Nationalsozialismus Braune Diplomaten

Das Auswärtige Amt galt als Hort des Widerstands gegen Hitler. Die erste große unabhängige Studie zur Nazi-Vergangenheit des Ministeriums korrigiert diesen Mythos nun.

Manchmal dauert es etwas länger. Man schrieb den Januar 1970, als der damalige Bundesaußenminister Walter Scheel (FDP) versprach, das Verhalten von Deutschlands Diplomaten im Dritten Reich umfassend aufarbeiten zu lassen. Vier Jahrzehnte später ist es nun soweit: In diesen Tagen legt eine unabhängige Historikerkommission letzte Hand an eine Studie, die vermutlich ein für alle Mal der Legende ein Ende setzen wird, das Auswärtige Amt sei in der Nazi-Zeit von 1933 bis 1945 ein Hort des Widerstands gewesen.

Der 800-Seiten-Wälzer mit dem Titel Das Amt und die Vergangenheit wird im Augenblick noch unter Verschluss gehalten. Auch im Ministerium hat ihn noch niemand gelesen. Die offizielle Vorstellung – geplant für den 28. Oktober – soll dann aber zum großen Ereignis werden. Neben dem amtierenden Außenminister Guido Westerwelle (FDP) werden auch die Vorgänger Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Joschka Fischer (Grüne) erwartet. Vielleicht kommen auch Hans-Dietrich Genscher und sogar Scheel.

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In Auftrag gegeben wurde die Studie vor fünf Jahren von Fischer. Auslöser war ein Streit darüber, ob Botschafter mit Nazi-Vergangenheit in der Hauspostille des Auswärtigen Amtes (AA) weiterhin einen Nachruf bekommen sollten. Daraufhin setzte der grüne Chefdiplomat die Fünfer-Kommission ein, an der auch zwei renommierte Historiker aus Israel und den USA beteiligt sind. Die Wissenschaftler bekamen auch Zugang zu Privatarchiven und Akten, die bislang geheim waren.

Über die genauen Ergebnisse schweigen sie sich bislang aus. Den Tenor gab ihr Leiter Eckart Conze aber schon vor. "Die Traditionsbildung hat dazu geführt, dass man Amtsgeschichte über weite Strecken mit Widerstandsgeschichte identifiziert hat", sagt der Professor aus Marburg. "Das jedoch entspricht nicht den Realitäten."

Der Münchner Blessing-Verlag, in dem die Studie erscheinen wird, wird noch deutlicher. Er bewirbt das Buch mit Aufnahmen vom alten AA-Sitz in der Wilhelmstraße und den Worten: "Ein Mythos bröckelt". Weiter heißt es: "Vom ersten Tag an war das Auswärtige Amt unmittelbar in die Gewaltpolitik des NS-Regimes eingebunden. Es schirmte die "Judenpolitik" des Dritten Reiches nicht nur nach außen ab, sondern war in allen Phasen aktiv an ihr beteiligt. Überall in Europa fungierten Diplomaten als Wegbereiter der 'Endlösung'."

Leser-Kommentare
    • reck
    • 15.08.2010 um 14:14 Uhr

    Bitte belegen Sie Ihre Ausführungen und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/is

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    Zwischen 1933 und 1945 wurden

    * mindestens 1,1 Millionen Menschen ohne Gerichtsurteil in Konzentrationslagern zeitweilig eingesperrt,
    * darunter mindestens 100 000 Deutsche,
    * ungefähr 800 000 Deutsche als Regimegegner verhaftet.
    * mehr als 11 000 Deutsche aus politischen Gründen hingerichtet.
    * wurden 766 Abgeordnete nach 1933 aus politischen Gründen verfolgt, * 88 kamen dabei ums Leben.

    Nach dem 20.Juli 1944 wurden

    * etwa 700 Menschen verhaftet,
    * 110 Todesurteile gefällt.
    * mehr als 140 Angehörige in ‚Sippenhaft‘ genommen, deren Kinder verschleppt und mit neue Namen ausgestattet.
    * im August 1944 Tausende verhaftet; viele überlebten die Haft nicht.
    * Auf etwa 100 000 wird die Zahl jener Deutschen geschätzt, die Menschen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens geholfen haben.

    * Lt. Festnahmestatistiken der Gestapo von 1944 missachteten vor allem die bäuerliche Bevölkerung und die Arbeiterschaft in den großen Betrieben die zahlreichen Ge- und Verbote beim Zusammenarbeiten und -leben mit den ausländischen Arbeitskräften“.

    Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

    * Allein 1944 wurden etwa 200 000 Fälle von Fahnenflucht gezählt,
    * mindestens 35 000 deutsche Soldaten deswegen angeklagt und verurteilt,
    * 23 000 Todesurteile wurden gefällt,
    * 15 000 davon vollstreckt.
    * Die Zahl der durch ‚fliegende Standgerichte‘ gegen Kriegsende Ermordeten ist unbekannt.
    * Es gab 42 Attentate auf Hitler.

    usw.

    Selbst bei der schon nicht mehr ganz freien Wahl 1933 stimmten nur 43,9 Prozent der Deutschen nationalsozialistisch.

    ... und die Täter?

    In Auschwitz gab es

    * 7 000 SS-Leute, davon
    * war etwa jeder zehnte ein Triebverbrecher im klinischen Sinne.

    Die polnischen Vernichtungslager

    * wurden von ein paar Dutzend Schergen betrieben.

    Die Einsatzgruppen

    * umfassten 3 000 Mann.

    Die 38 Polizeibataillone

    * bestanden aus etwa 16 000 Deutschen.

    Beihilfe zum Massenmord als Beamte, Fahrdienstleiter, Soldaten, Techniker

    * leisteten etwa 500 000 Deutsche,
    * das waren weniger als 1 Prozent der damals 80 Millionen Deutschen.

    Quelle: DER SPIEGEL 21/1996/S. 51

    Hier ein interessanter Artikel, weshalb der deutsche Widerstand u.a. nie den gewünschten Erfolg erzielte bzw. den Anklang fand.

    http://www.saarbreaker.co...

    Es mag sein, dass der größte Teil der Deutschen sich nicht aktiv gegen das NS-Regime gestellt hat und die Zahl der aktiven Gegner, des aktiven Widerstands viel zu gering war, aber dennoch war er beachtlich. Und es ist diesen Menschen gegenüber sehr unfair dies derart zu negieren und ins Lächerliche zu ziehen.
    Wären Ihnen statt 1 bis 2 % Widerstand 0 % lieber?

    • reck
    • 15.08.2010 um 20:06 Uhr

    Es ist Ihr Recht, Beitraege zu loeschen, auf Spitzel zu hoeren.
    Es ist mein Recht, darauf zu verzichten, sich mit Ihrer Zensurabteilung/mit Ihnen Briefe zu wechseln.

    Sie und "lonetal" koennen mein "Konto" hier bei der ZEIT loeschen, wenn Ihnen es hilft Ihre Meinung ohne Widersprueche zu verbreiten.

    Zwischen 1933 und 1945 wurden

    * mindestens 1,1 Millionen Menschen ohne Gerichtsurteil in Konzentrationslagern zeitweilig eingesperrt,
    * darunter mindestens 100 000 Deutsche,
    * ungefähr 800 000 Deutsche als Regimegegner verhaftet.
    * mehr als 11 000 Deutsche aus politischen Gründen hingerichtet.
    * wurden 766 Abgeordnete nach 1933 aus politischen Gründen verfolgt, * 88 kamen dabei ums Leben.

    Nach dem 20.Juli 1944 wurden

    * etwa 700 Menschen verhaftet,
    * 110 Todesurteile gefällt.
    * mehr als 140 Angehörige in ‚Sippenhaft‘ genommen, deren Kinder verschleppt und mit neue Namen ausgestattet.
    * im August 1944 Tausende verhaftet; viele überlebten die Haft nicht.
    * Auf etwa 100 000 wird die Zahl jener Deutschen geschätzt, die Menschen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens geholfen haben.

    * Lt. Festnahmestatistiken der Gestapo von 1944 missachteten vor allem die bäuerliche Bevölkerung und die Arbeiterschaft in den großen Betrieben die zahlreichen Ge- und Verbote beim Zusammenarbeiten und -leben mit den ausländischen Arbeitskräften“.

    Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

    * Allein 1944 wurden etwa 200 000 Fälle von Fahnenflucht gezählt,
    * mindestens 35 000 deutsche Soldaten deswegen angeklagt und verurteilt,
    * 23 000 Todesurteile wurden gefällt,
    * 15 000 davon vollstreckt.
    * Die Zahl der durch ‚fliegende Standgerichte‘ gegen Kriegsende Ermordeten ist unbekannt.
    * Es gab 42 Attentate auf Hitler.

    usw.

    Selbst bei der schon nicht mehr ganz freien Wahl 1933 stimmten nur 43,9 Prozent der Deutschen nationalsozialistisch.

    ... und die Täter?

    In Auschwitz gab es

    * 7 000 SS-Leute, davon
    * war etwa jeder zehnte ein Triebverbrecher im klinischen Sinne.

    Die polnischen Vernichtungslager

    * wurden von ein paar Dutzend Schergen betrieben.

    Die Einsatzgruppen

    * umfassten 3 000 Mann.

    Die 38 Polizeibataillone

    * bestanden aus etwa 16 000 Deutschen.

    Beihilfe zum Massenmord als Beamte, Fahrdienstleiter, Soldaten, Techniker

    * leisteten etwa 500 000 Deutsche,
    * das waren weniger als 1 Prozent der damals 80 Millionen Deutschen.

    Quelle: DER SPIEGEL 21/1996/S. 51

    Hier ein interessanter Artikel, weshalb der deutsche Widerstand u.a. nie den gewünschten Erfolg erzielte bzw. den Anklang fand.

    http://www.saarbreaker.co...

    Es mag sein, dass der größte Teil der Deutschen sich nicht aktiv gegen das NS-Regime gestellt hat und die Zahl der aktiven Gegner, des aktiven Widerstands viel zu gering war, aber dennoch war er beachtlich. Und es ist diesen Menschen gegenüber sehr unfair dies derart zu negieren und ins Lächerliche zu ziehen.
    Wären Ihnen statt 1 bis 2 % Widerstand 0 % lieber?

    • reck
    • 15.08.2010 um 20:06 Uhr

    Es ist Ihr Recht, Beitraege zu loeschen, auf Spitzel zu hoeren.
    Es ist mein Recht, darauf zu verzichten, sich mit Ihrer Zensurabteilung/mit Ihnen Briefe zu wechseln.

    Sie und "lonetal" koennen mein "Konto" hier bei der ZEIT loeschen, wenn Ihnen es hilft Ihre Meinung ohne Widersprueche zu verbreiten.

  1. Früher oder später kommt alles ans Licht. Die Kultur von Schweigen und Verschweigen, die auch in der Demokratie weiterlebt und dies im Namen der Sicherheit des Staates tut, ist eine Kultur des Scheins oder - in Anlehnung an das Primat des Scheins vor dem Sein - auch Feigenblatt-Kult zu nennen.

    Der Mündige tut gut daran, den Staat als Rahmen zu betrachten und das Gemälde seines Lebens frei von Umständen und anderen BEWUSST selbst zu malen, um zu verhindern, dass eine Einzigartigkeit gemahlen wird.

    So lange man unter dem Banner solidarischer Erwartungen lebt, versäumt jeder das Jetzt und wird DANN die Folgen tragen, wenn sie sichtbar, fühlbar, schmerzlich sind und staunen, dass keiner von denen, die um seine Gunst geworben hat, sich daran noch erinnert. Das Muster-Beispiel dieses Sommers ist Duisburg. Auch wenn der mediale Lärm um die Sache eher zu einem Flüstern geworden ist, so bestätigt das Echo, dass die LIST am Steuer saß und diejenigen täuschte, die glauben wollen, das Leben sei eine Spass-Show und jedermanns gutes Recht.

  2. Schönes Bild, nur leider nicht vom Auswärtigen Amt, sondern vom Bundesrechnungshof (vormals Postministerium).

    • joG
    • 15.08.2010 um 15:14 Uhr

    ....Ribbentrop? Hatte er im AM nichts zu sagen? Wer Karriere machte? Oder wie?

  3. @reck: Alles was recht ist, der Widerstand gegen den Nationalsozialismus mag im Vergleich zur Menge der Täter und besonders der Mitläufer nicht groß gewesen sein, aber es gab ihn. Was meinen Sie denn mit 1-2%? 1-2% der Deutschen? Schon das wäre absolut gesehen eine ordentliche Zahl.

    Vielleicht ist die Zahl von 42 Attentaten gegen Adolf Hiler aussagekräftiger?

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    • yogys
    • 15.08.2010 um 17:10 Uhr

    dies hätte niemand öffentlich gewagt,es hätte ihn unter
    umständen das leben gekostet!die helden des widerstand
    gegen hitler hatten mehrfach die möglichkeit ihn auge in auge zu erschiessen!ob es heldentum war die fäden indirekt zu spannen ist die andere frage!
    und an diejenigen bessermenschen bei uns die über noch lebende
    zeitzeugen herziehen mit den worten-warum habt ihr mitgemacht-
    die hätte ich damals sehen wollen-gerade die !

    • yogys
    • 15.08.2010 um 17:10 Uhr

    dies hätte niemand öffentlich gewagt,es hätte ihn unter
    umständen das leben gekostet!die helden des widerstand
    gegen hitler hatten mehrfach die möglichkeit ihn auge in auge zu erschiessen!ob es heldentum war die fäden indirekt zu spannen ist die andere frage!
    und an diejenigen bessermenschen bei uns die über noch lebende
    zeitzeugen herziehen mit den worten-warum habt ihr mitgemacht-
    die hätte ich damals sehen wollen-gerade die !

  4. Zwischen 1933 und 1945 wurden

    * mindestens 1,1 Millionen Menschen ohne Gerichtsurteil in Konzentrationslagern zeitweilig eingesperrt,
    * darunter mindestens 100 000 Deutsche,
    * ungefähr 800 000 Deutsche als Regimegegner verhaftet.
    * mehr als 11 000 Deutsche aus politischen Gründen hingerichtet.
    * wurden 766 Abgeordnete nach 1933 aus politischen Gründen verfolgt, * 88 kamen dabei ums Leben.

    Nach dem 20.Juli 1944 wurden

    * etwa 700 Menschen verhaftet,
    * 110 Todesurteile gefällt.
    * mehr als 140 Angehörige in ‚Sippenhaft‘ genommen, deren Kinder verschleppt und mit neue Namen ausgestattet.
    * im August 1944 Tausende verhaftet; viele überlebten die Haft nicht.
    * Auf etwa 100 000 wird die Zahl jener Deutschen geschätzt, die Menschen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens geholfen haben.

    * Lt. Festnahmestatistiken der Gestapo von 1944 missachteten vor allem die bäuerliche Bevölkerung und die Arbeiterschaft in den großen Betrieben die zahlreichen Ge- und Verbote beim Zusammenarbeiten und -leben mit den ausländischen Arbeitskräften“.

    Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

    * Allein 1944 wurden etwa 200 000 Fälle von Fahnenflucht gezählt,
    * mindestens 35 000 deutsche Soldaten deswegen angeklagt und verurteilt,
    * 23 000 Todesurteile wurden gefällt,
    * 15 000 davon vollstreckt.
    * Die Zahl der durch ‚fliegende Standgerichte‘ gegen Kriegsende Ermordeten ist unbekannt.
    * Es gab 42 Attentate auf Hitler.

    usw.

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    • joG
    • 15.08.2010 um 16:16 Uhr

    ....an, das man mit Diktaturen hat. Es gibt zu Wenige, die bereit sind sich gegen sie zu stellen. Viele Jener, die Sie da auflisten, waren dazu bereit. Das muss man hoch anrechnen. Die anderen zig Millionen waren dies aber nicht.

    • joG
    • 15.08.2010 um 16:16 Uhr

    ....an, das man mit Diktaturen hat. Es gibt zu Wenige, die bereit sind sich gegen sie zu stellen. Viele Jener, die Sie da auflisten, waren dazu bereit. Das muss man hoch anrechnen. Die anderen zig Millionen waren dies aber nicht.

  5. Selbst bei der schon nicht mehr ganz freien Wahl 1933 stimmten nur 43,9 Prozent der Deutschen nationalsozialistisch.

    ... und die Täter?

    In Auschwitz gab es

    * 7 000 SS-Leute, davon
    * war etwa jeder zehnte ein Triebverbrecher im klinischen Sinne.

    Die polnischen Vernichtungslager

    * wurden von ein paar Dutzend Schergen betrieben.

    Die Einsatzgruppen

    * umfassten 3 000 Mann.

    Die 38 Polizeibataillone

    * bestanden aus etwa 16 000 Deutschen.

    Beihilfe zum Massenmord als Beamte, Fahrdienstleiter, Soldaten, Techniker

    * leisteten etwa 500 000 Deutsche,
    * das waren weniger als 1 Prozent der damals 80 Millionen Deutschen.

    Quelle: DER SPIEGEL 21/1996/S. 51

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    • reck
    • 15.08.2010 um 16:32 Uhr

    Mir, als jemand der die Zeit erlebte, ist es ausserordentlich widerlich.

    Diese Zahlen zu zitieren: Ich glaube Ihnen, Sie helfen/oder wollen es, dass man Ihren Unsinn (DIESE DUMME BESCHREIBUNG der Ereignisse) benuetzt, "kleinzumachen" was TOLERIERTES Verbrechen mehr als 20 Million Menschen das Leben kosteten, einschliesslich in dem Krieg, den wenigstens bis zur Schlacht um Moskau er dort verloren wurde, man weiter bejubelte und als man auf die bis-dann "grossen Erfolge" so stolz war.

    Entweder wollen Sie nichts wissen, waren damals wohl nicht am Leben (und erzaehlen die Maerchen, die Ihnen UNIs und Elternhaus vorgesetzt haben) oder was passierte vor und nach Kristallnacht, ist Ihnen fremd geblieben (was wohl die mildeste Erklaerung sein wuerde), weil es Sie nicht interessiert im Vergleich mit heutigen, "wichtigeren" Themen.

    Was mir klar macht: Dass wir einmal denselben Film sehen werden muessen/die Geschichte sich wiederholt, sobald die Wirtschaft eines Tages sich verschlechtert weil doch English-sprechenden "Kapitalisten" es so wollen.

    solche zahlenspielereien und sonstige versuche, die deutschen zu einem volk von 'judenversteckern' oder zu opfern der unwiderstehlichen 'verführungs'-künste hitlers zu machen, ändern nichts an der tatsache, dass eine tätige, organisierte gegenwehr weitgehend und gesellschaftlicher widerstand völlig ausblieb. das nazi-regime stützte sich auf die aktive und billigende mitwirkung nahezu der gesamten deutschen bevölkerung. und das bis in den kollektiven 'untergang'. noch in den letzten kriegstagen funktionierte die verwaltung vielertorts reibungslos.

    • reck
    • 15.08.2010 um 16:32 Uhr

    Mir, als jemand der die Zeit erlebte, ist es ausserordentlich widerlich.

    Diese Zahlen zu zitieren: Ich glaube Ihnen, Sie helfen/oder wollen es, dass man Ihren Unsinn (DIESE DUMME BESCHREIBUNG der Ereignisse) benuetzt, "kleinzumachen" was TOLERIERTES Verbrechen mehr als 20 Million Menschen das Leben kosteten, einschliesslich in dem Krieg, den wenigstens bis zur Schlacht um Moskau er dort verloren wurde, man weiter bejubelte und als man auf die bis-dann "grossen Erfolge" so stolz war.

    Entweder wollen Sie nichts wissen, waren damals wohl nicht am Leben (und erzaehlen die Maerchen, die Ihnen UNIs und Elternhaus vorgesetzt haben) oder was passierte vor und nach Kristallnacht, ist Ihnen fremd geblieben (was wohl die mildeste Erklaerung sein wuerde), weil es Sie nicht interessiert im Vergleich mit heutigen, "wichtigeren" Themen.

    Was mir klar macht: Dass wir einmal denselben Film sehen werden muessen/die Geschichte sich wiederholt, sobald die Wirtschaft eines Tages sich verschlechtert weil doch English-sprechenden "Kapitalisten" es so wollen.

    solche zahlenspielereien und sonstige versuche, die deutschen zu einem volk von 'judenversteckern' oder zu opfern der unwiderstehlichen 'verführungs'-künste hitlers zu machen, ändern nichts an der tatsache, dass eine tätige, organisierte gegenwehr weitgehend und gesellschaftlicher widerstand völlig ausblieb. das nazi-regime stützte sich auf die aktive und billigende mitwirkung nahezu der gesamten deutschen bevölkerung. und das bis in den kollektiven 'untergang'. noch in den letzten kriegstagen funktionierte die verwaltung vielertorts reibungslos.

  6. die bedingungslose unterstützung des AA für Hitler waren ja schon 1946 beim nürnberger tribunal bekannt.

    "Da das Außenministerium nach dem Westfeldzug 1940 für die Juden in den vom Reich besetzten westeuropäischen Gebieten zuständig war, konnte die SS ohne Widerstand aus dem Auswärtigen Amt die Vernichtung der europäischen Juden fortsetzen, Ministerialbeamte des Auswärtigen Amtes waren mitunter sogar aktiv an Deportationen beteiligt, z.B. durch Erstellen von Deportationsbefehlen für französische Juden (siehe z.B. Wilhelmstraßen-Prozess). Die Kooperation Ribbentrops mit Himmlers SS bei der Judenvernichtung erfolgte in erster Linie über die Referatsgruppe „Inland II“ des Auswärtigen Amtes mit dessen Leiter Horst Wagner, der als Verbindungsmann zwischen Ribbentrop und Himmler fungierte, sowie dem Judenreferenten des Auswärtigen Amtes, dem promovierten Juristen Eberhard von Thadden, während die propagandistische Absicherung, Verschleierungs- und Rechtfertigungsmaßnahmen der Judenverfolgungen durch Ribbentrops Pressechef Paul Karl Schmidt alias Nachkriegsbestsellerautor Paul Carell durchgeführt wurden. In einem Telegramm an die Deutsche Botschaft in Rom vom 13. Januar 1943 prangerte Ribbentrop Italiens passive Rolle bei der Judenverfolgung an: „Während wir das Judentum als eine Krankheit erkannt haben … glaubt die italienische Regierung, die Juden individuell behandeln zu können“."
    http://de.wikipedia.org/w...

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