Stuttgart 21 Bautrupps reißen unter Polizeischutz Stuttgarter Bahnhof ab
Hunderte Polizisten schirmen die Baustelle vor Demonstranten ab. Diese wollen ihre Proteste verstärken. Die Polizei in Stuttgart rechnet mit einem langen Einsatz.
Am frühen Nachmittag haben Bauarbeiter begonnen, den Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes einzureißen. Die Bahn bestätigte inzwischen Berichte, die zuerst auf Twitter verbreitet wurden. In einem Livestream im Internet ist zu sehen, wie ein Bagger das Gebäude abträgt.
Die Arbeiten wurden von einem großen Polizeieinsatz begleitet. Olef Petersen, Sprecher der Stuttgarter Polizei, sagte ZEIT ONLINE, es seien mehrere hundert Beamte im Einsatz, unter ihnen auch Einheiten der Bereitschaftspolizei. Sie sollen das Bahnhofsgebäude von Demonstranten abschirmen, deren Zahl Petersen auf "ein paar hundert" schätzt.
Ein Sprecher der Bürgerinitiative Parkschützer, die sich gegen den Umbau des Bahnhofes stellen, konnte keine genauen Angaben zur Zahl der Demonstrierenden machen, da sich viele vom Bahnhofsplatz in die Innenstadt begeben hätten.
Das Projekt, in dessen Verlauf der Stuttgarter Hauptbahnhof zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden soll, ist umstritten. Erst in der vergangenen Woche haben etwa 20.000 Menschen gegen das Vorhaben demonstriert . Sie fordern einen sofortigen Baustopp und eine erneute Diskussion über den 4,1 Milliarden Euro teuren Umbau.
Im Laufe des Nachmittags rechnen Polizei und Parkschützer mit einer weiteren Großdemo, die bis in die Nacht dauern soll. Die Gegner des Vorhabens haben angekündigt, ihre Proteste zu verstärken, sollte der Abriss tatsächlich beginnen. In Anlehnung an die Anti-Atomkraftbewegung nannten sie das Datum "Tag X".
Die Bahn veranschlagt für den Rückbau des gesamten Nordflügels etwa zwei bis drei Monate. Sollten die Proteste andauern, werde die Polizei die Baustelle während des gesamten Zeitraumes sichern, sagt Polizeisprecher Petersen. Er rechnet ebenfalls mit einem längeren Einsatz: "Heute ist der Tag X."
- Datum 25.08.2010 - 16:19 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 81
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





machen das Projekt wirklich unumkehrbar, selbst wenn im nächsten Frühjahr eine neue Landesregierung gewählt werden sollte. Es geht bei S21 um ein "Leuchtturmprojekt" des Landes und der Stadtoberen, die unbedingt das Vorhaben durchziehen wollen.
CHILLY
...das ich viel vom meldenden sender halte, aber...
http://www.swr.de/nachric...
Ohne pro oder kontra zu sein.
Wenn dieser Mann Recht hätte, dann wär Japan vermutlich schon in Kratern versunken.
Ich glaube nicht, dass es nicht beherrschbare Risiken gibt.
Ohne pro oder kontra zu sein.
Wenn dieser Mann Recht hätte, dann wär Japan vermutlich schon in Kratern versunken.
Ich glaube nicht, dass es nicht beherrschbare Risiken gibt.
....es war ein beeindruckendes Baudenkmal.
Kriegt die Bahn seit Jahren nichts auf die Reihe: defekte Züge samt Achsen, absolut mieser und unfreundlicher Kundenservice, permanente Verspätungen, die seit Jahren an der Tagesordnung stehen und Chaos verursachen - von Grubers Äußerungen, der nicht vermag, Worten Taten folgen zu lassen........... etc. .........
Plötzlich demonstriert man Eile. Eile, um die Vermeidbarkeit von weiteren Kriterien, von plötzlich auftauchenden Unterlagen, die wider des Mammutbaus sprechen, zu unterstreichen.
Heimlich wird es den Herrschaften unheimlich, womit sie sicher keineswegs gerechnet hatten - in diesem Land fehlt es einfach an kompetenten Politikern und Menschen, die nicht weniger darauf bedacht, sich profilieren zu müssen.
von 1997 legt die ganze Arroganz der Politik gegenüber den Bürgen gnadenlos offen.
http://webcam.schrem.eu/S...
Bemühen Sie sich um sachlichere Kommentare. Die Redaktion / mh
@ bettina20....wie kann man nur so einen quatsch schreiben...sie haben offenbar überhaupt nicht verstanden, worum es hier geht...
Liebe Bettina20,
einerseits sollte weitläufig bekannt sein, dass der Neubau des Bahnhofs Land, Stadt und Region ca. 1162380000€ kosten wird. Das ist doch eine schöne Stange Geld, die man, angesichts eines funktionstüchtigen Verkehrsknotenpunktes (vgl. auch: Hbf in Ff/M), besser verwenden könnte. Zudem könnte der über das Schienennetz gewährleistete Luftaustausch im geographischen Kessel der Stadt durch die unterirdische Verlegung gefährdet sein. Zur Zeit ist zwar geplant, diesen freigewordenen Bereich in Grünflächen umzuwandeln; allerdings hege ich ernsthafte Zweifel, dass man an diesem Entschluss dauerhaft festhält. Für das Klima der Stadt wäre eine Bebauung katastrophal.
Nur weil der heutige Hbf vor 1945 erbaut worden ist (1914-1928), ist andererseits nicht alles gleich Nazi. Der Turm sollte als Warteraum für Kaiser Wilhelm genutzt werden (der war übrigens kein Nazi). Außerdem würde mich interessieren, welchem Bau in Nürnberg der jetzige Bahnhof gleichen soll: Luitpoldarena (die ist aber flach), Luitpoldhalle, Kongresshalle oder der Zeppelinhaupttribüne? Zum Vergleich empfehle ich Wikipedia.
Im Übrigen teile ich nicht die Meinung, dass dieses Ding die Stadt besonders verschandelt. Zu diesem Thema fiele mir zuerst das Thema "Platte-West" ein. Naja-Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Pforzheim hat da übrigens viel zu bieten!
@ bettina20....wie kann man nur so einen quatsch schreiben...sie haben offenbar überhaupt nicht verstanden, worum es hier geht...
Liebe Bettina20,
einerseits sollte weitläufig bekannt sein, dass der Neubau des Bahnhofs Land, Stadt und Region ca. 1162380000€ kosten wird. Das ist doch eine schöne Stange Geld, die man, angesichts eines funktionstüchtigen Verkehrsknotenpunktes (vgl. auch: Hbf in Ff/M), besser verwenden könnte. Zudem könnte der über das Schienennetz gewährleistete Luftaustausch im geographischen Kessel der Stadt durch die unterirdische Verlegung gefährdet sein. Zur Zeit ist zwar geplant, diesen freigewordenen Bereich in Grünflächen umzuwandeln; allerdings hege ich ernsthafte Zweifel, dass man an diesem Entschluss dauerhaft festhält. Für das Klima der Stadt wäre eine Bebauung katastrophal.
Nur weil der heutige Hbf vor 1945 erbaut worden ist (1914-1928), ist andererseits nicht alles gleich Nazi. Der Turm sollte als Warteraum für Kaiser Wilhelm genutzt werden (der war übrigens kein Nazi). Außerdem würde mich interessieren, welchem Bau in Nürnberg der jetzige Bahnhof gleichen soll: Luitpoldarena (die ist aber flach), Luitpoldhalle, Kongresshalle oder der Zeppelinhaupttribüne? Zum Vergleich empfehle ich Wikipedia.
Im Übrigen teile ich nicht die Meinung, dass dieses Ding die Stadt besonders verschandelt. Zu diesem Thema fiele mir zuerst das Thema "Platte-West" ein. Naja-Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Pforzheim hat da übrigens viel zu bieten!
...Frankfurt am Main mit einem Kopfbahnhof prima leben. Stuttgart braucht das aber unabdinglich?
Man sollte sich nichts vor machen. Einer der Beteiligten hat billig Gelände gekauft und muß das jetzt durch Immobilie aufwerten. Das alte Spiel.
Die Bahn bekommt Kreidezäpfchen in Form von überhöhter finanzieller Zuwendung. Und der Bürger? Dem erzählen wir einfach was - wird schon.
Man kommt sich vor wie in irgend einer Bananenrepublik. Am befrendlichsten sind aber die Bürger die diesem Projekt auch noch Beifall klatschen.
Zitat von jim_nihilist:
"Warum kann...
...Frankfurt am Main mit einem Kopfbahnhof prima leben. Stuttgart braucht das aber unabdinglich?"
Weil Frankfurt keinen Kessel hat.
Zitat von jim_nihilist:
"Man sollte sich nichts vor machen. Einer der Beteiligten hat billig Gelände gekauft und muß das jetzt durch Immobilie aufwerten. Das alte Spiel."
Die Stadt Stuttgart hat das Gelände schon vor Jahren gekauft.
Zitat von joG:
"Schade,....
....es war ein beeindruckendes Baudenkmal."
Greislich wars.
...in Frankfurt. Kopfbahnhoefe verschwenden Strom, Zeit und Platz. Nicht das ich fuer milliardenschwere Projekte bin, wenn der Rest des Landes cvor die Hunde geht.
Zitat von jim_nihilist:
"Warum kann...
...Frankfurt am Main mit einem Kopfbahnhof prima leben. Stuttgart braucht das aber unabdinglich?"
Weil Frankfurt keinen Kessel hat.
Zitat von jim_nihilist:
"Man sollte sich nichts vor machen. Einer der Beteiligten hat billig Gelände gekauft und muß das jetzt durch Immobilie aufwerten. Das alte Spiel."
Die Stadt Stuttgart hat das Gelände schon vor Jahren gekauft.
Zitat von joG:
"Schade,....
....es war ein beeindruckendes Baudenkmal."
Greislich wars.
...in Frankfurt. Kopfbahnhoefe verschwenden Strom, Zeit und Platz. Nicht das ich fuer milliardenschwere Projekte bin, wenn der Rest des Landes cvor die Hunde geht.
Was mich immer wieder wundert, wie können dies die Polizisten und die Bauarbeiter eigentlich tun? Wie wenig Zivilcourage haben diese Menschen eigentlich? Das ist schrecklich.
Zur Frage der politisch Verantwortlichen. Ich rate dringend dazu, bei der nächsten Wahl in BW die CDU in die Opposition zu schicken. Wenn dies nicht gelingt, dann hat BW das Projekt 21 verdient.
Der DB sei gesagt: Besser, sie hätten mal die Bahnhöfe der Republik saniert und repariert, als soviel Geld in diesem Projekt zu versenken. Und ordentliches Bahnhofspersonal auch in Kleinstädten und Dörfern, das fehlt wirklich. Ich habe der DB den Abriss des Gelsenkirchener HBF nicht vergessen. Genauso sehe ich, dass sie das wunderschöne Bahnhofsgebäude in Cochem verrotten lassen, um nur zwei Beispiele des ignoraten Verhaltens der DB zu benennen. Jetzt ein klassisches Baudenkmal in Stuttgart teilabreissen zu lassen, ist einfach ein Frevel.
Den Politikern liegt nichts an einer weiteren Amtszeit.
Die gehen anschließend in die Wirtschaft und lassen sich von den beteiligten Unternehmen die Taschen vollstopfen, weil sie in der jetzigen Amtszeit einen Milliardenauftrag herangeschafft haben.
Bei diesem überteuerten Preis für so einen Bahnhof und bisschen Streckenausbau, ist genug Geld für alle da.
Man muss das Geld der Bürger schleunigst verprassen, bevor alles den Bach runtergeht.
So läuft das doch? Und rechtlich kann man wohl nichts dagegen sagen.
Den Politikern liegt nichts an einer weiteren Amtszeit.
Die gehen anschließend in die Wirtschaft und lassen sich von den beteiligten Unternehmen die Taschen vollstopfen, weil sie in der jetzigen Amtszeit einen Milliardenauftrag herangeschafft haben.
Bei diesem überteuerten Preis für so einen Bahnhof und bisschen Streckenausbau, ist genug Geld für alle da.
Man muss das Geld der Bürger schleunigst verprassen, bevor alles den Bach runtergeht.
So läuft das doch? Und rechtlich kann man wohl nichts dagegen sagen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren