Flutkatastrophe Pakistan rechnet mit jahrelangem Wiederaufbau
20 Millionen Betroffene, vier Millionen Obdachlose, 3400 Tote: Das Ausmaß der Flut ist gewaltig. Präsident Zardari glaubt, sein Land werde sich nicht mehr erholen.
Seit knapp vier Wochen kämpft Pakistan gegen die schlimmste Überschwemmung in der Geschichte des Landes . Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) zufolge sind bis zu 20 Millionen Menschen betroffen , rund ein Fünftel des Territoriums ist durch Wasser verwüstet. Pakistans Präsident Asif Ali Zardari blickt angesichts dieser Ausmaße eher pessimistisch in die Zukunft seines Landes.
Er geht davon aus, dass Pakistan noch Jahre brauchen wird, um sich von den Folgen der Flutkatastrophe zu erholen. "Drei Jahre sind das Minimum", sagte er und fügte hinzu: "Ich denke nicht, dass Pakistan sich vollständig erholen wird." Zudem bestehe die Gefahr, dass islamische Extremisten die Krise ausnutzten . "Es ist eine Herausforderung, sie keine Vorteile aus der Krise ziehen zu lassen." Der Kampf gegen islamische Extremisten gehe weiter.

Diese Satellitenbilder zeigen die Überflutungen im Süden Pakistans. Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht
Kritik an der schleppenden Hilfe am Anfang der Flutkatastrophe wies Zardari zurück: "Man kann immer sagen, es hätte besser laufen können, müssen oder sollen, aber Sie müssen verstehen, wie groß die Aufgabe ist", sagte der Präsident. Es werde Unzufriedenheit und Unmut geben, denn die Erwartungen seien: 'Ich will alles zurück haben, was ich verloren habe'."
Der pakistanische Staatschef war Kritik ausgesetzt , weil er zu Beginn der Überschwemmung seine Europareise fortsetzte, anstatt sich in der Heimat um das Katastrophenmanagement zu kümmern. Nun versicherte Zardari, dass seine Regierung versuchen werde, den Menschen maximale Hilfe zu gewähren. Zudem arbeite man an einem Konzept für einen besseren Hochwasserschutz.
Zunächst aber geht es für die vielen Helfer vor Ort darum, Millionen Flutopfer mit Nahrung, Trinkwasser und Medikamenten zu versorgen. Nach Schätzungen der UN haben rund eine Million Menschen noch keinerlei Hilfe bekommen. Mehr als vier Millionen sind obdachlos. Zahlreiche Regionen seien noch immer von der Außenwelt abgeschnitten, da das Hochwasser Straßen und Brücken zerstört habe. Vor allem am Unterlauf des Indus im Süden des Landes bleibt die Lage angespannt. Rund 3400 Menschen starben bislang.
Besorgniserregend sei auch die Ausbreitung von Krankheiten, besonders häufig seien Durchfall und Hauterkrankungen. Etwa 1,5 Millionen Flutopfer müssten medizinisch versorgt werden, sagte UN-Sprecher Maurizio Giuliano. Der pakistanische Premier Yousuf Raza Gilani kündigte ein Treffen an, dabei soll es um Gesundheit und Hygiene in den Überschwemmungsgebieten gehen. Auch auf die Verhinderung von Seuchen konzentrieren sich die Helfer derzeit stark.
- Datum 24.08.2010 - 10:51 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
- Kommentare 8
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Emirate, Oman müssen jetzt als Vorbild für die westliche Welt den Glaubensbrüdern massiv zur Seite stehen! Nicht heimlich, irgendwie hintenrum, sondern stündlich über Hubschrauber Medikamente, Wasser, Babynahrung, Sanitäter, Ärzte, Nahrungsmittel, Generatoren, Techniker mit Wasser-Wiederaufvereitungsanlagen abwerfen!
Dann wird die gesamte westliche Welt beeindruckt sein und mit den Vereinten Nationen gemeinsam den Staaten am Persischen Golf helfen.
Wenn aber die islamischen Glaubensbrüder, denen z.Teil Geld und Devisen schon aus den Ohren wachsen, ihrer eigenen islamischen Welt keine Hilfe gewähren - aus welchen Gründen auch immer -, dann wird unsere Hilfe auf Dauer nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein - und letztlich versickern.
Ich finde in der Tat obszön, um vornehm zu sprechen, wie hedonistisch-ignorant man in den Ölstaaten das Geld verprasst und sich in Großmannssucht immer neuer Rekorde in Beton und Kitsch sonnt aber selbst europäische Kleinstaaten mehr für karitative Zwecke in arme Länder spenden als die in "Cash" schwimmenden Ölstaaten. Solch eine Gier und Weltvergessenheit wie der Petrofeudalismus am arabischen Golf hat auch der Turbokapitalismus der Chicago Boys nicht hervorgebracht (die USA sind der mit Abstand weltgrößte Geber für Spenden und Entwicklungszusammenarbeit, vom "kleinen Mann" bis zu Bill Gates ist das dort "ehrensache"). Das wäre mal wünschenswerte Amerikanisierung.
Saudi-Arabien sendete bisher 16 Großraumflugzeuge mit Tausenden Tonnen an Hilfsgütern. (Von Ägypten und Syrien aus sind ebenfalls Flugzeuge auf dem Weg.) Jordanien hat ein Ärzteteam geschickt mit 3,5 Tonnen Medikamenten und 20.000 Impfungen gegen Cholera, Typhus und anderen Krankheiten. Der Iran hat transportiert auf den Landweg 440.000 Tonnen Hilfsgüter.
"Muslim Aid" (gegründet von Cat Stevens), "Islamic Relief" und "Muslime helfen" rufen weltweit zu Spenden auf um den Opfern zu helfen.
(Quelle : http://kurier.at/nachrich...)
"Saudi-Arabien und die USA machen einander den ersten Platz als Großspender streitig"
hier nachzulesen
http://derstandard.at/128...
Klar helfen arabische Staaten. Aber so langsam ist es hier die Kultur sofort mit dem Finger auf irgendjemanden zu zeigen, ohne sich überhaupt zu informieren, bei der Vielfacht an Medien und öffentliche Bibliotheken.
Schade eigentlich.
MFG
Ich finde in der Tat obszön, um vornehm zu sprechen, wie hedonistisch-ignorant man in den Ölstaaten das Geld verprasst und sich in Großmannssucht immer neuer Rekorde in Beton und Kitsch sonnt aber selbst europäische Kleinstaaten mehr für karitative Zwecke in arme Länder spenden als die in "Cash" schwimmenden Ölstaaten. Solch eine Gier und Weltvergessenheit wie der Petrofeudalismus am arabischen Golf hat auch der Turbokapitalismus der Chicago Boys nicht hervorgebracht (die USA sind der mit Abstand weltgrößte Geber für Spenden und Entwicklungszusammenarbeit, vom "kleinen Mann" bis zu Bill Gates ist das dort "ehrensache"). Das wäre mal wünschenswerte Amerikanisierung.
Saudi-Arabien sendete bisher 16 Großraumflugzeuge mit Tausenden Tonnen an Hilfsgütern. (Von Ägypten und Syrien aus sind ebenfalls Flugzeuge auf dem Weg.) Jordanien hat ein Ärzteteam geschickt mit 3,5 Tonnen Medikamenten und 20.000 Impfungen gegen Cholera, Typhus und anderen Krankheiten. Der Iran hat transportiert auf den Landweg 440.000 Tonnen Hilfsgüter.
"Muslim Aid" (gegründet von Cat Stevens), "Islamic Relief" und "Muslime helfen" rufen weltweit zu Spenden auf um den Opfern zu helfen.
(Quelle : http://kurier.at/nachrich...)
"Saudi-Arabien und die USA machen einander den ersten Platz als Großspender streitig"
hier nachzulesen
http://derstandard.at/128...
Klar helfen arabische Staaten. Aber so langsam ist es hier die Kultur sofort mit dem Finger auf irgendjemanden zu zeigen, ohne sich überhaupt zu informieren, bei der Vielfacht an Medien und öffentliche Bibliotheken.
Schade eigentlich.
MFG
Ich finde in der Tat obszön, um vornehm zu sprechen, wie hedonistisch-ignorant man in den Ölstaaten das Geld verprasst und sich in Großmannssucht immer neuer Rekorde in Beton und Kitsch sonnt aber selbst europäische Kleinstaaten mehr für karitative Zwecke in arme Länder spenden als die in "Cash" schwimmenden Ölstaaten. Solch eine Gier und Weltvergessenheit wie der Petrofeudalismus am arabischen Golf hat auch der Turbokapitalismus der Chicago Boys nicht hervorgebracht (die USA sind der mit Abstand weltgrößte Geber für Spenden und Entwicklungszusammenarbeit, vom "kleinen Mann" bis zu Bill Gates ist das dort "ehrensache"). Das wäre mal wünschenswerte Amerikanisierung.
Saudi-Arabien sendete bisher 16 Großraumflugzeuge mit Tausenden Tonnen an Hilfsgütern. (Von Ägypten und Syrien aus sind ebenfalls Flugzeuge auf dem Weg.) Jordanien hat ein Ärzteteam geschickt mit 3,5 Tonnen Medikamenten und 20.000 Impfungen gegen Cholera, Typhus und anderen Krankheiten. Der Iran hat transportiert auf den Landweg 440.000 Tonnen Hilfsgüter.
"Muslim Aid" (gegründet von Cat Stevens), "Islamic Relief" und "Muslime helfen" rufen weltweit zu Spenden auf um den Opfern zu helfen.
(Quelle : http://kurier.at/nachrich...)
"Saudi-Arabien und die USA machen einander den ersten Platz als Großspender streitig"
hier nachzulesen
http://derstandard.at/128...
Klar helfen arabische Staaten. Aber so langsam ist es hier die Kultur sofort mit dem Finger auf irgendjemanden zu zeigen, ohne sich überhaupt zu informieren, bei der Vielfacht an Medien und öffentliche Bibliotheken.
Schade eigentlich.
MFG
Kann man nicht einfach mal helfen, ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob der Nachbar auch hilft?
Es geht doch nicht darum zu analysieren, wie muslimische Länder nun mit "ihren" Problemen klarkommen. Wie die beiden Kommentare zuvor verdeutlicht haben, helfen auch SaudiArabien usw.
Aber auch WENN es nicht der Fall wäre: Ist das ein Grund für den Westen auch die Augen zu schließen und so zu tun, als ob alles über die Grenze hinweg das Problem anderer ist?
... wie manche Leute sich anmaßen, über ein Land zu urteilen, von dem sie kaum wissen, wo es liegt, und mit dessen Bewohner sie wohl kaum Kontakt gehabt haben, deren Wissen über dieses Land auch sehr begrenzt sein dürfte. Den Islamismus als Grund heranzuziehen, Kinder elendig verhungern zu lassen, ist mehr als armselig. Und vergessen wir nicht, dass vor nicht allzu langer Zeit fast ganz Deutschland einem kompletten Idioten hinthergerannt ist, der dann ganz Europa mit einem Krieg überzogen hat, nur weil er ihnen das Blaue vom Himmel versprochen hatte. Gerade wir sollten in Pakistan helfen!
Bei jeder Naturkatastrophe, aber auch in Fällen von Krieg oder Bürgerkrieg sollten weder religiöse Weltanschauungen noch politische Orientierungen etc. eine Rolle spielen, wenn es darum geht, Menschen in Not zu helfen. Doch nicht nur im Notfall, auch bei Wiederaufbau oder Entwicklung unterentwickelter Regionen und Staaten sollte das Wohl der Menschen und die Schaffung von elementaren Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft der Bevölkerung im Vordergrund stehen. Hilfe zur Selbsthilfe muss über Bildung, "Gute Regierungsführung",(minimale) medizinische Hilfe oder bescheidene lokale Projekte hinaus gehen. Und sollte diese von außen kommende Hilfe möglicherweise sogar unfähigen Regierungen oder Politikern eine - unverdiente - positive Presse bringen: was soll´s? Wenn es den Menschen hilft, hilft das vielleicht sogar unfähigen Regierungen, sich mehr und besser zu engagieren - was wiederum der Bevölkerung helfen könnte.
Traurig ist nur, heute zu erfahren, dass eine effektive Hilfe in Pakistan so gefährlich ist, dass sich viele Organisationen - und unternehmen, die technische Hilfe leisten - ihr Personal abziehen müssen, weil das Leben der Helfer und Techniker in höchstem Maße gefährdet ist. Und will man trotzdem helfen benötigt man spezielle Sicherheitsfirmen, die horrendes Geld kosten, das den Menschen in Not fehlen wird.
Das, genau das, sollte man der Öffentlichkeit klar machen. Dass die Taliban nicht mehr helfen, sondern Hilfe verhindern. Und schon wieder Religion...
... wenn wir so viel Geld ausgeben, um Strukturen zu unterhalten, damit wir schnell, zielsicher und schlagkräftig andere töten können. Gibt es irgendwo ein Elend, hört man eigentlich nur wenig davon, dass diese Strukturen schnell, zielsicher und schlagkräftig helfen. Statt dessen wird überall um Geld gebettelt, eine Vielzahl von Organisationen tritt sich gegenseitig auf die Füße ( oder geht sich aus dem Weg ), es dauert Wochen, bis mal endlich ein Krümel Hilfe ankommt und zuvörderst eingeschwebt sind die Medien, um sich gegenseitig mit Elendsbildern zu überbieten. Ich nabe immer mehr Zweifel am Namen homo "sapiens sapiens".
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