HitzewelleRussland bekommt Waldbrände nicht unter Kontrolle

Die Suche nach den Schuldigen hat begonnen, ein Ende der Feuer ist aber nicht in Sicht. In Moskau sollen die Menschen zu Hause bleiben, zum Schutz vor giftiger Luft.

Viele Menschen in Russland sind durch die Waldbrände obdachlos geworden

Viele Menschen in Russland sind durch die Waldbrände obdachlos geworden

Innerhalb eines Tages sind nach Angaben des nationalen Krisenzentrums landesweit rund 300 neue Brände ausgebrochen. Die Lage bleibe "angespannt und gefährlich", sagte Ministerpräsident Wladimir Putin während eines Besuchs bei Feuerwehrleuten in der mit am schlimmsten betroffenen Region Woronesch. Die Zahl der Brände beläuft sich aktuell auf 520.

Um die Brände einzudämmen, setzt die Regierung außer Hunderttausenden Rettungskräften nun auch 10.000 Soldaten ein. Dies seien doppelt so viele wie bisher, teilte das Verteidigungsministerium nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit. Die Soldaten sollen mit schwerer Technik Brandschneisen schlagen und Wasserleitungen legen.

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Für die Bewohner der Hauptstadt Moskau wird die Situation zunehmend unerträglich. Dichte Rauchschwaden der Brände hingen über der 10-Millionen-Metropole. Die Konzentration des gefährlichen Kohlenmonoxids stieg nach Angaben von Medizinern dramatisch an: Jeder Bewohner Moskaus atme innerhalb weniger Stunden die Konzentration des Giftstoffes ein, wie sie dem Konsum von 40 Zigaretten entspreche, berichteten Ärzte. Die Behörden forderten die Bewohner Moskaus auf, trotz der unerträglichen Hitze in ihren Wohnungen zu bleiben. 

Die Brände sind die verheerendsten seit fast 40 Jahren. Tausende Menschen sind durch die Feuer obdachlos geworden, in sieben Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 48. Präsident Dmitrij Medwedjew brach seinen Urlaub ab, um an einer Sondersitzung des Sicherheitsrates teilzunehmen.

Derweil hat Russland seine Atomanlage in Sarow geräumt . In dem etwa 500 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Komplex bestehe nach dem Abtransport der radioaktiven Materialien kein Risiko eines Unfalls mehr, sagte der Chef der Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirjenko. Dennoch ist das Zentrum weiter von Flammen bedroht. Allein hier waren mehr als 2000 Feuerwehrleute im Einsatz.

Durch die Brände bereits zerstört wurde ein Marine-Nachschubzentrum in Kolomna südöstlich von Moskau. Medwedjew entließ deshalb mehrere ranghohe Offiziere "wegen disziplinarrechtlicher Verstöße". Ferner habe er Marine-Oberbefehlshaber Wladimir Wysozki und dessen Stellvertreter Alexander Tatarinow verwarnt. "Wenn etwas Ähnliches andernorts passiert, werde ich ohne Gnade auf die gleiche Art verfahren", sagte der Staatschef.

In der Region Swerdlowsk im Ural ermittelte die Staatsanwaltschaf wegen Fahrlässigkeit gegen die Verantwortlichen eines Nationalparks. Ihnen wird vorgeworfen, nicht rechtzeitig Maßnahmen gegen die Brände eingeleitet zu haben. Die russischen Behörden warfen zudem Camping-Urlaubern in ganz Russland vor, die Lage durch unbeaufsichtigte Lagerfeuer noch verschlimmert zu haben.

Kritiker haben indes bemängelt, die Regierung habe zu langsam und zu spät auf die Katastrophe reagiert. So sei unter der Präsidentschaft Putins 2006 der Schutz der riesigen russischen Forsten dezentralisiert und für wirtschaftliche Zwecke gelockert worden. Unter anderem seien die 70.000 Waldhüter abgeschafft worden, die sofort jeden Brand gemeldet hätten.

 
Leserkommentare
  1. Auch wenn nun die Uninformierten wissen was es alle geben darf und was nicht, könnte dies in einen Atomkrieg führen oder zu Gegenangriffen.

    Die Russen haben mit ihren "Spechtsendungen" damit einst begonnen. Ich konnte sie damals im KW Bereich hören.

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    Hallo Herr Klemm,

    wenn Sie nur wüssten...

    еслиб Вы только знали...

    Grüße

    Hallo Herr Klemm,

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    еслиб Вы только знали...

    Grüße

  2. 2. HAARP

    Hallo Herr Klemm,

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