GedenkfeierUSA gedenken der Opfer des Wirbelsturms "Katrina"

Vor fünf Jahren wütete der Hurrikan "Katrina" in den USA. Mehr als 1800 Menschen starben. Am Sonntag gedachten die Amerikaner in New Orleans der Katastrophe.

Eine Frau besucht eine Ausstellung über den Hurrikan "Katrina"

Eine Frau besucht eine Ausstellung über den Hurrikan "Katrina"  |  © Saul Loeb/AFP/Getty Images

Am fünften Jahrestag des verheerenden Hurrikans Katrina haben die Amerikaner am Sonntag der Opfer der Katastrophe gedacht. Zahlreiche hochrangige Politiker, Würdenträger und Stars reisten rund um das traurige Datum in die von der Jahrhundertflut betroffene Region am Golf von Mexiko. Auch Präsident Barack Obama wurde in New Orleans erwartet, der am schwersten betroffenen Stadt. Er wollte sich über den Wiederaufbau der Touristenmetropole informieren und in einer Rede den vielen noch immer traumatisierten Bürgern Mut zusprechen.

Die Woche über hatte Amerika bereits auf die schrecklichen Ereignisse um den Hurrikan zurückgeblickt, der im August 2005 in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Florida, Georgia und Alabama gewütet hatte. In der Folge des Sturms waren mehr als 1800 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 1,3 Millionen Menschen entlang der Golfküste hatten ihr Hab und Gut verloren. Der Sonntag sollte mit dem Besuch des Präsidenten, der damit seinen zehntägigen Urlaub beendete, den Höhepunkt des Gedenkens markieren.

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Wie bereits in den vergangenen Tagen berichteten alle großen Fernsehsender in Sondersendungen über den Jahrestag. In der Stadt selbst gab es wie in den Vortagen Gottesdienste, Podiumsdiskussionen und Touren durch die teils noch immer verwüsteten Straßen. Doch auch mit betont optimistischen Musikfestivals erinnerte die lebensfrohe Jazzmetropole an die Katastrophe.

Neben dem Präsidenten hatten sich auch Hollywoodstars in New Orleans angesagt. Der Schauspieler Brad Pitt schaute sich Öko-Häuser an, deren Bau er mit seiner Make it right-Stiftung finanziert hatte. Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock wurde am Sonntag zur Eröffnung eines neuen Krankenhauses erwartet, das sie mit Spenden unterstützt hatte. Country-Star Faith Hill hatte am Dienstag ein Konzert gegeben, dessen Einnahmen in Projekte zum Wiederaufbau der Stadt fließen sollen.

Der Wirbelsturm war damals mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Stundenkilometern über die Region gefegt. Zeitweise standen damals 80 Prozent der Stadt unter Wasser, mehr als 130.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Fast die Hälfte der Todesopfer in New Orleans lebte im Stadtviertel Lower Ninth Ward, dessen Bewohner überwiegend arm und schwarz sind. Für viele Bürger sind die Folgen bis heute noch nicht überwunden. Lower Ninth Ward ist fünf Jahre nach dem Sturm erst wieder zu 25 Prozent bewohnt.

Kritiker monieren, dass New Orleans damals schlecht vorbereitet war. Die Hilfen seien viel zu spät gekommen. So seien Evakuierungen nur zögerlich angelaufen, die Behörden seien wie gelähmt gewesen und hätten planlos bis chaotisch gehandelt. Dem damaligen Präsidenten George W. Bush wurde immer wieder vorgehalten, er habe sich zunächst gar nicht wirklich um die Katastrophe gekümmert.

New Orleans hat heute etwa 355.000 Einwohner. Die Altstadt (French Quarter) mit ihrer französisch und spanisch beeinflussten Architektur zieht wieder Hunderttausende Touristen an.

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Leserkommentare
  1. Wirbensturm - Was soll das denn sein?

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Barack Obama | Brad Pitt | Evakuierung | Golf | Hollywoodstar | Hurrikan
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