Moscheebau in New York Anti-islamischer Furor an Ground Zero
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Das New Yorker Establishment hinter den Moscheeplänen

Noch steht dort ein abrissreifes Gebäude mit dreckig-beiger Fassade. Die typischen New Yorker Feuerleitern erstrecken sich über fünf Etagen. Das Haus beherbergt schon heute einen muslimischen Gebetsraum. "Seit etwa einem Jahr beten wir hier", erzählt Malick Umar, ein wuchtiger Mann mit gestutztem Vollbart. "Unsere Gegner verstehen nicht, dass Islam Frieden bedeutet. Wir wollen hier nichts anderes tun, als unsere Religion auszuüben. Unsere Türen stehen offen. Wir haben nichts zu verbergen." Und die Nähe zu Ground Zero? "Die Nähe ist kein Argument, die Terroristen von damals stehen gegen alles, was den Islam ausmacht." Die Gegner des Gemeindezentrums seien in der Minderheit. "Wir bekommen hier jeden Tag sehr positive Resonanz von den Menschen", sagt Umar, bevor er sich zum Gehen wendet. In diesem Moment schimpft eine Passantin auf dem Bürgersteig: "Schämen solltet ihr euch!"

Tatsächlich steht das New Yorker Establishment hinter den Moscheeplänen. Nachdem die Denkmalschutzbehörde in der vergangenen Woche die letzten Einsprüche abgewiesen hatte, hielt Bürgermeister Michael Bloomberg eine viel beachtete Rede, in der er die Moscheepläne einmal mehr ausdrücklich unterstützte. "Muslime sind genauso Teil unserer Stadt wie die Menschen anderen Glaubens und wie jede andere Gruppe sind sie eingeladen, in Lower Manhattan zu beten", sagte er. Das Gemeindezentrum könne dabei helfen, "die falsche und widerliche Idee, dass die Angriffe des 11. September in irgendeiner Weise mit dem Islam vereinbar seien, zurückzuweisen." Die meisten New Yorker dürften sich indes irgendwo zwischen der ablehnenden Hysterie Pamela Gellers und dem zustimmenden Pathos Michael Bloombergs verorten.

Die Übersicht zu behalten, wenn andere aufgeregt umherlaufen, ist die Aufgabe von John Apel. Der 68-Jährige steht wie jeden Tag in seiner gelben Weste auf der Kreuzung Liberty Street Ecke Trinity Place, direkt am Ground Zero. Er achtet darauf, dass die Menschenmassen nicht in den Verkehr laufen und verdient sich so etwas zu seiner Rente hinzu. Seit 1970 lebt Apel in Manhattan. Am 11. September war er ganz in der Nähe. "Ich habe Bekannte und Freunde verloren", knurrt er. Natürlich habe er von der geplanten Moschee gehört. "Ich habe kein Problem damit. Jeder soll in diesem Land seiner Religion ausüben dürfen." Gerade rauscht ein blau-weißer Bus vorbei, an der Seite Werbung für einen neuen Kinofilm. Bevor Apel einen guten Tag wünscht, sagt er noch: "Diese Leute, die dagegen protestieren, das sind doch nur Ignoranten."

 
Leser-Kommentare
  1. eine Kirche für die Untergrundchristen in Mekka zu errichten.
    Letztendlich wird diese fehlende Empathie wie ein Bumerang zu den Leuten zurückkehren sprich die Akzeptanz der Muslime wird stark fallen.

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    • ilot
    • 12.08.2010 um 17:34 Uhr

    "Mal sehen ob man im Zuge bereit ist...
    eine Kirche für die Untergrundchristen in Mekka zu errichten."

    Immer diese Dialektik; das gegenseitige Aufrechnen von dem was war und dem was sein müsste, bevor eine Annäherung auch nur denkbar ist...

    Als Nebenprodukt führt diese Dialektik zur geistigen Erblindung. Wussten Sie, dass z.B. in Teheran mehrere große christliche Kirchen zu finden sind, nebst jüdischen Synagogen, die es eben auch dort gibt, einschließlich praktizierender jüdischer Gemeinden?

    Zu guter Letzt kann die offizielle Geschichtsschreibung zum 11.09.2001 mit Fug und Recht bis in die Grundmauern von 'Ground Zero' angezweifelt werden.

    Auch an diesem Tag galten die Gesetze der Physik. Dennoch: Im Ergebnis wurde ein neues Feindbild geschaffen, neue Ziele für neue Raketen. All das kann man heute wissen, wenn man sich eben nicht auf die Freund/Feind-Dialektik einlässt.

    Empfehlenswert ist der Vortrag von Dr. Daniele Ganser an der Universität Basel zu 9/11. ZUM Mitschauen und Mitdenken

    Hinweis: Ab einer gewissen Position wissen die meisten Kollegen aus der Journaille, auch in Deutschland, und die meisten Bundestagsabgeordneten von den Ungereimtheiten, Vertuschungen, der offiziellen Sprachregelung für 9/11 und ahnen zumindest die Tiefe des Sumpfs.

    Aber es gibt eben wieder die 2 Wahrheiten:
    Eine für's Volk, die andere für dessen Aufpasser.

    http://youtube.com/watch?...

    Das steht hinter ihrem Denken. Ist aber alt-testamentarisch und damit ohnehin obsolet.
    Darüber hinaus: Was siehst du den Splitter im Auge Deines Bruders und den Balken im anderen Auge nicht?
    Das ist neutestamentarisch und nicht obsolet. Es bedeutet in diesem Fall nichts anderes als: Nur weil an Punkt X die Menschen noch nicht so klug sind, heißt das nicht, das man dieselbe Dummheit auch begehen soll. Also, nur weil eine Kirche neben der Kaba derzeit undenkbar ist, soll ich nicht dieselbe Dummheit begehen und Dinge miteinander aufrechnen.
    In diesem Sinne steht aus christlicher Sicht einem Moscheebau eines Moslems gegenüber, ja sogar auf dem Gelände von Point Zero nichts im Wege.
    "Wie Du mir, so ich Dir" funktioniert im Christentum nicht.

    Bevor sie also hier das Christentum für ihre Anti-Islam-Propanganda mißbrauchen, sollten sie sich erstmal mit dem Christentum auseinander setzen. Auseinandersetzung mit dem Islam muß auf anderem Wege stattfinden.

    • ilot
    • 12.08.2010 um 17:34 Uhr

    "Mal sehen ob man im Zuge bereit ist...
    eine Kirche für die Untergrundchristen in Mekka zu errichten."

    Immer diese Dialektik; das gegenseitige Aufrechnen von dem was war und dem was sein müsste, bevor eine Annäherung auch nur denkbar ist...

    Als Nebenprodukt führt diese Dialektik zur geistigen Erblindung. Wussten Sie, dass z.B. in Teheran mehrere große christliche Kirchen zu finden sind, nebst jüdischen Synagogen, die es eben auch dort gibt, einschließlich praktizierender jüdischer Gemeinden?

    Zu guter Letzt kann die offizielle Geschichtsschreibung zum 11.09.2001 mit Fug und Recht bis in die Grundmauern von 'Ground Zero' angezweifelt werden.

    Auch an diesem Tag galten die Gesetze der Physik. Dennoch: Im Ergebnis wurde ein neues Feindbild geschaffen, neue Ziele für neue Raketen. All das kann man heute wissen, wenn man sich eben nicht auf die Freund/Feind-Dialektik einlässt.

    Empfehlenswert ist der Vortrag von Dr. Daniele Ganser an der Universität Basel zu 9/11. ZUM Mitschauen und Mitdenken

    Hinweis: Ab einer gewissen Position wissen die meisten Kollegen aus der Journaille, auch in Deutschland, und die meisten Bundestagsabgeordneten von den Ungereimtheiten, Vertuschungen, der offiziellen Sprachregelung für 9/11 und ahnen zumindest die Tiefe des Sumpfs.

    Aber es gibt eben wieder die 2 Wahrheiten:
    Eine für's Volk, die andere für dessen Aufpasser.

    http://youtube.com/watch?...

    Das steht hinter ihrem Denken. Ist aber alt-testamentarisch und damit ohnehin obsolet.
    Darüber hinaus: Was siehst du den Splitter im Auge Deines Bruders und den Balken im anderen Auge nicht?
    Das ist neutestamentarisch und nicht obsolet. Es bedeutet in diesem Fall nichts anderes als: Nur weil an Punkt X die Menschen noch nicht so klug sind, heißt das nicht, das man dieselbe Dummheit auch begehen soll. Also, nur weil eine Kirche neben der Kaba derzeit undenkbar ist, soll ich nicht dieselbe Dummheit begehen und Dinge miteinander aufrechnen.
    In diesem Sinne steht aus christlicher Sicht einem Moscheebau eines Moslems gegenüber, ja sogar auf dem Gelände von Point Zero nichts im Wege.
    "Wie Du mir, so ich Dir" funktioniert im Christentum nicht.

    Bevor sie also hier das Christentum für ihre Anti-Islam-Propanganda mißbrauchen, sollten sie sich erstmal mit dem Christentum auseinander setzen. Auseinandersetzung mit dem Islam muß auf anderem Wege stattfinden.

  2. daß die Zeit mal wieder pro-islamisch agitiert. "Islam bedeutet Frieden" - wenn ich sowas schon lese. Islam heißt Unterwerfung und genau das ist es, was die Moscheebauer wollen - daß sich die Un- oder Falschgläubigen unterwerfen. Am Ground Zero eine Moschee hinzusetzen ist, als wolle man aus dem Tunnel in Duisburg eine Technodisco machen. Widerlich und pietätlos.

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    • trueQ
    • 12.08.2010 um 14:00 Uhr

    Jemand aus einem "christlichen" Land sollte mit Sprüchen "Islam bedeutet Unterwerfung" mehr als vorsichtig sein. Das Christentum hat über 1500 Jahre lang nichts anderes getan, als andere, nichtchristliche Völker zu unterwerfen - bis ins 20. Jahrhundert hinein.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/cs

    • trueQ
    • 12.08.2010 um 14:00 Uhr

    Jemand aus einem "christlichen" Land sollte mit Sprüchen "Islam bedeutet Unterwerfung" mehr als vorsichtig sein. Das Christentum hat über 1500 Jahre lang nichts anderes getan, als andere, nichtchristliche Völker zu unterwerfen - bis ins 20. Jahrhundert hinein.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/cs

    • rondo
    • 12.08.2010 um 13:21 Uhr

    Entfernt. Wir bitten Sie, sich mit ausführlichen Argumenten an der Diskussion zu beteiligen. Danke. Die Redaktion/sh

    • loool
    • 12.08.2010 um 13:27 Uhr

    diese Respektlosigkeit gegen die Menschen, die an dem 11.Sept. verstorben sind wegen Islamisten, die genau die Worte des Koran benutzten, um den schrecklichsten Anschlag zu verüben, den die Welt je erlebt hat!

    Ich finde die Muslime täten gut daran, wenn sie so wenig wie möglich in der Nähe dieses Ereignisses auffielen!!!

    Entfernt. Verzichten Sie auf diskriminierende Pauschalisierungen. Die Redaktion/sh

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    was ist beispielsweise mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki?

    was ist beispielsweise mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki?

  3. Zitat
    "Die Gegner des Gemeindezentrums seien in der Minderheit."

    Ach wirklich? Sind die Bürger denn schon befragt worden?
    Gab es eine Abstimmung? Es ist doch viel mehr so, daß sich mal wieder ein Politiker einen feuchten Kehricht um die Ängste seiner Bevölkerung schert.
    Und die sind laut diesem Artikel natürlich allesamt rechtsextrem, rachsüchtig und hysterisch.
    Ach so.

    • Yroc
    • 12.08.2010 um 13:29 Uhr

    .. sondern um die Religion an sich. "Amerikaner" mögen keine Moslems. (natürlich überspitzt formuliert)

    Kann man die fehlenden Kirchen in Saudi-Arabien wirklich als Grund für die Verweigerung eines Communitycenters in NYC angeben?
    Möchte sich Amerika wirklich auf die Stufe mit Saudi-Arabien und Co. stellen?
    Manch ein Republikaner ist sich nicht einmal sicher, ob der Islam wirklich eine Religion ist, denn falls nicht, fällt es ja nicht unter Religionsfreiheit.

    http://www.thedailyshow.c...

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    • trueQ
    • 12.08.2010 um 14:00 Uhr

    "Amerikaner mögen keine Moslems" ist eine schwachsinnige Aussage. Die Bauherren sind Amerikaner.

    "Kann man die fehlenden Kirchen in Saudi-Arabien wirklich als Grund für die Verweigerung eines Communitycenters in NYC angeben?"

    Das klingt ganz nach: Der Klügere gibt nach.
    Mit meiner Aussage wollte ich die fehlende Empathie betonen. Es wäre ja auch ein leichtes für arabische Christen um Mekka herum ein Grundstück in der Nähe der Kaaba zu kaufen und eine Kirche zu errichten. Warum machen sie das nicht? Weil 10 Minuten nachdem das bekannt wird der wütende Mob die Kirche inklusive Christen massakrieren würde.
    Sie würden das Verhalten Dummeit, ich würde es Empathie nennen.
    Und den Leuten geht dieses mit zweierlei Maß messen auf die Nerven.

    Entfernt. Verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/sh

    Ich liebe Jon Stewart, ein großartiger Komiker. Aber politisch ist er in jeglicher Hinsicht ein Extrem Links-Liberaler, ist ihm wohl bei skurrilen Figuren wie Glenn Beck, Sarah Palin oder Carl Rove, diesen ganzen Neo-Cons, auch nicht zu verdenken, bloß gut daß wir hier keine "rechtsradikalen" Christen dieser Art haben.

    Aber wie soviele Links-Liberale, macht Herr Stewart sich nicht die Mühe, sich mal mit dem Koran auseinanderzusetzen. Friedensfreunde neigen dazu jeder fremden Kultur und Religion einen Persil-Schein zu geben, man will eben nicht argwöhnisch, pessimistisch sein, dem Anderen Böses unterstellen.

    Tatsache ist aber daß der Islam eine HÖCHST fragwürdige Dogmatik in Bezug auf Hass, Gewalt und Mord hat. Hierzulande wird immer noch nicht verstanden daß Mohammed Atta und Glaubensbrüder sich ohne Falschauslegung und direkt auf die Worte des Propheten aus dem Koran stützen konnten um ihren Massenmord zu begehen. Das darf man nicht wegdenken, ausblenden, ignorieren, sondern es erfordert eine Diskussion.

    • trueQ
    • 12.08.2010 um 14:00 Uhr

    "Amerikaner mögen keine Moslems" ist eine schwachsinnige Aussage. Die Bauherren sind Amerikaner.

    "Kann man die fehlenden Kirchen in Saudi-Arabien wirklich als Grund für die Verweigerung eines Communitycenters in NYC angeben?"

    Das klingt ganz nach: Der Klügere gibt nach.
    Mit meiner Aussage wollte ich die fehlende Empathie betonen. Es wäre ja auch ein leichtes für arabische Christen um Mekka herum ein Grundstück in der Nähe der Kaaba zu kaufen und eine Kirche zu errichten. Warum machen sie das nicht? Weil 10 Minuten nachdem das bekannt wird der wütende Mob die Kirche inklusive Christen massakrieren würde.
    Sie würden das Verhalten Dummeit, ich würde es Empathie nennen.
    Und den Leuten geht dieses mit zweierlei Maß messen auf die Nerven.

    Entfernt. Verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/sh

    Ich liebe Jon Stewart, ein großartiger Komiker. Aber politisch ist er in jeglicher Hinsicht ein Extrem Links-Liberaler, ist ihm wohl bei skurrilen Figuren wie Glenn Beck, Sarah Palin oder Carl Rove, diesen ganzen Neo-Cons, auch nicht zu verdenken, bloß gut daß wir hier keine "rechtsradikalen" Christen dieser Art haben.

    Aber wie soviele Links-Liberale, macht Herr Stewart sich nicht die Mühe, sich mal mit dem Koran auseinanderzusetzen. Friedensfreunde neigen dazu jeder fremden Kultur und Religion einen Persil-Schein zu geben, man will eben nicht argwöhnisch, pessimistisch sein, dem Anderen Böses unterstellen.

    Tatsache ist aber daß der Islam eine HÖCHST fragwürdige Dogmatik in Bezug auf Hass, Gewalt und Mord hat. Hierzulande wird immer noch nicht verstanden daß Mohammed Atta und Glaubensbrüder sich ohne Falschauslegung und direkt auf die Worte des Propheten aus dem Koran stützen konnten um ihren Massenmord zu begehen. Das darf man nicht wegdenken, ausblenden, ignorieren, sondern es erfordert eine Diskussion.

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