Die Opferzahlen steigen und ein Ende der Unwetter ist nicht abzusehen: Durch die Erdrutsche und Überschwemmungen im Nordwesten Chinas sind in den vergangenen Tagen nach bisherigen Informationen mehr als 1200 Menschen ums Leben gekommen. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, registrierten die Behörden in der Provinz Gansu mittlerweile 1239 Todesopfer. Mehr als 500 Menschen würden noch immer vermisst. Ausgelöst durch heftigen Monsunregen waren am vergangenen Wochenende gewaltige Erdrutsche in Gansu ausgelöst worden und hatten mehrere Dörfer unter sich begraben. Mehr als 305 Millionen Menschen sind von den Auswirkungen der Unwetter betroffen, wie Xinhua unter Berufung auf offizielle Angaben berichtete.

Im südwestchinesischen Distrikt Wenchuan wurden 32 Menschen nach Erdrutschen vermisst, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Durch die Erd- und Schlammlawine, die sich nach den heftigen Regenfällen gelöst hatte, wurden mehrere Krankenhausgebäude zerstört. Informationen über Tote gibt es noch nicht. In dem Dorf Yingxing mussten rund 500 Menschen in Sicherheit gebracht werden, da die Geröllmassen einen Fluss blockierten, der daraufhin über die Ufer trat.

Die Hilfe für die Überlebenden gestaltet sich unterdessen schwierig, da viele Kliniken durch das Unwetter beschädigt und Medikamentenvorräte zerstört wurden. Das schlechte Wetter behindert die Rettungsarbeiten und in den zerstörten Gebieten wächst die Angst vor Seuchen.

Für Sonntag riefen die chinesischen Behörden im Gedenken an die Unwetter-Opfer einen nationalen Trauertag aus. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Besonders in den Provinzen Sichuan und Gansu werden weitere heftige Regenfälle sowie Geröll- und Schlammlawinen befürchtet.