Waldbrände in Russland Flammen könnten Tschernobyls Altlasten aufwirbeln
Die Brände in Russland breiten sich aus, die Regierung gerät unter Druck. Die Behörden fürchten, in Tschernobyl-verseuchten Regionen könne radioaktiver Staub aufsteigen.
© Natalia Kolesnikova/AFP/Getty Images

Die Flammen wüten weiter: Helfer im Einsatz rund um das Dorf Golovanovo in der Provinz Rjasan
Trotz Zehntausender Einsatzkräfte bekommt Russland die verheerenden Waldbrände nicht in den Griff. "In den vergangenen 24 Stunden hat die Zahl der Feuer abgenommen, aber das ist kein Grund zum Jubeln", sagte Zivilschutzminister Sergej Schoigu in Moskau. "Heute hat sich die Situation in der Region Rostow verschlimmert und wir stellen fest, dass die Feuer weiter Richtung Süden wandern", sagte Schoigu.
Sein Ministerium entwirft ein bedrohliches Szenario: Es bestehe die Gefahr, dass der Boden, der 1986 durch die Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl (Ukraine) besonders verseucht wurde, mit den Flammen und der Asche in die Luft gewirbelt werden könnte. "Wenn dort ein Feuer ausbricht, könnten mit dem Rauch radioaktive Partikel emporsteigen", sagte Zivilschutzminister Schoigu. In der Folge könnten weitere Gebiete verstrahlt werden. Es werde alles getan, um dies zu verhindern, sagte Schoigu. Vor allem die Region Brjansk in der Nähe der Ukraine und Weißrusslands werde mit zusätzlichen Schadstoffmessungen kontrolliert.
© ZEIT ONLINE
Einem Bericht der russischen Regierungszeitung Rossijskaja Gaseta zufolge schätzt die russische Führung die Lage angesichts der Brände weiter als "katastrophal" ein. Laut Zivilschutzministerium standen insgesamt etwa 200.000 Hektar Land in Flammen, eine Fläche ungefähr so groß wie das Saarland. Die Zahl der Toten stieg den Angaben zufolge auf 50, trotz des Einsatzes von 162.000 Brandbekämpfern. Zudem wurden Hunderte Menschen verletzt, Tausende sind obdachlos. Dutzende Dörfer hat das Feuer zerstört. Hilfsorganisationen und Beobachter zweifeln jedoch an den offiziellen Daten und gehen vielmehr davon aus, dass die Opferzahlen und die Schäden größer sind als bisher bekannt gegeben.
Und die Lage dürfte sich weiter verschärfen: Die Temperaturen sollen in vielen Regionen auf mehr als 40 Grad steigen und fünf Tage lang auf diesem Niveau verharren. Es gibt also weiter keinen Regen in der größten Gluthitze seit mehr als 130 Jahren. Russische Medien berichteten von immer neuen Brandherden, die Regierung spricht derzeit von etwa 1000 Einzelfeuern im ganzen Land. Die Hauptstadt Moskau ist noch immer in Smog gehüllt von den Torfbränden des Umlandes. Zudem griff die Feuersbrunst auf die russische Teilrepublik Dagestan in der Konfliktregion Nordkaukasus über und vernichtete in einem Dorf fast 60 Häuser.
Um der Situation endlich Herr zu werden, will die russische Regierung ihre Bemühungen weiter verstärken. Bis Montag will Ministerpräsident Wladimir Putin einen Plan vorlegen, der eine bessere technische Ausstattung der Feuerwehren und einen intensiveren Brandschutz vorsieht, berichtete Rossijskaja Gaseta . Demnach sollen mehr Löschflugzeuge aufsteigen. Bislang sind gerade mal sechs im Einsatz. Und die Bewachung besonders gefährlicher Objekte soll festgelegt werden.
Am Donnerstag brachten Soldaten bereits Raketen und Artillerie aus einem Munitionslager an einen sicheren Ort. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben sich die Waldbrände zudem bedrohlich der Garnison in Naro-Fominsk genähert. Die Anlage liegt im Moskauer Wehrbezirk. In der Umgebung des atomaren Forschungszentrums in Sarow, rund 400 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt, verhinderten zahlreiche Helfer ein Vordringen der Flammen .
- Datum 06.08.2010 - 08:01 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Sonst ist man doch immer ganz schnell mit internationalen Hilfeleistungen. Warum wird Russland nicht mit Arbeitskraft und Maschinen geholfen?
Warten wir auf das Bitten und Betteln Russlands? Ist Russland zu stolz, um um Hilfe zu fragen?
Was ist da los? Es kann doch nicht sein, dass solch eine Katastrophe stattfindet und keiner hilft!
...wie lange hats gedauert bis die USA um Hilfe bat als New Orleans unterging?
Es gibt eben immer noch Länder die entweder die Katastrophe unterschätzen oder es als Schwäche ansehen andere um Hilfe zu bitten. Vielleicht auch beides.
Mein erster Gedanke war auch das man die Spanier und Griechen fragen sollte wie die mit Waldbränden umgehen - die sind bestimmt Experten in dem Gebiet.
Zwingen kann man ja niemanden Hilfe anzunehmen, also muss man warten.
Ich weiß nicht wie es mit anderen Ländern aussieht aber das deutsche Hilfsangebot wurde von Russland ausgeschlagen.
Mit minimaler Recherche hätten auch Sie herausgefunden, dass Frau Merkel Herrn Medwedew bereits am Dienstag deutsche Hilfe angeboten hat; genau wie die EU. Er hat dies freundlich abgelehnt.
...wie lange hats gedauert bis die USA um Hilfe bat als New Orleans unterging?
Es gibt eben immer noch Länder die entweder die Katastrophe unterschätzen oder es als Schwäche ansehen andere um Hilfe zu bitten. Vielleicht auch beides.
Mein erster Gedanke war auch das man die Spanier und Griechen fragen sollte wie die mit Waldbränden umgehen - die sind bestimmt Experten in dem Gebiet.
Zwingen kann man ja niemanden Hilfe anzunehmen, also muss man warten.
Ich weiß nicht wie es mit anderen Ländern aussieht aber das deutsche Hilfsangebot wurde von Russland ausgeschlagen.
Mit minimaler Recherche hätten auch Sie herausgefunden, dass Frau Merkel Herrn Medwedew bereits am Dienstag deutsche Hilfe angeboten hat; genau wie die EU. Er hat dies freundlich abgelehnt.
Entfernt. Beteiligen Sie sich bitte mit konstruktiven Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sh
Postulierte man nicht erst, dass die ehemalige Sperrzone von Tschernobyl mittlerweile zu einem der saubersten Orte geworden sein soll, und damit auch zum Naturschutzgebiet erklärt wurde?
Und jetzt doch wieder Altlasten?
Ein Teil der Radioaktiven Partikel wird in Planzen und Tieren gebunden sein - radioaktives Jod zum Beispiel - wenn dann so ein Baum abbrennt wird das Material wieder freigesetzt.
Insgesamt ist die Strahlung soweit ich weiß nicht besonders hoch - nur ist hier die Frage wie viel ist in Pflanzen, wie viel in Tieren, wie viel knapp unter der Erde - denn zerfallen konnte alles so schnell nicht.
Wenn ich mich nicht irre gibt es auf dem Bikini Atoll Bäume deren Obst ungenießbar ist - denn die Bäume sind radioaktiv, ebenso das Obst - aber trotzdem kann man sich in der Gegend eigentlich ganz sicher aufhalten - denn die Umgebungsstrahlung ist nicht bedeutend höher.
Was mich auch interessiert - warum wird sofort an den russischen Zahlen gezweifelt? - Bei anderen Länder, vor allem in Westeuropa ist das doch nicht Standard.
Und nebenbei wünsche ich den russischen Behörden viel Glück bei der Bekämpfung der Brände!
Der alte Reaktor steht immer noch, wurde nur ummantelt und der läuft auch noch, soweit mein Kenntnisstand.
Desweiteren ist es derzeit nicht möglich das Ding abzuschalten weil wegen der hohen Strahlung keiner da rein will, selbst mit 10meter dicken Bleianzügen nicht.
Ein Teil der Radioaktiven Partikel wird in Planzen und Tieren gebunden sein - radioaktives Jod zum Beispiel - wenn dann so ein Baum abbrennt wird das Material wieder freigesetzt.
Insgesamt ist die Strahlung soweit ich weiß nicht besonders hoch - nur ist hier die Frage wie viel ist in Pflanzen, wie viel in Tieren, wie viel knapp unter der Erde - denn zerfallen konnte alles so schnell nicht.
Wenn ich mich nicht irre gibt es auf dem Bikini Atoll Bäume deren Obst ungenießbar ist - denn die Bäume sind radioaktiv, ebenso das Obst - aber trotzdem kann man sich in der Gegend eigentlich ganz sicher aufhalten - denn die Umgebungsstrahlung ist nicht bedeutend höher.
Was mich auch interessiert - warum wird sofort an den russischen Zahlen gezweifelt? - Bei anderen Länder, vor allem in Westeuropa ist das doch nicht Standard.
Und nebenbei wünsche ich den russischen Behörden viel Glück bei der Bekämpfung der Brände!
Der alte Reaktor steht immer noch, wurde nur ummantelt und der läuft auch noch, soweit mein Kenntnisstand.
Desweiteren ist es derzeit nicht möglich das Ding abzuschalten weil wegen der hohen Strahlung keiner da rein will, selbst mit 10meter dicken Bleianzügen nicht.
...wie lange hats gedauert bis die USA um Hilfe bat als New Orleans unterging?
Es gibt eben immer noch Länder die entweder die Katastrophe unterschätzen oder es als Schwäche ansehen andere um Hilfe zu bitten. Vielleicht auch beides.
Mein erster Gedanke war auch das man die Spanier und Griechen fragen sollte wie die mit Waldbränden umgehen - die sind bestimmt Experten in dem Gebiet.
Zwingen kann man ja niemanden Hilfe anzunehmen, also muss man warten.
Um das Feuer herum legen, damit kann man den Schaden wenigstens in Grenzen halten, wenn auch nicht wirklich eindämmen...
Um das Feuer herum legen, damit kann man den Schaden wenigstens in Grenzen halten, wenn auch nicht wirklich eindämmen...
Ein Teil der Radioaktiven Partikel wird in Planzen und Tieren gebunden sein - radioaktives Jod zum Beispiel - wenn dann so ein Baum abbrennt wird das Material wieder freigesetzt.
Insgesamt ist die Strahlung soweit ich weiß nicht besonders hoch - nur ist hier die Frage wie viel ist in Pflanzen, wie viel in Tieren, wie viel knapp unter der Erde - denn zerfallen konnte alles so schnell nicht.
Wenn ich mich nicht irre gibt es auf dem Bikini Atoll Bäume deren Obst ungenießbar ist - denn die Bäume sind radioaktiv, ebenso das Obst - aber trotzdem kann man sich in der Gegend eigentlich ganz sicher aufhalten - denn die Umgebungsstrahlung ist nicht bedeutend höher.
Was mich auch interessiert - warum wird sofort an den russischen Zahlen gezweifelt? - Bei anderen Länder, vor allem in Westeuropa ist das doch nicht Standard.
Und nebenbei wünsche ich den russischen Behörden viel Glück bei der Bekämpfung der Brände!
hat Hilfe angeboten. Wann und in welcher Form ist nicht bekannt.
Bitte benennen Sie Politiker bei ihren richtigen Namen. Danke. Die Redaktion/sh
Dort ist nichts mehr verstrahlt!
Die Forscher wo dort leben und Messungen durchführen, die bauen dort Mittlerweile sogar Obst an und essen es auch.
Die Forscher "die wo dort leben", wissen welche Pflanzen die vorkommenden radioaktiven Elemente absorbieren, und welche nicht. Sie essen jene Pflanzen die wenig radioaktive Elemente aufnehmen.
Tier und Pflanzenwelt gedeihen prächtig in Prypiat und auf Bikini. Der Mensch hat sich dort selbst ausgesperrt. Die Umwelt hat sich angepasst.
Radioaktives Iod, Cäsium und Strontium finden sich besonders in Pflanzen bis zu einem meter höhe, und aufgrund Chemischer ähnlichkeit zu Calcium besonders in Knochen von Tieren.
Tiere dort haben merkwürdigerweise eine normale Lebensspanne. Ihr Körper wehrt sich gegen den Zellverfall und DNA Schäden werden korrigiert. Tiere die sich nicht auszehren, wie zum Beispiel Zugvögel leben völlig unaufällig und haben auch keine Horrormutationen.
Die Feuer würden eine einmalige Umwelt zerstören.
Der russische Minister sollte seine Kollegen fragen, ehe er solche Ängste schürt. Es war genug Zeit, um in Boden Holz, tierischen und pflanzlichen Produkten die Radioaktivität zu messen und ich bin sicher, die russischen Strahlenschützer haben das auch getan und keine Einwände gegen den Verzehr dort angebauter Lebensmittel erhoben.
Die Forscher "die wo dort leben", wissen welche Pflanzen die vorkommenden radioaktiven Elemente absorbieren, und welche nicht. Sie essen jene Pflanzen die wenig radioaktive Elemente aufnehmen.
Tier und Pflanzenwelt gedeihen prächtig in Prypiat und auf Bikini. Der Mensch hat sich dort selbst ausgesperrt. Die Umwelt hat sich angepasst.
Radioaktives Iod, Cäsium und Strontium finden sich besonders in Pflanzen bis zu einem meter höhe, und aufgrund Chemischer ähnlichkeit zu Calcium besonders in Knochen von Tieren.
Tiere dort haben merkwürdigerweise eine normale Lebensspanne. Ihr Körper wehrt sich gegen den Zellverfall und DNA Schäden werden korrigiert. Tiere die sich nicht auszehren, wie zum Beispiel Zugvögel leben völlig unaufällig und haben auch keine Horrormutationen.
Die Feuer würden eine einmalige Umwelt zerstören.
Der russische Minister sollte seine Kollegen fragen, ehe er solche Ängste schürt. Es war genug Zeit, um in Boden Holz, tierischen und pflanzlichen Produkten die Radioaktivität zu messen und ich bin sicher, die russischen Strahlenschützer haben das auch getan und keine Einwände gegen den Verzehr dort angebauter Lebensmittel erhoben.
Der alte Reaktor steht immer noch, wurde nur ummantelt und der läuft auch noch, soweit mein Kenntnisstand.
Desweiteren ist es derzeit nicht möglich das Ding abzuschalten weil wegen der hohen Strahlung keiner da rein will, selbst mit 10meter dicken Bleianzügen nicht.
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