Flutkatastrophen-Hilfe Pakistans Taliban eifern um die Flutopfer
Radikalislamisten versuchen aus dem Hochwasser Kapital zu schlagen. Die Taliban bieten 20 Millionen Dollar Fluthilfe – wenn die Regierung auf US-Hilfsgelder verzichtet.
© Behrouz Mehri/AFP/Getty Images

Schwierige Hilfe: So wie dieser Junge in Nowshera brauchen rund 13 Millionen Flutopfer dringend Unterstützung
Seit Beginn der Hochwasser-Katastrophe versuchen die pakistanischen Taliban, sich gegenüber der Bevölkerung als Retter in der Not zu inszenieren. Sie begeben sich mit ihren Wohltätigkeitsorganisationen zu den Opfern, verteilen Nahrung und Medikamente, sammeln Spenden. Nun machen sie sich den Zorn der Bevölkerung zunutze und drängen die Regierung, auf weitere Hilfsgelder aus den USA zu verzichten. "Die Regierung darf amerikanische Hilfe nicht annehmen", sagte ein Sprecher der pakistanischen Taliban-Organisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), Azam Tariq. "Wir verachten Amerika und andere ausländische Hilfe und glauben, dass sie zu Unterwerfung führt." Propaganda, die die Aufständischen mit einem harten Angebot verknüpfen. 20 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro) bieten die Taliban, wenn die Regierung auf US-Hilfe verzichte. Die Taliban würden zudem Hilfsgüter ausliefern, wenn die Regierung garantiere, dass TTP-Mitglieder nicht verhaftet würden, sagte Tariq.
Eine geschickte Initiative, denn das Ansehen der US-nahen pakistanischen Regierung bei ihren eigenen Bürgern ist auf dem Tiefpunkt. Mehr als 13 Millionen Menschen warten in den überfluteten Regionen Pakistans auf Hilfe. Doch während die pakistanischen Behörden angesichts des Ausmaßes der Katastrophe versagen, besucht Präsident Asif Ali Zardari Staatschefs in Europa. Zwar ist er inzwischen zurückgekehrt und besuchte das Katastrophengebiet, doch der politische Fehler ist gemacht. Opposition und Öffentlichkeit werfen Zardari "Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid seines Volkes" vor. In der englischen Stadt Birmingham, die er ebenfalls besucht hatte, bewarf ihn ein Pakistaner gar mit seinen Schuhen, in der islamischen Welt ein Zeichen höchster Geringschätzung.
© ZEIT ONLINE
Vertreter der US-Regierung zeigten sich angesichts der wachsenden Feindseligkeit gegenüber Zardari besorgt. Zuvor hatten die USA angekündigt, weitere 20 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. Damit erhöhte sie ihre Soforthilfe auf insgesamt 55 Millionen Dollar. Wenn das Ausmaß der Schäden genauer einzuschätzen sei, könnten weitere Gelder fließen, kündigte der Chef der Behörde für Notfallhilfe, Mark Ward, an. Seinen Angaben zufolge sollen die mit US-Geldern finanzierten Hilfsgüter in Pakistan von internationalen Organisationen verteilt werden sowie von pakistanischen Nichtregierungsorganisationen, die erwiesenermaßen keine Verbindungen zu den Taliban haben.
Die Lage ist nach den Worten der Helfer vor Ort nach wie vor verheerend. UN-Vertreter hatten die Flut sogar als schwerer als die Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean, das Erdbeben von 2005 in Pakistan und das Beben in Haiti im Januar bezeichnet. Die Hilfsorganisation Oxfam sprach von einer "Mega-Katastrophe", die eine internationale "Mega-Reaktion" erfordere. Die Welthungerhilfe nannte die Flut eine "Katastrophe historischen Ausmaßes".
Für die Helfer ist es zudem einer der schwierigsten Noteinsätze aller Zeiten. "Tausende Dörfer und Städte haben Überflutungen in einem solchen Maßstab seit Generationen nicht gesehen", sagte der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Andrej Mahecic.
Verheerend ist auch der starke Regen, der auch zwei Wochen nach Beginn der heftigsten Monsunregenfälle seit mehr als 80 Jahren nicht aufhört. Viele Hubschrauber, mit denen die Nothilfe in abgelegene Gebiete ins weitestgehend von der Welt abgeschnittene Swat-Tal gebracht werden sollen, konnten nicht starten. Die Helfer benutzen Esel oder gehen zu Fuß. Es scheint so, als würden die Taliban weitere Gelegenheiten bekommen, sich als Retter zu inszenieren.
- Datum 11.08.2010 - 08:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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haben verstanden.
Da wäre angezeigt sofort Euro 200 Millionen Hilfsgüter hin zu fliegen und auszuteilen mit "Das ist von der Allianz" Aufdruck hin zu schicken. Den Reis, das Fleisch und die Bohnen laden dann Bundeswehrler aus. Dann hätte man an Glaubwürdigkeit bei den Alliierten gewonnen und die Taliban ein wenig besiegt.
Da wäre angezeigt sofort Euro 200 Millionen Hilfsgüter hin zu fliegen und auszuteilen mit "Das ist von der Allianz" Aufdruck hin zu schicken. Den Reis, das Fleisch und die Bohnen laden dann Bundeswehrler aus. Dann hätte man an Glaubwürdigkeit bei den Alliierten gewonnen und die Taliban ein wenig besiegt.
genügend radikale Christen nutzen die Opfer auch schamlos aus. Der gleiche Deckmantel: "Hilfe"
In wirklichkeit geht es nur um eines: Missionieren. Die 3 großen Religionen nutzten Probleme von Menschen schon immer aus. Wer braucht sowas sonst: Dieses sich selber anlügen?
Und sich dann wundern, wenn solche ungeliebte Missionare mal zufällig einen Querschläger abbekommen.
Irgendwann müssen Sie sich entscheiden. Wenn Christen das tun was die Taliban tun, ist das für mich gleichermassen abzulehnen.
Oder sie begreifen die Propaganda der Taliban (Hilfeleistung) als Herstellung von Waffengleichheit. Dann manifestieren sie die Argumenation für den Kriegszustand, ohne zu fragen, was die betroffenen Menschen eigentlich wollen.
Dass es böse Menschen in allen Religionen, Weltanschaungen und auf der ganzen Welt gibt, darüber brauchen Sie sicher hier keinen zu belehren.
Zitat
"genügend radikale Christen nutzen die Opfer auch schamlos aus"
Informieren Sie sich doch mal über die Zahl christlicher Hilfsorganisationen, die überall auf der Welt in humanitärem Einsatz sind - übrigens auch für Andersgläubige, dann müßten Sie nicht so unwissend sein.
Übrigens, wie viele muslimische Hilfsorganisationen kennen Sie denn?
Irgendwann müssen Sie sich entscheiden. Wenn Christen das tun was die Taliban tun, ist das für mich gleichermassen abzulehnen.
Oder sie begreifen die Propaganda der Taliban (Hilfeleistung) als Herstellung von Waffengleichheit. Dann manifestieren sie die Argumenation für den Kriegszustand, ohne zu fragen, was die betroffenen Menschen eigentlich wollen.
Dass es böse Menschen in allen Religionen, Weltanschaungen und auf der ganzen Welt gibt, darüber brauchen Sie sicher hier keinen zu belehren.
Zitat
"genügend radikale Christen nutzen die Opfer auch schamlos aus"
Informieren Sie sich doch mal über die Zahl christlicher Hilfsorganisationen, die überall auf der Welt in humanitärem Einsatz sind - übrigens auch für Andersgläubige, dann müßten Sie nicht so unwissend sein.
Übrigens, wie viele muslimische Hilfsorganisationen kennen Sie denn?
Das ist doch die Gelegenheit. Jetzt hat man die "Taliban" endlich einmal greifbar. Während die Taliban die Hilfe verteilt kann man sie leicht festnehmen. Ich würde sofort die Bundeswehr hinschicken. Lässt sich gleichzeitig als humanitärer Einsatz verkaufen......
Ausserdem hat man gleich auch noch die pakistanische Regierung diskreditiert, was einen Einsatz umso mehr rechtfertigt. Letztendlich ist es nur der Westen, in Form der UN, der helfen kann. Damit macht man dann auch gleich den Weg frei für eine Friedenssicherung der US Armee!
Herzlich traurig, dass man diese politischen Scharmützel auf dem Rücken der Flutopfer austrägt. Die stehen bei der ganzen Sache leider nicht im Mittelpunkt!
Unerschöpfliche Geldquellen. Nicht erwirtschaftet auf Grund eines Gemeinwesens mit allen einhergehenden Widersprüchen, sondern auf Grund Söldnerwesens. Denn die Kampfhandlungen bezahlen Sie ja auch. Wer zahlt ist willkommen. Und dass Sie andere Hilfe ausschließen wollen, zeigt die Intention der Hilfeleistung.
Die Taliban werden nun ein perfides Spielchen fortsetzen.
Sie werden westliche NGO- Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen massiv bedrohen und vermitteln: "Liebe Helfer, wenn ihr nicht unter unserer Fuchtel auftretet, werdet ihr bekämpft und ermordet. Also arrangiert euch mit uns Taliban, dann könnt ihr helfen. "
Die Hilfe dieser Organisationen geben die Taliban dann als ihre Hilfe aus. Damit würden dann Ärzte ohne Grenzen die Taliban fördern und stabilisieren, wie sie das schon mit ihrem Krankenhaus in der Helmand-Provinz tun.
Unsere gutmenschlichen Hilfsorganisationen stehen also vor folgenden Alternativen:
a) Sie kooperieren mit den Taliban. Dann können sie helfen und sind einigermaßen sicher. Kooperieren sie nicht, werden sie von Taliban ermordet.
b) Sie unterstellen sich dem Schutz der Nato oder der pakistanischen Armee. Dann können sie zwar helfen, sind aber in Strukturen eingebunden, die sie vor ihren Spendern immer ablehnen. Denn man vertritt ja vor seinen Spendern die Meinung, Sicherheitskräfte seien böse.
c) Man versucht sich in Unabhängigkeit. Nun, dann werden zahlreiche Helfer bald auf der Opferliste stehen, auf der schon 10 Mitarbeiter von IAM stehen.
Es ist schlicht naiv, zu glauben, man könne in diesem Bürgerkriegsgebiet, wozu leider auch Teile Pakistans gehören, neutral bleiben.
Wer menschliches Leid lindern möchte, muss sich dafür nicht mit Taliban arrangieren. Es gibt genug andere Regionen in der Welt, die dringend Hilfe benötigen.
Irgendwann müssen Sie sich entscheiden. Wenn Christen das tun was die Taliban tun, ist das für mich gleichermassen abzulehnen.
Oder sie begreifen die Propaganda der Taliban (Hilfeleistung) als Herstellung von Waffengleichheit. Dann manifestieren sie die Argumenation für den Kriegszustand, ohne zu fragen, was die betroffenen Menschen eigentlich wollen.
Dass es böse Menschen in allen Religionen, Weltanschaungen und auf der ganzen Welt gibt, darüber brauchen Sie sicher hier keinen zu belehren.
in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen, dass das Aufkommen an Hilfe und Spendengeldern der internationalen Gemeinschaft bisher deutlich unter dem sonstigen Niveau bei vergleichbaren Katastrophen liegt...
Ich denke, dass das möglicherweise eine Rolle spielt. Aber die letzten Jahre hat Deutschland und auch die USA schon viel gegeben.
Und wenn man sich dann so etwas von den Taliban anhören muss?.
Würde der um Hilfe Bittende sich einer derartigen Argumentation anschließen, würde ich mich, wäre das ganze auf privater Ebene, zurückziehen und auf die auch nicht so armen Nachbarn verweisen.
Ich denke, dass das möglicherweise eine Rolle spielt. Aber die letzten Jahre hat Deutschland und auch die USA schon viel gegeben.
Und wenn man sich dann so etwas von den Taliban anhören muss?.
Würde der um Hilfe Bittende sich einer derartigen Argumentation anschließen, würde ich mich, wäre das ganze auf privater Ebene, zurückziehen und auf die auch nicht so armen Nachbarn verweisen.
Ich denke, dass das möglicherweise eine Rolle spielt. Aber die letzten Jahre hat Deutschland und auch die USA schon viel gegeben.
Und wenn man sich dann so etwas von den Taliban anhören muss?.
Würde der um Hilfe Bittende sich einer derartigen Argumentation anschließen, würde ich mich, wäre das ganze auf privater Ebene, zurückziehen und auf die auch nicht so armen Nachbarn verweisen.
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