaltet wurde, findet damit auch nicht wie geplant im kommenden Jahr in Gelsenkirchen statt.

Fast hätte auch die Loveparade im Kulturstadtjahr "Ruhr 2010" in Duisburg nicht stattgefunden, weil der hoch verschuldeten Stadt Geld für Sonderbusse, Absperrungen und andere Sicherheitsmaßnahmen fehlten. Auch die Tauglichkeit des lange brachliegenden, abgeschlossenen Geländes zwischen einer Autobahn und Bahngleisen war lange vorher von Experten angezweifelt worden.


Karl-Lehr-Straße, Duisburg auf einer größeren Karte anzeigen

Kritikpunkt vieler Augenzeugen war stets das Sicherheitskonzept und die Organisation der Massenparty. Tausende Menschen hatten sich in einem Tunnel zum Gelände gestaut. Die Polizei war mit mehr als 4000 Kräften im Einsatz.

Hilfe für Betroffene

Die Polizei hat eine Hotline unter der Telefonnummer 0203/94 000 für Angehörige von Opfern und Vermissten geschaltet.

Unter der Telefonnummer 0201/82 98 091 wird Menschen Hilfe angeboten, die aufgrund ihrer schockierenden Erlebnisse am Samstag ein persönliches Betreuungsangebot in Anspruch nehmen möchten.

Die Helfer sind auch unter der E-Mail-Adresse Betreuungsangebot.Loveparade@polizei.nrw.de zu erreichen.

Der Leiter der Duisburger Krisenstabs, Wolfgang Rabe, erklärte, er habe am Sonntagmorgen alle seine Unterlagen der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Vor der Presse wollte er wegen der bereits begonnenen Ermittlungen keine weiteren Aussagen machen. Er sagte, der Veranstaltungsplatz auf dem alten Güterbahnhof könne grundsätzlich bis zu 300.000 Menschen aufnehmen. Er sei zum Zeitpunkt des Unglücks nicht vollständig gefüllt gewesen.

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) warnte vor voreiligen Schuldzuweisungen. Die Staatsanwaltschaft müsse ermitteln, den Behörden seien Akten dazu übergeben worden.
 

 
Leser-Kommentare
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    nach dem Bericht max. für 300.000 Menschen, obwohl mit mehr als 1 Mio gerechnet wurde und noch mehr wohl da waren. Keine Ausweichflächen...

    Wie eine Mausefalle.

    nach dem Bericht max. für 300.000 Menschen, obwohl mit mehr als 1 Mio gerechnet wurde und noch mehr wohl da waren. Keine Ausweichflächen...

    Wie eine Mausefalle.

    • oppeln
    • 25.07.2010 um 14:47 Uhr

    Vermeiden Sie geschmacklose Aussagen. Die Redaktion / mh

  2. nach dem Bericht max. für 300.000 Menschen, obwohl mit mehr als 1 Mio gerechnet wurde und noch mehr wohl da waren. Keine Ausweichflächen...

    Wie eine Mausefalle.

    Antwort auf "Warum?"
  3. als mit diesen beiden Bildern - auch wenn es nicht maßstabsgerecht sein dürfte.

    Aber es zeigte die Flaschenhals-Problematik sehr klar. Wenn der Propfen stockt - zumal er offenichtlich an der falschen Seite hinter dem Tunnel am Aufgang zum Gelände reguliert wurde, statt vorne am Eingang, sind die Probleme vorprogrammiert.

    Falsche Stadt, falscher Veranstaltungsort und unzureichendes (Sicherheits-)Konzept.

  4. Das ist ja unglaublich, dass sich hier der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt in dieser Form zu Wort meldet. Die Polizei und ihre Einsatzleitung haben die Situation völlig falsch eingeschätzt und wie die Videos auf z. B. YouTube zeigen sich durch große Untätigkeit im Vorfeld der Panik ausgezeichnet. Wenn Herr Wendt aus der Entfernung jetzt der Polizei einen Freibrief ausstellt und jede Verantwortung oder Fehlverhalten der Polizei ausschließt, ist dies eine Verhöhnung der Opfer und an Pietätlosigkeit nicht zu überbieten. Herr Wendt hat scheinbar staatsbürgerliche Defizite und kennt das Prinzip der Gewaltenteilung nicht. Nicht die Polizei entscheidet über Recht und Unrecht, sondern die Justiz. Da sollte Herr Wendt in Respekt vor den Opfern den Mund halten. Der Mann muss sofort zurücktreten.

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    • Anonym
    • 26.07.2010 um 8:23 Uhr

    leider ist die Polizeit in Deutschland eine Institution, die sich wähnt, einen Freibrief zu haben, was ihr Verhalten angeht. Egal was passiert, wenn Menschen von der Polizei verprügelt oder beleidigt werden oder die Polizei sich sonstiges klares, vorsätzliches Fehlverhalten bis hin zu Straftaten leistet: Die Polizei wird dafür im Prinzip nie verurteilt, nie bestraft. Man lässt sie machen und schützt sie höchstens. Oder sie schützt sich selber, indem sie manipuliert, täuscht und vertuscht. Und wenn dann doch mal jemand angeklagt wird, dann eher die verprügelten Opfer der Polizei. Oder man droht ihnen mit einem strafrechtlichen Prozess, damit sie den Mund halten, die Füße still und nichts davon sagen, dass Polizist X ihnen aus einer Laune heraus die Nase gebrochen hat.

    Die Polizeit Deutschlands hat da scheinbar eine gewisse Immunität, die sie auch selbst durchsetzt. Offenbar wird es aber auch bis in die höchsten Kreise unterstützt oder geduldet. Von daher ist eine Verhöhnung der Opfer relativ normal in Deutschland.

    Die Vertuschungsaktion der Polizei fängt auch bereits an:

    "Nach Informationen von Spiegel Online hat eine Dienststelle der Bundespolizei sämtliche Unterlagen zur Loveparade von den Computern gelöscht."
    (http://www.zeit.de/gesell...)

    • Anonym
    • 26.07.2010 um 8:23 Uhr

    leider ist die Polizeit in Deutschland eine Institution, die sich wähnt, einen Freibrief zu haben, was ihr Verhalten angeht. Egal was passiert, wenn Menschen von der Polizei verprügelt oder beleidigt werden oder die Polizei sich sonstiges klares, vorsätzliches Fehlverhalten bis hin zu Straftaten leistet: Die Polizei wird dafür im Prinzip nie verurteilt, nie bestraft. Man lässt sie machen und schützt sie höchstens. Oder sie schützt sich selber, indem sie manipuliert, täuscht und vertuscht. Und wenn dann doch mal jemand angeklagt wird, dann eher die verprügelten Opfer der Polizei. Oder man droht ihnen mit einem strafrechtlichen Prozess, damit sie den Mund halten, die Füße still und nichts davon sagen, dass Polizist X ihnen aus einer Laune heraus die Nase gebrochen hat.

    Die Polizeit Deutschlands hat da scheinbar eine gewisse Immunität, die sie auch selbst durchsetzt. Offenbar wird es aber auch bis in die höchsten Kreise unterstützt oder geduldet. Von daher ist eine Verhöhnung der Opfer relativ normal in Deutschland.

    Die Vertuschungsaktion der Polizei fängt auch bereits an:

    "Nach Informationen von Spiegel Online hat eine Dienststelle der Bundespolizei sämtliche Unterlagen zur Loveparade von den Computern gelöscht."
    (http://www.zeit.de/gesell...)

  5. Berlin hat gezeigt, dass die Loveparade kein Geschäft ist,
    wenn die Müllbeseitigung, Polizei und etc. bezahlt werden
    muß. Für die bis an die Halskrause verschuldete Stadt Duisburg aber kein Problem, das Land hat ebenfalls abge -
    nickt. Nur wer verdient an den vielen Konzessionen für
    Bier- und Wurstbuden, Musik, Toiletten etc.
    Wurde deshalb alles eingezäunt und kanalisiert?
    Der Staat kommt für die Kosten auf und wer hält die Hand
    auf.
    Obwohl davon ausgegangen werden mußte, dass mehr als 1
    Million Besucher kommen, weiß keiner genau, wie groß das
    Gelände wirklich ist.Der Tunnel, egal wie man`s dreht oder
    wendet war das schwächste Glied in der Kette und war voraus-
    sehbar bei der Planung in Duisburg.
    Duisburg hat sich nicht mit Ruhm bekleckert.

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    "Nur wer verdient an den vielen Konzessionen für
    Bier- und Wurstbuden, Musik, Toiletten etc.
    Wurde deshalb alles eingezäunt und kanalisiert?"

    Nein, eingezäunt wurde, weil zu beiden Seiten des Geländes befahrene Eisenbahnstrecken sind. Und eine (allerdings gestern eh gesperrte) Autobahn auch noch.

    Vielleicht erstmal informieren, bevor Sie mit solch lächerlichen Verschwörungstheorien kommen?

    "Nur wer verdient an den vielen Konzessionen für
    Bier- und Wurstbuden, Musik, Toiletten etc.
    Wurde deshalb alles eingezäunt und kanalisiert?"

    Nein, eingezäunt wurde, weil zu beiden Seiten des Geländes befahrene Eisenbahnstrecken sind. Und eine (allerdings gestern eh gesperrte) Autobahn auch noch.

    Vielleicht erstmal informieren, bevor Sie mit solch lächerlichen Verschwörungstheorien kommen?

  6. Das hätte niemals passieren dürfen. Wären die Verantwortlich weniger selbstsüchtig und auf ihre "GUTEN RUF" bedacht, hätten sie die Warnungen die es gab sicher beachtet.

    MEIN MITGEFÜHL GILT DEN VERLETZTEN, DEN ANGEHÖRIGEN DER VERSTORBENEN OPFER UND ALLEN, DIE IRGENDWIE VON DIESER TRAGÖDIE BETROFFEN SIND.

    • leon1
    • 25.07.2010 um 16:14 Uhr

    Verzichten Sie auf zynische Äusserungen. Die Redaktion / mh

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