Integration Kritik an Sarrazin wird lauter

Thilo Sarrazins erneute Provokationen und Hetze sorgen für Empörung. Die SPD würde ihn gerne los. Kritik kommt auch von der Bundeskanzlerin und dem Zentralrat der Juden.

Wäre gern lebenslang SPD-Mitglied: Thilo Sarrazin

Wäre gern lebenslang SPD-Mitglied: Thilo Sarrazin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin scharf für dessen jüngste Äußerungen zu Ausländern in Deutschland kritisiert. "Die Äußerungen sind vollkommen inakzeptabel", sagte Merkel am Sonntag in der ARD. Sie seien zudem "ausgrenzend" und machten "ganze Gruppen verächtlich", sagte die Kanzlerin. Sarrazin erschwere durch seine Aussagen die Auseinandersetzung mit dem Thema Integration. "Die Art und Weise, wie hier geredet wird, spaltet die Gesellschaft", sagte Merkel. Zugleich legte die Bundeskanzlerin der Bundesbank Konsequenzen nahe. Die Bundesbank sei zwar unabhängig, sagte Merkel. "Ich bin mir aber sicher, dass man auch in der Bundesbank darüber sprechen wird." Bei der Notenbank gehe es nicht nur um Geld. "Die Bundesbank ist für unser ganzes Land ein Aushängeschild", sagte Merkel. Sie glaube deshalb, dass die Äußerungen Sarrazins auch in der Bundesbank diskutiert würden.

Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Sarrazin nach seinen Äußerungen über Juden scharf kritisiert und ihm Rassismus und das Schüren von Hass vorgeworfen. "Sarrazin hat endgültig eine rote Linie" überschritten, sagte der Vizepräsident des Zentralrates, Dieter Graumann. Der SPD-Politiker stütze sich mit seinen Behauptungen auf die Rassentheorien der Nationalsozialisten. "Man darf zu solchen Thesen nicht schweigen." Der Generalsekretär des Zentralrates, Stephan Kramer, erläuterte: "Wer die Juden über ihr Erbgut zu definieren versucht, auch wenn das vermeintlich positiv gemeint ist, erliegt einem Rassenwahn, den das Judentum nicht teilt." Sarrazin versuche nicht zum ersten Mal, Minderheiten zu polarisieren und gegeneinander aufzubringen.

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Sarrazin, der früher Berliner Finanzsenator war, sprach in einem Interview von Welt am Sonntag und Berliner Morgenpost über die kulturelle Identität, die seiner Ansicht nach eine Integration von Muslimen in Deutschland verhindert. Auf die Frage, ob es "auch eine genetische Identität" gibt, antwortete er: "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden."

FDP-Chef Guido Westerwelle kritisierte, Sarrazin unterstelle Kindern aus Ausländerfamilien generell mangelnden Bildungswillen. "Herr Sarrazin leitet Wasser auf die Mühlen des Rassismus und des Antisemitismus", sagte der Vizekanzler dem Bonner General-Anzeiger . Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) rügte in der Bild am Sonntag : "Jede Provokation hat ihre Grenzen. Diese Grenze hat der Bundesbankvorstand Sarrazin mit dieser ebenso missverständlichen wie unpassenden Äußerung eindeutig überschritten."

Die erste türkischstämmige und muslimische Ministerin in Deutschland, Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU), warf Sarrazin vor, Migranten mit seinen umstrittenen Thesen zu verletzen und pauschal zu diskreditieren. "Es gibt unendlich viele fleißige Zuwanderer – diese verdienen Respekt, nicht Häme", sagte sie der Bild am Sonntag . "Alle jene, die sich einbringen, die ihre Kinder motivieren, die Deutsch lernen, die als Arbeitnehmer Steuern zahlen, die als Unternehmer Arbeitsplätze schaffen – sie alle verdienen Respekt." Sarrazin aber verletze diese aufrichtigen Menschen mit seinen Pauschalurteilen, sagte die Ministerin, deren Eltern 1963 aus der Türkei nach Deutschland kamen.

Auch Hessens scheidender Ministerpräsident Roland Koch (CDU), der sich zuvor noch hinter Sarrazin gestellt hatte , distanzierte sich nun: "Die Äußerungen Sarrazins sind unerträglich. Damit stellt er sich völlig ins Abseits", auch wenn er vorhandene Probleme anspreche, sagte Koch derselben Zeitung.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast forderte den Bundesbankvorstand auf, "endlich eine klaren Beschluss zur Ablösung (Sarrazins) zu fassen". Ähnlich äußerte sich das SPD- Präsidiumsmitglied Ralf Stegner im Hamburger Abendblatt . Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, sagte: "Er muss zurücktreten oder zurückgetreten werden." Linke-Vize Katja Kipping forderte eine parteiübergreifende Bundestagsresolution für eine Abberufung.

In der SPD wird es für Sarrazin eng – auch wenn er sich selbst unbeirrt zeigt. "Ich nehme mein SPD-Parteibuch mit ins Grab", sagte Sarrazin in einem Interview mit Frankfurter Allgemeine Zeitung . Sein Berliner SPD-Landesverband will ein Parteiausschlussverfahren prüfen, wie der Landesvorsitzende Michael Müller sagte. "Dauerhaft kann es eine Partei nicht mittragen, wenn ein Mitglied gegen ihre Grundsätze verstößt." Ein früheres Parteiordnungsverfahren hatte allerdings nicht zum Ausschluss Sarrazins geführt. Am 6. September will der Landesvorstand erneut über die Zukunft Sarrazins beraten. Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), erhob schwere Vorwürfe gegen Sarrazin.

 
Leser-Kommentare
    • cgh
    • 29.08.2010 um 18:12 Uhr

    Genau wegen dieser sollte sich die Politik nicht einmischen, was den Posten des Herrn S. dort betrifft! Da ich nicht Politiker bin, kann ich frei heraus sagen, dass ich es begrüßenswert fände, Herr. S. würde vom Vorstand der Bundesbank unmissverständlich zum Rücktritt aufgefordert.

    Dem Parteiausschluss aus der SPD sähe ich genauso gerne. Das gäbe der SPD ein Stück Glaubwürdigkeit wieder.

    Im Übrigen ist die ganze Sch...e um Herrn S. ein unglaublich würdeloses Spektakel, je eher beendet, um so besser. Dem Pressegott sei Dank, dass darüber noch nicht Viel in der ausländischen Presse zu finden ist.

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    sollte er zurücktreten? Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Die Medien sind selbst schuld, wenn sie von 5 Seiten 3 mit Sarazzin Zitaten füllen.

    • Varech
    • 29.08.2010 um 19:58 Uhr

    Eher doch wohl Staatsraison, z.B. gleich westlich von D, wo man sich gewöhnlich kaum eine Gelegenheit entgehen lässt, was D betrifft, die Geister der dunklen Vergangenheit hervorzuzerren.
    Wer über Sarrazin schreibt, läuft Gefahr, als einer erkannt zu werden, der Sarkosy-Karikaturen verbreitet.

    • Fifty4
    • 29.08.2010 um 22:13 Uhr

    Sie glauben an die Presse? Mit einem wie auch immer gearteten Wesen an deren Spitze, das man Gott nennen kann. Beten Sie dann sonntags morgens vor dem Münzkasten der Bildzeitung?

    [...]

    Bemühen Sie sich bitte um einen respektvollen Umgangston. Danke. Die Redaktion/sh

    sollte er zurücktreten? Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Die Medien sind selbst schuld, wenn sie von 5 Seiten 3 mit Sarazzin Zitaten füllen.

    • Varech
    • 29.08.2010 um 19:58 Uhr

    Eher doch wohl Staatsraison, z.B. gleich westlich von D, wo man sich gewöhnlich kaum eine Gelegenheit entgehen lässt, was D betrifft, die Geister der dunklen Vergangenheit hervorzuzerren.
    Wer über Sarrazin schreibt, läuft Gefahr, als einer erkannt zu werden, der Sarkosy-Karikaturen verbreitet.

    • Fifty4
    • 29.08.2010 um 22:13 Uhr

    Sie glauben an die Presse? Mit einem wie auch immer gearteten Wesen an deren Spitze, das man Gott nennen kann. Beten Sie dann sonntags morgens vor dem Münzkasten der Bildzeitung?

    [...]

    Bemühen Sie sich bitte um einen respektvollen Umgangston. Danke. Die Redaktion/sh

  1. steht 1:3.

    Mal sehen was die nächste Halbzeit bringt ;-)

    Auch wenn sicher ist, dass Deutschland am Ende gewinnt - die Probleme, die Sarrazin (vielleicht übertrieben) artikuliert, sind real und werden erst zu richtigen Problemen führen.

    In meinen Augen ist diese Gleichstellung Sarazzins als Judenfeindlich usw. völlig unangebracht.

    Es ist traurig, dass Deutschland nicht mit einem Mann umgehen kann, der Probleme real benennt. Schlagt ihn besser mal argumentativ, als ständig mit der "Nazi-Keule" jede Kritik zu ersticken.

    Es würde übrigens helfen, Zitate von ihm nicht aus dem Zusammenhang zu reißen!

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    • Buh
    • 29.08.2010 um 20:42 Uhr

    Darf ich anch dem Inhalt fragen? Was bewezcken Sie inhaltlich mit Ihrem Beitrag? Haben SIE sich denn die mühe gemacht in Ihrem Beitrag Sarrazins aussagen zu diskuttieren? Nein, sie unterstellen anderen man würde ihn blind kritisieren, wo sie ihn doch selber blind verteidigen.

    Welche Probleme sind real? Und welche Konsequenzen sind daraus zu zioehneß Die zweitere Frage ist viel wichtiger. Ich pflege die zweitere Frage mit Liebe zu beantworten und nicht mit Hass und Abneigung.

    1. Ja 2.Kritik 3. nein, es ist ja ein Beitrag und keine Diskussion.

    Kann man nicht mal über dieses Integrationsproblem offen reden, ohne gleich in die Nazi-Ecke gedrängt zu werden?
    Herr Sarrazin hat sicher provokante Thesen, nicht nur Thesen, auch Fakten, die keiner hören will. Allein schon an der Hautfarbe kann man sehen, dass manche Menschen anders sind als andere. Das ist kein Makel. Alle sind verschieden.
    Nun ist bei vielen Juden ein bestimmtes Gen vorhanden, bei den Basken vielleicht auch, bei vielen Indianern läßt sich eine genetische Verwandtschaft mit Asiaten in Sibirien herstellen, tja, so ist es wohl.
    Aber in Deutschland sind solche Gedanken offenbar an sich gleich tabu. Ich wäre froh, wenn wir mit den muslimischen Einwanderern ein verständnisvolleres und offeneres Verhältnis hätten, aber oft ist es wie Hund und Katze. Was wir unbefangen für natürlich erklären erscheint der anderen Seite bisweilen als verrucht und verdorben. Wo sie Anstand, Ehre und Achtung sehen, sehen wir Zwang, Unterdrückung und Menschenverachtung (Thema Frauen). Da kommt man auf keinen grünen Zweig.
    Also finde ich es gut, dass Herr Sarrazin das Thema unverblümt auf den Tisch bringt. Es besteht Gesprächsbedarf - dringend !!! Nicht Schönredebedarf.
    Die Politik glaubt mit den Zuwanderern das Problem des Bevölkerungsschwunds gelöst zu haben, wir aber kämpfen in den Klassenzimmern mit den Folgen. Da gibt es eindeutig zwei Ebenen: oben und unten. Es ist nicht einfach der böse
    Herr S., es ist eine unbefriedigende, befremdliche Lage im eigenen Land!

    Und auch die Medien sind nicht daran schuld, dass hier viele Artikel überlesen und Probleme ignorieren, um dann einen Heuchler und Polemiker, der von den wirklichen Problemen eher ablenkt und schon garnicht an Lösungen arbeitet, als Held der freien Meinungsäußerung zu feiern.

    In der ersten PISA-Studie wurden schon auf die Probleme des Landes mit ihren Einwanderern hingewiesen. Außerdem leben wir im Zeitalter der Globalisierung, und diese Kulturveränderung hat nichts mit Islamismus und Kampf der Kulturen zu tun. Sarrazin verweist nur scheinbar auf Probleme, tatsächlich baut er einen Popanz auf.

    Ex-Politiker wie Sarrazin sind eher Heuchler, den mit seinen kruden Thesen über Genetik und Religion als unüberwindbare Basis für Entwicklung und Intelligenz will er nur von eigener Tatenlosigkeit ablenken. Als Fiskalist (Geld geht über Inhalt) hat er als Finanzsenator immer nach Begründungen für Kürzungen gesucht, die in Berlin aufgrund der von Diepgen und Co. hinterlassenen Schulden durchaus notwendig waren. Um den Berliner Stadthaushalt zu entschulden, musste er vieles tun, was gegen jede sozialdemokratische Gesinnung gerichtet gewesen ist. Nun sucht er nach Begründungen, warum dass eigentlich richtig gewesen ist und tatsächlich alle anderen "nichts" gegen die schlimmen Zustände getan haben.

    • Buh
    • 29.08.2010 um 20:42 Uhr

    Darf ich anch dem Inhalt fragen? Was bewezcken Sie inhaltlich mit Ihrem Beitrag? Haben SIE sich denn die mühe gemacht in Ihrem Beitrag Sarrazins aussagen zu diskuttieren? Nein, sie unterstellen anderen man würde ihn blind kritisieren, wo sie ihn doch selber blind verteidigen.

    Welche Probleme sind real? Und welche Konsequenzen sind daraus zu zioehneß Die zweitere Frage ist viel wichtiger. Ich pflege die zweitere Frage mit Liebe zu beantworten und nicht mit Hass und Abneigung.

    1. Ja 2.Kritik 3. nein, es ist ja ein Beitrag und keine Diskussion.

    Kann man nicht mal über dieses Integrationsproblem offen reden, ohne gleich in die Nazi-Ecke gedrängt zu werden?
    Herr Sarrazin hat sicher provokante Thesen, nicht nur Thesen, auch Fakten, die keiner hören will. Allein schon an der Hautfarbe kann man sehen, dass manche Menschen anders sind als andere. Das ist kein Makel. Alle sind verschieden.
    Nun ist bei vielen Juden ein bestimmtes Gen vorhanden, bei den Basken vielleicht auch, bei vielen Indianern läßt sich eine genetische Verwandtschaft mit Asiaten in Sibirien herstellen, tja, so ist es wohl.
    Aber in Deutschland sind solche Gedanken offenbar an sich gleich tabu. Ich wäre froh, wenn wir mit den muslimischen Einwanderern ein verständnisvolleres und offeneres Verhältnis hätten, aber oft ist es wie Hund und Katze. Was wir unbefangen für natürlich erklären erscheint der anderen Seite bisweilen als verrucht und verdorben. Wo sie Anstand, Ehre und Achtung sehen, sehen wir Zwang, Unterdrückung und Menschenverachtung (Thema Frauen). Da kommt man auf keinen grünen Zweig.
    Also finde ich es gut, dass Herr Sarrazin das Thema unverblümt auf den Tisch bringt. Es besteht Gesprächsbedarf - dringend !!! Nicht Schönredebedarf.
    Die Politik glaubt mit den Zuwanderern das Problem des Bevölkerungsschwunds gelöst zu haben, wir aber kämpfen in den Klassenzimmern mit den Folgen. Da gibt es eindeutig zwei Ebenen: oben und unten. Es ist nicht einfach der böse
    Herr S., es ist eine unbefriedigende, befremdliche Lage im eigenen Land!

    Und auch die Medien sind nicht daran schuld, dass hier viele Artikel überlesen und Probleme ignorieren, um dann einen Heuchler und Polemiker, der von den wirklichen Problemen eher ablenkt und schon garnicht an Lösungen arbeitet, als Held der freien Meinungsäußerung zu feiern.

    In der ersten PISA-Studie wurden schon auf die Probleme des Landes mit ihren Einwanderern hingewiesen. Außerdem leben wir im Zeitalter der Globalisierung, und diese Kulturveränderung hat nichts mit Islamismus und Kampf der Kulturen zu tun. Sarrazin verweist nur scheinbar auf Probleme, tatsächlich baut er einen Popanz auf.

    Ex-Politiker wie Sarrazin sind eher Heuchler, den mit seinen kruden Thesen über Genetik und Religion als unüberwindbare Basis für Entwicklung und Intelligenz will er nur von eigener Tatenlosigkeit ablenken. Als Fiskalist (Geld geht über Inhalt) hat er als Finanzsenator immer nach Begründungen für Kürzungen gesucht, die in Berlin aufgrund der von Diepgen und Co. hinterlassenen Schulden durchaus notwendig waren. Um den Berliner Stadthaushalt zu entschulden, musste er vieles tun, was gegen jede sozialdemokratische Gesinnung gerichtet gewesen ist. Nun sucht er nach Begründungen, warum dass eigentlich richtig gewesen ist und tatsächlich alle anderen "nichts" gegen die schlimmen Zustände getan haben.

    • sudek
    • 29.08.2010 um 18:15 Uhr

    schlimmer als Sarazin sind die Medien,die ihm und damit seinem Geschreibsel Raum geben, und alle, die in den Medien auf ihn reagieren mit "...richtiger Kern aber.."

  2. 4. wieso

    sollte er zurücktreten? Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Die Medien sind selbst schuld, wenn sie von 5 Seiten 3 mit Sarazzin Zitaten füllen.

  3. Entfernt. Beteiligen Sie sich bitte mit differenzierten Argumenten statt mit unsachlichen Behauptungen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sh

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    es wäre das gleiche, wenn ich behaupten würde, dass alle einheimische HartzIV-Empfänger "deutscher Abstammung" allesamt den Tag mit der Bierflasche beginnen

    Entfernt. Widersprechen Sie bitte anderen Diskussionsteilnehmern mit sachlichen Gegenargumenten. Danke. Die Redaktion/sh

    => Entfernt. Beteiligen Sie sich bitte mit differenzierten Argumenten statt mit unsachlichen Behauptungen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sh <=

    Das ist genau die Problematik bei der Diskussion um und über Migration:
    Während in den letzten Jahrzehnten alles kontrovers diskutiert werden durfte - von Atomenergie, Straßenmaut, Pisa-Debakel, Pädophilie und Kirche usw. - fand diese Diskussion über Migration nicht statt.

    Durfte man sich ganz unkritisch über "die Amerikaner" auslassen, "die Japaner" etc. klappte es bei "den Türken" eben nicht mehr: Man müsse differenzieren, könne nicht alle über einen Kamm scheren.
    Das ist richtig - aber wenn es politisch nützt, sind eben mal "alle Amerikaner" Kriegstreiber, Energieverschwender oder was auch immer - hier muß man eben nicht differenzieren.

    jede Diskussion über Migration und über Fehlentwicklungen und deren Ursachen wurde tabuisiert von fast allen Medien , die glauben, den Luftraum über der Meinungsfreiheit im Schulterschluß mit mißverstandener Political Correctness verteidigen zu müssen.

    Die offiziell verordnete mediale Lesart der Migration lautet: Alle Ausländer hier sind per se eine Bereicherung, nur sie räumen unseren Müll weg (wir würden sonst im Müll ersticken), wenn es denn mit der Integration doch nicht klappt, dann nur, weil die deutsche Mehrheitsgesellschaft Ausländer prinzipiell benachteiligt, intolerant ist und Integration verhindert...

    Ist doch auch irgendwie unsachlich, oder???

    • joG
    • 30.08.2010 um 9:36 Uhr

    ...worin er denn recht gehabt haben mag und jeder ergänzt, was er selbst glaubt.

    es wäre das gleiche, wenn ich behaupten würde, dass alle einheimische HartzIV-Empfänger "deutscher Abstammung" allesamt den Tag mit der Bierflasche beginnen

    Entfernt. Widersprechen Sie bitte anderen Diskussionsteilnehmern mit sachlichen Gegenargumenten. Danke. Die Redaktion/sh

    => Entfernt. Beteiligen Sie sich bitte mit differenzierten Argumenten statt mit unsachlichen Behauptungen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sh <=

    Das ist genau die Problematik bei der Diskussion um und über Migration:
    Während in den letzten Jahrzehnten alles kontrovers diskutiert werden durfte - von Atomenergie, Straßenmaut, Pisa-Debakel, Pädophilie und Kirche usw. - fand diese Diskussion über Migration nicht statt.

    Durfte man sich ganz unkritisch über "die Amerikaner" auslassen, "die Japaner" etc. klappte es bei "den Türken" eben nicht mehr: Man müsse differenzieren, könne nicht alle über einen Kamm scheren.
    Das ist richtig - aber wenn es politisch nützt, sind eben mal "alle Amerikaner" Kriegstreiber, Energieverschwender oder was auch immer - hier muß man eben nicht differenzieren.

    jede Diskussion über Migration und über Fehlentwicklungen und deren Ursachen wurde tabuisiert von fast allen Medien , die glauben, den Luftraum über der Meinungsfreiheit im Schulterschluß mit mißverstandener Political Correctness verteidigen zu müssen.

    Die offiziell verordnete mediale Lesart der Migration lautet: Alle Ausländer hier sind per se eine Bereicherung, nur sie räumen unseren Müll weg (wir würden sonst im Müll ersticken), wenn es denn mit der Integration doch nicht klappt, dann nur, weil die deutsche Mehrheitsgesellschaft Ausländer prinzipiell benachteiligt, intolerant ist und Integration verhindert...

    Ist doch auch irgendwie unsachlich, oder???

    • joG
    • 30.08.2010 um 9:36 Uhr

    ...worin er denn recht gehabt haben mag und jeder ergänzt, was er selbst glaubt.

  4. Die Mühe können Sie sich sparen.
    Ich habe in den letzten 2 "Artikeln" von der Zeit über Sarrazin auch an die Leute appeliert bitte sich selber schlau zu machen, alles im Kontext zu lesen usw.

    Nutzt nix. Sobald jemand Rassismus in den Raum wirft, sehen alle rot, kriegen Schaum vorm Mund und schlagen blind um sich.
    Wenn dann noch das Wort Jude und Gene fallen, ist es ganz vorbei.

    Dann muss man sich schon sorgen, das nicht gleich 5000 Leute in Sarrazins Residenz ziehen, und ihn am Rathaus aufhängen.

    • cgh
    • 29.08.2010 um 18:19 Uhr

    wer sich so äußert wie Herr S., der muss es sich gefallen lassen, in die Naziecke gestellt zu werden.
    Herr S. ist kein Humanbiologe oder Intelligenzforscher. Trotzdem redet er einen Brei aus Genen und Korrelation zu Intelligenz daher. Er tut dies zu politischen Zwecken, und er genießt den Rummel.

    Genug davon!

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    denn Sarrazin provoziert wohl kalkuliert.

    Wer hier die Nazikeule glaubt benutzen zu können, beweist vor allem Eines, seine geschichtliche und sachliche Unkenntnis!

    Man muss schon ein kompletter Idiot sein, um auf diesen PR Gag reinzufallen und somit dem gewünschten Effekt zu bedienen. Es spricht nicht sehr für die Intelligenz unserer Politkaste, wenn auch derselben Cleverness, wie der Sarrazins, auf diesen Zug aufzuspringen.

    Beide Seiten erreichen ein Maximum an Publicity, der eine für sein Buch, die anderen für die Gelegenheit sich als rechtschaffende Demokraten zu gerieren.
    Eine typische win win Situation auf Kosten Deutschlands.

    H.

    denn Sarrazin provoziert wohl kalkuliert.

    Wer hier die Nazikeule glaubt benutzen zu können, beweist vor allem Eines, seine geschichtliche und sachliche Unkenntnis!

    Man muss schon ein kompletter Idiot sein, um auf diesen PR Gag reinzufallen und somit dem gewünschten Effekt zu bedienen. Es spricht nicht sehr für die Intelligenz unserer Politkaste, wenn auch derselben Cleverness, wie der Sarrazins, auf diesen Zug aufzuspringen.

    Beide Seiten erreichen ein Maximum an Publicity, der eine für sein Buch, die anderen für die Gelegenheit sich als rechtschaffende Demokraten zu gerieren.
    Eine typische win win Situation auf Kosten Deutschlands.

    H.

  5. == "Alle jene, die sich einbringen, die ihre Kinder motivieren, die Deutsch lernen, die als Arbeitnehmer Steuern zahlen, die als Unternehmer Arbeitsplätze schaffen – sie alle verdienen Respekt." Sarrazin aber verletze diese aufrichtigen Menschen mit seinen Pauschalurteilen ==

    Hm, die hat er doch in keinster Weise angesprochen. Das ist in etwa wenn ich sage:
    "Hey, alle die Erwin heißen haben eine doofe Nase!"
    und daraufhin jemand empört ist und meint, ich hätte Hans beleidigt.

    Sehr amüsant wie sich wieder jeder über alles empört und dabei nichtmal die gröbsten Dummheiten auslässt. Naja, aber die Medien machen mit und die Linksradikalreaktionären jubeln. Fein, soll offenbar so sein.

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    Ich kann in der ganzen Diskussion eins nicht verstehen. Wieso versuchen die Sarazin-Sympathisanten immer, die Pauschalaussagen von Sarazin kleinzureden? Wahrscheinlich geht es ihnen genau wie Sarazin nicht um Lösungen von Problemen, als darum ihrer Islamophobie und ihrem bürgerlichen Dünkel Ausdruck zu verleihen. Dass hieraus nichts als Hass erwachsen kann, ist Personen wie Sarazin anscheinend egal. Vielmehr kann man sich selbst als etwas Besseres profilieren und seinen eigenen Hass nach außen tragen.

    Ich kann in der ganzen Diskussion eins nicht verstehen. Wieso versuchen die Sarazin-Sympathisanten immer, die Pauschalaussagen von Sarazin kleinzureden? Wahrscheinlich geht es ihnen genau wie Sarazin nicht um Lösungen von Problemen, als darum ihrer Islamophobie und ihrem bürgerlichen Dünkel Ausdruck zu verleihen. Dass hieraus nichts als Hass erwachsen kann, ist Personen wie Sarazin anscheinend egal. Vielmehr kann man sich selbst als etwas Besseres profilieren und seinen eigenen Hass nach außen tragen.

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